Christlich geprägte Islamkritik

Flache ErdeMein Freund Time kritisierte mich kürzlich wegen meiner Kritik des Christentums. Zeit herauszufinden ob die Kritik berechtigt ist und inwieweit es zum Kampf gegen den Islam beiträgt. Nicht nur aber diese Frage soll erörtert werden, sondern auch der alte Hass des Christentum gegen die aus Persien stammenden kulturellen und religiösen Einflüsse, die heute Basis der westlichen Zivilisation sind.

Wie bereits im vorletzten Beitrag ausgeführt, hat das Christentum sehr viele Konzepte und Inhalte ihrer Religion aus dem Orient, und da hauptsächlich Persien, übernommen, dabei die Urheberschaft verleugnet und dessen Quellen vernichtet und verteufelt. Der Jahrhunderte lange Kampf gegen das persische Reich durch das christliche Rom und die Übernahme von Glaubensinhalten aus dem Manichäismus, Zoroatrismus, Mithraismus usw. haben eine tiefe Spur des Antagonismus zwischen der christlichen und Welt und persischen Zivilisation hinterlassen, die bis heute noch nachwirkt. Lange nach dem Zusammenbruch des persischen Reiches und der Invasion der Torktazi in Iran, erkennt man Spuren dieses Widerstreits in der europäischen Literatur:

Das verachtete Feindbild hat sich auch in der Literatur des Mittelalters wiedergefunden, wie in der “Historie und Geschichte des Doktor Johannes Faust” von dem Buchdrucker Johann Spies, wo er ganz verächtlich Zarathustra als einen (Feuer)”Künstler” degradierte, der einen Pakt mit dem Teufel einging und somit die ganze Zoroastrische Lehre auf Häresie basieren liess:

“Zoroastres / den man für Misraim/ deß Chams Sohn / hielt / ist von dem Teuffel selbst verbrennet worden” Historia von D. Johann Fausten ebd.

Weimar, Stück der Faust-Sammlung

Aber auch Justin und Tertullian behaupteten, bei den aus Persien stammenden Mithrasmysterien, die lange Roms Kultur und Leben geprägt hatten, handele es sich um vom Teufel initiierte Imitationen christlicher Sakramente, obwohl das Christentum selbst diese Glaubenselemente aus dem Mithraismus übernommen hatte. Der Beispiele liessen sich noch viele mehr anführen, vor allem da wo nach der Renaissance, die wieder entdeckte hellenistische Philosophie zum Widersacher der orientalischen Despotie ausgerufen wurde, dessen unhistorische Nachwirkung wir heute in Filme wie 300 bewundern können. Dass aber die Geisteswelt der damaligen Antike miteinander in Kontakt stand und sich befruchtete, ist eine unbequeme Wahrheit, die heute gerne im christlich geprägten Westen und unwissenschaftlichen Kreisen gerne verleugnet wird. Hier übrigens ein Artikel über Platon und seine geistigen Bande zum alten Persien.

Der Philosoph Will Durant schreibt in seiner Geschichte der Zivilisation zu diesem Thema folgendes: „Unsere Geschichte beginnt im Orient, nicht nur weil Asien die Szenerie für die ältesten Zivilisationen der Welt war, sondern weil diese Zivilisationen den Hintergrund und Basis der römischen und griechischen Kultur bildeten. Unsere Wissenschaft, unsere Literatur, unsere Philosophie und unsere Religion gehen zurück auf das alte Orient.“

Die politische Lage Irans

Nun wagen wir den Sprung in die Gegenwart, wo wir uns in einer Situation befinden in der Iran seine neu entdeckte Identität aus der Antike wieder im Begriff ist zu verlieren, und zwar an die Barbaren, die ihrem Fürsten der Finsternis Allah dienen: Die Allahisten in Gestalt der Torktazi, die sich Seyed, Ashraf, Gholamali, Qajar, Torkman usw. nennen, und denen alle eins gemein ist, sie sind keine Iraner, und verachten das Erbe der Arsakiden, Achämeniden und Sassaniden und nutzen jede Gelegenheit um die Spuren des vorislamischen Persiens auszutilgen.

Wenn man sich die politische Landschaft Irans anschaut, sieht man, dass für wahre Patriotismus wenig Platz ist. Aus der Erfahrung der Gefolgschaft von Propheten und zumeist türkischen Fremdherrschern, ist leider ein Geist erwachsen, der  entweder einen gefährlichen Chauvinismus pflegt, das sich isolationistisch gebärdet und dabei den Westen verteufelt und sich weiterhin der Gefolgschaft von türkischen Fremdherrschern oder der arabischen Religion und ihren Führern (Seyeds und Mullahs) verpflichtet fühlt.

Die historische Erfahrung des Widerstreits mit dem Westen ist nämlich auch in ungebildeten iranischen Kreisen weiterhin vorhanden, so, dass sie alle Einflüsse aus Europa und dem Westen insgesamt ablehnen, auch wenn sie sich gleichzeitig gegen Araber und der islamischen Religion stellen. Raum für politischen Bewusstsein, das den mündigen Bürger voraussetzt, das als Keimzelle des Staates diesen prägt und lenkt, ist leider Mangelware. Diejenigen, die sich auf die iranische Kultur berufen, tun dies selten im Hinblick auf die zahlreichen antiislamischen Gelehrten Iranzamins, sondern auf Poeten und Dichter, die sich klar dem Islam untergeordnet hatten und ihren Patriotismus in blumigen Worten ausdrückten oder sich gar dem Islam ergeben zeigten. Wer Antiislamismus betreibt, bezahlt einen hohen Preis, auch heute, und muss wie in den letzten 1400 Jahren die Isolation akzeptieren, andere wiederum ziehen sich ins innere Exil zurück oder wenden sich komplett von ihrer Heimat ab.

Die einzige bewaffnete Opposition, die es gibt, war selbst an der Machtergreifung der Allahisten 1979 beteiligt und Teil von ihr. Die Rede ist von der Mujahdine Khalqh, die ihre Mitglieder dazu zwingt den Hijab zu tragen, und im Westen Türken und Araber von der Strasse rekrutiert und diese bezahlt, damit sie an ihre Demonstrationen teilnehmen. Hinzu kommt die Zwangslektüre der Nahdschol Balagha durch ihre Mitglieder. Ein wichtiges schiitisches Buch mit dem Charakter einer Hadithsammlung. Es enthält eine Auslese der Ansprachen, Briefe und Worte Imam Alis, des Schwiegersohnes des Propheten Mohammed, vierten Kalifen und ersten Imams der Schiiten. Wurde übrigens von Fatima Özoguz ins Deutsche übersetzt und trägt den höchst verblödeten Titel „Pfad der Eloquenz“

Als ob dies nicht genug wäre, nennen sie ihren Camp im irakischen Irak nach dem islamisch-religiösen Titel Ashraf, das zugleich auch der Name der Kaste in Pakistan und Indien war/ist, die sich die Invasoren und Völkermörder dort gaben, um sich rassisch als Herrenmenschen über die übrige Bevölkerung zu erheben.

Camp Ashraf

Selbst Hindus die zum Islam konvertierten waren vor Diskriminierung nicht sicher. Es gab ein neues Kastensystem die dort von Ziauddin al-Barani in der Fatawa-i Jahandari etabliert wurde. Hindus wurden durch diese Fatwa der “Ajlaf”-Kaste zugeordnet und waren der Diskriminierung der “Ashraf”-Kaste ausgesetzt. (Aggarwal, Patrap (1978). Caste and Social Stratification Among Muslims in India. Manohar.)

Ashraf ist aber nicht nur der Name derjenigen, die das indische Subkontinent und Iran mit Tod und Zerstörung überzogen, sondern bedeutete auch vom Propheten Muhammed selbst abzustammen (über die Blutlinie seiner Tochter Fatimah), obwohl das nie tatsächlich stimmen musste. So gaben sie sich diesen Titel und gründeten diese Kaste, das hochgeboren und nobel bedeutet und etablierten damit über eine über Jahrhunderte währende rassistische Herrschaft über die dortigen Völker, die sie in regelmäßige Folge dezimierten. Noch heute bestehen in Indien die muslimischen Kasten der Seyeds, Qureish und Turk, die klar darauf hindeuten wie tief dieser Art von altertümlicher Apartheid bis heute nachwirkt und das Torks, Rassentrennung, Völkermord und Rassismus in diesen Breitengraden Synonyme sind. Bald werden es bestimmt auch die Deutschen am eigenen Leib erfahren, wenn sie das nicht schon jetzt in bestimmten Stadtteilen tun.

Maryam RajaviDie Führer der terroristischen Volksmojahedin, sind die Rajavis, dessen weiblicher Part Maryam Qajar und Ashraf-Blut in ihren Adern hat und sich somit zu den Adeligen zählt, die Iraner in Gestalt von Schahs und Schahzadehs über Jahrhunderte beherrscht, ausgeplündert und unterdrückt haben. Ihren alten Namen hat sie inzwischen abgelegt und nennt sich Rajavi, aber an ihren Augen ist der Blick von Cengiz Khan und Teymoure Lang noch zu erkennen. Unter den Mitgliedern der Mujahedine Khalqh finden sich einige verführte Iraner, die sich dem Gruppenzwang beugen und weiterhin in dieser marxistisch-islamistischen Sekte aktiv sind. Viele sind aber auch Nachfahren der Torktazi, was wiederum zeigt, wie sehr Verwandtschaft und die Zugehörigkeit zu einem Volk und ethnischen Gemeinschaft, sei es auch das künstliche türkische, die politische Gesinnung vieler Menschen heute weltweit nachwievor bestimmt, und das die Zugehörigkeit zu einer Nation und einem Volk eine starke ethnische Komponente aufweist, die von keinem Internationalisten und Gutmenschen verleugnet werden kann. Dabei hat die gute Rajavi augenscheinlich viel mehr iranische Gene in sich als mongolisch-türkische, aber ihre Loyalität liegt bei den Tork und Tazi und sie fühlt sich ihren torkischen Wurzeln verpflichtet und folgt ihnen. Nicht also das Aussehen ist es, dass sie zum Tork macht, sondern ihre Komplizenschaft und ihre Identität als Tork, dem sie bewusst folgt.

Neben der Mujahedine Khalgh gibt es noch viele politische (inzwischen) Splittergruppen, die allesamt Relikte aus der Vergangenheit sind und ihre poltischen Sünden mit sich tragen, die sie davon abhält starke Bewegungen zu werden und weite Teile der Iraner anzusprechen. Vor allem gibt es immer wieder Konflikte rund um die beiden wichtigsten Themen: Islam und die Frage was die iranische Kultur und Nation ausmacht. Vor allem die letzte Frage bricht die alten Konflikte um die Invasion Irans durch Türken und Araber auf, und zeigt, dass auch politische Vereinigungen die ethnische Frage nicht ausklammern können, denn auch die Tork und Tazi wollen repräsentiert sein und nicht bereit sich einer iranischen Leitkultur zu beugen, in der iranische Kultur und die iranischen Sprachen den Charakter dieser Nation bestimmen.

Der dritte im Bund, rund um die politischen Gruppen, die um die Macht in Iran buhlt, wenn wir die Taziparast (Muslime, Seyeds, Mullahs) ausklammern, ist der türkischstämmige (Quajar) Thronanwärter Reza Pahlavi, der sich als Shiit sieht, die Hadj absolviert hat und immer wieder klar macht, dass der Islam, die Mullahs und die türkische Unkultur (Dual identity) zu Iran gehören.

reza pahlavi

Seine für Torkmongolen typische Nasen- und Augenform, weisen seine Zugehörigkeit zum Clan der monarchistischen Kaste in Iran aus, daher war es nur natürlich, dass der Reza eine Quajar-Prinzessin gehelicht hat, aus dem drei zutiefst abartig hässliche Töchter hervorgegangen sind. Seine Anhänger, die ich hier in Deutschland kennenlernen durfte, sind allesamt hängengebliebene Seyeds und turkoloide Idioten, die gerne von Iranismus und Iranertum faseln und dabei so ein Stuss von sich geben, dass man glauben könnte sie wären schon bei der Geburt mit dem eigenen Kopf im Arsche, aus dem Schoss ihrer Anne herausgekrochen (Eyvall, Eyvall). Wenn wir Glück haben wird der Tork Reza dann eines Tages Monarch und wird dann genauso wie sein Baba davon reden, dass Juden Banken und Medien kontrollieren und wird iranische Patrioten und Islamkritiker totschweigen und einkerkern.

Das sind also die politischen Alternativen, die sich heute den Iranern bieten und allesamt bauen sie auf Personenkult und blinden Gefolgschaft von Nichtiranern auf. Der politisch mündige Bürger, der für Liberalismus und Demokratie eintritt, Verantwortung trägt und sich der immensen politisch-kulturellen Arbeit bewusst ist, das auf seinen Schultern lastet, ist eine aussterbende Spezies, da man sich ihrer in Iran schnell habhaft wird in sie in den Kerkern der Torktazi vernichtet. Im Exil hingegen sind sie zwar die wahre iranische Opposition, die Inhalte setzt und sich demokratischen Grundsätzen verpflichtet fühlt, aber gleichzeitig vertreten sie auch eine Minderheitenposition, da sich die politische Kultur in Iran, aus den bekannten Gründen, bis jetzt nicht frei entwickeln konnte.

Kazem MoussaviDie Partei der iranischen Grünen, dessen Parteivorsitzende der promovierte Geotechniker  Kazem Moussavi ist, der sich bei der Initiative Stop the Bomb engagiert, repräsentiert übrigens diese demokratische Strömung. Bezeichnend ist aber auch, dass er von den deutschen Grünen als Mujahed und Antideutscher diffamiert und dessen Privatadresse vom Büroleiter der unsäglichen Fatima Claudia Roth im Internet veröffentlicht wurde, die damit und sein Leben bewusst in Gefahr setzten.

Wer finanziert christlich-rechte Islamkritik?

Als Islamgegner und Iraner, der sich der vorislamischen iranischen Kultur verpflichtet fühlt, dabei für Liberalismus und Demokratie eintritt und offen den Islam als antiiranische  Lehre und Ideologie verdammt, (die die Araber, ihre Religion und Sprache privilegiert) hat man es daher nicht leicht politische Weggefährte und Alliierte zu finden. Vor allem dann nicht, wenn man für die europäische und globale Aufklärung eintritt, die säkulare Idee hochhält und nicht nur islamischen Rassismus, Fanatismus und moralische Doppelstandards verurteilt, sondern um der Wahrhaftigkeits- und Glaubwürdigkeits-willen, auch die christliche, wie auch alle andere Ideologien, die dazu neigen.

Nun hatte ich über 1,5 Jahre die Gelegenheit mir die rechts-christliche Islamkritik-Szene näher anzuschauen und musste abschliessend, trotz meiner anfänglichen Unvoreingenommenheit, feststellen, dass diese nicht nur eine sehr flexible Haltung zu wissenschaftlichen und journalistischen Standards pflegen, sondern darüberhinaus es auch nicht sonderlich streng mit der Wahrheit oder Eigentumsrechte halten, solange man ihre christliche Religion nicht antastet und sich zu ihnen solidarisch bekennt. In dieser rechten Szene wimmelt es nur so von halb-gebildeten Idioten und christlichen Fundamentalisten, obwohl daneben auch etliche vernünftige Menschen und patriotische Deutsche aus allen politischen Lagern dabei sind, die mit ihren Ängsten und Nöten in etablierten Parteien und Medien kein Gehör finden.

Finanziert werden diese Gruppen und Kleinstgruppen, die auch und besonders im Internet aktiv sind, hauptsächlich von christlichen Gruppen und zu einem kleinen Teil durch Privatpersonen, von denen die meisten das Christentum gestärkt sehen möchten. Eine säkulare Alternative oder Antwort auf die Islamisierungstendenzen im Westen kommt daher nicht in Frage und ist auch innerhalb dieser Szene eine Minderheitenposition. Zumindest die Islamkritik aber sollte doch von Wert sein, werden sich jetzt einige denken, aber auch da gibt es große Mankos, die jeden halbwegs gebildeten Menschen sich von diesen Gruppen abwenden lässt.

Die Wagenburgmentalität in die die westlichen Islamkritiker, durch den medialen-politischen Druck hinein gezwungen werden, gebiert  moralische Doppelstandards, die das selbige, schon im Christentum immanent innewohnende, weiter verstärkt. So geschieht es dann, dass türkische Monarchisten-Anhänger von Reza Pahlavi, die als Plagiatore, Erpresser, Lügner, Verdammer der Evolutionstheorie und Anhänger von Ufologen und antisemitischen Verschwörungstheorien, in Erscheinung getreten und auf diesem Blog traurige Berühmtheit erfahren haben, von der rechten Seite PI-News verlinkt und unterstützt werden, und das obwohl sie das jetzige allahistische Regime in Iran als souverän verklären und den Mullah Rohani als iranischen Präsidenten bezeichnen.

Wissenschaftliche Standards

Nun möchte an einem Beispiel illustrieren wie es um wissenschaftlich-journalistische Standards im rechts-christlichen Lager bestellt ist und nehme als Beispiel die von mir geschätzte Seite Europe-News.dk, das sich aus politischen Gründen ebenfalls dem rechts-christlichen Block der Islamkritiker zugehörig fühlt. Daher unterbleibt es nicht, dass man solche Quellen nutzt und sie unkritisch übersetzt. Als Beispiel nehmen wir die intteressante Reihe über islamische Wissenschaften, das leider als Quelle eine christliche angehauchte Wiki hernimmt, die kein Mensch, der sich mit der Materie beschäftigt weiter ernst nehmen kann.

Die Argumentation in dieser Reihe ist westzentriert, unterschlägt bewusst den Beitrag Irans zu den sogenannten islamischen Wissenschaften und verklärt das Christentum als Hort der Wissenschaft und Wissenschaftsfreundlichkeit, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist. Nicht nur haben christliche Kleriker und die Kirchen die Einflüsse Persiens über Jahrtausende hinweg negiert und regelrecht vernichtet, dasselbe taten sie auch mit den hellenistischen Quellen, die sie als Heidentum verdammt haben und die daraufhin über lange Zeit in Versenkung gerieten, so, dass aus dem aufgeklärten Europa der Antike, das dunkle europäische Mittelalter hervorging.

Der 16. Teil der Reihe über islamische Wissenschaft ist genauso dilettantisch verfasst wie die Teile zuvor. Der christliche Reichsapfel selbst wird als Beweis dafür hergenommen, dass das Wissen um die Kugel-Form des Globus bereits im christlichen Zeitalter bekannt war, und die Verweise von christlichen Klerikern auf den Reichsapfel als Untermauerung dieser These hergenommen. Tatsächlich gibt es kaum Zweifel, dass das Wissen um die Kugel-Form des Globus unter den gebildeten Schichten seit der Antike bekannt war, aber diese Schichten betrugen kaum eine einstellige Prozentzahl der Bevölkerung. Die Alphabetisierungsquote bewegte sich ebenfalls in diesen Regionen.

So herrschte im christlichen Volk Aberglaube und das aus der Bibel bekannte Bild der flachen Erde. Selbst die Tatsache, dass die Erde sich um die Sonne dreht, führte in Zeiten Galileos zu seiner Verurteilung wegen Ketzerei, so sehr war das organisierte Christentum gegen jeglichen wissenschaftlichen Wissen und Fortschritt. Zum Glück werden aber noch im von Europenews übersetzten Artikel, die griechischen Philosophen aufgeführt, die aber zu ihrer Zeit lediglich den Umfang der Erde schätzten, so wie Sokrates es tat. Erst Eratosthenes berechnete den Umfang der Erde mit mathematischen Verfahren, und das auch mit Hilfe der Schriften der Ägypter, Inder und Perser.

Interessanterweise stösst man auf die Seite Conservapedia, wenn man im Internet nach Eratosthenes sucht. Ganz unbeleckt von jeglichen akademischen Standards, bildet man das untere Bild dort ab und verweist als Quelle auf das Kindermuseum in Indianapolis hin. Die „glaubwürdige Enzyklopädie“ der amerikanischen Christen ist übrigens das Pendant zu den christlich-rechten Kreisen hierzulande und steht den spinnerten Tea-Party nahe, die Wikipedia mit ihren unchristlichen Inhalten als unglaubwürdig ansehen und nun auf „conservapedia“ ihre der Aufklärung entgegengesetzte Sicht der Dinge präsentieren. Zum Beispiel, dass das Alter der Erde auf 6000 geschätzt wird, dass Darwins Evolutionstheorie für den Arsch ist, die Atheisten für Massenmord verantwortlich sind und, dass Homosexualität selbstverständlich in der Bibel verurteilt wird. Da wird der stündlich anal-penetrierte schwulenhasser Kewil und Autor von Pi-News, der Wikipedia als linksversifft bezeichnet, seine helle Freunde mit dieser glaubwürdigsten Enzyklopädie seit 6000 Jahren haben.

Fake Eratosthenes

Wer diese christliche Bewegung in Amerika kennt, weiss auch, dass diese spinnerten Theorien dort nicht bloß von einer Minderheit geteilt werden, sondern weite Teile der dortigen Gesellschaft paralysieren und zeigen uns auf welche Gefährlichkeit das Christentum noch heute aufweist, dass sie gegen die Aufklärung gerichtet ist, und dass die dünne Schleier der Moderne keine Garantie dafür bietet, dass wir nicht wieder in dunkle Zeiten hinab gleiten. Um es kurz zu machen: Von Eratosthenes gibt es soweit ich danach suchen konnte kein Bild oder Büste, die eine glaubwürdige Quelle aufweist, aber bei Christen reicht ja auch schon die Bibel um die Seele zu stärken.

Nun zurück zum Artikel bei Europenews. Dort wird der andalusische Ibn Hazm als Referenz der Moslems aufgeführt, der wenn es nach den Moslems geht, mit seiner Beobachtung über den Winkel der Sonnenstrahlen als erste Mensch weltweit, auf die runde Form der Erde schloss, allerdings ohne irgendwelche mathematischen Berechnungen anzustellen. Bei Europenews kommt man nicht darauf diese Details in Erfahrung zu bringen. Genausowenig, dass er keineswegs Araber gewesen ist, sondern seine Familie behauptete persischen Ursprungs zu sein, wobei einige heutige Historiker vermuten, dass er auch iberischen Ursprungs hätte sein können.

Das Problem geht aber viel weiter, denn auch moderate Islamkritiker wie Robert Spencer, kommen ebenfalls aus der missionarisch-christlichen Ecke Amerikas. Dessen gewahr wurde ich, als ich eine eigentlich gute Diskussionsrunde mit ihm gesehen habe, das ständig von dessen Haussender unterbrochen wurde, der um Spenden Zwecks Missionsarbeit bat. Dann rief auch noch ein angeblicher Afghane an, der zum Christentum konvertiert war und das restliche Gespräch drehte sich nur noch darum wie der „Bruder“ die Bibel richtig zu interpretieren habe. Das ist es was die Schwäche der christlichen „Islamkritik“ ausmacht.

Genausowenig wird erwähnt, dass er wegen seiner liberalen Haltung von den Moslems angefeindet und schliesslich seine Lehrerlaubnis verlor. Von seinen 400 Werken sind nur noch 40 erhalten geblieben (So sehr liebten die Moslems seiner Werke, dass sie sie gerne verbrannten) und trotz seiner Verdienste im wissenschaftlichen Bereich, war er mehr ein Philosoph, denn ein Naturwissenschaftler.

Aber nun kommen wir zum Clou dieser christlich angehauchten Geschichtsunterricht bei Europenews.dk und ihrer Quelle Wikiislam. Die beiden persischen astronomischen Giganten, die in diesem Zusammenhang tatsächlich bahnbrechendes entdeckt haben, werden mit keiner Silbe erwähnt.

Reihan Biruni

600 Jahre vor Kopernikus und Galileo und noch vor Ibn Hazm, wusste bereits Reihan Biruni um das Heliozentrisches Weltbild. Er berechnete den Radius der Erdkugel auf 6339,6 km. Der Radius am Äquator der Erde beträgt tatsächlich 6378,1 Kilometer. Als Islamgegner war er ausserdem ein Chronist seiner Zeit und beschrieb plastisch die Zerstörungen wissenschaftlicher Arbeit und den Völkermord an den Hindus im indisch-persischen Gebiet seiner Zeit.

Als nächstes sollte der persische Astronom Keyvan Neyshapouri erwähnt werden, der ebenfalls zu den weltweit größten Astronomen seiner Zeit gehört und genauso wie Biruni und jeder anderer authentischer Wissenschaftler unter dem Islam litt und ein Islamgegner war. Mit Hilfe des von ihm mit entworfenen Observatorium im Jahre 1073, erstellte er ein Sonnenkalender, das genauer als der 500 Jahre spätere Gregorianische Kalender war.

Relevant wäre die Islamgegnerschaft von Biruni un Neychapuri und, dass es sich bei ihrer Arbeit um auf wissenschaftliche Arbeit beruhende Kenntnisse handelte, und nicht bloß um Abgeschriebenes oder geschätzte Zahlen. Das hebt ihre Arbeit von alle anderen ab und macht sie zu Wissenschaftlern von Weltrang und der iranischen Renaissance.

Fazit

Die Betreiber von europenews sind nette Menschen, die ich mag, soweit ich die Gelegenheit hatte sie kennenzulernen, aber weiterhin gilt, dass gut gemeint nicht gut gemacht ist. Die Negierung der Arbeit persischer Wissenschaftler und Islamgegner (Nicht bloß Islamkritiker), zeigt, dass die alten Reflexe weiterhin wirken und man es den Moslems gleich macht und immer noch die Arbeit und das Erbe der Perser und wahren Gegner des Islams unterschlägt, weil sie nicht in das christliche Weltbild der Islamkritiker passen und der Westen, zumindest die Kreise von der hier die Rede ist, sich nicht sonderlich von Moslems unterscheiden, die weiterhin Urheberschaften unterdrückt und mit den Feinden der Iraner paktiert, wie im Falle der idiotischen Torks von P&P.

Hinzu kommt, dass diejenigen, die sich mit den jeweiligen Thematiken auskennen, schon nach der Lektüre der ersten Teile über „islamische Erfindungen“ und dieser hemdsärmeligen Versuch einer Gegendarstellung sich von dieser Art von Islamkritik abwenden, gewiss, dass hier einseitig, unwissenschaftlich und unfundiert argumentiert wird und, dass solche Texte letztendlich den Moslems helfen, die darauf verweisen können was für ungebildete Idioten die sogenannten Islamkritiker sind, die offensichtlich unterschlagen und sich ihre eigene Realität basteln. Ich habe übrigens lediglich die ersten drei Teile dieser Reihe gelesen und habe mich angewidert davon abgwendet. Das ist umso trauriger, da europenews zu den wenigen Seiten gehört, die ansonsten fundierte Arbeit bezüglich der Islamkritik leisten. Aber auch von der Seite kam die Warnung es sich doch mit den Christen nicht zu verscherzen. Tja, nun stehe ich hier, blogge und kann nicht anders.

Aber etwas muss ich hier zum Schluss dann doch noch loswerden, wo doch hier so viel von Aufklärung und Liberalismus die Rede ist, das natürlich auch den Humanismus mit einschliesst. Bei Twitter habe ich den hpd-Ticker abonniert und dabei bin ich darauf aufmerksam geworden, dass die Giordiano-Stiftung nun auch bei Twitter aktiv ist. Was mir aber in diesem Zusammenhang aufgefallen ist und was mich schier geschockt hat, war, dass ich herausgefunden habe wer sich „Chefredakteur“ des humanistischen Pressedienstes nennt, niemand geringerer als der Daumenlutscher, Bettnässer und Kumpel von Leo Brux Nick Frank von Nicsbloghaus, der auch schon mal hier kommentiert hat.

Nic Frank von NicsbloghausIch habe nie regelmäßig bei der hpd gelesen, aber manchmal stösst man da schon auf verlinkte Artikel, die interessant erscheinen oder die ich dazu nutze sie hier zu verreissen, wie hier über den Hobby-Historiker Rolf Bergmeier, der die islamische Welt verklärte. Bevor ich aber entdeckte, dass der Pseudomensch Nic Frank die hpd.de leitet, habe ich bei der hpd.de eine Verlinkung zu einem Werbeartikel  der unsäglichen deutschen Welle über Shirin Ebadi. Also schrieb ich dem „Ticker“ zurück, dass diese Frau weder mit Humanismus noch mit der säkularen Idee zu tun hat. Es kam keine Antwort zurück, aber als ich entdeckte, dass Nic Frank dahinter steckt, habe ich ihn über seinen Twitter-Account angeschrieben und habe es echt versucht. Leute, denkt nicht von mir, dass ich einfach so und gerne, solche im Grunde harmlosen Menschen, (Dass die gar nicht so harmlos sind, zeige ich gleich darauf) fertig mache, diesmal habe ich es echt versucht und am Anfang auf meinen Tweet mit der Kritik am Ebadi-Artikel verlinkt, aber seht selbst was dabei rausgekommen ist:

Nic Frank1 Nic Frank2

Keine Antwort zu meiner Kritik und ich soll löschen was ich da mal gelesen haben soll. Ich fühle mich nicht nur als Humanist und als säkularer Atheist beleidigt und verarscht, sondern als Homo Sapiens. So eine Type wie Nic müsste doch eigentlich schon längst den Darwin-Award bekommen haben. Und wenn man schon so komplett blöde ist, keinerlei intellektuelle und sprachliche Fähigkeiten vorzuweisen hat, dann sollte man doch wenigstens auf seine Optik achten und sich nicht mit einem Hoodie und wie ein verlauster Köter ablichten lassen. Der kann meinetwegen ständig so rumlaufen, aber wenigstens einmal für ein Photo sollte er sich wie ein normaler Mensch anziehen und die Haare kämen. Das ist doch weder elitär gedacht noch zu viel verlangt. Ich hoffe ähnliches bleibt mir bei Schmidt-Salomon erspart. Der kann meinetwegen aussehen wie er mag, der hat aber wenigstens was im Kopf und stammelt nicht so einen verblödeten Stuss wie dieser Nullcharakter.

Aber nun dazu warum diese Minderleister in jede Hinsicht in ihrer Harmlosigkeit und charakterlichen Unehrlichkeit gar nicht so harmlos sind. Der Nic verlinkte doch tatsächlich zu einem Lutz Bucklitsch oder wie auch immer er sich schreibt, ich schau jetzt nicht nach und verlinke den Stuss nicht einmal. Auf jeden Fall ist das genauso ein unattraktiver und verklemmter Type wie Nic und betreibt so eine Art Flüchtlingshilfe. In seiner Funktion als Leiter der von ihm selber ins Leben gerufenen Flüchtlingshilfe ev. schreibt er doch tatsächlich einen Artikel über hier lebende iranische Flüchtlinge, die im Rahmen einer Befragungsaktion vom Bundesverfassunsschutz Besuch erhalten.

lutz BucklitschAls eingefleischter Antiamerikaner und Hater jeglicher staatlichen Dienste, (die die offene und pluralistische Gesellschaft zu schützen verpflichtet sind), behauptet nun der Lutz die iranischen Flüchtlinge wären durch solche Befragungen traumatisiert, weil sie ähnliche Erfahrungen in Iran gemacht haben. Da fasse ich mir echt an den Kopp, dass dieses miese Arschloch mit seinem verschlagenen Blick, auf den Rücken von Iranern in Not, diese linke Propaganda verbreitet und die Erscheinungsform der Beamten vom BfV und ihre Vorgehensweise mit dem der Vevak, Torktazi-Pasdaran, Basiji und Hizbollahi in Iran vergleicht. Dort holt man die Eltern herbei und steckt einem vor ihnen  eine Flasche in den Arsch Lutz. So, jetzt verlinke ich doch noch zu diesem Scheiss-Artikel.

Vom Bundesverfassungsschutz kenne ich solche Methoden nicht und ich wüsste nicht was daran auszusetzen ist, wenn die Gelegenheit genutzt wird diejenigen zu befragen, die ihnen womöglich wertvolle Informationen über die Diktatur geben, aus der diese Iraner gerade geflüchtet sind. Die meisten werden froh sein endlich mal ihre Geschichte und Sicht der Dinge jemanden erzählen zu können, der relevant ist, sich dabei an rechtsstaatliche Prinzipien hält  und der die Informationen dazu nutzt diese offene und pluralistische Gesellschaft sicherer zu gestalten, in der diese Menschen Zuflucht gesucht haben und in der sie hoffen sicher leben zu können.

Aber da ich selber als Flüchtling nach Deutschland gekommen bin, sind mir diese sexuell unausgelasteten Lauseköter von zu früh gealterten und ständig unrasierten Dauersingles und Gutmenschen, die nie eine vernünftige Frau abkriegen, nur zu bekannt. Sie kümmern sich gerne um unsere Papierangelegenheiten und erzählen mit feuchten Augen davon was wir doch für ein hübsches Völkchen sind, in der Hoffnung, dass sie einer dieser netten und freundlichen dritte Welt-Frauen abkriegen, denen sie am liebsten bei ihrer bürokratischen Odyssee durch deutsche Ämter helfen oder zumindest, dass diese aus Mitleid einmal mit ihnen in die Kiste hüpfen.

Was soll ich sagen, es sind nicht bloß die christlich-rechten, es sind auch diese linken Gutmenschen, die einen schier zu Verzweiflung treiben, oder ist es bloß eine allemanische Malaise und sollte ich einfach mal pauschal Deutschland verfluchen? Das aber wird nie passieren, denn das tun schon die identitätsgestörten Torktazi hierzulande und letztendlich weiss ich, dass ich Deutschland viel zu verdanken habe. Wenn es aber um meine Heimat, um Wahrhaftigkeit und um das Wahren von Prinzipien geht, da sollte kein aufrechter Mensch Rücksicht nehmen. Also dem Lutz und Nic wünsche ich sicher kein schönes Wochenende, mir selbst allerdings wünsche ich endlich mal auf intelligentes Leben zu stossen, das säkular und atheistisch ist und sich gerne um sein Land und Volk verdient macht, ohne sich und seine Seele dabei zu verkaufen.

Und gerade wo ich dabei bin diesen schönen lebensbejahenden und vor Harmonie strotzenden menschenfreundlichen Blogartikel zu veröffentlichen, verlinkt doch tatsächlich ein anderer Blog zu mir, dessen Artikel so anfängt: „Wie kann es sein, daß das sozialistisch-„liberale“ Klientel sich seit Jahrzehnten an Karlheinz Deschner aufgeilt (die Spanische Inquisition hat im Laufe der Jahrhunderte ja immerhin sage und schreibe 3000 Menschen umgebracht!)“.

Naja, wenigstens hat er schonmal den Namen Karlheinz Deschner gehört und das ist schon viel mehr als ich inzwischen zu hoffen wage. Und was sind schon 3000 Menschen, obwohl die natürlich zu keinem Verhältnis zu den 12 authentischen Märtyrern stehen, die das frühe Christentum zu beklagen hat und eine relativ eklatante hohe Zahl bilden, aber im Vergleich zu den 270 Millionen Toten, die die allahistischen Jihadisten zu verantworten haben, ist das alles natürlich ein Klacks. Ich bin Tangsire Axundkosh und habe den längsten virtuellen Penis der Blogossphäre.

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15 Antworten zu Christlich geprägte Islamkritik

  1. Peter Nasselstein schreibt:

    Zu: http://nachrichtenbrief.wordpress.com/2013/12/13/die-ausstrahlung-zweier-gotter/#comment-12901

    Ich bin kein Christ, auch wenn mein Blog vielleicht manchmal den Eindruck macht. Ich drücke mich einfach so aus, wie es in einem seit 1000 Jahren christlich geprägten Land naheliegend ist. Religion ist von Menschen gemacht: sie drücken damit ihre Empfindungen und Emotionen aus, je nach ihrer Charakterstruktur. Zur Religion Persiens siehe

    http://nachrichtenbrief.wordpress.com/2010/07/13/parsismus-jainismus-und%c2%a0dor/

    Im übrigen wäre mein Blogbeitrag viel eindeutiger, wenn ich von Ahura Mazda und Ahriman gesprochen hätte, aber ich lebe halt in Deutschland.

    • Tangsir schreibt:

      „Zum Abschluß möchte ich dem geneigten Leser wärmstens Deus Vult Caritatem und gloria.tv empfehlen!“ Das steht bei Dir auf dem Blog.

      Und es stimmt, dass wir Perser die Wahrhaftigkeit schätzen, daher kannst du davon ausgehen, dass ich das nachfolgende aus tiefster Überzeugung sage:
      Die Arschgeigen von gloria.tv gehören allesamt verprügelt und den Löwen im Colosseo zum Frass vorgeworfen. Fuck diese bigoten extremistischen Christen von gloria.tv

      • Peter Nasselstein schreibt:

        Einfach „Deus Vult Caritatem“ und „gloria.tv“ anklicken: das fand ich gut und „wärmstens zu empfehlen“. Wir sind alle erwachsen und niemand braucht das ganze Paket nehmen, sondern kann sich vor dem Hintergrund seiner Lebenserfahrung heraussuchen, was ihm paßt. Das liberale Christentum ist lau, inhaltsleer und fad, da gibt es nichts, was in irgendeiner Weise brauchbar oder anregend wäre. Aber, zugegeben, im Alltag bin ich dann vielleicht doch lieber mit den liberalen Christen zusammen, als mit irgendwelchen fundamentalistischen Hardlinern.

  2. Couperinist schreibt:

    Ich erkenne an, dass das Christentum zu unsterblicher Kunst inspiriert hat, von den gotischen Kathedralen und der Sixtinischen Kapelle, über die Gemälde und Plastiken der Renaissance bis zur Musik Bachs und Mozarts. Allerdings bin ich mir sicher, dass Religion immer ein Gefäß ist, in dem sich die Kultur ausdrückt und die ist primär ethnisch, klimageprägt, geographisch, lokal. Die Dogmen des Christentums sind dem nordisch-westeuropäischen, bzw. insgesamt europäischen Denken und Fühlen eigentlich fremd.

    So ist ein aramäischer, oder arabischer Luther z.B. m.E. kaum vorstellbar. Die Reformation war im Prinzip nichts anderes, als die endgültige „Germanisierung“, d.h. insbesondere auch Individualisierung („hier stehe ich, ich kann nicht anders“) dieser herkunftskmäßig aramäisch-syrischen Lehre.

  3. Time schreibt:

    Tangsir,

    ich habe Dich wegen Deiner Kritik des Christentums kritisiert, weil Du sie nicht auf das Neue Testament gründest, sondern auf irgendeinen Schrott, den irgendwelche Loser und Möchtegern-Menschen-Dompteure in irgendwelchen Sekten von sich geben.

    Meine Mohammedanismuskritik gründet auf den Grundlagentexten des Mohammedanismus (Kloran, Sira, Hadithe), auf den Grundlagen der Ideologie.

    Ebenso halte ich es mit dem Marxismus und dem Nationalsozialismus. Mich interessiert die grundlegende Theorie/Ideologie.

    Ich habe die Niedrigkeit des Nationalsozialismus erst wirklich begriffen, als ich „Mein Kampf“ gelesen hatte, und von der Primitivität A. Hitlers erschüttert wurde (Ich hatte vorher an ein satanisches Genie geglaubt).

    Ich sehe, dass Ideologien Menschen über Jahrhunderte steuern können. Aber wohin hat Hitler gesteuert? Wohin Klo? Wohin Stalin? Mao? Wohin Jesus? Wo willst DU hin?

    Lies die Texte, stelle sie gegeneinander, vergleiche ihre Realisierungen. Es gibt die Urtexte, und es gibt keinen Grund, sein Urteil auf texte über Texte zu stützen, wenn wir die Urtexte haben!

    Dein Time

  4. Tangsir schreibt:

    Peter, ich finde es grundsätzlich falsch, wenn man argumentativ den Glauben oder einen anderen Glauben hernimmt, um einen anderen zu widerlegen oder sie zu bekämpfen. Mal ganz davon abgesehen, dass diese gloria.tv-Leute ganz üble Menschen sind. Da gibt es auch eine Doku darüber.

    Couperinist, Du sagst es, auch ohne das Christentum hätte es weiterhin Kunst und dergleichen gegeben. Um genau zu sein war die zivilisatorische Szenerie vor dem Aufkommen des Christentums, sogar viel reicher an alldem. Inwieweit Luther diesen Glauben germanisiert hat, kann ich so nicht beurteilen, aber zumindest hat er den Mut gehabt das Unabänderliche zu reformieren. Dafür gebührt ihm schon Anerkennung.

    Time,

    Die aufgeführten Beispiele mögen Dir krass erscheinen, aber ich habe sie mir nicht extra ausgesucht. Bei Europenews habe ich den neusten Artikel aus der Reihe genommen und Du kannst nicht verleugnen, dass man dazu neigt den Christen Honig um den Bart zu schmieren, wenn man nach Anhängerschaft sucht, und vielleicht ist das auch der Grund warum man unkritisch solche Quellen übernimmt.

    Die Grundlagen des Mohammedanismus hast Du richtig benannt, aber es spielen auch psychologisch-dynamische Gründe eine Rolle, warum dieser Glaube latent gewalttätig und unterdrückerisch bleiben wird. Hinzu kommt, dass es auch da Probleme gibt, wo die Menschen sich nicht so streng am Islam halten, weil es inzwischen Teil der Identität und Kultur geworden ist. Also muss unsere Kritik weit über die zentralen Säulen hinaus gehen, was Du ja auch tust und es entsprechend auf Deinem Blog kommentierst.

    Genauso war der Faschismus nicht nur Deutschland und Hitler, sondern genauso Franco und Musollini. Es geht also nicht bestimmte Phänomene nur auf eine Ursache zurückzuführen.

    Genauso kannst Du das Christentum nicht alleine auf das Neue Testament beschränken, denn es ist schon Teil der Kultur und Mentalität, auch da wo die Menschen selbst sich gar nicht als gläubige Christen sehen. Hinzu kommt, dass die Missionierungsdoktrin der Kirchen immer noch besteht und sie für Leid sorgt, und nicht zu vergessen, die großen Reichtümer der Kirche, die sie angehäuft hat und sie allesamt illegal sind.

    Aber ich habe hier keine Lust Dir das zu erzählen was ich hier schon öfters geschrieben habe, daher lass uns einfach das Neue Testament nehmen.

    Das Problem, wenn man Tugenden, die eigentlich positiv sind, zu Geboten erkärt, ist deren Pervertierung.So wie hierzulande z.b. kaum jemand Konflikte wagt und schon gar nicht gegen Vorgesetzte oder Gruppen mit Einfluss. Das Problem ist nicht, dass alle auf einmal nett miteinander umgehen, sondern die Geburt der Heuchelei und, dass man seine Emotionen versteckt an andere auslässt, oder eben wirklich zum Schaf mutiert.

    Dasselbe gilt auch für den Zoroatrismus, mit seinem gut denken, gut sprechen und gut handeln. Wer bestimmt was gut ist und wie verhindert man, dass auch solche Gebote nicht zum Schlechten missbraucht werden. Und selbst buddihistische Leitsätze und die Wahrhaftiugkeit will ich nicht in Form von Geboten giessen, denn das kann nur die Entscheidung eines jeden Einzelnen sein. Genauso wenig wie ich eine Welt voller Mohammeds sehen will, will ich eine wo lauter Versionen des Bibel-Christus rumlaufen.

    Wir Menschen sollen verschieden sein und dies zum Ausdruck bringen. Die krassen Texte hier sind Ausdruck dieser Freiheit, die ich allen Menschen wünsche, denn ich bin der Überzeugung, dass der Mensch in seiner Religionsfreien und idelogiefreien Form, viel friedlicher und glücklicher ist als umgekehrt.

    Wo ich hin will? Dorthin wo meine Worte auch in einer möglichen Zukunft von Bestand sein werden, und selbstverständlich ein Islamfreies Iran.

    Und ich kann hierbei nicht schweigen was hier auf dem Blog vorgefallen ist, genausowenig wie ich schweigen werde, wenn irgendwo die Verdienste unserer Gelehrten, die auch Islamkritiker waren, verleugnet werden, denn dann wäre ich kein Counterjihadist, der seinen Gefährten und seinem Volk zur Seite steht, sondern ein Verräter der Sache, der sich selber verkauft hat.

    Aber nun zu diesen Arscheigen-Türken. Der Amir Idiot stellt die Bilder seiner Kinder online und veröffentlich ihre vollen Namen, weil er denkt er würde mit seinem Kackblog groß rauskommen und im Fernsehen auftreten. So eine kranke Denke hat er und gefährdet dabei bewusst das Leben von minderjährigen Kindern, in dem Fall seine eigenen.

    Zuvor hat er, zusammen mit dieser psychisch kranken Fartab, behauptet ich hätte sie dazu gezwungen die ganze islamfeindlichen Sprüche hier zu tätigen, die sie aus freiem Entschluss getätigt haben. Somit denken sie die ganze Schuld auf mich abgeladen zu haben und sie selber sind fein aus der Sache raus, um nicht die Rache der Torks und Tazis zu befürchten.

    Dabei leben die derart in ihrer kranken türkischen Welt, dass sie nicht begreifen, dass schon Anfangs ihnen keiner diese Scheisse abgenommen hat, und, dass wenn ihre Identität rauskommt, diese schuldlosen Kinder ebenfalls die Konsequenzen zu tragen haben.

    Bei dieser Geschichte helfen Pi-News und die Seite Iran-Now-net, dessen weiblicher türkischer Admin Sharaye sogar ausgebildete Psychologin sein will und wegen ihrem kranken Kopf nun diese psychisch kranken Frau Elham-Fartab in ihrem Spiel missbraucht, und das trotz ihrer mentalen KRankheit und der Gefährdung von minderjährigen Kindern.

    Das ist dermassen abgefuckt, dass ich keine Worte dafür finde. Aber wegen unser Counterjihad-Spielchen, dass jeder für sich alleine durchstehen sollte, ohne Mitbeteiligte da reinzuziehen, sind wir bereit darüber hinweg zu gehen?

    Was für ein krankes Tier muss man sein, und was für kranke Tiere Stürzenberger und Herre, denen ebenfalls all das egal ist.

    Du verstehst es nicht. Wenn wir da mitmachen, sind wir nicht besser als Jihadisten und ich zumindest will kein krankes Untier sein.

    Nein, wenn wir uns dafür entscheiden, sind wir nicht besser als die Moslems, die im Grunde auch nur das Beste anstreben, nämlich den kompletten Frieden in einer Welt voller Muslime.

  5. Couperinist schreibt:

    @Tangsir

    Die Beeinflussung der Religion durch lokale Kulturen ist wohl universell. Auch gerade in der Schia, bzw. in der persischen und afghanischen „Moschee“-Architektur drückt sich eine bereits vorislamische Metaphysik aus: der Bezug zur Höhle, das Spiel von Licht und Schatten als generelles, dualistisches Weltgefühl. Das Judentum, das altorientalische Christentum und später auch der Islam, haben diese dualistische Mystik wahrscheinlich aus Persien übernommen: Gut und Böse, Gott und Teufel, Paradies und Hölle, Gläubige und Ungläubige, Körper und Seele usw. Das ist im Kern mazdaistischen Ursprungs.

  6. loewe schreibt:

    Time,
    hast Du Dich mal mit dem Buch von Henry Ford befasst „Der internationale Jude“? Es erschien 1922 in deutscher Übersetzung. AH schrieb seinen „Schinken“ in der Festungshaft 1924.
    Bitte schau auch mal hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Ford#Henry_Ford_und_der_Nationalsozialismus
    In Hitlers Büro der NSDAP-Parteizentrale hing ein großes Porträt von Ford. Auf die Frage der Detroit News, was der amerikanische Industrielle für ihn bedeute, sagte Hitler 1931: „Ich betrachte Henry Ford als meine Inspiration.“[11]

    In einem Brief bemerkte Heinrich Himmler 1924, Ford sei „einer der wertvollsten, gewichtigsten und geistreichsten Vorkämpfer“.[12] Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach bekräftigte ebenfalls den Einfluss der Ford-Lektüre in seiner Aussage beim Nürnberger Prozess: „Das ausschlaggebende antisemitische Buch, das ich damals las und das Buch, das meine Kameraden beeinflußte […] war das Buch von Henry Ford ‚Der internationale Jude‘. Ich las es und wurde Antisemit. Dieses Buch hat damals auf mich und meine Freunde einen so großen Eindruck gemacht, weil wir in Henry Ford den Repräsentanten des Erfolgs, den Repräsentanten aber auch einer fortschrittlichen Sozialpolitik sahen

  7. Time schreibt:

    Hallo Loewe,

    ich habe mich nicht eingehend mit HF befasst, gehe jedoch davon aus, dass er als ein Pionier des Kapitalismus und des Industrialismus gewertet werden muss. Die Grundidee des Industrialismus ist die Masse. Hier treffen sich Kollektivisten aller Arten. Auch der IKEA-Gründer war m.W. ein Nationalsozialist. Es geht darum, Mitbürger MASSENHAFT zu vernichten oder Schränke MASSENHAFT zu produzieren, das ist der gemeinsame Nenner. Leider meinen Menschen, die auf einem Gebiet unerhört gut sind, oft, sie seien nunmehr auf allen Gebieten gut, und sie versuchen, ihr privates Erfolgsrezept der gesamten Menschheit aufzuoktroyieren.

    Ich verstehe Deinen Einwurf im Zusammenhang so: „Ein bedeutender Pionier des Kapitalismus (der eine individualistische Ideologie ist) hat eine theoretische Schrift verfasst, die für führende Vertreter eines kollektivistischen Systems (die deutschen Nazis) wesentlich war. Dies beweist, dass Schriften nicht notwendigerweise bestimmte Resultate zeitigen.“

    Einverstanden.

    Fords Texte sind aber auch keine Grundlagentexte vom Range des Klorans oder von „Mein Kampf“. Sie sind neben der grandiosen Schöpfung HF als Spleen entstanden, und er hat sich nach dem 2.WK davon losgesagt. Sie sind wichtig aber nicht wesentlich zur Erkenntnis des Nationalsozialismus.

    Tangsir kann andererseits nicht über „DEN“ Marxismus reden, ohne sich auf das zu beziehen, was Karl Marx geschrieben hat, nicht über „DEN“ Nationalsozialismus, ohne Hitler zu zitieren. Er kann über „DEN“ Leninismus reden, ohne Marx zu zitieren, aber nicht, ohne Lenin zu zitieren. Er kann über die Sufis reden, ohne den Kloran zu zitieren. Er kann aber nicht über den Mohammedanismus reden, ohne den Kloran zu zitieren, und er kann nicht über das Christentum reden, ohne das Neue Testament zu zitieren. Wenn man alle Klorane der Welt vernichten würde, gäbe es keinen Mohammedanismus mehr. Und wenn man alle Bibel der Welt vernichten würde, gäbe es keine Christen und Juden mehr. Wir sind wir durch das Wort. Wenn es das Wort nicht mehr gibt, sind wir vielleicht noch, aber eben keine Christen oder Juden oder Mohammedanisten. Die Worte des Kloran sind für mich extrem boshaft. Deshalb muss die Ideologie dekonstruiert werden – entlang des Textes. Wenn Tangsir Gleiches in Betrachtung des Christentums empfindet, soll er sich an die Arbeit machen: entlang des Textes.

    Ich grüße Dich
    und meinen Freund Tangsir
    herzlich,

    Time

    • Tangsir schreibt:

      Time, mein Freund,

      Teile der antisemitischen Schriften von Henry Ford wurden in Hitlers amerikanische Ausgabe von „Mein Kampf“ übernommen und der internationale Jude sogar 2008 in Iran nachgedrückt. Henry Ford hat sich zwar später vom Antisemitismus distanziert, ich persönlich werte das aber als eine politische Entscheidung. Nicht zu vergessen, dass seine Werke am Aufbau von Hitlers Armee beteiligt war. Auch die Zeitung, die die Protokolle der Weise von Zion verbreitete, gehörte Henry Ford. So gesehen kann man durchaus davon sprechen, dass Fords Antisemitismus mit dazu beigetragen den deutschen Nationalsozialismus zu begründen und auch wenn er nicht direkt am Massenmord an Juden beteiligt war, so trägt er dennoch Verantwortung.

      Er mag eine Ikone des Kapitalismus sein, aber alleine dadurch seine antisemitische Seite als Spleen abzutun, ist nicht in Ordnung.

      Wenn wir vom Marxismus sprechen, so sahen wir weltweit verschiedene Ausgestaltungen dieser Ideologie, die kaum noch mit den Schriften von Marx zu tun hatten. Diese Phänomene sind selten monokausal und Ideologien nur aufgrund einer Schrift zu bewerten ist meiner Meinung nach weder wissenschaftlich noch redlich.

      Nehmen wir aber das Neue Testament, so wie Du es vorschlägst, und darin sehen wir den Grundstock des Antisemitismus und der Kollektivschuld der Juden am Tod Jesus Christus. Nicht nur aber die Juden werden verdammt, sondern auch die Griechen und mit ihr die ganze hellenistische Philosophie: „…, denen aber, die selbstsüchtig nicht der Wahrheit, sondern der Ungerechtigkeit gehorchen, widerfährt Zorn und Grimm. Not und Bedrängnis wird jeden Menschen treffen, der das Böse tut, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen;“
      Röm 2;8

      Nicht zu vergessen, dass das Christentum nicht auf das Neue Testament alleine aufbaut, sondern auch auf das Alte und da sollte sich jeder fragen welcher Gott es schafft erst die Juden zum auserwählten Volk zu erklären, um sie dann im Neuen Testament zu verteufeln.

      Wer ausserdem das Christentum von den Kirchen und ihren Schriften und Treiben getrennt bewertet, blendet fast das Meiste aus wofür das Christentum steht.

      Was war denn der Grundstock des nationalsozialistischen Antisemitismus, wenn nicht die christlichen und kirchlichen Lehren?

      Nicht zu vergessen, dass wir uns erst darüber einigen sollten welche Version vom Neuen Testament wir hier bewerten sollen. Denn es ist Allgemeinwissen, dass diese Schrift erst Jahrhunderte später nach Jesus Tod entstand und seitdem vielfach ergänzt und verfälscht wurde.

      Das sind nur einige Punkte, die erwähnenswert scheinen und wie das Neue Testament so trefflich sagt: Entweder: der Baum ist gut – dann sind auch seine Früchte gut. Oder: der Baum ist schlecht – dann sind auch seine Früchte schlecht.

  8. Time schreibt:

    Lieber Tangsir,

    wenn Du Deine „Christentumkritik“ so betreibst, wie Du es grade tust, ist sie demagogische oder uninformierte Hetze.

    Röm. 2/8 handelt davon, dass man im Sinne Gottes handelt, wenn man „gute Werke“ tut, und das sind in der jüdisch-christlichen Ansicht niemals Morde, Versklavungen oder Vergewaltigungen, sondern Rettungen, Heilungen, Begnadigungen, Schenkungen usw.

    Der Text lautet dann vollständig (nach Luther) 2/9-10: „Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die da Böses tun, vornehmlich der Juden und auch der Griechen; Preis aber und Ehre und Friede all denen, die da Gutes tun, vornehmlich den Juden und auch den Griechen.“

    Bis später,

    Dein Time

    • Tangsir schreibt:

      Was ist denn das Gute, nach Meinung der Christen und wieso müssen Juden und Griechen extra erwähnt werden? Der geschichtliche Hass gegen Juden und Griechen sollte uns allen bekannt sein und sicherlich ist die oben erwähnte Stelle nicht die einzige in der im Neuen Testament die Feindschaft zu den Juden gepredigt wird. Hier hat sich jemand die Mühe gemacht diese Stellen zu benennen: http://wwwuser.gwdg.de/~gluedem/download/TextezumReader.pdf

  9. Time schreibt:

    Tangsir,

    ich bin kein Experte, und ich will auch gar nicht so viel über das Christentum reden, weil mein Thema der Counterjihad bleiben soll.

    Ich könnte mir aber vorstellen, dass der sogenannte Brief vielleicht auch eine Rede vor einem Publikum war, einem Publikum, dass vielleicht aus Sklaven bestand oder Plebejern, die einerseits häufig die Erfahrung gemacht hatten, dass die griechischen Sklaven stolz und gebildet waren, wie auch die jüdischen Sklaven jemandem, der über Jesus aus Israel reden wollte, mit der eigenen Anschauung entgegnen konnten.

    Insofern lockt der Redner (Paulus) die Zuhörer humorvoll auf’s Glatteis, indem er ihnen zunächst in ihrer konkreten Abneigung der als arrogant empfundenen Juden und Griechen Recht gibt, dann aber die unbedingte Notwendigkeit und Möglichkeit, Gutes zu tun, hervorhebt, indem er es als ganz selbstverständlich hinstellt, dass auch die vorher angeblich zu Kritisierenden als fähig und tatsächlich Gutes Tuende erachtet werden. Es geht nicht um die Juden und Griechen, es geht darum, dass die Menschen Gutes tun sollen.

    Zu Deiner Kritik am Christentum möchte ich auch zu bedenken geben, dass eine wichtige These des Counterjihad lautet, dass der Mohammedanismus eine fast singulär destruktive Ideologie ist, vergleichbar eigentlich nur mit dem deutschen Nationalsozialismus und dem Bolschewismus.

    Indem Du Deine Bemühungen intensivierst, dem Mohammedanismus mit dem Christentum eine gleichermaßen abzulehnende Ideologie/Religion beizugesellen, so wie Panne-Manne das tut, indem er den realen Kapitalismus verdammt, und Vitzli das tut, indem er eine jüdische Weltverschwörung halluziniert, relativierst Du die Verbrechen dieser teuflischen Ideologie, die mutmaßlich 400 Millionen Menschenleben auf dem Gewissen hat.

    Wenn es aber so viele gleichrangige oder gar größere Probleme auf der Erde gibt, besteht doch kein Grund, sich ausgerechnet mit der Dekonstruktion des Mohammedanismus zu befassen. Diese logische Konsequenz kann aber logischerweise nicht im Sinne des Counterjihad sein.

    Ich grüße Dich herzlich,

    Time

    • Tangsir schreibt:

      Time,

      Ich finde sogar, dass man den Islam verharmlost, wenn man es mit dem Nationalsozialismus und Bolschewismus gleichsetzt. Letztgenannte Ideologien sind im historischen Maßstab Eintagsfliegen gewesen, wohingegen der Islam seit 1400 Jahren wütet und den permanenten Krieg gegen Nicht-Moslems propagiert, was allerdings nicht ausschliesst, dass diese Gewalt auch unter den Muslimen selbst mit Heftigkeit ausgeführt wird, was wir jeden Tag beobachten können.

      Mir geht es nicht darum das Christentum mit dem Islam gleichzusetzen, vor allem in Anbetracht dessen, dass das Christentum ein Teil seiner Machtfülle verloren hat und vor allem deshalb kritikfähiger geworden ist. Aber wir sollten auch auf die Glaubwürdigkeit unseres Standpunktes achten, wenn Kritik der Gutmenschen laut wird, dass auch andere Religionen ihre fanatischen und dunklen Seiten haben.

      Dass man Religionen und Ideologien nicht immer auf eine Schrift oder ihrem Ursprung reduzieren kann, zeigt uns der Buddhismus. An sich ist Buddha ein Pazifist gewesen, der nie Gewalt gepredigt hat, dennoch sehen wir die frühere Herrschaft der Buddhisten in Tibet, wo die Kleriker eine überlegene Kaste bildeten und das Volk mit unmenschlichen Strafen belegten. Insofern sollte unsere Kritik nicht als einseitige Anti-Haltung gegen den Islam verstanden werden, sondern auch mit einem Hochhalten an Werten, deren Einhaltung wir nicht nur von den Moslems abverlangen.

      Darüberhinaus sehen wir die Kooperation von Christen und Kirchen mit dem organisierten Islam, die kritisiert gehört. Genauso auch, dass diese Kooperation dazu dient eine Front gegen Nicht-Christen, Ungläubige und säkulare Kräfte zu bilden. Wir sollten daher aufpassen, dass unser Standpunkt eine aufklärerische bleibt und nicht politisch gefärbt wird, denn ansonsten liesse sich auch für die Protegierung von Staaten wie Katar oder Saudi-Arabien gute Gründe finden. Ich werde das alles in meinem neusten Beitrag über Reza Aslan thematisieren.

  10. Time schreibt:

    PS: Was das Gute ist?

    Das Gute sind die Worte und Taten Jesu.

    Das sind keine Eroberungen, keine diplomatischen Erfolge, keine glänzenden Geschäfte, keine großartigen Erfindungen.

    Das sind Heilungen, Erweckungen, Rettungen, Erleuchtungen.

    Das sind Worte und Taten, die aufzeigen, wie alle Menschen freundschaftlich und fröhlich miteinander ihr Leben meistern können.

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