Al Quds-Tag AG bedankt sich bei Jürgen Hodentöter

Kein Video zeigt die Verlogenheit der sogenannten Pazifisten und Palästinenserfreunde deutlicher als das obige Video vom Al Kotz Tag 2013, wo der Veranstalter des Al Kotz Tag, Jürgen Graßmann, sich bei Jürgen Todenhöfer bedankt. Graßmann ist auch bei den Montagsdemos dabei und beschimpft dort Menschen, die die Israel-Fahne tragen als Faschisten, genauso wie die Montagsdemos selbst ein Hort für Extreme beider Lager sind, deren einzige Gemeinsamkeit der Hass auf Juden und Israel ist.

Was den Jürgen Hodentöter angeht, so sollte man einfach seine Vita lesen, um festzustellen, dass er ein Militarist und politischer Hasardeur war, der früher südamerikansiche Faschisten unterstützte und sich irgendwann zum Fürsprecher der islamistischen Faschisten entwickelt hat. Eine Kreditzusage der Bundesrepublik für die gewählte sozialistische Regierung Chiles unter Salvador Allende kritisierte er 1973 mit den Worten „Für sozialistische Experimente in der Dritten Welt ist die DDR zuständig“, um nach dem blutigen Putsch rechtsgerichteter Militärs die Auszahlung ebendieses Kredites an das Regime des Putschgenerals Augusto Pinochet zu fordern… Als Hardliner der so genannten „Stahlhelmfraktion“ um Alfred Dregger dem rechten Flügel der CDU zugerechnet, vertrat er oft konservative Positionen.

Später wurde er ein Freund der Mudschaheddin in Afghanistan, bis er dann plötzlich zum „Vulgärpazifisten“ mutierte und nur noch die Sache des islamischen Jihads vertrat. Hodentöter ist von einer unglaublichen Selbstsucht getrieben und leidet offensichtlich an einem Jesus-Komplex, das dazu führt in seinen alten Jahren nun Israel zu delegitimieren. Nun aber zu Eindrücken des diesjährigen Al Kotz Tages, bei der wieder alle vereint waren, Von Israel-Hassern, Neonazi und Islamisten, bis hin zu Assad-Anhängern:

Antizionismus Antizionismus

Nein, dieser Antisemitismus lässt sich gerade nicht als der „konstante Bodensatz in der Gesellschaft“ (Wolfgang Benz) beschreiben. Dieser Antisemitismus entspringt nach allem, was man wahrnimmt, maßgeblich den Köpfen von Migranten aus der Türkei und arabisch-islamischen Herkunftsländern; dieser Antisemitismus lässt sich nicht in der unheiligen Allianz der Judenhasser verstecken, und man macht ihn nicht dadurch besser, dass man erklärt, er sei fremdgesteuert von Dunkelmännern aus fernen Ländern. Richtig ist, dass in vielen dieser judenfeindlichen Obszönitäten ein tradierter Antisemitismus aus der Heimat nachwirkt, der nicht ohne seine religiösen Hintergründe erklärt werden kann.

Man ist weder Rassist noch islamophob, wenn man auch diese religiösen Wurzeln der neuen Judenhetze in den Blick nimmt statt die antisemitischen Pöbeleien bewusst unscharf als Ausfluss mangelnder Integration abzutun. Antisemitismus ist nicht integrierbar. Hier hat jede Beschwichtigungsrhetorik zu verstummen.

Und hier nochmal für alle, die immer noch nicht kapieren was Antisemitismus ausmacht:

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2 Antworten zu Al Quds-Tag AG bedankt sich bei Jürgen Hodentöter

  1. Tangsir schreibt:

    Grassmann bemühte sich, die Demo als lediglich „antizionistisch“ darzustellen: „Wir sind gegen jeden Antisemitismus und werden auf gar keinen Fall irgendwelche Aktivitäten dieser Art dulden“, erklärte er zu Beginn der Kundgebung. Einige der Teilnehmer trugen jedoch Fahnen der Hamas und der Hisbollah; auch hatten sich Neonazis unter die meist arabischen Demonstranten gemischt, einer trug ein Schild, auf dem „Rabbis trinken Kinderblut“ stand. Später war vereinzelt der Sprechchor „Israel vergasen“ zu hören.

    http://www.taz.de/Al-Quds-Tag-in-Berlin/!143093/

  2. Tangsir schreibt:

    Lenz Jacobsen von der Zeit schreibt:

    „Jude, Jude, feiges Schwein“ hatten einige vergangene Woche in Berlin gerufen und damit die Debatte um Antisemitismus erst so richtig ins Rollen gebracht. Diesmal rufen die „Israel, du feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein.“

    Man kann nun zumindest vermuten, dass sie „Israel“ sagen und „Juden“ meinen, ihre Worte also aus taktischen Gründen wählen. Vielleicht ist das aber auch eine ungerechte Unterstellung, vielleicht sollte man sie einfach beim Wort nehmen. Dass sie gar nichts gegen Juden haben, sondern eben nur gegen die israelische Politik. Gegen das „zionistische Regime“, wie sie das nennen.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-07/al-quds-demo-berlin

    Also liegt es gar nicht daran, dass der Spruch mit Jude von der Polizei zuvor untersagt wurde. Es könnten genauso gut nette Antizionisten sein, die nichts gegen Juden haben. So verhält es sich, wenn ein deutscher Journalist versucht alle Seiten gerecht zu werden und sie als gleichwertig hinstellt. Also sowohl die Judenhasser als auch die Verteidiger der einzigen Demokratie im Nahen Osten.

    Wirklich beschämend und zutiefst erschreckend.

    https://twitter.com/jalenz

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