Karlheinz Deschner: Deutscher Nationalheld & Aufklärer

Michelangelo,_Creation_of_AdamEs war einmal ein alter Herr. Der lebte, mit vielen, vielen Jahren auf dem Buckel, lange ganz allein. Er lebt, schwer vorstellbar, doch finden wir uns damit ab, schon ewig, ohne Anfang, ohne Ende, im Vollgefühl der Allmacht, seines Wissens, seiner Güte. Doch plötzlich hat er, gottweisswarum, das dauernde Alleinsein satt, die wenn auch noch so souveräne Solitüde, das Dolcefarniente tagaus, tagein, das ja auch unsereinem nicht bekommt. Ja, nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen. Oder wie Georg Büchner den Leonce sagen lässt: „Müssiggang ist aller Laster Anfang.“ Offenbar musste sich die Omnipotenz endlich betätigen, bestätigen. Brauchen doch auch wir immer wieder ein kleines Erfolgserlebnis. Und er hatte es nie!

Und seine grenzenlose Güte? Wohin damit? Und wollte er nicht auch verehrt, ein wenig angebetet sein, verherrlicht? War nicht, wer weiss, ein bisschen Eitelkeit im Spiel? Ein wenig Rachsucht gar, ein Zorn, hochheilig, sicher, der freilich einmal raus, der einfach sich entfalten, entladen musste? Wie seine grenzenlose Güte? Beides zusammen, liebevoller Vater und Folterknecht in perpetueller Kooperation?

Aber Hölle und Himmel beweisen es. Beide gleich vis-à-vis, damit man von diesem – Herrgott, wofür ist man Engel! wofür singt man Halleluja! – ganz bequem in jene gucken und sich in all dem Teufelselend gehörig auch ergötzen kann, durch alle Ewigkeit, wie höchste Kirchenleuchten lehren. Alles schwer vorstellbar für unsern schwachen menschlichen Verstand. Aber es ist so. Die nackte Realität, Kurz und gut, so haut er eines Tages auf die Pauke, – haut – warum erst jetzt? Warum nicht früher schon? Nicht später? Warum, warum! In seiner Weisheit wusste er warum, ja, jetzt, jetzt wollte er, nach langer Lethargie ein ungeheurer Tatendrang, und haut, in schöpferischer Schaffenslust, das Universum kühn heraus; ob gleich komplett, ob erst im Ei, ob mit grossem Knall, ob ohne, das alles, gott, ist eitles Klügeln, Spintisieren, vage Wissenschaft von Menschenköpfen, heute so und morgen so. Was zählt, sind Fakten. Und Faktum ist: alles war bestens geraten. Authentisch bezeugt. Und bloss Fieslinge, Mieslinge, zehnmal scheiterhaufenreife Kerle, denen nichts wunderbar, nichts heilig ist, selbst das Heiligste nicht, können da leugnen. Denn war der alte Herr allmächtig, konnte er alles. War er allgütig, wurde auch alles gut – ein sonnenklarer Fall.

Hands_of_God_and_Adam

Doch – der Mensch denkt, und Gott lenkt. Die ganze Sache, wie bekannt, ging restlos in die Binsen. Ja, obwohl alles von dem Allerbesten, Allermächtigsten, Alleswissenden, obgleich es ganz und gar aus ihm und nur aus ihm, aus wem auch sonst, direkt emanierte, kam einfach Furchtbares, Erschreckendes heraus. Kaum zu glauben, wahrhaftig! Die Sterne zwar leuchteten edel, die Sonne schien ohn‘ Fehl und Arg – aber darunter: Hurerei und Greuel, Ungehorsam, Apfelbiss, Schlangengift, Erbschuld etc. etc. Und der alte Herr, der all dies ja seit Ewigkeit vorausgewusst, der es, spielend, hätte verhindern können, doch nicht verhindern wollte in seiner Weisheit, der ersäufte, der Allerbarmende, die ganze Chose, die missratene, Mensch und Tier (das ja unschuldig war: oder biss auch das Tier, ein weibliches vielleicht, ins Obst?!), ja, ersäufte alles kurzerhand, ein göttliches Spektakel ohnegleichen, die erste und bis heute radikalste Endlösung der Welt.

Doch schliesslich, er hatte sich genug gelangweilt: Auch Geduld gezeigt genug, fürwahr, einmalige Geduld. Überhaupt: Einmalige Umstände: Denn sonst, ich meine – die braunen Bestien wurden in Nürnberg gehängt. Und Stalin marschiert als Bluthund durch die Geschichte. Und sie alle, samt und sonders, hatten doch nur einen, ich meine bloss, vergleichsweise kleinen Teil unserer Rasse liquidiert – der gute alte Herr aber alles, die ganze Menschheit, mit Stumpf und Stiel, alles hinab in den Orkus… er, der Beste, der alles so gut macht.

Russell-Crowe-as-Noah Michael Wilkinson

„Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl“ – jawohl, sehr wohl: Noah jedenfalls, Käptn Noah samt Family und Viehstall, alles, danke, bestens wohlauf. Und so beginnt alles von vorn. Und alles, weissderteufel, missrät wieder, trotz Allmacht und Allgüte und Allwissenheit – ein grosses Mysterium des alten Herrn ist dies, mit dem unser Verstand nicht fertig wird.

Immerhin kommt nun kein globales Ersäufnis mehr, denn der alte Menschheitsmörder, der Vollkommene, hat aus dem Fehlschlag gelernt. Und da er voraussieht, dass er im Vergleich mit den erwähnten Starbanditen schlecht abschneidet, was sage ich, katastrophal, versucht er es statt des grossen Ersäufnisses jetzt mit der grossen Erlösung. Nicht mehr die ganze Menschheit wird liquidiert, nein, nur einer, ein wahrhaft göttlicher Ausgleich. Der Massakerist wird nun Wohltäter, der Sadist Seligmacher, erst alles in die Pfanne, dann alles wieder rausgehauen, Noahs Nach­kommen natürlich nur, der traurige Rest seit der Sintflut, durch den lieben Heiland gerettet.

Durch wen?

Na, durch den Jungen des alten Herrn, den Sohn. Der gerät erst jetzt ins Zwielicht der Geschichte, in Wirklichkeit aber, in Wirklichkeit ist der Junge so alt wie der Alte, wie der Ersäufergott, denn er ist eigentlich der Ersäufergott. Und ist doch der Ersäufergott nicht. Nicht ganz und doch ganz. Oder vielmehr: ein ganz anderer und doch derselbe.

Gerard_van_Honthorst The Adoration of the Shepherds

Ein grosses Geheimnis wieder. Aber wäre alles so klar, so glatt, so platt, wer sollte es denn dann noch glauben. Es wäre ja gar keine Kunst mehr zu glauben. Na eben. Doch so ist es eine Kunst. Zwei Personen, aber gleichsam in einer. Und da alle guten Dinge drei sind, wird die Zweite Person durch eine Dritte Person gezeugt, die freilich schon die Erste Person ist. Auch die Erste. Ebenso die Zweite. Und doch bringt die Dritte die Zweite hervor – durch das Schwängern einer Schreinermeistersgattin in Palästina. Ob nun durch‘s Ohr oder durch andere Kanäle: Die Wege des Herrn sind wunderbar.

Um so wunderbarer, als ja die Frau jenes Zimmermanns, laut Bibel, nicht nur die Zweite Person, sondern noch weitere (allerdings viel profanere) Personen gebar und gleichwohl, längst nichts Neues mehr damals, Jungfrau blieb, Jungfrau und Mutter, und ihre eigene Mutter, die hl. Anna, derart, heiligemutteranna, die Grossmutter der Ersten Person, des Weltschöpfers, die Grossmutter Gottes wurde, Jesusmariaundjoseph!

Ein weites, ein wunderbares Feld. Doch wie auch immer: die besondere Begabung der Dritten Person, ihre ganz spezifische, ist das Schwängern, das Befruchten, auch im Geistigen, geblieben. Zum Beispiel das Erleuchten der Schreiber des Neuen Testaments. Ganz „irrtumslos“ wurde es so, wie durch die hl. Väter und die Theologen „einmütig“ bezeugt und vom kirchlichen Lehramt wiederholt bekräftigt. Oder das Erleuchten der Jünger Jesu an Pfingsten, worauf sie, die Analphabeten, alle Sprachen beherrschten (vielen auch bloss besoffen schienen). Die Dritte Person hätte die ganze Welt erleuchten, bekehren können, mit einem Schlag, nur durch einen Willensakt. Doch das wollte die Dritte Person nicht, obwohl es das Einfachste gewesen wäre und so viele gerettet hätte für immer, die nun für immer verdammt sind und Höllenqualen leiden, die Ärmsten. Dafür aber haben nun die Prälaten ihre Pfründe, das ist viel wichtiger. Ja, die Dritte Person erleuchtete nur Auserwählte. Manchen heiligen Papst, zum Beispiel. Oder manchen heiligen Inquisitor, der dann desto eifriger die Scheiterhaufen zum Erleuchten brachte, ein besonders schöner Erleuchtungsakt.

Hortus_Deliciarum_-_Hell

Alle jedenfalls wollte der alte Herr nicht erleuchten, auf keinen Fall – wofür hatte er schliesslich, seit Ewigkeit, die Hölle geplant mit all ihren Einrichtungen. Nein, nur keine Fehlinvestitionen mehr. Bloss kleinere Wunder liess er den Sohn, die Zweite Person, wirken, ein bisschen auf dem Wasser wandeln, Tote auferwecken und so, alltägliche Mirakel fast, von vielen seinerzeit vollbracht – statt einfach alle zu bekehren, durch ein gewaltiges Miraculum, was, wie gesagt, der Menschheit viel erspart hätte. Und dem Sohn auch. Doch den liess der Allgütige, was kaum ein anderer Vater getan, stracks ans Kreuz nageln und sterben, wofür die Juden, die »Gottesmörder«, schwer büssen mussten. Ganz zu Unrecht. Haben ja gerade die Juden so die Erlösung erst ermöglicht und den ewigen Dank der Christenheit verdient.

Der Römer Pilatus wollte den Sohn nicht umbringen, nein. Er wollte – wir wären um alles gekommen! – ihn laufen lassen und wusch seine Hände in Unschuld. Und auch der Sohn wollte nicht sterben. Nein, er betete zu Gott, zu sich selber, dass diese blutrünstige Sache an ihm vorübergehe. Doch nichts half, und so gehorchte die Zweite Person der Ersten und, darf man vermuten, wohl auch der Dritten, obgleich das ohnedies alles eins ist, Jacke wie Hose, auch wenn nur die unglückselige Zweite den Kopf dafür hinhielt. Nicht für ihre Schuld bekanntlich, für unsere!

Dadurch aber erlöste sie die Menschheit. Das heisst nicht jene, die schon vordem starb. Pech gehabt. Doch auch die mit der Gnade der späten Geburt fuhr danach zum grössten Teil noch weiter hinab in die Hölle, trotz aller Erlösung, die der Allwissende, Allgütige, Allmächtige auch für sie vorgesehen. Die Erlösung. Und die Hölle. Beide. Gott denkt weiter. Das ist es. Und trotzdem: selbst für die grosse Mehrheit das Blut, das kostbare, umsonst verspritzt. Denn noch der Rest auch jetzt nicht ganz erlöst. Gar viel bedurfte es noch immer an Sakramentalem und Heilstaten, an Riten und Raten (in natura oder bar) für jene, für die doch nur eines not sein sollte. Ja, der Taufe, zum Beispiel, bedurfte es noch, der hl. Beichte, der hl. Kommunion, des Messbesuchs am Sonntag wenigstens – HEILIGE MESSE, so signalisieren manche Orte heute gleich am Eingang ihre Geisteskraft. Auch der hl. Ölung etwa bedarf es noch (der „Abschmierung“, interner Sprachgebrauch), zuletzt wenigstens, zum guten Schluss, sozusagen. Ja, vieles kam hinzu, wahrhaftig, wovon wenig oder gar nichts in der Bibel steht, kein Wort.

Wer jedoch immer wieder Abweichungen vom Evangelium beklagt, verkennt, dass Jesus und seine Jünger theologisch noch in den Kinderschuhen steckten und erst viel später die Päpste deutlich zu sagen vermochten, was der Erlöser und seine Apostel eigentlich gemeint, was sie vielleicht nicht so gesagt oder ganz anders gesagt oder überhaupt nicht gesagt haben, weil sie es noch nicht besser oder gar nicht sagen konnten, aber sicher sagen wollten und auch gesagt hätten, wären sie schon so schlau gewesen wie die Päpste.

Bloch-SermonOnTheMount

Die Päpste freilich hatten mit der stets weiteren Verbreitung der Frohen Botschaft immer mehr zu tun. Sie mussten, zum Beispiel, immer mehr Juden verfolgen, immer mehr „Ketzer“ und „Hexen“ verbrennen, mussten riesige Besitzungen, Burgen, Schlösser, Städte, ganze Herzogtümer für ihre Verwandten rauben, denn viele bekundeten einen vorbildlichen Familiensinn. Und auch ihre Mätressen wollten befriedigt werden durch die Heiligen Väter.

Auch mussten sie mit Helm, Panzer und Schwert immer wieder in den Krieg, oder wenigstens ihre Generäle, ihre Soldateska, in die Schlachten schicken, immerhin bis 1870, alles für das Evangelium. So hatten sie für dessen Verkündigung selbst, seine Auslegung usw., kaum Zeit und viele auch keine Lust. Sie überliessen das immer grösseren Kadern speziell ausgebildeter, wenn auch oft wenig gebildeter akademischer Knechte, Konfratres auf den untersten Stufen des Höhern.

Diese Leute, Theologen genannt, vermehrten sich allmählich auf diese oder jene Weise. Sie unterrichteten neue Theologen, zeugten neue Theologen, schrieben mehr oder weniger dicke Bücher, um das Licht der göttlichen Wahrheit zu verbreiten, das Gott selber, weissgottwarum, nicht selbst verbreiten wollte und will. Und so treiben sie es noch heute, gerade auch jene besonders flinken Zungenverdreher, die den göttlichen Sendungsauftrag der Gegenwart angepasster erfüllen möchten, um die etwas wacheren Gläubigen etwas aufgeklärter hinters Licht führen zu können; man nennt dies „zeitgemässe Glaubensverkündigung“ – übrigens ein viele Jahrhunderte alter Vorgang, der sich jetzt nur noch in Form von Rückzugsgefechten abspielt, schon im Schatten der endgültigen Niederlage. Lediglich das Aberwitzigste, das bloss noch die Masse der Engstirnigen, Plattköpfigen hinnimmt, die sancta sim-plicitas, möchten sie, mit Verlaub, in Zweifel ziehen, einschränken dürfen – aus rein pastoraler Sorge, versteht sich, das heisst, um die schon aufmuckenden, aufgescheuchten Schäfchen noch bei der Stange halten, um sie auch künftig gängeln, weiden, scheren zu können. Das Fortbestehen ist entscheidend, vor allem ihr eigenes, mit Amt, Pension, mit Pfründe, mit ihrer kleinen mickrigen Herrlichkeit. Schon Lichtenberg schrieb: „So viel ist ausgemacht, die christliche Religion wird mehr von solchen Leuten verfochten, die ihr Brot von ihr haben, als solchen, die von ihrer Wahrheit überzeugt sind.“

Sie üben Kritik mit gebotener Devotion, sie löcken gegen den Stachel, aber mit aller Dezenz. Sie möchten nicht den Papst, die Bischöfe, preisgeben, nicht die Heilige Schrift, nicht Taufe, Abendmahl, die Auferstehung und das ewige Leben, das schon gar nicht, am allerwenigsten; und die Erste Person nicht, die Zweite, die Dritte, nicht die ganze Trinität und die volle Gottheit des Sohnes, den Weg, die Wahrheit und das Leben und tausend andere Heilsgüter und -früchte und -früchtchen nicht.

Nein, um gotteswillen, nur keine Wunschträume aufgeben, keine Lebenslügen: Unsere tägliche Illusion gib uns heute!

Am 13 . Juni 1993 fand in Darmstadt die Verleihung des von Walter Steinmetz gestifteten Alternativen Büchnerpreises an Karlheinz Deschner statt. Dabei wurde von einem Rezitator auch dieser Text verlesen.

Karlheinz Deschner hat die 10-bändige Buchreihe „Kriminalgeschichte des Christentum“ verfasst. Am 8. April diesen Jahres verstarb er, nachdem er ein Jahr zuvor, den letzten Band dieser Reihe veröffentlicht hatte.

Stimmen zur Kriminalgeschichte:

«Der Kirchengeschichten gibt es viele; er schreibt die Kriminal-Geschichte des Christentums, wie es der Geschichte gemäß ist.»
Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Hamburg

«Der brillanteste, konsequenteste und substantiellste Kirchenkritiker dieses Jahrhunderts, der mutigste Erbe und Weiterdenker Friedrich Nietzsches.»
Prof. Dr. Hermann Josef Schmidt, Universität Dortmund

« … ebenso akribisch recherchierte wie provozierende und entlarvende Werke zur Geschichte des Christentums … Bei aller Wissenschaftlichkeit liest sich auch dieser Deschner durch seine faszinierenden Analysen und einen brillanten Stil spannend wie ein Krimi.»
Armin Pfahl-Traughber, Der Humanist

«Seit alle Argumente für die Wahrheit des Christentums zusammengebrochen sind, beruft man sich inzwischen auf seine Unverzichtbarkeit für eine humane Moral. Wer Karlheinz Deschner liest, muss zu dem umgekehrten Ergebnis kommen: Wenn das Christentum wahr wäre, müsste man die Menschen aus Gründen der Humanität davor bewahren.»
Prof. Dr. Dr. Norbert Hoerster, Universität Mainz

«Gemessen an Karlheinz Deschner sind die kritischen Kirchen- und Drewermänner unserer Tage nichts als freundliche Herren mit religiösen Skrupeln. Von allen Kirchenkritikern unseres Jahrhunderts ist Deschner der belesenste, radikalste und leidenschaftlichste.»
Michael Bauer, Süddeutsche Zeitung

«Ich erinnere an Aufklärer des 18. Jahrhunderts wie die Franzosen Pierre Bayle, Claude Helvetius, Voltaire oder an den deutschen Schriftsteller Heinrich Heine. In Deschners
Kriminalgeschichte des Christentums hat nun auch das 20. Jahrhundert sein Buch …»
Prof. Dr. theol. Horst Herrmann, Der Spiegel

Karlheinz Deschner

Deschner im Interview:

Frage:
Wer Ihre «Kriminalgeschichte» liest, kommt zu der Erkenntnis, dass das Christentum nicht mehr viel mit der Lehre Jesu zu tun hat. Wie konnten die Ursprünge in Vergessenheit geraten?

Deschner:
Mit der überlieferten Lehre Jesu hatte das Christentum nie viel zu tun. Wir wissen ja nicht einmal annähernd, was Jesus gelehrt hat. Die Evangelisten, das betont die gesamte kritische Bibelwissenschaft, hatten an historischer Realität überhaupt kein Interesse. Ihre von Ungereimtheiten und Widersprüchen nur so strotzenden Schriften sind mythologische Literaturprodukte, Erzeugnisse der gläubigen Gemeindefantasie, sind nur, wörtlich, mit äußerster Vorsicht zu benutzende «Anekdotensammlungen». Einmütig ferner erklärt die moderne historisch kritische christliche Theologie, dass sich auch von Jesu Leben so gut wie nichts mehr erkennen lasse. Zwar hält sie an seiner Existenz als solcher fest. Doch sicher ist auch dies nicht. Es spricht ebenso viel dafür wie dagegen – die
Profangeschichte jener Zeit ist unergiebig. Ob aber historisch oder nicht, fest steht: Der Gründer des Christentums ist nicht Jesus, sondern Paulus. Und weit wichtiger noch: Nichts im Christentum ist originell. Vom zentralsten Dogma bis zum periphersten Brauch ist alles, restlos alles schon vorher da gewesen, im Judentum, im Hellenismus, in der indischen Geisteswelt.

Frage:
Können Sie Beispiele nennen?

Deschner:
Trinitäten, die Messias-Idee, die Naherwartung des Endes, vom Himmel kommende Gottessöhne, vom «Vater» gesandte Erlöser, Jungfrauensöhne, die Geburt in der Krippe, die Geschichte vom leeren Grab, Himmelfahrten lebendigen Leibes. Natürlich gab es Wunder massenweise. Man lebte, schreibt der Theologe Trede, denkend und glaubend in einer Wunderwelt wie der Fisch im Wasser. So gibt es auch kein Wunder in den Evangelien, das nicht schon vorher gewirkt worden wäre, ob Geisteraustreibungen, wunderbare Speisevermehrungen, ob Wandel auf dem Wasser oder Totenerweckungen. Es gab Wallfahrtsstätten wie heute Lourdes, gab eine sakramentale Taufe, ein sakramentales Mahl, überhaupt die Siebenzahl der Sakramente, die Zwölfzahl der Apostel, den Verräter. Es gab leidende, sterbende und wieder auferstehende Gottessöhne, auch nach drei Tagen oder am dritten Tag wieder auferstehende, es gab gekreuzigte Götter. Die Dionysos-Gemeinden haben ihren Gott über einem Altartisch mit Weingefäßen am Kreuz verehrt. Genug – man könnte, ich übertreibe nicht, stundenlang oft bis in die kleinsten Gemeinsamkeiten gehende Details aufzählen, und gläubige Zweifler finden all dies und mehr auch und gerade in den Forschungen kritischer christlicher Theologen belegt – denn nichts im Christentum ist neu, auch nicht sein sogenanntes «Proprium», die Nächsten-, die Feindesliebe, worum man sich ohnehin am wenigsten gekümmert, kurz, vom Weihnachtsfest zur Himmelfahrt: lauter Plagiate!

Michael Schmidt-Salomon
Kurze Geschichte eines großen Werks

«Ich möchte das Werk zu einer der größten Anklagen machen, die je ein Mensch gegen die Geschichte des Menschen erhoben hat.» Mit diesen Worten endete das Exposé zur Kriminalgeschichte des Christentums, das Karlheinz Deschner dem Rowohlt Verlag im Frühjahr 1970 übersandte. Heute, 43 Jahre später, ist es vollbracht – und der Autor hat nicht zu viel versprochen: Tatsächlich ist die Kriminalgeschichte des Christentums eine der größten Anklageschriften, die jemals verfasst wurden. In 10 Bänden mit nahezu 6000 Seiten und mehr als 100 000 Quellenbelegen hat Deschner eine Generalabrechnung mit der «Religion der Nächstenliebe» vorgelegt, die in der Weltliteratur ihresgleichen sucht.

Völlig zu Recht gilt das Werk als Meilenstein der modernen Religionskritik, ja: der kritischen Geschichtsschreibung schlechthin. Das liegt nicht nur an der Fülle der Inhalte, die Deschner entgegen allen Denktabus zur Sprache bringt, sondern auch an der Brillanz der Darstellung: Bei Deschner treffen die besten Elemente von Wissenschaft, Philosophie und Kunst aufeinander, vereinigen sich kritische Rationalität, humanistisches Ethos, künstlerische Sensitivität und ästhetische Gestaltungskraft zu einer einzigartigen Synthese. Da ist kein Wort zu viel, keines zu wenig, ein fulminanter Spannungsbogen zieht sich durch das gesamte Werk, vom furiosen Auftakt des ersten Bandes bis zum Schlusswort des letzten. Die Kriminalgeschichte des Christentums erscheint uns heute in ihrem monumentalen Aufbau so stringent und urwüchsig wie eine gotische Kathedrale oder eine Bruckner-Sinfonie, weshalb es kaum vorstellbar ist, dass sie ursprünglich nur einen einzigen schmalen Band umfassen sollte.

Tatsächlich stand in dem Vertrag, den Rowohlt 1970 mit Deschner abschloss, dass der Autor bis Ende 1972 ein höchstens 350-seitiges Manuskript vorlegen sollte (geplanter Veröffentlichungstermin: Frühjahr 1973). Im Zuge der Ausarbeitung nahm das Projekt jedoch immer größere Dimensionen an. Aus dem einen Band wurden bald zwei Bände («Von Konstantin dem Großen bis zum Hochmittelalter» und «Vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart»), kurz darauf drei («Von den Anfängen bis zu Karl dem Großen», «Von Kaiser Karl bis Martin Luther» und «Von Luther bis heute»), Ende der 1970er Jahre – noch immer war keine einzige Zeile der Kriminalgeschichte erschienen! – stellte der Autor eine 6-bändige Ausgabe in Aussicht (ein Band Antike, zwei Bände Mittelalter, drei Bände Neuzeit).

Es ist nicht zuletzt dem Engagement von Hermann Gieselbusch, Deschners langjährigem Lektor bei Rowohlt, zu verdanken, dass der Verlag das Projekt nicht vorzeitig zu den Akten legte. Man kann sich leicht vorstellen, wie groß der Druck gewesen sein muss, der auf Gieselbusch lastete, zumal Deschner zwischen dem Abschluss des Vertrags bei Rowohlt und dem Erscheinen des ersten Bandes der Kriminalgeschichte zwölf (!) weitere Bücher (u. a. «Das Kreuz mit der Kirche» und «Ein Jahrhundert Heilsgeschichte») bei fremden (!) Verlagen veröffentlichte, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu sichern. Wahrscheinlich glaubte bei Rowohlt Anfang der 1980er Jahre kaum noch jemand an Deschners Opus magnum, doch Gieselbusch, von Autor und Werk begeistert, gab nicht auf. Ein- bis zweimal im Jahr besuchte er Deschner in Haßfurt, um das Projekt mit ihm zu besprechen. Diese Hartnäckigkeit zahlte sich aus: Im September 1986, 16 Jahre nach Vertragsabschluss, kam der erste Band der Kriminalgeschichte des Christentums auf den Markt. Und augenblicklich stand Deschner wieder im Fokus der Öffentlichkeit, wie schon nach der Publikation seiner literarischen Streitschrift «Kitsch, Konvention und Kunst» (1957) oder der ersten großen Christentumskritik «Abermals krähte der
Hahn» (1962).

Unzählige Einladungen zu Lesungen, Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Rundfunk- und Fernsehsendungen folgten. Glücklicherweise hatte er so viel vorgearbeitet, dass die Bände 2 (1988) und 3 (1990) trotz der zusätzlichen Belastung rasch aufeinander folgen konnten. Hätte er diesen Zweijahresrhythmus eingehalten, wäre Band 10 bereits 2004, zu seinem 80. Geburtstag, herausgekommen. Doch nun forderten die vielfältigen Verpflichtungen ihren Tribut, weshalb Band 4 erst 1994, vier Jahre nach Band 3, erschien. Hermann Gieselbusch und Herbert Steffen, der Deschners Werk nach dem Tod des Mäzens Alfred Schwarz unterstützte, waren alarmiert: Bei gleichbleibender Frequenz würde Band 10 erst 2018 erscheinen – zum 94. Geburtstag Deschners! Die Zweifel wuchsen, ob er angesichts
seines fortgeschrittenen Alters die Mammutaufgabe einer Vollendung der Kriminalgeschichte überhaupt noch bewältigen konnte.

Doch der Autor widerlegte alle Zweifel: In rascher Folge erschienen die Bände 5 (1997), 6 (1999), 7 (2002) und 8 (2004). Nach seinem 80. Geburtstag musste Deschner jedoch immer häufiger Pausen einlegen. Und so dauerte es vier Jahre bis zur Veröffentlichung des neunten Bandes (2008), weitere fünf Jahre bis zum Erscheinen des zehnten (2013). Auch wenn seine Leserinnen und Leser es nicht merken werden, für den Autor war die Arbeit an diesem letzten Band streckenweise eine Tortur. Umso glücklicher dürfen wir uns schätzen, dass nun, 40 Jahre nach dem ursprünglichen Veröffentlichungstermin, die Kriminalgeschichte des Christentums vollständig vorliegt. Dass die Darstellung nur bis zur Französischen Revolution reicht, ist nicht dramatisch. Schließt doch das große Werk über die neuere Politik der Päpste (1982/83; 1991) – gleichsam der 11. Band der Kriminalgeschichte (Wiederveröffentlichung 2013 im Alibri Verlag) – nahtlos an die Thematik des 10. Bandes an. Der lange Atem, den Deschner, sein Lektor Gieselbusch, der Rowohlt Verlag sowie die vielen Unterstützer des Autor  in den letzten Jahrzehnten bewiesen haben, hat sich gelohnt: Denn im Unterschied zu den Nullbotschaften, die Jahr für Jahr den Büchermarkt überschwemmen, wird Deschners Werk Bestand haben – nicht nur, weil die Themen, die dieser leidenschaftliche Aufklärer behandelte, aktuell bleiben werden, sondern vor allem, weil Schriftsteller seines Format  seltene Ausnahmeerscheinungen sind in dem Meer der Mittelmäßigkeit, das uns umgibt.

Karlheinz Deschner

Hier gibt es mehr von und über Karlheinz Deschner zu lesen, inkulsive Leseprobe aus seinem 10. Band.

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9 Antworten zu Karlheinz Deschner: Deutscher Nationalheld & Aufklärer

  1. Tedesco schreibt:

    Ich denke es gab zur Zeitenwende wohl etliche „Jesue und Wanderprediger“
    Offenbar bestand in dem von den Römern besetzten Nahen Osten ein gewisser „Erlöserbedarf“- es hatte wohl diesen politischen Hintergrund, sodass etliche solcher Propheten auftauchten.
    Im Film „Das Leben des Brian“, in dem es auf komödiantische Art um diese Umstände geht, hat möglicherweise einen höheren Wahrheitsgehalt als das Neue Testaments an sich.

    Eine andere kranke christliche Glaubenslehre, die direkt von Julius Streicher stammen könnte ist besonders in den USA aktiv und die 3. grösste nach Katholiken und Protestanten.(14,8 mio)

    Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage,
    welche Joseph Smith, ein Hochstapler und Chauvinist gründete.
    Er behauptete, ihm seinen ua Jesus, dessen Vater, Gabriel, Mose und etliche andere erschienen.
    Der wesentliche Glaubensinhalt ist der von Gott gegebene Anspruch der „Weißen Rasse“ auf Amerika.
    Das Glaubensbekenntnis beschreibt in Ergänzung und Fortsetzung der Bibel die Besiedlung Amerikas durch „einen verlorenen Stamm Israels“ 600 vor Christus.
    Dieser hätte sich in die gottesgläubigen „Nephiten“ und die vom Glauben abgefallenen „Lamaniten“ zersplittert.
    Direkt nach seiner Auferstehung hat Jesus selbst die Nephiten besucht, und ihnen das Evangelium verkündet, bevor er in den Himmel auffuhr.
    Im 5.Jahrhundert kam es zu einem Kampf zwischen den gläubigen Nephiten und den ungläubigen Lamaniten, wobei- oh welch Wunder- die Nephiten bis auf den letzten Mann getötet
    würden.
    Gott bestrafte die Lamaniten mit einer dunklen Hautfarbe-
    Aus ihnen gingen die Indianer hervor.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Mormonentum
    Diese Religionsgemeinschaft wird in den USA vom Grossteil seiner Bürger als Christliche Gemeine anerkannt.
    Der Mulitmillionär und Steuerbetrüger Mitt Romney, welcher 2012 nur knapp Obama unterlag zählt sich zu diesen Verschwörungstheoretikern.

  2. charlie schreibt:

    War Joseph Smith nicht derjenige, der aus Steinen in einem Hut „Gottes Botschaften“ „heraus gelesen“ und damit die Mormonen begründet hat? Die Irren kamen, als ich 13 war, an unsere Wohnungstür, und hatten mich totgequatscht. Für harterschnorrtes Taschengeld von 2DM nahm ich ihnen eine Smith-Bibel ab, um sie endlich loszuwerden. Schließlich war ich allein in der Wohnung, und sie hingen zu zweit vor mir.

    • Tedesco schreibt:

      Ein ungutes Volk, diese Bibelquatscher generell! 13 ist hart, da ist man nicht mal noch Jugendlicher!
      Bei mir warn die Typen auch- ich hab ihnen damals die Nummer von nem Typen gegeben der mir Geld schuldete und so getan als seis meine.
      Wie kommen diese Typen dazu, vorgelogene Inhalte zu verbreiten, die noch dazu rassistische Hintergründe haben?
      Für mich sind Leute die falsche Tatsachen und Gegebenheiten vorgauckelt wie dieser Joseph Smith es tat, um Weiber zu beeindrucken und den „Gottgewollten“ Anspruch der „Weißen Rasse“ auf Amerika zu legitimierten, Betrüger übelster Sorte, und gehören demnach in den Knast.
      Stattdessen dürfen wir diese Idioten auch noch hier bewundern, als ob wir nicht schon genug von dieser Sorte hätten!

  3. Tedesco schreibt:

    des weiteren ist es immer wieder verwunderlich, wie Leute, die selber den althergebrachten europäischen Antisemitismus erfunden haben, sich laufend auf den Juden Jesus. bzw wie in diesem Fall auf irgend welche Israelitische Stämme berufen- naja Logik und Klarheit sucht man in diesen Theologien ohnehin meist vergebens

  4. Soederaum schreibt:

    ein grosses Werk! danke fuer den Artikel und die Beitraege. schmidt-salomon gefaellt mir auch gut.
    ich glaube ich wiederhole mich, aber wenn nur 10% dessen was die Menscheit fuer Religion ausgibt in die Bildung von Kindern fliesst, haetten wir eine deutlich bessere Welt.

    Religion. ist Privatsache, soll jeder glauben was er will. mich stoert es im oeffentlichen raum

  5. Tedesco schreibt:

    Mitt Romney ist ein würdiger Vertreter der christlichen Zunft!
    Man kennt ja im gemeinen die Spinnereien und Verschwörungstheorien der christlich-faschistischen Partei, den Republikanern,- a la Palin und Bachman-
    „denan hupft da Trottl scho ausm Gsicht“
    wie man hier in Wien bei deren Anblick zu sagen pflegt,
    Diesem Lackaffen sieht man seine Dummheit vielleicht nicht auf den ersten Blick an.
    Trotzdem sieht man, dass diese Leute lügen und trügen wos nur geht.

    Er ist in der fünften Generation Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage („Mormonen“), deren frühe Führungsperson sowie Gründungsmitglied des Kollegiums der Zwölf Apostel sein Ururgroßvater Parley P. Pratt war.

    Mitt Romney zahlt auf seine Einkünfte aus dem vergangenen Jahr exakt 1.935.708 Dollar Bundes-Einkommensteuer. Das entspricht 14,1 Prozent seines Gesamtverdienstes. Es ist der Tarif eines einfachen Angestellten.
    Ein Ministeuersatz für den Multimillionär, weil Romneys Einkommen nahezu komplett aus Investments, Dividenden und Zinseinkünften stammt – da gilt nicht der US-Spitzensteuersatz von 35 Prozent.

    Romney habe etwa 30 Prozent seines Einkommens (13,7 Millionen Dollar) im Jahr 2011 gespendet hat – diesen Fakt sucht sein Team jetzt unter die Leute zu bringen.
    Hat doch etwa das Ehepaar Obama nur 21,8 Prozent gespendet. Hinter dieser Taktik mag die Hoffnung stecken, man könne damit die Debatte um Romneys 14-Prozent-Ministeuersatz übertünchen.
    Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass mindestens 1,1 Millionen Dollar dieser Spenden an Romneys Glaubensgemeinschaft gingen, die Mormonen.

    Zuletzt setzte ihm ein im Geheimen aufgenommenes Video zu, auf dem zu sehen ist, wie er vor wohlhabenden Gönnern knapp die Hälfte der Amerikaner zu Sozialschmarotzern erklärt.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/mitt-romney-veroeffentlicht-steuerdokumente-a-857313.html

  6. Frank schreibt:

    Tedesco = Schwachkopf

    So ziemlich jeder deiner Kommentare besteht aus zusammenhangloser Scheisse und nur selten geht es dabei tatsächlich um das Blog-Thema

    • Tedesco schreibt:

      Danke für deine Anregung, Frank! aber ich nehme Komplimente leider nur von Leuten an, in dessen Gehirnen die Zellen noch nicht vor Einsamkeit gestorben sind.
      ich möchte dich von anderer Stelle zitieren:

      https://tangsir2569.wordpress.com/2014/12/15/pegida-lugida-kackida/#comments

      „den Verweis auf Grundgesetz und Politikerblabla kannst Du Dir schenken; sowas interessiert einen Deutschen nicht; der denkt mit dem Bauch-
      was fremd ist , bleibt fremd -so sind wir nun mal!“

      ich habe Soederaum nicht bewusst übergangen, sondern er schreibt eben schneller als ich, und hat seinen Beitrag Nach mir begonnen und Vor mir gesendet! Ich hab die 2 betreffenden Worte gross geschrieben, damit du verstehst was ich meine.

      Mein Verweis auf die „Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“, welche nur eine weiter Ausformung der christlichen Sekte ist, war als Anknüpfung auf Tangsir an““Kriminalgeschichte des Christentum” gedacht, und zeigt wie tief Unlogik und Opportunismus diese gesamte christliche Religion bis heute regieren.

      Als politische Christ, so wie du einer bist, zeigt man ja gern auf Scientology, den Islam, die so genannten „Ausländer“ und sonstigene Verschwörungsmärchen, bedenkt dabei aber nicht wie sehr man sich selbst auf althergebrachte rassische und theologische Lügen stützt, die man selber nie geprüft hat, jedoch fest daran glaubt!

      «Seit alle Argumente für die Wahrheit des Christentums zusammengebrochen sind, beruft man sich inzwischen auf seine Unverzichtbarkeit für eine humane Moral. Wer Karlheinz Deschner liest, muss zu dem umgekehrten Ergebnis kommen: Wenn das Christentum wahr wäre, müsste man die Menschen aus Gründen der Humanität davor bewahren.»
      Prof. Dr. Dr. Norbert Hoerster, Universität Mainz

      So warn die deutschen Katholiken nicht im Stande auch nur irgend etwas gegen den Einmarsch Hitlers ins zutiefst katholische Polen zu unternehmen, welchem um die 3mio Polen zum Opfer fielen- soviel zur Solidarität wenn eine andere Verschwörungstheorie grad im Vordergrund steht- nun ich denke du hättest genauso gehandelt, wie du auch oben geschrieben hast.

      Des weiteren möchte ich dich drauf aufmerksam machen, das es auf dieser Seite in erster Linie um den vor- bzw nachislamischen Iran geht, was dir überdies entgangen zu sein scheint-
      https://tangsir2569.wordpress.com/iranian-renaissance/paniranismus/

      soviel zu unzusammenhängenden Scheisse die Du hier verbreitest:
      Zitat Frank (der Supernazichrist):
      „Oh,was für eine Pein hier zu leben!
      Lösungsvorschlag-vielleicht es mal in einem moslemischen Land probieren-wie wär´s mit Saudi-Arabien? oder Syrien? oder Iran? da ist man dann unter seinesgleichen!“

      Es wär also angebracht gewesen , vorher deine letzen verblieben Gehirnzellen zu reaktivieren, bevor man so einen Haufen widersprüchlichen Dreck von sich gibt.

  7. Tangsir schreibt:

    Frank, deine Mutter ist ein Schwachkopf. Tedesco, als auch Soederbaum und Charlie danke ich für ihre wertvollen Kommentare. Tedescos Beiträge passen sehr gut zum Thema, sind informativ und bereichern die Artikel, du allerdings nicht.
    Ich lasse dich hier auf dem Blog nicht schreiben, egal wie oft du noch hier versuchst Blödsinn zu verbreiten. Ich habe den starken Verdacht, dass du aus dem Dunstkreis einer gewissen Turkmongolin stammst, und hier nur Stress machen sollst. Das werde ich nicht zulassen.

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