Wahlempfehlung für die AFD

Wollen wir doch aufrichtig bleiben und uns nicht dem traditionellen deutschen Mob anschliessen. Die Kritik an der AFD, die auf diesem Blog geäussert wurde, bleibt bestehen, aber dennoch gilt es bei der allgemeinen Verteufelung der AFD nicht mitzumachen, und nicht verleugnen, dass die Gegner der AFD nicht minder antidemokratisch und fanatisch sind, und gerne zu den Mitteln der Gewalt und Lüge greifen.

Mina Ahadi hat eine Einladung der AFD ausgeschlagen und nennt gute Gründe dafür, aber genauso auch pauschale und nicht nachzuvollziehende wie „Denn die AfD ist die Partei der erzreaktionären, christlich-fundamentalistischen Bewegung in Deutschland.“ Zunächst einmal sollte man sich an Hamed Abdel-Samad orientieren, der beim christlichen Spiel der gesellschaftlichen Stigmatisierung des politischen Gegners nicht mitmacht, und zum anderen einsehen, dass sich alle politischen Gruppierungen dem Christentum und Islam beugen, und die Partei der erzreaktionären christlich-fundamentalisten ist die CDU.

Man sollte sich nicht von wenigen Spinnern bei der AFD abschrecken lassen und einsehen, dass viele Linke dort aktiv sind, als auch ziemlich rechte Kräfte (So ist es bei Parteineugründungen). Als Zweites muss man sich eingestehen, dass es keine laizistisch-säkulare Kraft in der deutschen Politik gibt, um dann als nächstes festzustellen, dass gerade die Systemparteien am laufenden Band gegen das Grundgesetz verstossen. Nicht nur wurde der Auftrag der Gründerväter des Grundgesetzes ignoriert (Art. 146 GG) eine gesamtdeutsche Verfassung, nach der Wiedervereinigung, zu verfassen und vom Volk absegnen zu lassen. Auch andere Artikel des Grundgesetzes wurden und werden seit Jahrzehnten im Kollektiv missachtet (Art. 140 GG).

Insofern ist die AFD nicht die einzige Partei, die es mit dem Grundgesetz nicht so genau nimmt. Zum anderen sind in der AFD viele Ost-Deutsche aktiv, die es satt haben nicht gehört und als Extremisten abgestempelt zu werden, und die endlich am politischen Leben partizipieren wollen, ohne gleich ein Maulkorb von den etablierten Parteien und Kirchen verpasst zu kriegen. Die Wahlempfehlung für die AFD erfolgt hier aus der Überzeugung heraus, dass in einer Demokratie keine politische Kraft dämonisiert werden sollte, und, dass man sich mit ihr auseinandersetzt, anstatt fanatisch-christlich beseelt, den gesellschaftlichen Ausschluss zu beschliessen.

Sigmar Gabriel äussert sich zu den Laizisten in der SPD folgendermassen:

Kernanliegen der Laizisten ist die strikte Trennung von Kirche und Staat. Das ist ein völlig legitimes Interesse. Und das können laizistisch orientierte Mitglieder der SPD auch tun. Die entscheidende Frage lautet aber: Ist das die Position der SPD? Die klare Antwort darauf ist: Nein. Es ist auch nicht die Position unseres Grundgesetzes. Der Staat hält sich aus weltanschaulichen und religiösen Fragen heraus. Anstatt eine religiöse oder säkulare Vorstellung der Welt und des Guten vorzuschreiben, fördert er die Freiheit der eigenen Entscheidung, unterstützt die religiösen und weltanschaulichen Gemeinschaften.

Hier wird von einer säkularen Vorstellung der Welt gesprochen, was schlicht und einfach Humbug ist. Säkular bedeutet eben, dass sich der Staat aus weltanschaulichen und religiösen Fragen raushält und nicht religiöse und weltanschaulichen Gemeinschaften unterstützt, vor allem nicht solche, die seit Jahrzehnten und Jahrtausende eine illegitime Macht inne hatten und sich immer noch unberechtigt am Staat und Bürger mästen. Deutschland ist zwar kein Kirchenstaat mehr, aber immer noch ein religiöser Staat. Nur weil öffentliche Messen nicht mehr so präsent sind, heisst es nicht, dass die Kirche keine Macht hat. Die Macht, die sie in den Kirchen hatte, übt sie jetzt in den Rundfunkbeiräte der öffentlich-rechtlichen Anstalten aus. In Deutschland gibt es keine Trennung von Staat und Kirche, auch wenn ein adipöser Anti-Sozi wie Sigmar Gabriel, und mit ihm die Christen-Zombies der CDU, das ständig behaupten, und die Reaktion der Kirchen auf die laizistische Gruppe in der SPD liess nicht lange auf sich warten. Als Kirchenfeinde wurden die Laizisten abgestempelt und gleichzeitig damit gedroht welches gesselschfatliches Stigma die SPD erwartet, wenn sie tatsächlich eine laizistische Position bezieht.

Seit jeher wurde die Kritik an Kirchen und der christlichen Religion mit einem Angriff auf einfache Christen gleichgesetzt, so wie Bestrebungen Staat und Kirche voneinander zu trennen als „strikt“ bezeichnet und somit ausserhalb des gesellschaftlichen Konsens. Dasselbe Spiel wird auch beim Islam gespielt, wo es immerzu um Fremdenhass und Muslimfeindlichkeit geht, wenn Einzelne die Religion an sich kritisieren. Dass Frauke Petry aus Ostdeutschland stammt, macht meine Entscheidung leichter eine Wahlempfehlung für die AFD auszusprechen, genauso auch ihre Haltung  Religionsunterricht an Schulen zu verbannen. Es bleibt abzuwarten wie ernsthaft sie diesen Standpunkt vertritt. Zumindest zeigt sie exemplarisch an einer Gruppe von Schülern, wie einfach die „Kritik“ des Mainstreams begegnet werden kann, und am Beispiel der Schüler, wie pauschal und unsinnig die Angriffe gegen die AFD sind. Bis Minute 28:

Dass eine Beatrix von Storch auf die Naziverträge mit den christlichen Kirchen aufmerksam macht und die Abschaffung der Kirchensteuer fordert, mag eine Provokation sein, es zeigt zumindest aber, dass diese Partei Dinge ausspricht, die sich noch nicht mal „Die Linke“ oder sonst jemand traut. Sofort waren auch sogenannte Kirchenhistoriker da, um klarzustellen, dass die Beibehaltung der Kirchensteuer lediglich mit den Nazis bekräftigt wurde, aber nicht explizit zum ersten mal mit den Nazis ausgehandelt. Hahaha, elende Nazi-Schlampen! Ich habe das Video mit von Storch verlinkt, um zu zeigen, dass die Argumentation von von Storch durchaus nachvollziehbar ist und sogar aus einer christlichen Position heraus Sinn macht. Dass die deutschen Medien nicht groß über diesen Vorstoss der AFD berichtet haben, ist natürlich Kalkül, denn wenn die AFD tatsächlich diese Position glaubhaft nach aussen vertreten würde, dann würde selbst ich sie wählen.

Beatrix von Storch hat übrigens Recht. Der Staatsvertrag mit den Nazis ist der erste Vertrag, der annulliert werden sollte, und nachfolgend natürlich alle anderen Staatsverträge und der Bezug auf die christliche Religion im Grundgesetz auch.

Identität und Zwangstürksierung

Spätestens, wenn die AFD dann bei 30% ist, versichere ich euch, dass der Gabriel zum fanatischen Laizisten mutiert. Die SPD hingegen sollte niemals wieder gewählt werden. Wenn es glaubhafte Sozis und Laizisten gibt, dann rate ich ihnen zu einer Parteineugründung. Die Linke mit ihren SED-Altlasten ist genauso unwählbar übrigens. Die AFD allerdings sollte man wählen, damit sich etwas in diese scheiss-christlichen Republik ändert. Die AFD sollte keine Regierungsmehrheit erlangen, aber den etablierten Stimmen wegjagen und das christliche Gefüge in Deutschland zum Einsturz bringen. Es wird Zeit, dass die Ostdeutschen die Politik aufmischen und bestimmen, und nicht die Fake-Ossis Merkel und Gauck. Und ganz sicher erzählt keine Türkenschlampe, die in einer christlichen Partei ist, der Frauke Petry was es heisst Deutsch zu sein. Was sie darlegen sollte ist, wie man zu türkischen Völkermorden steht und was sie von Kulturzerstörung und Zwangstürkisierung hält.

afd vs cdu

In was für eine Welt leben wir denn, wo Nachfahren von zwangstürkisierten Menschen Politik machen, anstatt eine Therapie zur Detürkisierung und Deislamisierung. Frauen soll man nicht schlagen, aber der Cemile würde ich schon ins Gesicht spucken. Was wir erleben ist Zwangstürkisierung mit Turbo, bei dem die Deutschen mithelfen und hierbei besonders gründlich sind. Cem Özdemir gehört der tscherkessischen Minderheit an, öffentlich gibt er sich aber als Türke und Muslim aus. Dasselbe Spiel bei der neugewählten Landtagspräsidentin in Baden-Württemberg, wo eine Alevitin sich als Muslima vorstellt.

Dieser politische Kotau ist notwendig um in Deutschland Politik zu machen. Genausowenig wie es sich ein deutscher Politiker leisten kann säkulare oder laizistische Positionen zu vertreten, kann ein Orientaler in Deutschland als Nicht-Mulsim Politik machen. Selbst Necla Kelek und Seyran Ates bezeichnen sich als Türken und Muslima, obwohl die eine Tscherkesin ist, die andere eine Kurdin. Beide stehen übrigens zu ihrer Abstammung, erklären aber auch öffentlich, dass ihre Arbeit als Ex-Muslime oder bekennende Nicht-Türken sonst noch unmöglicher würde.

Der deutsche Staat bestärkt diese Zustände eher, und da vor allem sogenannte linke Parteien:

Und der türkische Staat versucht noch immer, Aleviten zwangsweise in sunnitische Muslime zu verwandeln, auch in Deutschland. Über diese Zwangsassimilierung spricht bei SPD und Grünen aber niemand.

Sie spricht nicht nur nicht darüber, sondern macht munter mit. Das ist die Situation der orientalischen Ausländer in Deutschland, die genauso unter dem christlichen Faschismus und Kollektivismus leiden müssen, wie die Deutschen selbst. Es gibt zumindest auch welche, die Jahrzehntelangen Widerstand geleistet, und sich geweigert haben in die christliche Kinderficker-Volksseele aufzugehen. Ich bin Tangsire Axundkosh und bin stolz darauf weder Christ noch Moslem zu sein.

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7 Antworten zu Wahlempfehlung für die AFD

  1. Khashtrapavan schreibt:

    Ha Tangsir, habe mir schon gedacht, woher der Kurswechsel kommt. Habe auch nicht schlecht gestaunt, als ich von der Storch gehört habe, daß sie das Thema Nazi-Konkordat angeschnitten hat. Habe mich gefragt, was das soll, obwohl die AFD ein christlich reaktionärer Haufen ist. Persönlich halte ich das Manöver für ein Finte. Wenn es hilft, endlich einen Diskurs zu beginnen, wäre das natürlich super. Aber ich denke, das war eher als Seitenhieb Richtung Lehmann gedacht.

  2. Simorgh schreibt:

    Spannend dieser kleine Kurswechsel, aber auch gut begründet. Die AfD ist nicht die Alternative, die ich mir zu 100% wünsche, aber wo gibt es schon perfekte Parteien. „Bad az badtar“ heisst wohl auch hier die Devise. Wie ich mich auch schon geäußert habe, braucht Deutschland ein laizistisches System. Ich hoffe dass der Diskurs, welche die AfD oder Frau Storch da anregt, nicht gleich untergeht.

    Zu Mina Ahadis Brief muss ich sagen, dass ich diesen aus gutem Grund unkommentiert auf meinem Blog gepostet habe. Man muss wissen, dass Mina Ahadi dem linken Lager angehört und auch mal aus ideologischen Gründen pauschale Kritik von sich gibt.

    Allgemein -wie Khashtrapavan schon gesagt hat- ist Heuchelei in der Politik kein seltenes Phänomen und deshalb sehe auch ich das Ganze mit einer gewissen Skepsis.

  3. Tangsir schreibt:

    Es ist nicht wirklich ein Kurswechsel, denn eine Reaktion auf bestimmte Beiträge wie dieser von Christoph Giesa http://blog.christophgiesa.de/2016/04/die-afd-und-der-hass-auf-die-grundrechte.html

    Zuletzt hatte ich ihn noch gelobt, aber hier übertreibt er, beanstandet jeden Standpunkt der AFD und tut so als wären die anderen Parteien grundgesetz-treu. Dann habe ich folgenden Beitrag von Dennis Riehle gelesen: http://hpd.de/artikel/koeder-fuer-alle-sich-fangen-lassen-13100

    „Wo ist das notwendige Bekenntnis zum Grundgesetz, das eine diffizile Abwägung zwischen Glaubens- und Religionsfreiheit einerseits, der menschlichen Würde eines Jeden andererseits, notwendig macht?“

    Ich frage mich wieso ein ehemaliger Evangeler sich jetzt humanistisch nennt, und dabei wieder gegen eine säkulare Ordnung spricht. Es ist eben keine diffizile Abwägung, wenn Religion und Staat getrennt sind. Kompliziert wird es erst, wenn Christen und Muslime versuchen ihrerseits sich in der Verfassung eines Landes zu verewigen. Ich kann solche Idioten wie Riehle nicht ausstehen, die noch halb im Arsch der Kirche stecken, aber sich partout als humanistisch und säkular bezeichnen müssen.

    Kein Wunder bei dem Admin, der bei hpd werkelt, kommt so ein Scheiss dabei raus.

  4. Pirouz K schreibt:

    Das Video aus Landau hatte ich auch gesehen. Peinliche Schüler.
    Petrys Standpunkte gefallen mir. Außer der Umweltteil😉 Aber das ist gerade unwichtig, weil das Elektroauto wird sich noch durchsetzen.

    Es gibt unter den Rechten eine Richtung (weiß gar nicht ob sie nen Namen hat – die sind alle pro Russland), die Hoffentlich nie Oberhand gewinnt. Fast jeder von denen unterstützt auch Ahmadinejad.

    • Pirouz K schreibt:

      und außer den Homoehe Teil.

      • Tangsir schreibt:

        Pirouze gerami, Das Elektroauto kann nicht alle Umweltprobleme lösen, und im Grunde kann man von Glück reden, wenn die Natur sich wehrt und sich vieler Menschen entledigt. Dann kommt wenigstens die Flora und Fauna wieder zum Vorschein. Im Grunde will Petry nicht auf Atomkraft verzichten und den Netzausbau stoppen. Aber die Schüler sind zu sehr im christlich-moralisierneden Modus, als dass sie ihren Gegenüber ernst nehmen und ihm die richtigen Fragen stellen.

        Im Übrigen finde ich die Erörterung der Homoehe sehr interessant, denn damit berührt Petry ein deutsches Heiligtum, die Familie. Es geht ihr nicht darum die Homoehe zu verbieten, sondern darum solche Ehen nicht steuerrechtlich zu begünstigen, wie es bei heterosexuellen Paaren es der Fall ist. Damit schliesst Petry grundsätzlich die Möglichkeit aus, dass Schwule Paare Kinder adoptieren und großziehen, denn darum sollte es ja bei der steuerrechtlichen Besserstellung von Ehepaaren gehen. Dem ist aber nicht so, denn es geht viel mehr um das christliche Konzept der Ehe, und da haben Schwule mit Kindern keinen Platz. Es soll weiterhin die heile alte Welt der traditionellen Familie hochgehalten und durch die Allgemeinheit finanzieren lassen.

        Also ich wäre einfach für die Förderung von Eltern, die Kinder haben. Ganz einfach, aber um zu so einer Feststellung zu kommen, müsste es einem tatsächlich um das Wohl der Kinder gehen.

        Und übrigens, Kein Wunder, dass Deutsche weniger Kinder kriegen. Ich empfände es als Verbrechen ein Kind in Deutschland auf die Welt zu setzen. Oder aber du klärst ihn von klein auf auf, und impfst ihn ein es bloß für sich zu behalten. Den gläubige Christen und Muslime, die sich in ihre religiösen und „weltanschaulichen“ Ansichten verletzt fühlen, sind zu allem fähig. Das Problem ist aber, dass diese Leute Freiheit erahnen können, und unweigerlich kommt Neid auf. Im Gründe alles nicht ideal für ein Kind in dieser Welt und in diesem Land aufzuwachsen.

        • Pirouz K schreibt:

          Der Mensch ist auch Natur. Wir gehören auch zur Fauna. Aber so schlimm wärs nicht, wenn wir verschwinden, das stimmt🙂

          Ja, ich bin für totale Gleichstellung. Aber wichtig ist mir das nicht.

          Wenn Nazis, Putinversteher und andere Spinner die AfD nicht übernehmen, überlege ich mir auch sie zu wählen. Die Partei ist eigentlich gespalten in Teile die gar nicht so viel gemein haben, außer ihrer Opposition zu Merkel und Flüchtlingen.

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