Das Gift des Christentum

Brittany MaynardDas Gift der christliche Religion begegnet uns unentwegt. Sie lähmt nicht nur die Christen und christliche Gesellschaften selbst, sondern durch deren Einfluss, auch die internationale Politik, und hat zu einer Situation geführt in der die Menschen sorgenvoll in die Zukunft blicken, keine Orientierung haben und sich den Herausforderungen der Moderne nicht mehr gewachsen fühlen. Es ist ebenfalls die Zeit für Rattenfänger und die restaurativen Kräfte der christlichen Ideologie.

Zunächst einmal etwas gänzlich unchristliches. Der AzeriTürkische Diktator Khamenei, der eine islamische Fremd- Willkür-Herrschaft der TorkTazi über die Iraner und Iran anführt, liess abermals die Zerstörung Israels propagieren, und zwar über den eigenen Twitter-Account. Christoph Sydow, Unterstützer der Muslimbrüder in Ägypten, schreibt auch darüber im Spon. Er lässt aber nur das klitzekleine Detail unerwähnt, dass Khamenei klar und deutlich eine militärische Konfrontation gegen Israel fordert. Auch ist das Ziel der Eliminierung von Israel ohne Umschweife formuliert.

Weder Scham noch Hemmungen bremsen den türkischen einarmigen Madman mit dem weissen Bart und es ist nicht sein türkisches Volk, dass er mit solchen kranken Reden in Gefahr bringt, es sind Iraner und Iran. Dessen ungeachtet möchte Obama unbedingt mit den Mullahs Frieden schliessen. Sein Brief an Khamenei zeigt wie sehr Obama diesen aussenpolitischen Erfolg braucht, und die Reaktion darauf, die Eliminierung Israels zu fordern, zeigt wiederum welche Narrenfreiheit Khamenei nicht erst seit kurzem geniesst.

Die Eliminierung Israels forderte Khamenei schon am 26. Juli. Am 21. Juli bezeichnete er Israel als Krebstumor im Körper des Islam. Mohammad Ali Jafari wiederum verkündete Das zionistische Regime wird kollabieren. Auch weitere hochrangige Vertreter des islamischen Staates in Iran äusserten sich ähnlich, nicht zuletzt der ach so moderate Rouhani, der stolz sagte: Das zionistische Regime ist ein eitriges Krebsgeschwür, das abermals aufgeplatzt ist.

All dies fand jedoch keine Erwähnung in deutschen Medien, genausowenig wie die neuste Ankündigung eines Völkermords gegen die Menschen in Israel, denn wie sehr sich auch der Diktator Khamenei wendet und windet, es bleibt die Ankündigung zu einem Völkermord gegen eine Minderheit, das ohnehin vom Aussterben bedroht ist und schon oft Ziel von Eliminierung gewesen ist. Ausser auf Spon, hielt nur der Focus es für nötig über die Völkermordankündigung Khameneis zu berichten, und auch sie liess all die oben genannten Tiraden unerwähnt.

In dieser Situation der höchsten Gefahr, sowohl für die Menschen in Israel und Iran, lässt man aber die Schlächter und die Vettern von al-Baghdadi und Co in Iran gewähren, denn Obama ist nur die andere Reinkarnation des Christen im Sessel des US-Präsidenten. Der demütige und der um Ausgleich bemühte, ungeachtet dessen, dass die Islamische Diktatur in Iran einen langsamen Völkermord gegen Iraner begeht.

Drohungen, Einschüchterungen, Terror

Viele verharmlosen gerne Terror im Westen, das bis jetzt nur vereinzelt aufgetreten ist. Was aber hierbei übersehen wird ist, dass die Botschaft nicht nur den Opfern gilt, sondern genauso auch der Rest der Menschheit, die medial daran teilnimmt. Der Terror mag in ihrer unmittelbaren Wirkung, physikalisch und menschlich verheerenden Folgen haben, dessen wahre Wirkung ist aber die Paralyse aller Nicht-Moslems.

Der Moslem hingegen weiss, dass er immer einen Ausweg hat, solange er sich seiner Religion beugt. Dem Nicht-Muslim bleibt diese Option verwehrt, was wiederum die ganze Schönheit dieser Scheissreligion exemplarisch beschreibt. So funktioniert Terror. Dafür muss die Mehrheit der Muslime gar nicht gewalttätig sein. Auch in Irak und Syrien ist es eine Minderheit, im Vergleich zu der Anzahl der Menschen, die in der von der ISIS beherrschten Gebieten leben. Dennoch folgen die Menschen dort dem islamischen Staat, denn sie haben keine andere Wahl. Und sie werden töten und sich den Sitten des islamischen Staates unterwerfen, denn auch hierbei gibt es kaum annehmbare Optionen.

Nichts anderes erreicht auch Khamenei mit seinen Worten, denn bereits seit zig Jahren wird Israel mit iranischen Waffen in Händen von Libanesen und Palästinensern angegriffen und israelisches Leben ausgelöscht, ohne, dass Khamenei und seine Bande dafür büssen müssen. Seine Worte tragen diesen Terror nur fort und verstärken es. Nur eine westliche Welt, die christliche Werte und dessen Opportunismus verkörpert, ist in der Lage diese andauernde Bedrohung und Gefährdung zivilen Lebens und Strukturen in Israel hinzunehmen und gleichzeitig an einen Friedensvertrag mit den Despoten in Iran zu arbeiten.

Währenddessen geht der Krieg gegen Menschen, Kinder, Frauen, Schwache, Alte und Tiere in Iran, unvermindert weiter. Die Allah-gläubigen sind in Shiraz unterwegs und spritzen bevorzugt Frauen Säure ins Gesicht, die alleine am Steuer eines Autos unterwegs sind. Die Angreifer nutzen die Taktik der Pasdaran und Hezbollahi, im Verkehr Menschen anzugreifen, um dann auf Motorrädern zu fliehen. Bis jetzt ist niemand gefasst worden, denn wie sich jeder denken kann, sind die Angreifer Teil des Systems, die auf diese Art ihre Hijab-Regeln durchsetzen, und dabei tatsächlich nur die Verunstaltung von wenigen Frauen verursachen.

In der Hinsicht zeigt der Terror des Jihad wie effizient es ist. Das leben der iranischen Opfer ist zwar jetzt verpfuscht, aber dafür ist die arabische Religion des Islam gestärkt worden und ihre Autorität wiederhergestellt. So effizient und human wie eine Guillotine funktioniert der Islam, auch wenn die Hodschas und Mullahs so etwas nie öffentlich sagen würden, aber es ist Teil ihres Denkens, im Glauben die Welt durch Terror besser zu gestalten.

Anders aber als gedacht, gab es bis jetzt weltweit noch kein System, dass durch Terror etabliert worden ist, um dann in Frieden aufzugehen. Der Terror war demgemäß immer Teil des islamischen Lebens in den letzten 1400 Jahren, und zwar in allen Teilen der Welt, die auch nur mit dem Islam in Berührung kam. Wie man am aktuellen Fall in Iran erkennt, hört dieser Terror auch nicht in mehrheitlich islamischen Gesellschaften auf. Genauso wie in Shiraz, dessen Menschen sich immer weniger den Sharia-Regeln des illegitimen islamischen Staat in Iran unterwerfen wollen und es dementsprechend locker interpretieren.

Auf der Strasse könnten Pasdaran und Hezobolahi gegen die Menschen nicht ankommen, deshalb nutzen sie ihre paramilitärischen Kräfte der unsterblichen, bärtigen und Säure-verspritzenden Bace-Seyeds. Nicht viel anders als in Irak oder Syrien, nur mit dem Unterschied, dass die USA mit den Schlächtern in Iran den Frieden verhandeln. Da hat es Ghoncheh Ghavami, die in den Kerkern der Torktazi sitzt noch gut erwischt. Weniger Glück hatte Reyhane Jabbari, die im Kreuzzug der Allahisten gegen Frauen, ihr junges Leben lassen sollte.

Das junge Leben selbst ist es was die Allahisten in Iran als Gegner bekämpfen. Viele Beobachter sind zuversichtlich über einen neuen Aufstand in Iran, vor allem wegen den Strassenprotesten im Anschluss auf die Säure-Attacken gegen iranische Frauen. Man vergisst jedoch, dass man die Protest-Generation von 2009 gänzlich ausgelöscht hat: Durch Tod, Kerker, Folter, Denunziation und Exil.

Nicht anders erging es den Iranern im Jahre 1999, und vielleicht wird es 10 Jahre nach der grünen Bewegung dauern, bis die neue Generation von Iranern aktiv ist und ihre älteren Brüder und Schwester rächen wird. Was allerdings die Deutschen freut ist, dass die Ausfuhren gen Iran sich steigern konnten. Das ist auch die einzige Art Solidarität aus diesem Land gegenüber dem Leid der Iraner.

Es wundert auch nicht, dass gerade Deutschland in humanitärer Hinsicht immer noch komplett autistisch agiert. Das allerdings liegt am christlichen Gift, das wir sogleich analysieren werden. Die freie Rede von Wolf Biermanns hat viel Kritik provoziert und auch wenn keiner es explizit aussprach, aber es ging um das Vergeben und Vergessen.

Denn genauso wie die Christen-Nazis nach 1945 alles vergessen und vergeben wissen wollten, wollen es selbstverständlich auch die Kommunisten (Linke sind sie unter keinen Umständen). Deshalb geht Gysi auch gar nicht darauf ein, denn er kennt die christlichen Regeln und wie sie funktionieren. Totschweigen ist die friedliche und bewährte Methode. Aber man hört sie schon wie sie flennen, dass die Lebensleistung der DDR-Bürger nicht anerkannt würde, wenn man die DDR als Unrechtsstaat bezeichnet.

Dabei hatten die Bürger in der DDR am wenigsten etwas mit diesem Staat zu tun. Mehrheitlich wurde die DDR von ihren Bürgern gehasst und das war gut so. Die Mauer stand ja nicht umsonst da, sondern um eigene Bürger vor der Flucht in die Freiheit abzumurksen. Eine Distanzierung von all diesen Schandtaten nutzt aber nicht, wenn die Linke aus der SED hervorgegangen ist und daher nur dem Ziel dient alte Kader zu rehabilitieren.

Dass es überhaupt noch Kommunisten hierzulande gibt, liegt nur daran, dass auch diese sich die Regeln des Christentums bedienen und trotz moralischem Bankrott und dokumentierte Verbrechen bis in die Neuzeit hinein (Nord-Korea lässt grüssen) immer noch dogmatisch an ihre Idee festhalten. Der Dogmatismus ging soweit, dass sich die SED nicht etwa als Verbrecherorganisation selbst auflöste, um dann sich neu zu gründen. Nein, sie behielten das Vermögen, den Besitz, die alten Kader, und mit ihr auch die Verantwortung über mehrere Jahrzehnte Diktatur und Unrecht.

Vergeben und Vergessen sollen die Deutschen auch die pädo-Umtriebe der Grünen, denn auch sie beanspruchen Teil dieser christlichen Volksseele zu sein. Halleluja! Und so weiter geht es immerzu in dieser lethargischen Bundesrepublik, das lieber ihre Ressourcen dafür aufbringt Terroristen zu beobachten, anstatt sie dingfest zu machen. Die Frage der Konsequenz aufgrund unmittelbarer Gefahren stellt sich anscheinend nicht.

Stattdessen erfahren wir, dass Jihadisten die Kinder von Innenminister De Maiziere sind, und da stellt sich die Frage selbstverständlich, inwieweit De Maiziere seinen elterlichen Pflichten nachgekommen ist, dass seine Kinder nun zu Hunderten in Irak und Syrien das Land verwüsten und Menschen terrorisieren. Aber so ist es halt in Deutschland, fröhlich, integrativ und es gibt ein nettes Wort für JedermannInen.

Wie sehr aber das Christentum bis ins Mark der deutschen Kultur eingedrungen ist, zeigt ein Artikel der FAZ-Autorin Helene Bubrowski, eine Juristin, die seit 2013 für die FAZ schreibt. Zurecht macht sie darauf aufmerksam, dass der erste Artikel der deutschen Verfassung die Würde der Menschen garantiert, was sich wiederum einer Definition entzieht. Übrigens genauso wie der erwähnte „Gott“ im Präambel der deutschen Verfassung, was aufzeigt wie tief das Gift des Christentums die deutsche Volksseele im Griff hat.

Ich bin geschockt wie boulervardesk Bubrowski über den selbstbestimmten Tod einer jungen Frau schreibt, ihre Attraktivität und Jugend betont, Brittany Maynard als Selbstvermarkterin denunziert und darüberhinaus darauf aufmerksam macht, dass der Freitod von Maynard als Vorbild gelten soll. Es wird geradezu grotesk:

Schon jetzt zählen der Verlust der Autonomie und die Angst vor Belastung der Angehörigen zu den Hauptgründen für Suizid. Statt alten, kranken und vereinsamten Menschen Hoffnung zu machen und Hilfe zum Leben anzubieten (etwa auf die Fortschritte in der Palliativmedizin hinzuweisen), machen die Kampagne und die lautstarke öffentliche Unterstützung zusätzlichen Druck, sich für den Tod zu entscheiden.

Lasst euch diese christliche Propaganda auf der Zunge zergehen. Klar machen Christen Angst vor Abhängigkeit und Kontrollverlust, und auch kranke machen sich zurecht Gedanken um ein würdiges Leben und einen würdigen Tod. Dass aber die stolze Entscheidung einer einzelnen Frau, das ganze Dogma rund um die christliche Heiligkeit des Lebens zum Einstürzen bringen könnte, kann nur einem Hirn entspringen, die die letzten Jahre nichts anderes getan hat als mit der deutsch-christlichen Rechtsprechung eins zu werden.

Wer das Deutsche Recht kennt, weiss wie sehr es durchdrungen ist vom alten Rechtsverständnis der klerikalen Monarchien, mag es noch so sehr Reformen und Änderungen daran gegeben haben. Ihre Spuren finden sich noch heute. Genauso verhält es sich selbstverständlich mit dem Tod und Leben von Menschen, das diesem Regelwerk unterworfen ist.

Das Leiden von Sterbenskranken zu verlängern und die liebelose Aufbewahrung von alten Menschen in den dafür vorgesehenen Gehegen, ist sehr christlich und wird in deutschen Krankenhäusern und Altersheimen überall praktiziert. Es gibt keine Entscheidungsgewalt beim Patienten oder seinen Angehörigen. Wie soll ausserdem jursitisch ein freiwilliger Tod behandelt werden, wenn die Gesetze dafür fehlen. Und was noch wichtiger ist, wie verhält es sich denn nun im Versicherungsfall? Darf die deutsche Lebensversicherung die Auszahlung der Prämie aufgrund des Freitods verweigern? was frage ich da, und ob sie das tut.

Unter Christen gibt es gar keine Möglichkeit für ein würdiges Leben und einen würdigen Tod. Wem sein Seelenheil und seine humane Autonomie wirklich wichtig ist, der wird zuschauen, dass er nicht hier in Deutschland verendet. Bubrowski argumentiert weiter christlich gegen den Freitod:

„Ein elendes Dahinvegetieren am Ende des Lebens“ habe doch nichts mit Würde zu tun, lautet ein Kommentar im Nachrichtendienst Twitter. Die Frage, warum ein Leben in Abhängigkeit wertlos sein soll, wird gar nicht erst gestellt, sondern einfach behauptet, dass ein kranker Mensch, dem die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben kaum oder nicht mehr möglich ist, sich würdelos fühlen muss.

Bequem einen dahin geschriebenen Satz auf Twitter aufzuschnappen, um darauf die journalistische Arbeit zu erledigen, aber so einfach kommt uns die Helene damit nicht davon. Sicher ist ein Dahinvegetieren ohne die Möglichkeit der Wahl zwischen weitervegetieren und Ende in Würde gemeint. Das man in diesem Augenblick als Betroffener, der seine Autonomie verloren hat, nur die Möglichkeit hat sehenden Auges auf den eigenen Tod zu warten, ist das was dieses Leben und Tod würdelos macht.

Aber hier kommt die christliche Leidensfähigkeit und Gelassenheit ins Spiel. Das wird nämlich bis in den Tod gepredigt und es gibt keinen Weg dem zu entrinnen. Denn genauso wie die DDR die Mauer bauen musste, damit ihm seine Bürger nicht weglaufen, mussten die Christen das Verbot des Freitodes aufstellen damit die Leute nicht vor den Kirchen in den Tod flüchten. Ein Verbot des Freitodes ist natürlich witzlos, da kein Toter bestraft werden kann, deshalb wird einem von den Christen das Jenseits verwehrt, aber auch das gesellschaftliche Stigma auferlegt unverantwortlich gehandelt zu haben, anderen ein schlechtes Beispiel zu sein und allgemein die Würde und das Gehalt des Lebens beschmutzt und entehrt zu haben.

„Brittany verhinderte, dass der Krebs ihr die Würde nimmt“, so ein anderer Kommentar. Das kann man als Aufforderung verstehen: Würdevoll ist nur noch die autonome Entscheidung, aus dem Leben zu treten.

Doch die Reduktion von Würde auf Selbstbestimmung ist eine verengte Sicht. Die westliche Philosophiegeschichte und die christliche Religionslehre lassen auch andere Lesarten zu. Jeder Mensch hat aufgrund seines freien Willens und seiner Fähigkeit zu vernunftgeleitetem Handeln Würde, hat der römische Philosoph Cicero in „De Officiis“ geschrieben.

Doch er würde grob missverstanden, wollte man daraus schließen, dass Würde nur denkbar ist, wenn ein Mensch seinen Lebensalltag selbst bestimmen kann. Gemeint ist vielmehr, dass der Mensch – im Unterschied zum Tier – sich für ein an der Vernunft orientiertes Handeln entscheiden kann, statt sich von Trieben leiten zu lassen. Würde ist demnach ein natürliches Wesensmerkmal des Menschen – unabhängig von seiner aktuellen körperlichen und geistigen Konstitution.

Während Cicero meint, der Mensch könne durch unsittliches Verhalten seine Würde verlieren, ist die Würde bei Kant absolut und unverfügbar. Auch nach der christlichen Lehre muss sich der Mensch Würde nicht durch richtiges Handeln verdienen. Nach dem Kirchenvater Irenäus bleibt der Mensch trotz des Sündenfalls ein Abbild Gottes.

Die Gottesebenbildlichkeit macht in christlicher Sicht die unverlierbare Würde des Menschen aus. Wenn die Würde dem Menschen angeboren ist, ist die einzige Bedingung für die Würde das Leben selbst. Aus der Würde folgt demnach der Auftrag, Leben zu schützen.

Jaja, er wurde grob missverstanden. Er meinte es sicherlich im selben chauvinistischen Sinne wie Christen es interpretieren , dass nämlich Menschen eine Würde besitzen,  Tiere aber nicht. Was wiederum nur die christliche Realität der Massentierhaltung wiedergibt. Selbst ein Tier wählt bisweilen den Tod über eine Klippe als von einem Raubtier gerissen zu werden. Aber das Tier hat ja nur Instinkte und Gefühle, und keineswegs eine Würde wie der christliche Mensch.

Wir sollen alles nach christlicher Lesart verstehen und leben. Keine andere Option, sonst ist man ohne Würde und selbstverständlich ein übles Vorbild. Den Cicero haben wir ja schon erfolgreich christianisiert. Es muss echt eine Krankheit sein was Menschen wie Brubowski antreibt einen Irenäus in ihrer Argumentation einzubauen, der nun wirklich einer der größten Verbrecher überhaupt war und den Krieg von Christen gegen Christen anheizte:

Um 180 wettert der hl. Irenäus, Bischof von Lyon, »Gegen die Häresien«. Er ist der »erste Kirchenvater«, weil er als erster die katholische Kirche als Begriff voraussetzt und theologisch erörtert; der erste aber auch, der mit der »Verteufelung des Irrlehrers als Person« beginnt, der »die andere Überzeugung zur bewußten Bosheit erklärt« Deschner

Aber so ist es eben unter Christen. Frühe Massenmorde unter Christen gehören zur eigenen Identität und sind wahrscheinlich sinnstiftend und würdevoll. So sehen es die Muslime übrigens auch mit ihrem Jihad. Lustig wird es nur wenn man Christen auf Muslime loslässt, leider haben beide Gruppen die Angewohnheit nicht auf freiem Feld wie Männer gegeneinander zu kämpfen, sondern ziehen wie Memmen, die sie sind, die ganze Zivilbevölkerung in ihren Kriegen mit rein.

Wieso sich aber dieser christlichen Gehirnkrankheit hingeben, wenn iranische Wissenschaftler die Frage nach dem Wohl von Patienten und Abhängigen bereits vor langem beantwortet haben.

Zakaria Razi formulierte die ärztliche Ethik, nach der Feinde denselben Anspruch auf eine gute ärztliche Behandlung haben und den Verbot Menschen zu schaden, genauso auch wie der Arzt sich im gleichen Maße dem Gemeinwohl und Wohlergehen des menschlichen Geschlechts verpflichten sollte. Razi warnte darüberhinaus, dass selbst gute Ärzte nicht jede Krankheit heilen könnten, was darauf schliessen lässt, dass der Kranke nicht über das erträgliche Maß hinaus behandelt werden sollte um den Tod hinauszuzögern.

Welch klaren Worte im Vergleich zu den christlichen Windungen einer Helene Bubrowski. So wirr und christlich wie ihre Argumentation im Bezug auf den Freitod, ist übrigens auch alles andere was man mit solchen Menschen erlebt. Glaubt es mir! ich spreche aus Erfahrung. Der Christ wird mit dem Antisemiten und den Strassenschlägern der Holligans fraternisieren, denn die ersten christlichen Kirchenväter gebieteten über nichts anderes als eifrige Strassenschläger.

Und so setzt sich die Unterstützung der gewaltbereiten Holligans auf rechte Seiten, wie PI fort und man kapert auch die Montagsdemos zur „Bewahrung und Schutz unserer Identität und unserer christlich-jüdischen Abendlandkultur.“ Da sieht man es. Es gelingt nicht Religions- oder Gewalt-frei gegen den Islam zu demonstrieren. Das liegt aber nur daran, dass diese religiösen und gewalttätigen Gruppen den Islam nur als Feigenblatt benutzen, um eigene rechts-religiöse Ziele durchzusetzen.

Daher gilt, dass überall wo vom Abendland und dem Schutz des christlich-jüdischen die Rede ist, die Finger von zu lassen. Wem es wirklich um die Juden als Menschen und Volk geht, der wird nicht mit ihrer Bestimmung vor Gott für Israel werben, sondern weil es der Würde der Juden gebietet, dass sie friedlich auf einem Fleck Erde leben können, wo bereits ihre Vorfahren gelebt haben und Spuren hinterlassen haben. Wenn man weniger religiös vorgefasst den Begriff Würde benutzt, wie in diesem Fall, dann kriegt es fast eine instinktive Bedeutung.

Nur bösartige Geister können eine muslimische Moschee auf einem zerstörten jüdischen Tempel verteidigen. Juden haben nur eine Haupt- und Kultur-Stadt mit dieser Bedeutung. Die Christliche Welt hat hunderte, die muslimische Welt ebenfalls, nur den Juden möchte man ihnen ihr eigenes Heimatland verwehren. Wer sich wirklich mit Juden solidarisiert, wird nicht mit ausgemachten Antisemiten fraternisieren und  nicht Hooligans zujubeln, denn wenn er das tut, zeigt er damit nur seine christliche Mentalität gänzlich ferngesteuert und bar jeder würdevollen Instinkt zu sein.

Warum aber christliches Gift, wenn die besprochenen Themen vielmehr den Westen betreffen als unsere orientalischen Heimatländer. Der Westen ist global tonagebend und nach 1945 hatten es die christlichen Kirchen geschafft das Projekt der Moderne zu stoppen und sie christlich zu pervetieren. Der Holocaust wird nicht etwa in seinem christlichen Charakter in Deutschland besprochen, sondern in seiner atheistischen und modernen, wobei es mit beidem nichts zu tun hatte.

Die Singularisierung des Holocaustes folgt einer klaren Logik, nach der dieses Verbrechen der europäischen Aufklärung und Säkulaisierungsbewegungen anzulasten ist, die die christlichen Werte relativierten. Mit dem Ende des zweiten Weltkriegs erfolgt dann die Restauration der Kirchen, die bis heute anhält und weitergeht. Die Kirchen sind nämlich noch nicht damit zufrieden ihren Platz verteidigt und die Enteignungsbestrebungen der europäischen Republikaner entkommen zu sein. Jetzt soll es um ihre Rehabilitierung und Aufbau als Bollwerk gegen den Islam gehen.

Dass aber die eine Geisteskrankheit die andere unterstützt, ist selbstverständlich. Was aber nicht hinnehmbar ist, ist das Schweigen der Zivilgesellschaft und der politischen Kräfte, unter denen kein einziger sich mehr befindet, der wirklich die Werte der Aufklärung und Moderne vertritt. Anders als der Begründer der Sozialdemokratie August Bebel vor 140 Jahren:

Der sogenannte gute Kern im Christentum, den Sie, aber ich nicht darin finde, ist nicht christlich, sondern allgemein menschlich, und was das Christentum eigentlich bildet, der Lehren- und Dogmenkram, ist der Menschheit feindlich.

So ist der Christ seit jeher gewesen. Er ist bestrebt das Menschsein selbst, was die Natur uns von selbst geschenkt hat, der konstruierten christlichen Religion zu unterwerfen. Heute gehen Sozialdemokraten in Moscheen ein und aus und Vertreter der faschistischen Türkei sind SPD-Politiker. Um mit Bebel zu antworten: Der sogenannte gute Kern im Türken, den Sie, aber ich nicht darin finde, ist nicht türkisch, sondern griechisch, kurdisch, armenisch oder zazaisch, und was das Türkentum eigentlich bildet, der Völkermord und Zwangstürkisierungskram, ist der Menschheit feindlich.

Ja, die Türken schon wieder. Eziden sind immer noch auf dem Sinjar-Berg eingekesselt, dafür gibt es in Kobane ein Lichtblick. Vor etlichen Wochen hielt der irre Pascha und Sultan aus Ischtanboul Erdowahn Audienz über die Wolken. Es gibt sogar ein Bild davon wie Erdogan an der Spitze eines Konferenztisches Platz nimmt, und um ihn herum Journalisten sitzen, die noch nicht im Gefängnis sitzen. Ihnen erzählt er, dass Kobane gar nicht Kobane heisst, sondern Ayn el-Arab. Daher würde die Stadt gar nicht den Kurden gehören, sondern den Arabern.

Ich wunderte mich nicht, dass gar keine einzige deutsche Zeitung über diese türkische Sottise berichtete, bis mich die Süddeutsche überraschte. Sie berichtete nur Wochen später über diese „Neuheit“, klärte aber über die Geschichte Kobanes auf. Der Name ist aus der deutschen Sprache entlehnt und die Stadt Kobane wurde tatsächlich von Kurden erbaut und begründet. Der türkisch-arabische Kolonialismus ist nicht besonders klug, seine Vorwürfe plump und seine Ansprüche nur mit Gewalt zu erreichen.

Das ist der Islam und das ist das Türkentum. Beide sind das Problem. Das Christentum ist es aber zusätzlich in der westlichen Hemisphäre, und wenn es einen Grund gibt warum der Westen moralisch paralysiert und handlungsunfähig ist, dann nur weil die Kräfte des christlichen Bösen, über die Kräfte der Licht und Aufklärung obsiegt haben. Deshalb bedingt der Kampf gegen den Islam im Westen, zuallererst auch den Kampf gegen die christlichen Kirchen und ihrem illegitimen Besitz und Macht.

Es wird Zeit über die Enteignung der Kirchen zu sprechen, genauso wie über die Auflösung des Kunststaates Torkei und ganz sicher gehört der Sturz der Torktazi-Mullahs in Iran zu den Forderungen, die die neue globale Aufklärung gegenüber der Weltgemeinschaft zu stellen hat.

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14 Antworten zu Das Gift des Christentum

  1. charlie schreibt:

    Wer die Eliminierung Israels fordert, ist eindeutiger Feind jeglicher zivilisatorischer Werte. Kein Fußbreit Zugeständnisse gegenüber Feinden menschlicher, normaler, gesellschaftlicher Umgangsformen. Viel Text, lieber Tangsir. Zustimmung wechselt sich mit kritischer Hinterfragung ab. Doch das dürfte ihnen bekannt sein. Danke für ihre unermüdliche Aufklärung, dass das persische Volk ein anderes ist, als jenes, das durch die Mullahs in der Öffentlichkeit repräsentiert wird. Jeder, der sich für Geschichte interessiert, weiß um den persischen Beitrag zur Zivilisation der Menschheit. Ganz im Gegensatz zu raubmörderischen Völkern…

  2. atopia21 schreibt:

    Ein gut verfasster Artikel und glaub mir das ist nicht etwa ironisch gemeint!

    • Tangsir schreibt:

      Das ist gänzlich unbedeutend, da du weiterhin mit Antiiranern, Dieben und Fälschern verkehrst. Von deiner Sorte gab es in der Geschichte Irans genug, man nennt sie bis heute Afshin, und sie helfen Iran in keiner Weise.

      • atopia21 schreibt:

        [Von Tangsir gelöscht]

        Ich bin wie du:
        -für einen israelischen Staat und ich unterstütze sicher nicht die Vernichtung. Ich bewundere die Israelis, da sie wie die Kurden stolz sind und patriotisch für ihr Land kämpfen und womöglich der stabilste Staat in diesem Gebiet sind.

        -Für einen kurdischen Staat, da sie eine Art Wiedergeburt der iranischen Werte und Kultur sind. Vorallem bewundere ich ihre Frauen. Ich hoffe, dass das iranische Volk irgendwann auch so entschlossen durchgreift und sich loslöst vom religiösen Gedankengut.

        Womöglich teilen wir viele Ansichten. Du hast nur von dieser Sache mit P&P einen schlechten Eindruck von mir. Ich will dir auch sagen, dass ich nicht so ein Typ wie dieser christliche Extremist Michael Mannheimer bin, der nur eine Gegenideologie betreibt und seiner eigenen Ideologie nicht bewusst ist. Ich habe eine Ideologie und die verstehst vielleicht erst dann wenn du offen mit mir sprichst und nicht über meine Person spekulierst.
        Ich hoffe du legst diesen Streit beiseite und kommst nicht wieder mit irgendwelchen Anschuldigungen. Denn das wichtigste ist doch nebst der Kritik, dass wir Iraner/innen zusammenfinden und gemeinsam für das kämpfen, was du iranische Wiedergeburt nennst. Wenn wir uns teilen und jeder egoistisch seine eigenen Ansichten verfolgt, kommt es zum Streit und letztendlich zum Bürgerkrieg.

        Dorud

        .

        • Tangsir schreibt:

          Den ersten Teil habe ich gelöscht, damit das hier einigermassen übersichtlich bleibt und ich nicht auf Schwachsinn eingehen muss.

          Du bist für Israel und Kurdistan? Schön. Das ist nice to have, aber darauf kommt es gar nicht an, sondern darum sich iranischen Tugenden zu verpflichten. Das tust du nicht und was auch immer du als deine Ideologie beschreibst, kannst du jederzeit auf deinem Blog schreiben. Stattdessen ist da ein leeres Gerüst und Partnerseite Tork&Tork.

          Das ist alles nichts und ich heisse das nicht gut. Wenn du eine „Ideologie“ hast, dann wird es dir sicher möglich sein diese zu artikulieren, ohne, dass du offen mit mir sprichst. Wenn es dir wirklich um Wissensaustausch geht, dann lies die über 1000 Artikel, die hier erschienen sind, und wieso nicht das Thema bei dir auf dem Blog aufgreifen und selber aktiv werden?

          Was soll eigentlich der Scheiss, dass Iraner zusammenfinden sollen? Was denkst du was das hier ist? Dieser Blog ist keine Parteivereinigung oder irgendein anderer Verein, die eine Ideologie vertritt. Was hier als iranische Wiedergeburt propagiert wird, ist keine Ideologie, sondern etwas basales. Sich als Iraner einen iranischen Namen zu geben hat nichts mit Ideologie zu tun. Die iranischen Sprachen zu pflegen und sie dem Ethnozid der Türkvölker zu entziehen, ist ein Akt der Minderheitenschutz und Bewahrung der eigenen Kultur. Die Mullahs zu enteignen und Krieg gegen sie zu führen hat in erste Linie was mit dem Widerstandsrecht des Volkes zu tun, und so geht die Liste weiter.

          Das heisst du brauchst nur an die allgemeinen Menschenrechte zu glauben und die Demokratie zu unterstützen. Hinzu kommt der Respekt vor dem Rechtsstaat, das alleine dadurch Rechnung getragen wird, dass man nicht mit Dieben, Erpressern, Fälscher usw. verkehrt und dann auch noch versucht das ganze dümmlich abzulegen.

          Mehr braucht es nicht um an die iranische Wiedergeburt zu arbeiten: Demokratie, Rechtsstaat, Menschenrechte.

          Eigene Ziele und Streit sind nicht schlimm. Schlimm ist wenn Leute wie du die Terrorbotschaft des Islam verkünden und von Bürgerkrieg sprechen. Es braucht noch lange um euch auch die Strukturen des Islam und Torktazi-Unkultur aus euren Köpfen zu entfernen.

          Die Leute, die du da als Partner aufweist und dort schreibst, sind Monarchisten, die seit jeher die Demokratie an sich verteufeln und eine Monarchie unter dem turkoiden Pahlavi anstreben, nebenbei türkische Gewaltherrscher in Iran glorifizieren und das durch Fälschungen zu beweisen suchen.

          Das sind die Dinge, die der iranischen Wiedergeburt entgegenstehen. Sich ritterlichen Tugenden verpflichtet fühlen. Nicht lügen und tricksen, von der Gesinnung Edel sein und sich immer selbst zu läutern versuchen.

          Ganz instinktiv weiss jeder ob er sich richtig oder falsch verhält, das heisst wenn er denn ehrlich zu sich selbst ist. Die Wahrheitsliebe, wieder so eine vergessene iranische Tugend. Sowas aber auch.

  3. atopia21 schreibt:

    Ok guter Anfang schon mal. Ich wollte sowieso anmerken, dass der erste Teil nur allgemeines Zeug war und du es löschen sollst/kannst.

    Es kommt nicht darauf an, nein, da hast du recht, aber das zeigt nur auf, dass ich eine gewisse Empathie habe.
    Mein Blog ist weder politisch noch kritisch, deshalb habe ich seit einiger Zeit auch die Verlinkungen weggenommen und ich habe wegen meinem Studium momentan wenig Zeit diese Seite zu gestalten. Ich bin aber anders aktiv und kläre Leute persönlich auf indem ich mit denen rede, welche gehirnmanipuliert sind und sie aufkläre.
    Ich versuche immer nach dem Grundschema Kerdâre nik, Pendâre nik, Goftâre nik zu handeln, was natürlich eine schwierige Sache ist.

    Dieser „Scheiss“ soll nicht heissen, dass deine Seite ein Verein sei. Deine Seite klärt auf und verteidigt das iranische Volk. Das habe ich schon verstanden. Aber wenn du bedenkst, dass das Wort „Ideologie“ den gleichen Ursprung hat wie Idee/Ideal/Idealismus dann merkst du sicher, dass die iranischen Werte eine gewisse Lebenseinstellung sind, welche ihren Ursprung von früher haben. Das ist insgesamt eine sehr philosophische Frage, deshalb hast du sicherlich recht, wenn du sagst, dass diese Dinge fundamental sind.
    Sich einen iranische Namen zu geben, befürworte ich zwar, aber das heisst nicht, dass damit etwas zur „iranischen Wiedergeburt“ geleistet wird. Ein Typ, der seinen Namen ändert, kann immer noch gehirnmanipuliert sein.

    Du musst verstehen, dass ich in der Schweiz geboren bin und ich verehre dieses Land, da es für mich der Rechtsstaat Nummer eins ist. Ich will hier natürlich nicht irgendwie Deutsche beleidigen.
    Ich verkehre auch nicht mit Dieben, Verbrechern und bin strikt gegen solchen Menschen.

    Wenn du behauptest, dass ein Bürgerkrieg etwas religiöses hat, dann muss ich dir vielleicht recht geben, aber Bürgerkriege entstehen doch allgemein dann, wenn eben eine Regierung gestürzt wird und sich verschiedene Gruppierungen bekämpfen, um ihre eigenen Interessen zu verteidigen und sich durchzusetzen. Natürlich hoffe ich für den Iran nicht, dass so etwas passiert, aber möglich wäre es, da 1978/79 genau das gleiche geschah. Das Ziel des Volkes war doch eigentlich damals die Demokratie und sie kämpften alle gemeinsam dafür, aber schlussendlich gewannen die Mullahs die Oberhand und schlugen ihre Feinde nieder. War es etwa nicht so?

    Ich bin hier nicht mit einem Tork-Tâzi Gedankengut aufgewachsen. Die Ansichten, welche dir falsch vorkommen, kannst du auch nicht einfach in die Tork-Tâzi Schublade stecken. So einfach ist die Welt nicht.

    Ich persönlich finde eine Monarchie unnötig. Es gab da auch eine Diskussion zwischen mir und P&P bezüglich diesem Thema. Allgemein jedoch liegt es in der Hand des Volkes dies zu entscheiden, ob wir nun einen König brauchen oder nicht. Natürlich bin ich strikt gegen ein totalitäres System, das ist die gleiche Kacke wie das Mullah-Regime. Ein König sollte einen symbolischen Wert haben wie der Bundespräsident in Deutschland.

    „Ganz instinktiv weiss jeder ob er sich richtig oder falsch verhält“. Ja ich weiss nicht so recht. Dieser Ansicht war ich auch eine sehr lange Zeit lang, aber philophisch betrachtet, ist doch das menschliche Verständnis für „Gut“ und „Böse“ das Resultat seiner Erziehung und die Umgebung, wo er gross geworden ist. Stell dir vor man würde einen Menschen von Affen grossziehen lassen irgendwo in der Wildnis. Unsere Sprache bildet erst unser Sein und da jede Sprache in gewisser Art individuell ist, hat jedes Volk eine eigene Vorstellung über „Gut und Böse“. Natürlich gibt es Grundprinzipien, welche auch in den Menschenrechten aufgelistet wurden.

    • Tangsir schreibt:

      Grundschema Kerdâre nik, Pendâre nik, Goftâre nik zu handeln

      Das ist schon der erste Fehler. Wenn man sich schon vom Islam gelöst hat, ist es mehr als blöd sich anderen religiösen Formeln hinzugeben. Was bedeutet denn gutes Handeln, gutes Denken und gutes Sprechen überhaupt?

      Heisst es gegen die Lügen zu sprechen oder heisst es niemanden zu kränken?

      Wie kam es eigentlich dazu, dass Alexander der Große Iran erobern und seine Nachfolger diese Gebiete solange halten konnten, oder, dass heute die Iraner auch die islamische Fremdherrschaft relativ folgsam erdulden?

      Nicht alle Fehler sind im Islam zu finden, und religiöse Formeln, so nett und positiv sie auch klingen mögen, können erstarren und/oder für ganz andere Zwecke benutzt werden. Das iranische Volk und seine Servilität gegenüber Obrigkeiten ist ähnlich wie bei den Deutschen und Japanern ausgeprägt und der Zoroatrismus und die Priesterkaste waren keine Engel.

      Besser ist es du benutzt eine klare Sprache und orientierst dich an Ethik und Philosophie. Genauso wie ich das Christentum und den Islam ablehne, bin ich dagegen ethische Werte aus dem Zoroatrismus zu schöpfen. Wir Iraner haben eine Kultur aus, die soviel mehr bietet. Diese ganze Hinwendung zum Zoroatrismus sehe ich kritisch und es wundert nicht, dass gerade chauvinistisch eingestellte Menschen sich dieser Religion bedienen, um ihre Ziele dahinter zu verstecken.

      Persönliches Engagement ist sehr gut und das was auch politisches Engagement ausmacht.

      Es ist eben wichtig darauf hinzuweisen, dass dieser Blog publizistisch tätig ist, polemisch ist und daher schon nicht dazu taugt Menschen zusammenzuführen. Das ist auch gar nicht der Zweck dieser Seite, sondern Kritik und Aufklärung. Sonntagsredner und Abschreiber gibt es genug.

      Wenn ich dich bezichtige Torktazi-Gedankengut zu haben, dann liegt es nicht an deiner Erziehung alleine. Nicht nur die Iraner, sondern auch ihre Kultur ist kontaminiert vom Denken der Torktazi. Ansonsten würden wir Dissens begrüßen und keine diffuse Einheit nachlaufen, das nur der Slogan von Religionen und Parteien sein kann. Oder davor warnen in Iran religionsfrei zu sein, weil das Gewalt von Moslems heraufbeschwört.

      Der Beispiele an solch Gedankengut gibt es viel mehr, und zu erkennen, dass man trotz Geburt und Leben im Westen, dennoch ein wenig von dem abbekommen hat, ist keine Schande. Die Erkenntnis ist aber wichtig um die Selbstläuterung einzuleiten.

      Das Wissen um die richtige und falsche Handlung ist nicht das Gleiche wie das Wissen zwischen Gut und Böse. Letztere Frage ist eine Philosophische, wohingegen die andere Frage eine Praktische ist und sich auf die individuellen und alltäglichen Entscheidungen eines Einzelnen bezieht.

      • atopia21 schreibt:

        Sorry will hier nicht deinen Blog mit meinen Kommentaren vollstopfen.
        Ich habe mich nur zu deiner Information nie vom Islam gelöst, da ich noch nie Muslim war und ich auch als konfessionslos eingetragen bin.
        2.) Habe ich schon gesagt, dass ich Menschen nicht mag, die aus irgendeinem Grund von einer Anschauung zur anderen springen oder nur sogenannte Gegen-Ideologisten sind. Natürlich weiss ich, dass der Zoroastrismus viele Fehler hatte. Ich finde auch, dass der Zoroastrismus als Religion kein Stück besser ist als die anderen monotheistischen Religionen. Aber ich finde die Ursprünge ziemlich philosophisch und du weisst ja selbst, dass Zarathustra gegen Religion war. Ich persönlich halte nichts von Religionen. Meine Anschauung -wenn man das so sagen kann- tendiert eher zu Zen-Buddhismus und Sufismus, welche viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Natürlich vertrete ich nicht die Ansicht, dass der Sufismus zum Islam gehört. Wenn du Rumi liest, merkst du das auch sehr schnell.

        Gutes Handel, Denken, Sprechen
        Für mich persönlich bedeutet „gut“ recht, obwohl ich jetzt nicht weiss, ob man „nik“ mit „râst“ gleichsetzen kann. Es ist eine Interpretationsfrage, aber ich meine, dass sowohl Wahrhaftigkeit wie auch ethisches Handeln zu diesen drei Aussagen zutrift

        Du hast recht, wir haben eine Kultur, die soviel mehr bietet. Ich bin jedoch kein Nostalgiker. Das Problem vieler Iraner ist es, dass sie von der Vergangenheit und Geschichte Irans protzen, sich jedoch nicht dafür einsetzen ihr Land wieder aufzubauen. Wir haben einfach zu wenig wahre Vatanparast in unserem Land finde ich zumindest.

        Es gibt viele Iraner auch in meiner Umgebung, welche obwohl sie seit Jahrzehnten hier wohnen immer noch gewisse Tork-Tâzi Merkmale besitzen. Natürlich kann es sein, dass dies mich indirekt in sehr kleinem Masse beeinflusst hat, aber das wichtigste ist, dass man sich auch selbst hinterfragt und diese Fehler behebt.

        • Tangsir schreibt:

          Also:

          „1978/79 genau das gleiche geschah. Das Ziel des Volkes war doch eigentlich damals die Demokratie und sie kämpften alle gemeinsam dafür, aber schlussendlich gewannen die Mullahs die Oberhand und schlugen ihre Feinde nieder.“

          Ja, das Volk wollte Demokratie, viele waren gegen die monarchische Diktatur, genauso wie die Mehrheit eine iranische Demokratie haben wollte. Was damals geschah war, dass sich Klerikale der Demokratiebewegung angeschlossen haben, und behauptet haben ebenfalls gegen Diktatur und für Frauenrechte und Demokratie zu sein.

          Die Menschen haben das geschluckt und waren kein bisschen kritisch. Wieso? Weil der Schah alle Islamkritker in den Kerker warf und aus iranische Kultur und Islam eine Symbiose herzustellen versuchte.

          Insofern gab es nicht mehr die kritische Intelligenzia, die die Mullahs und Torktazi aus dieser Protestbewegung ausgeschlossen hätte.

          Auch heute behauptet Reza Pahlavi, dass Mullahs iranische Patrioten sind und erbittet sich somit ihrer Hilfe. Das ist das Problem. Wenn du dir eine symbolische Monarchie wünschst, dann musst du einen Iraner für diesen Posten präsentieren und nicht die Pahlavi-Türkenfamilie.

          Auch heute läuft die Symbiose von Torktazi-Kultur und Zoroatrismus, wenn du die Türken bei P&P beobachtest, die diese religiösen Texte kopieren und gleichzeitig türkische Gewaltherrscher als Iraner und Vorbild hinstellen. Diesmal soll also Zarathustra himself mit Qoli Beg verheiratet werden. Das ist die Perversion des Torktazi.

          Es ist gut sich mit verschiedenen Glaubenssystem zu beschäftigen, aber letztendlich bleibt es ein persönlicher spiritueller Weg, das nichts mit Politik zu tun haben sollte.

          Wenn wir von Kultur sprechen, dann von einem lebendigen und sich verändernden Gefäss, dass keine Dogmen aufsetzt. Das macht Kultur aus und gegenüber Ideologien und Religionen wertvoller und gehaltvoller. Denn hierbei geht es immer um konkrete Inhalte und nicht um die Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder der Befolgung von Formeln.

          Deshalb wirst du gehirnamputierte türkische Monarchisten von Iranismus sprechen hören, als wollten sie die Kultur selbst zum Dogma erklären, und wenn du genau hinschaust kommt diese Verwandlung der iranischen Kultur durch Türken in einem Dogma (Iranismus) immerzu mit Chauvinismus und Rassismus daher.

          Der Westen und seine Kultur werden angefeindet, genauso wie die griechische Philosophie, die als eigentliche Ursache der iranische Probleme präsentiert werden. So gehen Türken vor. Sie haben Iran eingesperrt und wollen es weiterhin vergewaltigen. Deshalb erzählen sie, dass die ganze restliche Welt Vergewaltiger, Sklavenhalter und Verbrecher sind.

          Selbstverständlich sind die meisten Iraner einigermassen umnachtet. Aber keiner hat gesagt, dass dieser Weg leicht sein wird oder man Unterstützung erhält. Wer sich der iranischen Sache verpflichtet fühlt, muss an seine Sache glauben und gegen große Widerstände kämpfen.

          Sollte sich eine türkisch-monarchische Ordnung in Iran etablieren, werde ich der erste sein, der zu den Waffen greift und dieses torkische Abschaum bekämpft.

  4. Tangsir schreibt:

    P.S.

    Noch was. Bis 1979 gab es eine sehr kritische Bewegung, die die Fremdherrschaft der letzten 1400 Jahre zum Thema machte. Allerdings ging es um die Verbrechen der „iranischen Monarchen“ und keineswegs um türkische Fremdherrscher.

    So legte man sich selber ein Maulkorb um, und bezichtigte Iraner, die Verbechen der Torktazi am iranischen Volk begangen zu haben. Nie war die Sprache davon, dass der Schah von seiner Mutter türkisch-islamisch erzogen wurde, und dass, Qoli Beg und andere türkische Gewaltherrscher in unserer Geschichte Türken waren, die türkisch sprachen und Iraner abschlachteten.

    So wurde türkischer Völkermord, Vergewaltigung und Raub Teil unserer Kultur und das ist es was die Diebe und Idioten bei P&P verteidigen. Mit iranische Kultur hat dieser Abschaum nichts zu tun.

  5. Dingo1000 schreibt:

    Es ist nahezu lächerlich wie leicht man das Christentum eigentlich aushebeln kann. Man muss nur das vorchristliche Heidentum und die altägyptische Religion nur kurz anreißen, nicht mal studieren um zu begreifen dass das Christentum nichts anderes ist, als eine Kopie und eine Ansammlung alter Mythen ist. Diese Mythen wiederum haben ihren Ursprung in der Astrologie. D. h. der Ursprung des Christentums kommt aus den Sternen bzw. Sternenbildern :-DDD. Das Christentum müsste, hätte es damals Copyright gegeben, Milliarden an das Heidenthum und die altägyptische Religion zahlen.

    Das ist jetzt sehr kurz zusammengefasst. Die Prinzen würden sagen:
    „Das ist alles nur geklaut ejo ejo, das ist alles garnicht meines, ejo, das ist alles nur geklaut und gestohlen und geraubt, Entschuldigung das hab ich mir erlaubt…“

    Ich nehme diese Entschuldigung jedenfalls nicht an! Was macht ihr?

  6. Tangsir schreibt:

    Bitte lest auch diesen Artikel auf tp über sexuellen Missbrauch in den christlichen Kirchen durch:
    http://www.heise.de/tp/artikel/47/47249/1.html

    Ein sehr kluger Kommentator hat unter dem Artikel folgendes geschrieben:

    29. Januar 2016 16:06
    Lieber Artikelautor
    Extrafein (mehr als 1000 Beiträge seit 06.12.13)

    Das Problem ist nicht ob und in welchem Maße in der Kirche Aufklärung
    verhindert wird. Das Problem ist ein Rechtsstat der den Pfaffenverein
    als weitestgehend rechtsfreien Raum gewähren läßt, in dem nicht nur
    Kindesmißbrauch, sondern auch Betrug, Urkundenfälschung,
    Steuerhinterziehung usw. usf. vollkommen normal sind und der Staat
    trotz stärkster Beweislast beide Augen fest verschliesst.

    http://www.heise.de/tp/foren/S-Lieber-Artikelautor/forum-297102/msg-27112632/read/

    Habt ihr denn schon einmal einen Priester oder Kirchenmenschen vor Gericht gesehen?
    Wenn ihr euch auch gewundert habt, reicht es nur die Nazistaatsverträge zu studieren, die noch heute in Deutschland gültig sind. Ich habe bis jetzt nur einen einzigen pädophilen Priester vor einem deutschen Gericht gesehen, und das nur weil er ein Ex-Priester war und aus der Organisation Kirche raus. Alle anderen Kinderschänder werden nur versetzt und niemals belangt.

    • Kolja schreibt:

      Diese schmierigen PädoPfaffen gehen dann ins Kloster. Wir alle kennen doch den geflügelten Satz aus dem 18ten Jahrhundert und immer noch aktuell … Spricht der Pfaffe zum Fürsten. Halt Du sie arm, ich halte sie dumm“. Das Gleiche gilt auch für die MollahPfaffen in Iran.

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