Jashne Sadeh | Die Geburt des Feuers

Jashne SadehSadeh (Sadaq, Sazaq) war ein antiker Winterfest im Iran, das mit viel Prunk gefeiert wurde, um das Feuer zu ehren und den Sieg über die Kälte, Frost und Dunkelheit zu zelebrieren. Dieses Fest wird aufgrund des Kalenderreform im 3. Jahrhundert n.ch. zweifach begangen. Zum einen 100 (Sadeh) Tage vor dem religiösen Nowrouz-Fest (nicht mit dem Frühlings- und Neujahrsfest Nowrouz zu verwechseln) und zum anderen 100 Tage nach dem zoroastrischen Gahambar von Ayathrims. Eine der sechs saisonalen Feste bei den Zoroastern. Die zoroastrische Gemeinde hat sich im letzten Jahrhundert schliesslich auf einen gemeinsamen Datum geeinigt, an der das Fest von Sadeh gefeiert werden sollte, und das ist der zehnte Bahman. Im Jahr 2014 (Das iranische Jahr 2572) ist es der 30. Januar.

Mit dem Feuer begann die Menschwerdung des frühzeitlichen Menschen, der vom Primaten zum Beherrscher der Natur und seines Schicksals wurde. Die evolutionären Vorteile durch die Entdeckung des Feuers beschränkten sich aber nicht nur auf die Nahrungsaufnahme und das Wachstum des Gehirns, sondern genauso auch auf die Entwicklung der Sprache und der Verwandlung des Primaten zum Homo Sapiens, der sich endlich seiner selbst im Mittelpunkt des Universums bewusst wurde.

Das Feuer ist nicht nur für unsere Menschenwerdung verantwortlich, sondern hat uns seitdem begleitet, Schutz gewährt und fand bald auch in anderen Bereichen Verwendung und machte die Entschlüsselung  chemischer Elemente möglich und brachte die neue Wissenschaft der Chemie hervor, die bedingt, dass Metalle, Tief aus der Erde herausgeholt und veredelt werden. Davon kündet auch die frühiranische Mythologie:

Die iranische Mythologie beinhaltet im Vergleich zu anderen Mythologien viel konkretes und auch praktisch verständliches Material. Sie führt uns ohne große Schwierigkeiten z.B. zu den Anfängen der Chemie und Pharmakologie des Altertums.

Dr. med. Abdolreza Madjderey

König Hushang entdeckt das Feuer

Anders als die anderen saisonalen Feste der Iraner, beginnt das Fest von Sadeh 40 Tage nach der astronomischen Wintersonnenwende. König Hushang, von der Dynastie der Peshdadian (Gesetzgeber), soll der Legende nach auf einem Berg gewandert sein als ihm plötzlich ein Drachen erschien. Als er mit einem Feuerstein nach dem Drachen schmeisst, trifft er einen  Feuerstein. Es entzündet sich ein Funke und der Drache flieht. Hushang dankt Gott ihm das Geheimnis der Feuergewinnung gezeigt zu haben und verkündet: „Das ist das Geschenk Gottes, behaltet es in Ehren“.

König Hushang

In zoroastrischen Texte finden sich kein Bezug zum Jashne Sadeh selbst,  der Ursprung der Begriffe Sadaq und Sazaq ist mittelpersisch und verweist darauf, dass Jashne Sadeh bereits in sassanidische Zeit gefeiert wurde. Im Schahname, das persische Königsbuch, wird das Fest des Feuers beschrieben:

Der Weltherr vor dem, der die Welt erschuf,
Brachte Gebet dar und Dankes Ruf,
Daß solcher Leitung Licht er gab;
Darauf das Feuer zur Richt‘ er gab,
Sprechend: „Ein Gottesglanz das ist,
Den bet an, wenn du weise bist.“
Nachts schürt‘ er ein Feuer bergeshoh,
Der Schah und das Volk umkreiste die Loh.
Ein Fest war die Nacht durch, getrunken ward Wein:
Sede soll der Name des Festes sein.
Sede blieb zu Hoscheng’s Angedenken;
Gott möge viel Fürsten gleich ihm uns schenken.

Übersetzung von Friedrich Rückert, Begründer der deutschen Orientalistik.

Die Wiedergeburt des Feuers

Die deutsche Wikipedia schreibt: „Huschang herrschte vierzig Jahre als Padeschah. Er setzte den von Gayomarth begonnenen Aufbau der menschlichen Zivilisation fort.“ Massoume Price berichtet davon wie in sassanidische Zeit riesige Feuerhaufen des Nachts brannten, die zoroastrischen Priester das Atashe Niyayesh lobpreisten und die Menschen rund um das Feuer tanzten. Wein wurde ausgeschenkt und die Reichen leisteten höchste Gaben für die Gemeinschaft. Ein beeindruckender Bericht wie das Fest von Sadeh im 10. Jahrhundert n.Ch. gefeiert wurde, liefert uns Reyan Biruni. Protagonist ist Mardavij Zeyari, der Herrscher Isfahans. Iranischen Ursprungs tat die Familie Zeyari ihr Bestes um die alten iranischen Traditionen am Leben zu erhalten. Das Feuer wurde in besonderen Metallbehälter aufbewahrt und zu beiden Seiten des Flusses Zayandeh, das Isfahan teilt, aufgestellt.

Hunderte Tauben wurden in den nächtlichen Himmel entlassen und sie alle trugen einen kleinen Feuerball mit sich und erleuchteten damit den Nachthimmel, der Iraner, die Jashne Sadeh mit Feuerwerk, Clowns, Musik und Tanz begingen und gegessen wurde geröstetes Fleisch vom Rind, Huhn und Lamm, aber auch andere Delikatessen wurden serviert. Mardavij wird schliesslich im Jahre 935 n. Ch. von türkischen Sklaven ermordet und so endet die Dynastie der Zeyari.

Jashne Sadeh Celebration

Biruni berichtet von einem „Āzar-jašn“, das Anfang des Monats Azar gefeiert wird und Mary Boyce von einem bei Zoroastern gefeiertes Feuerfestival mitte Dezember, 100 Tage vor dem Frühlingsfest Nowrouz, in Kerman und Hiromba in Yazd. Biruni berichtet weiter wie auch islamische und torkische Fremdherrscher das Fest im islamischen Iran feierten und zu diesem Zweck Tiere und Vögel in das Feuer trieben und sich im besoffenen Zustand darüber amüsierten. Soviel dazu wie der Islam und das Türkentum auch solche Traditionen entstellen und mit ihre Blutrünstigkeit diesen vormals von humanen Werten getragenen Fest in einen satanischen Fest verwandeln. Nicht weiter verwunderlich, dass Biruni diese Grausamkeiten aufs schärfste verurteilt. In den Sadeh-Gedichten wird das Feuer oft mit einer Pflanze, eine Blume, Fruchtbaum oder Getreidehaufen verglichen und dessen Bedeutung als lebendsspendendes Element betont.

Auch wenn dieses Fest im Laufe der Besatzung der Torktazi in Iran fast verschwand, so blieb sie in verschiedenen Teilen des Landes am Leben und erlebte ihren Revival in der Pahlavi-Ära. Einen Tag vor dem Fest ist es die Aufgabe von Jungen  Holz zu sammeln. Begleitet von wenigen Erwachsenen entdecken sie Kameradschaft und Zusammenarbeit. Vor 1979 gingen  Jungen und Mädchen von Tür zu Tür und baten um Holzstücke und rezitierten dabei folgenden Text: Ein Strauch, Ein Strauch, wer immer ein Strauch geben sollte, dem soll Gott sein Wunsch erfüllen. Derjenige, der kein Strauch gibt, dem soll Gott sein Wunsch nicht erfüllen.

Das Feuer des Jashne Sadeh brennt die ganze Nacht und morgens strömmen Frauen herbei, um jeweils eine Portion dieses heiligen Feuers mit sich nach Hause zu nehmen, damit sich das Licht und Glück im ganzen Land verbreiten kann. Heute wird Jashne Sadeh auch im Exil gefeiert und der islamischen Diktatur in Iran gezeigt, dass Iraner nie Ruhe geben werden.

Jashne Sade 2572 - 2014

Türkischer Diebstahl durch die Seite „Parse&Parse“

Auch bei der Neufassung dieses Beitrags, das schon einmal hier auf dem Blog erschien, habe ich wieder zahlreiche dreiste Plagiate gefunden auf die nachfolgend eingegangen werden soll. Wie dreist ganze Formulierungen aus der Wikipedia übernommen wurden, zeigt das Zitat aus der deutschen Wikipedia „Huschang herrschte vierzig Jahre als Padeschah. Er setzte den von Gayomarth begonnenen Aufbau der menschlichen Zivilisation fort.“  Der türkische Autor Amir K. übernahm einfach diese Formulierung und, genauso bei der Übersetzung von Friedrich Rückert, die er als eigene ausgab. Aber auch die Zwischzentitel, die ich dem Text hinzufügte: „Hushangs Entdeckung des Feuers, Das Licht des Lebens gegen Ahriman dem Teufel (Islam), Die Wiedergeburt des Feuers u.a.“ wurden frech von mir geklaut und stehen nun online auf der diebisch-torkischen Seite „Parse&Parse“, genauso wie das Ende des Artikels, wo auf die Situation in Iran aufmerksam gemacht wird und ein Gedicht Heinrichs Heine präsentiert wurde. Mein längerer Text wurde leicht verändert dort online gestellt und zwar von Afshar und Qajar-Türken,

Dies zeigt die Rohheit und moralische Abartigkeit der turkoiden Besatzer Irans, die auch im Exil wie Hyänen die Arbeit richtiger Iraner klauen und als eigene reklamieren, und die regelrecht stolz auf ihren Diebstahl sind und es immer wieder mit neuem Datum online stellen, um ihr Existenz als Diebe jedes mal aufs neue zu demonstrieren. Zum Ende dieses Artikels möchte ich darauf aufmerksam machen wie sehr sich die Unsitte des geistigen Diebstahls in den letzten 35 Jahren unter Torktazis etabliert hat. Hier ist z.b. ein Artikel über Jashne Sadeh von „Teheran Times“. Als Quelle wird Press Tv angegeben und wer sich die Formulierungen genau anschaut, sieht, dass der Text in großen Teilen von Massoume Price übernommen wurde, genauso übrigens wie der Autor Amire K.. und Fartab-Elahm Texte von ihr als eigene reklamiert haben. Hier aber die Dankesemail von dem Hurenkind Amire Kuni, wie er sich dafür bedankt wie ich sein Text aufpoliert habe:

Der Dieb Amire Kuni

Wie sich zeigt war meine Skepsis gegenüber der türkischen Geschichtsschreibung, dass Hushang die erste Agrargesellschaft gegründet hat wohl begründet, denn der ursprüngliche Text ist, wie gezeigt, das Ergebnis zahlreicher Plagiate, und durchmischt von Eigenerfindungen und chauvinistische Behauptungen, die keine historische Überprüfung standhalten. Kein Wunder, dass die türkische Seite Iran-Now-Net im  Verbund mit der rechtsextremen Seite PI-News diese torkischen Antiiranern, Diebe und Erpresser promoten und ihre geklauten Texte bei sich online stellen.

Nun aber zum Ende des Artikels über Jashne Sadeh wie ich es am 27. Januar 2011 formuliert habe:

Die Bedeutung von Jashne Sadeh heute

Heute wird dieses Fest immer mehr dazu genutzt um gegen den Islam und die jetzige mohammedanische Torktâzi-Herrschaft zu protestieren. Die Menschen versammeln sich, wie im unteren Video zu sehen ist, um das Feuer, die Frauen legen demonstrativ ihr Kopftuch vor der Kamera ab und singen zusammen mit den Männern revolutionäre Lieder. Die Aufnahmen entstanden im letzten Jahr in Yazd:

Sich dieser Gefahr bewusst, intensiviert die Vergewaltigungsdiktatur der Torktâzi die Todesurteile gegen Iraner. Alleine in den letzten 35 Tagen wurden 100 Menschen hingerichtet. Viele dieser Menschen wurde vorgeworfen Krieg gegen Allah zu führen (Moharebeh), was einmal mehr zeigt, dass Iraner dem arabischen Wüstengötzen geopfert werden um Ahriman milde zu stimmen.

Umso mehr gilt es für die Exiliraner im Ausland ihre Stimme zu erheben und den globalen Solidaritätstag am 29. Januar nicht nur dazu zu nutzen gegen den Exekutionswahn der Torktâzi zu demonstrieren, sondern darüberhinaus das präislamische Erbe Irans hochzuhalten und gleichzeitig das Fest des Feuers zu begehen.

Möge Ahriman, zusammen mit seinem Buch und seine Uniformen der Hölle, Kopftuch und Schleier, bald im reinigenden iranischen Feuer vernichtet werden.

Es lebe die großartige iranische Wiedergeburt!

Ya Pirouze Nahavandig!

Lieblingshelden seines Volkes,
Rittertaten, Aventüren,
Zauberwesen und Dämonen,
Keck umrankt von Märchenblumen –

Alles blühend und lebendig,
Farbenglänzend, glühend, brennend,
Und wie himmlisch angestrahlt
Von dem heil’gen Lichte Irans,

Von dem göttlich reinen Urlicht,
Dessen letzter Feuertempel,
Trotz dem Koran und dem Mufti,

Aus Heinrich Heines Gedicht „Goldne Menschen, Silbermenschen“
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2 Antworten zu Jashne Sadeh | Die Geburt des Feuers

  1. Mohammedaner schreibt:

    Marg bar Tangsir
    Marg bar Iranzamin
    Zendabad Eslam

  2. Xerxes23 schreibt:

    Hey Mahammedtrollaner! Biste im Netz wieder auf der Suchen nach einem schönen Stück Arsch? Erst mal die Kinderpornos von der Festplatte entfernen, dann können wir weiter reden…

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