„Humanistischer Pressedienst“ präsentiert antiiranische Geschichtsfälschung von Jonas Hopf

logoJonas HopfEs ist nicht zu fassen welch eine unfasssbare Dummheit und Ignoranz in Deutschland um sich greift. Nirgends findet man aufgeklärte Menschen und gerade diejenigen, die von sich behaupten auf der politisch richtigen Seite zu stehen, stellen sich als die blödesten Schwachköpfe heraus. Von so einem Schwachkopf namens Jonas Hopf handelt der nachfolgende Beitrag. Hierbei spielt der „Humanistischer Pressedienst“ mal wieder eine unrühmliche Rolle.

Unser hübscher Jonas Hopf ist „Autor, Unternehmer und Globetrottel“, das heisst globaler Trottel. Darüber hinaus hat er eine Doku erstellt, das den hochtrabenden Namen „Eine kurze Geschichte der Aufklärung“ trägt. Die Dokumentation dauert über zwei Stunden. Die ersten 20 Minuten dieses Hörbuchs habe ich mir angehört und war entsetzt was der Autor dort über die Wissenschaftsarbeit im Orient, zwischen dem achten und dreizehnten Jahrhundert n.chr zu erzählen hatte.

Es ging wie üblich um die als „goldenes Zeitalter des Islam“ verklärte Zeit. Der Autor stellt diese Zeit als Blütezeit des Islam und der arabischen Wissenschaften heraus, wo hauptsächlich arabische Wissenschaftler damit beschäftigt waren griechische Quellen zu übersetzen, um darauf ihrerseits ihre wissenschaftliche Arbeit aufzubauen. In einem Nebensatz wird erwähnt, dass persische Gebiete daran beteiligt gewesen sind, und das wars auch schon. Nur eine geographische Referenz und ansonsten wird die muslimische Mär von der prächtigen islamischen Zivilisation erzählt.

Wie Dr. med. Abdolreza Madjderey im oberen verlinkten Beitrag beschreibt, lagen die Errungenschaften des goldenen Zeitalters lange vor dem Aufkommen des Islam vor. Er beschreibt die Anfänge der Pharmakologie, Chemie und Medizin in Iran, die auch die Hochzivilisation des persischen Reiches und seiner Wissenschaftstradition hervorgebracht haben.

Daneben waren die Zentren der Gelehrsamkeit in Persien mit denen in Ägypten, Syrien und Griechenland vernetzt. Wie heute kommunizierten die damaligen Gelehrten über politische und ethnische Grenzen hinweg und hatten ihren Hunger nach Wissen als gemeinsame Basis für ihre Zusammenarbeit und Austausch an Wissen.

Nach der islamischen Invasion Persiens und der immensen Zerstörung schriftlicher Zeugnisse vor-islamischen Kultur, gab es kein Wissen mehr, das vermittelt werden konnte. Der Besitz solcher Schriften unter Androhung von harten Strafen, war eine lebensgefährliche Angelegenheit und dennoch haben viele ihren Kindern im Geheimen die Ritten des Zoroatrismus gelehrt, genauso auch geschichtliches und wissenschaftliches Wissen vermittelt. Die überlebenden Iraner, die ihr Wissen im geheimen pflegten, fanden nach 200 Jahren, in der die persische und alle anderen iranischen Sprachen von ihren arabischen Herren verboten worden waren, endlich die Gelegenheit ihr Wissen offen zu vermitteln.

Dazu bedienten sie sich der arabischen Sprache, deren Gramatik-Regelwerk der Perser Sibawayhi erst verfassen musste. Dann folgte die Rehabilitierung alten Wissens in arabische Sprache. Das Epizentrum dieser wissenschaftlichen Arbeit war das „Haus der Weisheit“ in Baghdad. Die arabische Bezeichnung ist eine Lehnsübersetzung aus dem persischen (khāne-ye-dānesh). Die 271 n. Chr gegründete und im 10. Jahhrundert aufgelöste Akademie von Gundishapur stand Vorbild für das Haus der Weisheit in Baghdad und dort wurde das Wissen niedergeschrieben, das zuvor in iranischen Städten von den Arabern zerstört und mit dem Bann belegt worden war unreines, unislamisches und gegen den Koran gerichtetes Wissen zu sein.

In Bagdad sammelten sich Wissensdurstige aus allen Teilen der damaligen orientalischen und nordafrikanischen Welt. Es ging hierbei nicht einfach um die Wiederherstellung iranischen Wissens, sondern um die Beibehaltung des Wissens und Kultur in allen Gebieten, die von den Arabern besetzt gehalten wurden. Es sollte nebenbei auch noch um die Neutralisierung des islamischen Glaubens gehen. Das allerdings war nur ein Nebenschauplatz, denn viel wichtiger war den Verfall der Sitten und Kultur, bedingt durch die arabisch-islamische Invasion, aufzuhalten.

Es wundert nicht, dass viele dieser namhaften Wissenschaftler, die die Muslime und Araber für sich beanspruchen, in den meisten Fällen Iraner waren und sich kritisch bis ablehnend gegenüber den Islam äusserten. Dies festzustellen ist enorm wichtig, um den akademischen und kosmopolitischen Geist hinter der ersten Wiedergeburt im Orient zu begreifen. Es waren hauptsächlich Gegner des Islam und der arabischen Kolonisation, die um die große Tragik der Kulturzerstörung in den arabisch besetzten Gebieten wussten und genau das einte sie in ihrem Schicksal. Denn nicht selten waren diese in arabisch schreibende und lehrende Menschen selbst Opfer von Verfolgung und Tod.

Das Zeitalter der ersten Wiedergeburt in Iran und im Orient ist also viel mehr ein Aufbäumen gegen arabisch-muslimischen Rassismus und Wissenschaftsfeindlichtkeit, als auch ein Aufbäumen gegen Kulturzerstörung, dessen Zerstörungswut auch alle nicht-arabischen Sprachen einschloss, denn heilig war nur Arabisch und nur Arabisch durfte gesprochen werden. Allah und Muhhamed sei Dank.

Wenn man so will ging es um ein Projekt um die Wiederherstellung der antiken Kultur, also genau um dasselbe Ziel, das später die europäische Renaissance verfolgte und ihrerseits auf die Denker der vormaligen Zeit im Orient zurückgriff, um sich gegen christlichen Fanatismus und blutrünstige Blödheit durchzusetzen. Die europäischen Aufklärer taten das im selben kosmopolitischen Geist, die die Iraner in Bagdad beseelte. Sie wussten, dass ihre akademischen Vorbilder geschichtlich auf ihre Seite standen und dass sie sich einem zeitlosen Unterfangen verpflichten fühlen, deren Pioniere und Helden durch die Zeiten unvergessen sein werden.

Sowohl das Projekt der Iraner in Bagdad, als auch das spätere Projekt der Renaissance und Aufklärung der Europäer sind unvollendet geblieben. Wir sehen, dass wir in der heutigen Zeit Dinge wie Schwangerschaftsabbrüche oder Sterbehilfe verbieten, die in der antike ethisch bewertet wurden. Die Meinungsfreiheit sich frei zu äussern und sich spöttisch bis ablehnend über andere Religionen und Ideologien zu äussern gibt es heute nicht mehr. Rausch, Genuss und Sinnlichkeit werden bekämpft und da wundert es nicht, dass selbst die romantische und aufrichtige Liebe der Antike, in der Neuzeit zu einer Farce verkommen ist, in der beide Geschlechter sich unverstanden und ungeliebt fühlen. Und Typen wie Jonas Hopf verwechseln eurozentrischen unkritischen Blick, das nah am arabischen Rassismus liegt, mit Aufklärung über die Aufklärung.

Das Projekt um die Wiederherstellung grundlegender antiker Werte ist eigentlich ein sehr trauriges Projekt, denn erst müssen wir uns darum bemühen so normal zu werden wie vor 3000 Jahren, damit wir dann damit fortfahren können uns auf unserer kosmischen Reise zu begeben, um als menschliche Rasse das Universum und was dahinter steckt zu erforschen. Und das tun wir nicht als Sklaven der erfundenen Götter Allah und Jahwe, sondern als aufrechte Geschöpfe, die sich nicht wegen der eigenen Natur schämen und martern. Das tun wir als Geschöpfe, die dieses Leben und die eigene Existenz als Wunder begreifen und dementsprechend jede einzelne Sekunde in Würde leben und es geniessen.

Humanistischer Pressedienst

Stichwort menschliche Würde. Nicht nur, dass der „Humanistische Pressedienst“ das oben besprochene Video von Jonas Hopf stolz und unkritisch bewirbt, es erstaunt die Leserschaft immer wieder mit Texten, die einen ungläubig zurücklassen. Bei dem hier verlinkten Text geht es um „säkulare Denker, die uneinig über christliche Werte“ sind. Was zum Teufel sind säkularer Denker ihr Haufen elende Schwanzlutscher, die sich Atheisten und Humanisten nennt?

Trennung von Staat und Kirche ist eine Voraussetzung für Demokratie und Menschenrechte. Das ist keine Scheiss-Ideologie, dass ihr irgendwelche Schwanzlutscher-Typen im Rollkragenpulli säkulare Denker nennen könnt. Vor allem nicht, wenn die so eine religiöse Scheisse von sich geben: „Warum gebe es im Ländervergleich eine so starke Korrelation zwischen westlich-christlicher Tradition und Demokratie? Für ihn ist klar: „Das hat theologische Gründe!“

Ich habe mir den ganzen Beitrag durchgelesen und mir ist klar, dass bei diesen Gesprächsrunden einer die konträren Thesen vertreten muss. Es ist dennoch ein Unding auf dem Niveau der Kirchen zu debattieren und dagegen zu argumentieren, dass das Christentum nicht Erfinder der Demokratie, Pluralismus und der menschlichen Würde ist. Solange ihr verfluchten „säkularen Denker“ eine christliche Sprache sprecht oder christlich und muslimisch theologisch argumentiert, seid ihr keine Aufklärer und ganz sicher steht ihr nicht auf der Seite der Dissidenten und Befürworter der Demokratie und Menschenrechte.

Wenn ihr Geschichtsfälschung betreibt, aufrechte Wissenschaftler und Gegner von Aberglauben zu Muslimen und Arabern erklärt und die ganze Idee der Aufklärung und kulturellen Wiedergeburt der Lächerlichkeit preisgibt, dann seid ihr Gegenaufklärer. Und wozu das alles? Nur weil du kleiner Wichser namens Jonas Hopf dich damit rühmen kannst, dass die Wiege der Zivilisation im alten Griechenland liegt und es sich bei den Menschenrechten und Errungenschaften der Moderne doch um europäische Werte handelt?

Nein mein kleiner, es gibt keine europäischen Werte, es gibt humane Werte, die unabhängig von Zeit und Ort, dem Menschen schon immer ihre inne wohnenende Schönheit der Freiheit und Selbstbestimmung vermittelt haben. Der Arzt aus Damaskus, Der Linguist aus Alexandria, als auch der Physiker aus Bagdad haben diese Werte genauso gelebt, wie ihre späteren kosmopolitischen Brüder und Schwester in den europäischen Zentren, und wenn wir heute als Weltbürger, Einheimische und Migranten uns für Demokratie und Menschenrechte einsetzen, dann mit dem Wissen, dass es sich um ein Projekt handelt, das sich um die Bewahrung von Kulturen und Sprachen bemüht und daher eine Menschheitsaufgabe ist.

Daher gilt auch unser Kampf dem arabischen und türkischen Kolonialismus, als auch ihren rassistischen Mitteln des Völkermordes und Ethnozid. Und Nein Jonas, du hast es nicht verdient, dass ich dir meine Kritik sanft, liebend und in einer christlich-gehauchten Sprache vermittele. Hör auf dich zum rassistischen Honk zu machen und so einen ahistorischen Stuss zu verzapfen.

Zum Schluss möchte ich noch einmal auf den ethnischen Ursprung der orientalischen Wissenschaftler der letzten 1400 Jahre zu sprechen kommen. Auf meinem Blog sind im Rubrik „Iranische Helden“ Wissenschaftler aufgeführt die ohne Zweifel iranischen Ursprungs sind. Daneben gibt es noch andere Wissenschaftler, deren Ursprung nicht zweifelsfrei bewiesen werden kann.

Bei Wikipedia sehen wir auf der Diskussionsseite die Kämpfe darum jemanden zum Araber oder Iraner/Perser zu erklären. Ich denk mir natürlich meinen Teil wenn vierzig wissenschaftliche Publikationen einen Wissenschaftler als Perser bezeichnen und nur eine Publikation aus England ihn zum Araber erklärt. Viele Fragestellungen sind nicht so leicht zu lösen und es zeigt, dass wenn Menschen nur noch als Trophäen der eigenen Nation angesehen werden, man die Idee der Aufklärung und die Wiedergeburt der menschlichen Natur nicht begriffen hat.

Traurig genug, dass in „arabischen Ländern“ alle Männer gleich und vor allem gleich Scheisse aussehen. Niemand will den hundersten Mohammed kennenlernen oder den tausendsten ungepflegten Bart mit einem aggressiven und verachtenden Blick bewundern. Das ist der Geist des Islam dessen wir uns entledigen wollen. Dabei helfen uns weder der humanistische Pressedienst, noch Leute wie Jonas Hopf, die so einen ahistorischen Schund abliefern. Ich bin Tangsire Axundkosh und ich wünschte mir es gäbe mehr Blogger, die sich um richtige Geschichtsschreibung bemühen, ohne sich in Rassismen, Chauvinismen und Blödheit zu verheddern.

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17 Antworten zu „Humanistischer Pressedienst“ präsentiert antiiranische Geschichtsfälschung von Jonas Hopf

  1. Simorgh schreibt:

    Vieles von dem nehme ich mit. Einen Satz merke ich mir besonders:

    „Viele Fragestellungen sind nicht so leicht zu lösen und es zeigt, dass wenn Menschen nur noch als Trophäen der eigenen Nation angesehen werden, man die Idee der Aufklärung und die Wiedergeburt der menschlichen Natur nicht begriffen hat.“

    Tangsir, du weisst gar nicht wie gut du den Kern der Sache immer wieder triffst.
    Du bist wirklich der einzige Blogger unter den Iraner, der mich immer wieder aufs Neue positiv überrascht. Ich habe dir viel zu verdanken.

    Sepâs duste gerâmi.

    • Tangsir schreibt:

      Es ist schön, dass meine Versuche zum Kern der Sache vorzudringen Früchte tragen, aber ich habe das Gefühl die Geschichte ist noch unvollständig und nicht zur Gänze erzählt. Im Grunde ist die iranische Geschichte spannender als der heilige Grall und die ganzen neumodischen Mythen, die es gibt.

      Die Basis der Mitbestimmung, Emanzipation und menschliche Freiheiten ist der freie Geist, dem das Recht zugestanden wird seine Meinung zu sagen. Dahin müssen wir hin und ich bin stolz, dass es auch Iraner waren, die daran mitgewirkt haben und es wäre toll, wenn nicht nur die erste Wiedergeburt als die kulturelle Wiedergeburt der Iraner betrachtet werden kann, sondern wenn es auch noch als Blaupause für all die arabisch-islamischen Ländern ausserhalb des arabischen Halbinsels dient, wieder zu ihren Ursprüngen zurück zu finden.

      Das allerdings ist nur ein Angebot und nichts was wir ihnen aufzwingen. Es gilt ein Beispiel abzugeben, dass uns alle von selbst nachzuahmen versuchen. Ich danke dir übrigens für deine lieben Worte. Ich kann das Kompliment nur zurückgeben. Deine Kritik und Mitarbeit waren immerzu ein Gewinn und Bereicherung für mich und diesen Blog Simorghe gerami. Ich hoffe du veröffentlichst auch mal wieder etwas 🙂

      • Simorgh schreibt:

        Danke! Ich werde mich morgen in Ruhe zu deinem Kommentar äussern.

        Ich war gerade dran einen neuen Beitrag zu schreiben. Habe die letzten Tage meine Zeit in die Neugestaltung des Blogs investiert. Ich habe die Motivation wiedergefunden und hoffe dass ich sie nicht mehr, wie in der letzten Zeit, verlieren werde.

        • Tangsir schreibt:

          Ich finde die Seitengestaltung toll. Derafshe Kaviani in der Mitte, Yes 😀
          Man sollte nur schreiben, wenn man etwas zu sagen hat, dann klappt das schon.
          Ich wünschte ich könnte mich mehr einbringen als im Moment, aber ich bin ein wenig hoffnungslos um ehrlich zu sein, weil wie du bereits sagst, es gibt kaum andere Blogger, denen es auch um diesen Kern der Sache geht. Nämlich um Aufklärung. Ich lese um ehrlich zu sein auch keine Blogs regelmäßig, aber mal ganz im ernst, wer schreibt denn wertvolle aufklärerische Beiträge?

        • Simorgh schreibt:

          Danke, ja das Derafshe Kaviani sollte auf der Seite nicht untergehen. Ich habe mich deshalb für ein minimalistisches, aber umfangreiches Theme entschieden. Einige Seiten über die Ideologie sind noch leer, aber auch das werde ich demnächst füllen.

          Auch ich falle ab und zu in dieses Loch voller Hoffnungslosigkeit, Tangsir. Dann frage ich mich, ob es einen Sinn hat weiterzumachen. So schwer es ist das zu sagen, wir sind jedoch eine rare Erscheinung in der Blogsphäre. Nicht dass es keine patriotischen Iraner geben würde, aber im ganzen Torktazi besetzten Internet, gehen wir unter und vielen ergeht es dann so wie einst Shir o Xorshid.

          Ich bin aber seit einiger Zeit der Meinung, dass uns genau das als Antrieb dienen sollte. Wenn nicht wir, wer sonst? Man sagt doch auf Persisch: „Az xodet shoru kon“. Ich weiss natürlich, dass du sehr viel länger als ich in der Blogssphäre tätig bist und du dich seit Jahren dafür bemühst die Menschen aufzuklären und dafür danke ich dir. Aber um Aufklärung allein geht es bei mir nicht mehr. Unsere Arbeit soll sich in einer Ideologie manifestieren können. Denn was nützt uns aufzuklären ohne dass die Menge dabei zuhört und ohne dass unsere ganze Arbeit Früchte trägt? Aufgeklärt werden nur solche, die auch ein offenes Ohr dafür haben. Wir müssen uns bündeln, eins werden, eine starke oppositionelle Instanz bilden, Präsenz zeigen, denn nur so können wir die Situation verändern und erst dann können wir in den Köpfen der Iraner was bewirken und den Prozess der Aufklärung in Gang setzen. Ich will über das Journalistische herauswachsen. Berichterstattung sollte nur Mittel zum Zweck sein.

          Ich habe die Iranische Patriotenbewegung mit dem Ziel gegründet, die patriotischen und aufgeklärten Iraner im deutschsprachigen Raum zu vereinen. Nach 1.5 Jahren Blogaktivität bin ich der Meinung, dass das Schreiben allein nicht zum Ziel führt. Man muss auch für seine Sache werben können, nicht sporadisch, sondern gezielt.

          Ich hoffe, das waren jetzt keine zu großen Gedankensprünge.

        • Tangsir schreibt:

          Um in Deutschland ein Publikum zu erreichen, musst du vor allem christliche Narrative nutzen. Für das was du vor hast, musst du schon auf Englisch schreiben. Selbst der große Schoppenhauer fand ein Publikum in Deutschland, nachdem er sich ganz verstellte und eine christlich klingelnde Botschaft vermittelte. Iraner im Deutschsprachigen Raum zu erreichen ist auch ziemlich schwierig. Da gilt es auch eine gewisse Sprache zu benutzen und politische Figuren zu schonen, die nicht geschont werden dürfen. Nichtsdestotrotz bin ich auf dein Projekt gespannt. Letztendlich arbeiten wir alle am selben Ziel.

        • Simorgh schreibt:

          Mein Englisch ist gut, aber so gut auch wieder nicht, dass ich Beiträge schreiben könnte. Ich werde jedoch sicherlich mein Publikum erweitern müssen. Da hast du recht.

          Ich habe Schopenhauers Werke nie gelesen und womöglich wird mich sein Pessimismus eher weniger begeistern, jedoch bin ich der Meinung, dass Narrative von wo sie auch stammen mögen nicht negativ sein müssen, solange die Botschaft aber stimmt und es zum Denken anregt und nicht als Dogma angenommen wird. Wenn man damit eine philosophische Botschaft vermitteln und keine religiöse Debatte anregen will, ist das in meinen Augen nichts falsches. Auch die Philosophie selbst sollte nicht zu trocken wirken. Es liegt in der Natur des Menschen sich zum besseren Verständnis alles bildhaft vorzustellen. Das dient der Assoziation mit dem eigenen Leben. Ich meine hier nicht die Philosophie als wissenschaftliche Disziplin an Unis, sondern den philosophischen Diskurs unter dem „normalen“ Volk. Ich hatte Glück, dass mich ein strenger, aber charismatischer Philosophielehrer unterrichten durfte. Es hat mich gepackt, aber das kommt nur selten vor.

          Ich werde niemanden schonen, der es nicht verdient hat, geschont zu werden. Obwohl ich jedoch eine Ideologie verfolge, versuche ich doch pragmatisch zu bleiben. Dabei sind Kompromisse unumgänglich.

          Wir werden sehen, ob das, was ich mache auch Früchte tragen wird.

  2. Tangsir schreibt:

    Ich habe im Text eine Korrektur vorgenommen. Die Universität von Gundishapur wurde nicht nach der Invasion der Araber zerstört, sondern verlor zunächst an Bedeutung und wurde zuletzt geschlossen, nachdem viele Wissenschaftler dort aus Bagdad abgeworben wurden.

  3. astuga schreibt:

    Gut gebrüllt, Löwe. 😉
    Ganz ähnlich erging es ja auch den Buddhisten mit ihrem intellektuellen Zentrum Nalanda.
    Oder dem Athenaeum sowohl in Nimes und Konstantinopel (die schon beide durch das Christentum an Bedeutung eingebüßt hatten).
    Alles von türkischen Jihadisten auf Beutezug komplett vernichtet.

    • Tangsir schreibt:

      Vieles an hellenistische Kultur wurde vor allem von den Christen vernichtet und für sich vereinnahmt. Die Christen waren es, die den Virus der Kulturvernichtung in die Welt gesetzt haben. Nach dem Vorbild der Christen wüten die Türken und Araber noch heute. Danke für dein Kommentar.

    • Tangsir schreibt:

      Im Übrigen ist mir folgende Passage nicht entgangen: „die schon beide durch das Christentum an Bedeutung eingebüßt hatten“

      Wäre toll, wenn du uns dazu noch eine Quelle zur Verfügung stellen kannst. Ich habe den Verdacht hier handelt es sich um christliche Propaganda. Grundsätzlich haben Christen die Griechen verteufelt und ihre Schriften vernichtet. Mir erscheint es besonders zweifelhaft, dass beide Universitäten wegen dem „Christentum“ an Bedeutung eingebüßt hätten. Ich halte das für Blödsinn.

      • astuga schreibt:

        Hm, wäre etwas seltsame Propaganda. Denn immerhin sage ich ja gerade, dass sie unter dem Christentum ihre Bedeutung schon eingebüßt hatten. So wie übrigens auch Alexandria. Leider gibt es zur Einrichtung des Athenaeums nur sehr wenig im Internet. Mit Vorbehalt empfehlen kann ich zumindest Wikipedia: Magnaura Hochschule.

        Allerdings denke ich, dass du deine Kritik am Christentum in einigen Punkten übertreibst, warum hätten etwa die griechischsprachigen Byzantiner griechische Schriften vernichten sollen? Ein distanziertes Verhältnis zum Griechischen hatten da schon eher die Araber, für die es ja die Sprache ihrer aktuellen Feinde und der alten Götzendiener war.
        Aber gut, sei dir unbelassen – ich bin der letzte der von anderen verlangt, dass sie eine bestimmte Religion respektieren müssen. Und kritikwürdiges gibt es ja einiges.
        Btw. Ich bin Atheist. Und Chill, ich bin nicht dein Feind. 😉

        • Tangsir schreibt:

          Ach tatsächlich?
          https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_von_Konstantinopel

          Am 27. Februar 425 stellte der oströmische Kaiser Theodosius II. die Lehrtätigkeit in Konstantinopel per Gesetz (CTh 14,9,3) unter staatliche Aufsicht.

          Wer den Rest des Beitrags auf Wikipedia liest, erfährt wie es solchen Lehreinrichtungen unter christlicher Herrschaft ergeht.

          „in einigen Punkten übertreibst“. Hahaha, pass mal auf, von griechischspachrigen Byzantiner war nicht die Rede, sondern von der Zerstörungslust der Christen an hellenistischen Schriften. Verstehst du mein christlicher Freund?

          Was sei mir überlassen. Bist du blödes tuntiges Arschloch nur hier aufgetaucht um mit mir nett zu plaudern und irgendeine christliche Propaganda von dir zu geben? Ich mag es nicht wenn Leute in einer Diskussion ihren Glauben oder Nicht-Glauben zum Thema machen. Sieh es ein, Jesus Christus steckt dir quer in dein Arschloch mein Freund, deshalb redest du auch so wie ein latent pädophiler Gottesmann, dass jedem, der deine Zeilen liest Ekel hochkommt.

          Lies dich in diesen längeren Text ein, dann erfährst du wie Christen zerstört, gefälscht und plagiert haben.

          https://tangsir2569.wordpress.com/2013/12/20/warum-es-wichtig-ist-das-christentum-zu-kritisieren/

          Von wegen du bist nicht mein Feind. Ich scheiss dir und deiner ganzen Familie trotzdem schön ins Maul. Lasst es euch schmecken.

        • Ardad Aras schreibt:

          ach, die Zerstörungswut des Gregor des Erleuchters, der die zoroastrischen Tempel zerstört hat, oder der christlichen Byzantiner ist allseits bekannt, man denke nur Mal dran, was sie mit dem schönen Parthenon angestellt haben…

          Vom Kulturmord in Europa ganz zu schweigen… Dann die Kreuzzüge…

          Ach, fangen wir am besten gar nicht erst an.

  4. Pädochrist aka. Antitangsir schreibt:

    Deine Hautfarbe sieht aus wie mein Durchfall.
    Scheiß Perser.
    Scheiß Kurden, ungebildeter Bergtürke

    @tangsir
    Deine kleine heiße Schwester steht wirklich auf Scatporn.
    Als ich mit ihr angefangen bin, war sie auch im genetischen Sinne eine Arierin.

    Meine IP-Adresse lautet 91.17.18.125

  5. Tangsir schreibt:

    Jonas Hopf, der ungebildete Gegenaufklärer und Sackratte hat diesen Beitrag über sich bei Google zensieren lassen: „Einige Ergebnisse wurden möglicherweise aufgrund der Bestimmungen des europäischen Datenschutzrechts entfernt.“

    Da wo Aufklärer Wert auf Transparenz waren und sind und darum bemüht Wissen in Enzyklopädien frei zu vermitteln, sind christlich versiffte Gegenaufklärer vom Schlage Jonas Hopf an Zensur und Informationskontrolle interessiert. Einmal Nazi, immer Nazi. Scheiss auf den globalen Trottel Jonas Hopf.

    • Tangsir schreibt:

      Ich habe nun das Hauptbild von Jonas Hopf veschönert damit er auch ganz sicher bei der Google-Suche gefunden werden kann. Wer wie Jonas Hopf sich der Mittel der Zensur bedient und sich damit gegenaufklärerisch gebärdet, verdient es erst recht bei Google als Zensurschlampe gefunden zu werden. You’re welcome bitch! 🙂

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