Wie sich die deutsche Presse für Erdogan prostituiert

ISIS terrorist ErdoganDie deutsche Presse kann nicht anders als seinen nationalsozialistischen Wurzeln treu zu bleiben, um weiterhin türkischen Massenmord und islamistische Untriebe der türkischen Regierung zu verharmlosen. Nachdem die deutsche Presse, zähnekirschend zurückrudern und zugeben musste, dass Kurden die türkische Armee nicht als Heilsbringer herbeisehnen, geht es in dem folgenden Beitrag um offensichtliche Lügen, Manipulationen und um den perversen christlichen Glauben.

Die Tragödie in den kurdischen Gebieten Syriens geht weiter und mit ihr die schamlose und geschmacklose deutsche Berichterstattung. Christoph Sydow, Freund der Muslimbrüder in Ägypten, vergleicht auf spiegel. de, die weibliche Selbstmordattentäterin der kurdischen Verteidigungskräfte, mit muslimischen Selbstmordattentäter, die wahllos Zivilisten umbringen. Dabei soll es aber nicht bleiben, denn Christian Malzahn von der Welt ist nicht minder blöd und schreibt:

Vor langer Zeit herrschte ein schrecklicher Drachenkönig namens Zohak über das Land Schahrazur. Aus seinen Schultern wuchsen Schlangen. Das Monstrum war so böse und gefräßig, dass ihm die Menschen täglich zwei Kinderhirne opfern mussten. Doch eines Tages gelang es den Untertanen, den Drachen zu überlisten und ihn mit Schafsköpfen zu füttern.

MalzahnIm weiteren Text wird diese Geschichte als „Gründungsmythos der Kurden“ bezeichnet. Die Untertanen sind selbstverständlich Kurden und keine Iraner. Unterschlagen wird , dass der „schreckliche Drachenkönig Zohak“ und die Legende um den Eisenschmied Kaveh iranisches Gründungsmythos sind. Diese Geschichte wird sowohl in zoroastrischen Texten als auch im Schahname von Ferdowsi prominent erzählt. Selbstverständlich gibt es chauvinistische Kreise unter den Kurden selbst, die solcherlei Kulturraub gutheissen, aber diese sind auch meisten türkisch oder muslimisch verseucht, denn wer tatsächlich Kaveh Ahangar nacheifern möchte, wird das nie mit solch einer üblen Lüge tun. Der deutsche Journalist aber geht es darum bloß keine inner-iranische Solidarität aufkommen zu lassen. Wo kämen wir auch sonst hin, wenn sich plötzlich Menschen aus Tajikistan, Afghanistan und Iran auf einmal mit den Kurden solidarisieren und die Idee eines gemeinsames Iranzamin nicht mehr aus der Welt zu schaffen wäre.

Und so wirft die deutsche Presse ein Keil zwischen diesen Menschen, die eine Kultur, zahlreiche Traditionen, und gemeinsame iranische Sprachen teilen, denn wie sich jeder denken kann, ist die deutsche Presse schon seit Ewigkeiten die kleine Schlampe der Türkei und dementsprechend berichtet sie.

Erdogan and ISIS terrorist

Jetzt auf einmal, nachdem die USA die Hinterhältigkeit der Türken erkannt haben, koordinieren sie die Luftangriffe direkt mit den säkularen kurdischen Kräften in Kobane, und siehe da, auf einmal sind diese Luftschläge effektiv. Davor allerdings konnten amerikanische Kräfte sich nur auf Satellitenaufnahmen und den Informationen der Türkei verlassen und über Wochen hinweg schienen ihre Angriffe kaum die Kämpfer der IS zu treffen.

In der deutsche Presse schrieb man dann über die Wendigkeit der IS-Kämpfer und wie agil sie sich vor einem Luftangriff in Sicherheit bringen. Nur wer blöd genug ist nur deutsche Medien zu konsumieren, hat das auch tatsächlich für bare Münze genommen. Fragt sich bloß wieso jetzt die Amerikaner auf einmal effektiver treffen, nachdem sie die Angriffe direkt mit der YPG/YPJ koordinieren.

Die Hilferufe der Kurden aus Kobane, die die letzten Wochen darauf aufmerksam machten, dass die türkische Regierung Informationen über alliierte Luftangriffe an die IS weitergibt, wurden von Seiten der USA endlich ernst genommen und gleichzeitig arbeitet nun der Ableger der PKK, direkt mit den vereinigten Staaten zusammen. Soviel dazu wie sich Erdogan selbst ins Knie fickt. Bravo und nur weiter so.

Die Deutsche Presse schrieb über die Luftangriffe der türkische Luftwaffe gegen PKK-Kurden „…soll angegriffen haben“, aber bei einem Kollateralschaden der Amerikaner in Kobane schrieben dieselben Idioten: „Amerikaner bringen Kurden um“. Die Türkei erscheint in der deutsche Presse, ausser wenigen Alibi-Ausreissern, als Engel schlechthin.

Wenn es nach der deutschen Presse geht, gibt es keinen einzigen stichhaltigen Beweis, dass die Türkei die ISIS hilft, und wenn darüber geschrieben wird wie Kurden mit leichten Waffen türkische Minenfelder passieren, um nach Kobane zu kommen, schreibt der deutsche Journalist sinngemäß „Da wird der türkische Staat wohl ein Auge zudrücken“.

Eine bloße Vermutung wird hier als Geste des türkischen Kunststaates verkauft, aber so ist der Deutsche Journalist nun einmal. In der internationalen Zunft ist er berühmt für sein Kadavergehorsam. Dafür darf er dann einmal im Quartal was kritisches schreiben, wenn der kritische Geist in ihm überhaupt noch vorhanden ist.

Im selben Beitrag erzählt der interviewende Kurde, dass man auch türkische Soldaten an der Grenze besticht, um passieren zu können, und wer nun weiss wie groß die Sympathien der Türken insgesamt für den Islamischen Staat sind, kann sich denken wie durchlässig die türkische Grenze für die bärtigen IS-Terroristen ist.

Wie groß der Rückhalt für den Islamischen Staat in der Türkei ist, erkennt man an der folgenden Nachricht, nach der ein türkischer Fußballtrainer von Fans verprügelt wurde, nachdem er sich kritisch zum Islamischen Staat geäussert hatte. Nun widmen uns aber der deutschen Solidarität gegenüber Kurden. Kurden werden als gewaltbereit bezeichnet und gerade rechte Spinnerseiten wie PI-News und ihre christlichen Pendants, beklagen bloß die Gewalt auf deutschen Strassen. Für die gibt es kein Unterschied zwischen Kurde, Ezid und Salafist.

Florian Rötzer von telepolis schreibt:

Bei den kurdischen Milizen kommt noch hinzu, dass bei diesen im Unterschied zu den islamistischen Männerhorden und auch zur von der islamischen AKP regierten Türkei auch viele Frauen mitkämpfen, es also nicht nur um einen Befreiungskampf eines Volkes, sondern auch um Emanzipation geht und um eine säkulare Insel im islamistischen Umfeld geht.

Nur um daraufhin wirklich ekelerregend zu relativieren:

Die YPG hat in den letzten Tagen erkannt, wie wichtig die Medienarbeit ist – und dabei auch die Rolle der kämpfenden Frauen besonders herausgestellt.

Es geht mir nicht darum, den Wunsch madig zu machen, den Menschen in Kobane zu helfen und entsprechenden politischen Druck auszuüben, so dass sie die Angriffe des IS zurückschlagen und ihre politischen Visionen in der Stadt und der ganzen Region Rojava umsetzen können. Doch die ganze Situation, wie sie in den Medien erscheint, triggert wie auf andere Weise das Kindchenschema fast automatisch durch Verklärung der einen Seite und Dämonisierung der anderen unbedingte Solidarität.

Hier wird die ganze Tragödie in Deutschland erkennbar. Wenn es menschlich geboten erscheint sich auf die eine Seite zu schlagen, soll man Skepsis walten lassen. Aber wieso, und zum Schluss rückt Rötzer damit raus. Kurdische Kräfte sollen nämlich in den anderen Kantonen in Syrien junge Männer zwangsrekrutiert haben. Sicherlich nicht der optimale Weg, aber dies ist von der Armeepflicht, wie sie in vielen Staaten besteht, nicht großartig entfernt.

Nur ein Idiot wie Rötzer kann diese Relativierung ins Feld ziehen, und das in einem ungleichen Kampf von Kurden, die noch wissen was Ehre und Aufopferungsbereitschaft bedeutet. Aber Hauptsache der Hippy Florian Rötzer kann seine Solidarität damit zügeln. Diesen Leuten muss man aber auch sagen, dass sie emotional und menschlich dermassen kaputt sind, dass man sowohl auf ihre Solidarität als auch Hilfe scheisst.

Kurdische Familie reist nach Kobane um die Stadt zu schützen

Als nächstes haben wir den CDU-Dampfplauderer Kauder, der in Aussicht stellt die PKK mit Waffen zu beliefern. Allerdings nur in Absprache mit der Türkei (Großartig), und selbstverständlich ginge es darum, dass sich Kurden und Türken wieder kuschelig nahe kommen:

Angesichts der Bedrohung durch den IS warb Kauder für eine Annäherung zwischen der Türkei und den Kurden.

Zum Schluss widmen wir uns diesem christlichen Appell. Da fragt man sich wieso Christen unbedingt Erzfeinde zusammenbringen wollen. Dies entspringt dem christlichen Hybris jedes Wunder zu vollbringen. Das erinnert daran, dass Serben und Albaner gezwungen wurden im Kosovo zusammenzuleben, oder afrikanische Vergewaltigungsopfer mit ihren Peinigern, so wie nach christlich geführten Friedensverhandlungen, in der es auch immer um das Vergeben und Vergessen geht.

Dieser Drang Verbrecher und Opfer, als auch verfeindete ethnische Gruppen zusammenzubringen, entspringt allerdings nicht nur der christlichen Tradition, sondern geht auch auf die Massenhochzeit von Alexander des Großen in Susa zurück. So wie Alexander Mädchen zu Ehen zwang, zwingen heute westliche Politiker verfeindete ethnische Gruppen und Täter/Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen weltweit zusammenzuleben.

Gerade Obama, als Christ und mächtigster Politiker des Westens zeigt wie treu er diese Linie vertritt, wenn er auf eine irakische Armee besteht, das alle Ethnien und Konfessionen beherbergt, wohingegen selbst die Kurden ihre Selbstverteidigungsgruppen nach Konfessionen aufteilen. Die Schiiten, Sunniten und Kurden in Irak wollen selbstständig sein und das ist auch das einzige was sie eint, aber wenn man christlich missionarisch unterwegs ist wie die meisten westlichen Politiker, kommt eben das dabei raus.

Der Islamische Staat hat angekündigt Kobane nach der Einnahme in Ayn el-Islam umzubenennen. Eher wird Mekka zu Ground Zero, als das geschieht. Verflucht sei Allah und seine Kinderschändebande des Islamischen Staates. Verflucht sei genauso Erdogan, Der Mörder und die osmanische Schlampe, der Anatolien besetzt hält. Bis dahin decken sich die Kurden in Kobane mit den Waffen der Kämpfer Allahs ein, um daraufhin noch mehr von diesen wahren Muslimen in die Hölle zu befördern:

[tweet https://twitter.com/enlightenkurd/status/522456173992488960 align=’center‘]

Achja, Die Nutten vom türkischen Zuhälter, Islamapologeten und Kreationisten Harun Yahya sind fuchsteufelswild, dass ich ihren Allah und Muhammed auf Twitter beschimpft habe. Mir wurde von einer seiner aufgepumpten Puppen gesagt, dass man im Besitz meiner IP ist und ich demnächst Post kriege. Schaut euch diese „Islamwissenschaftlerinnen“ an. Angeblich haben all die abgebildeten Damen einen Doktortitel:

In dieser traurigen und bizarren Welt gibt es manchmal auch ein Lichtblick. Zum Beispiel den Iranischen Sänger Dariush, der sich seit jeher der Paniranischen Sache verpflichtet fühlt, und als eine der wenigen Iraner, seine Solidarität mit Kurden und Kobane zeigt:

[tweet https://twitter.com/Aram_RK/status/521381228357111808 align=’center‘]

 Nachtrag

Tja, sieht so aus als ginge dieser Beitrag doch nicht mit einer hoffnungsvollen Nachricht zu Ende. Nachfolgend eine Zeichnung über die Geschehnisse 1947, als es zur Trennung zwischen Muslimen und Hindus kam. Hindu-Frauen wurden nackt auf die Strassen Lahores getrieben, während die Muslime sie verhöhnten und diese Szene zelebrierten. Dies nur als Beispiel dafür, dass der Islamische Staat nicht ausserhalb der islamischen Tradition handelt.

Hindu Shik women

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Eine Antwort zu Wie sich die deutsche Presse für Erdogan prostituiert

  1. Tangsir schreibt:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-10/kurden-proteste-erdogan-tuerkei-kobani/

    Doch wenn in türkischen Städten Anhänger militanter kurdischer Gruppen mit Messern und Schusswaffen aufeinander losgehen und dabei mehr als 40 Menschen sterben, hängt das zwar mit der türkischen Kurdenpolitik zusammen, ist aber vor allem eine Frage der Sicherheit, die der Staat gewährleisten muss. Deshalb ist es richtig, dass die türkische Regierung sich jetzt darüber Gedanken macht, wie sie die Gewalt bei den Kurdenprotesten verhindern kann.

    Erdoğan ist für viele ein allzu verlockendes Feindbild. Das lässt die Kritik unpräzise werden und vertieft so unnötig den Graben zwischen der Türkei und ihrem eigentlichen Verbündeten, dem Westen.

    Da sieht man es. Der Zeit und ihren Journalisten geht es nur um den türkischen Verbündeten.
    Da wird auch gelogen und lediglich von militanten kurdischen Gruppen gesprochen, aber nicht von der türkischen Polizei und ihre ISIS-Helfer:

    https://tangsir2569.wordpress.com/2014/10/08/krieg-gegen-die-turkei-ist-die-einzige-option/

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