Säkularisten und die schwarze Stunde des Liberalismus

QantaraQantara ist eine Website der Deutschen Welle, die als ihre Partner das Goethe-Institut und die Bundeszentrale für politische Bildung nennt. Aufgrund der islamistischen Interessen dieser Website wundert es kaum, dass dort säkulare Kräfte als „Säkularisten“ bezeichnet werden, um den Säkularismus als ein Glaubenssystem zu diffamieren und sie mit dem Islamismus gleichzusetzen.

Die Säkularisten also sind Schuld am „Putsch“ gegen den „gewählten“ Islamisten Mursi und begehen dadurch „einen historischen Fehler, der große Kosten und Risiken birgt“, was verklausuliert nur bedeutet, dass daraufhin die Islamisten zurecht das Land mit Terror überziehen werden. Aber da unseren Mohamedanisten, die von Steuergeldern finanziert werden dies nicht ausreicht, muss auch gleich der Liberalismus und die freiheitliche Idee an sich am Pranger gestellt werden. Im Grunde nichts neues also aus den Kehlen der Torktazi.

Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass es weltweit weder eine säkulare Partei gibt, noch ein Lobby, das sich für Säkularismus einsetzt. Hinzu kommt, dass die meisten säkularen Kräfte verschiedene Ansichten haben und es hierbei töricht wäre von einer homogenen Gruppe der „Säkularisten“ zu sprechen. Dass allerdings Mohammedanisten von Säkularisten sprechen macht durchaus Sinn, genauso auch wie Judenhasser von der jüdischen Taliban faseln. Man möchte den exklusiven und terroristischen Charakter des Allahismus dadurch verschleiern und vorgeben, dass der militante, undemokratische und dogmatische Geist des Islamismus genauso auf andere politische Gruppierungen zutrifft, der Terrorismus und die Mordlust gegen Andersgläubige also für jede Religion und Ideologie charakteristisch sein kann.

Dass die Dominanz einer einzigen Religion in Staat und Gesellschaft eine Perversion und Anomalie vom Normalzustand ist, kriegt man auf Qantara natürlich nicht beigebracht, genausowenig, dass der säkularer Staat Voraussetzung für allgemeine Religionsfreiheit ist, und somit die Basis eines freiheitlichen Staates ist, das auf Menschenrechte fusst. Qantara geht aber viel weiter und sprach in den letzten Wochen von einer Progromstimmung in Ägypten. Selbstverständlich meinte man damit nicht die Hetzjagden auf Christen und Nichtmoslems, sondern die Beantwortung des Terrors gegen das ägyptische Volk, durch die Muslimbrüder, die in wenigen Tagen mehrere hundert Polizisten und Zivilisten abgeschlachtet haben.

Selbstverständlich werden die Autoren und die Texte auf Qantara von den Steuerzahlern finanziert, dank einer christlich infizierten Parteienlandschaft, die zulässt, dass solche Ansichten politisch und gesellschaftlich geadelt werden.

Liberalismus, der Feind der Muslime und Torks

Dass auf Qantara die schwarze Stunde des Liberalismus verkündet wird, ist im Prinzip festes Programm der Propaganda der Torktazi seit Jahrzehnten. Zusammen mit linken und kommunistischen Kreisen hetzt man gegen die Marktwirtschaft, und findet genauso Beifall im rechten, christlichen Milieu der PI-ler, die trotz mangelnder Wirtschaftskenntnisse, genauso gegen den Liberalismus sind.

Selbstverständlich ist keiner dieser Gruppen dazu in der Lage eine Alternative zum jetzigen System zu nennen, genausowenig wie sie den Mut besitzen die Auswüchse des Banken- und Finanzsystems mit klaren Forderungen zu begegnen. Denn da sie keine Wirtschaftskenntnisse besitzen, lassen sie sich sehr schnell davon einschüchtern, dass ihr Lebensstandard signifikant bedroht wäre, würde man versuchen den Markt zu regulieren. Deshalb auch wählt man nachwievor die CDU, damit andere für einen das Denken übernehmen können. Die Folge eines solchen unterwürfigen Verhaltens resultiert dann in der Finanzierung islamistischer Websites wie Qantara durch CDU-geführte Regierungen.

Oft haben diejenigen, die gegen den Liberalismus hetzen keine Ahnung davon und sind meist abgehängte Mitglieder dieser Gesellschaft, die sich um ihr Recht betrogen fühlen. Viel schlimmer allerdings ist die organisierte Hetze der Islamisten gegen jede liberale Ordnung, die ihr Machtanspruch bedroht. Deshalb auch geben Islamisten vordergründig an gegen die wirtschaftlichen Auswüchse des „Liberalismus“ zu sein, obwohl sie selbst ein kleptomanisches System befürworten, die keinerlei Regeln kennt, ausser der Bevorzugung von Seyeds und Torkzadehs, die Beute machen wollen.

Hierbei lohnt es sich auf weitere Gemeinsamkeiten der antiliberalen Kräfte aufmerksam zu machen, denn genauso wie sie den Liberalismus verachten, verachten sie auch die hellenistische und europäische Philosophie, aus der die Renaissance und die Aufklärung entsprungen und Basis des modernen Europas ist. Genauso feindlich sind sie auch den freiheitlichen Errungenschaften der Moderne gegenüber eingestellt. Eine Besonderheit bei den aus Iran stammenden Türken, die sich so gerne als Pörser bezeichnen ist, ist ihr überbrodelnder Hass gegen den Westen insgesamt und ihr geringer Selbstbewusstsein gegen alle anderen Kulturen dieser Welt. Da sie als Türken von den Iranern nicht akzeptiert werden, versuchen sie sich daher vordergründig gegen den Islam auszusprechen, ohne aber dabei zu erwähnen, dass es vor allem torkische Kräfte sind, die die islamistische Diktatur in Iran am Leben erhalten und Teil von ihr sind.

Wer hier denkt die „Kritik“ der Torkzadehs am Liberalismus bestünde lediglich in der Ablehnung eines Turbokapitalismus irrt, denn der Widerstand dieser Torks richtet sich genauso gegen Menschenrechte und gegen ein partizipatives demokratisches System, indem sie ALLE Errungenschaften des Westen ablehnen und darin nur Ausdruck eines sklavistischen Systems sehen in der Menschen und Nationen ausgebeutet werden.

Charakteristisch für die antiliberalen Kräfte in Iran ist ihre Unterstützung eines diktatorischen, monarchischen Systems einerseits und andererseits die Unterstützung des jetzigen islamistischen Systems. Der Liberalismus nämlich gefährdet im selben Masse alle diktatorischen und antidemokratischen Systeme und der Widerstand zum Liberalismus entspringt bei den Torktazi in Iran, aus der Angst heraus, dass sich das Volk für ein partizipatives System entscheidet, bei der sowohl die Islamisten als auch die türkischstämmigen Anhänger des Pahlavismus auf der Strecke bleiben. Deshalb auch haben beide Gruppen ineinander den natürlichen Partner und Alliierten gefunden. Wie nicht anders zu erwarten, finden diese Gruppen wiederum bei den extrem Rechten und dogmatischen Christen Unterstützung, so wie die NPD die islamische Diktatur in Iran unterstützt und PI-News kriminelle Türken, die sich durch Diebstahl und Erpressung hervorgetan haben.

Im Grunde also nichts Neues unter der Sonne. Genauso wie im europäischen Zeitalter der Vernunft, die Aufklärer sich gegen christliche und monarchische Horden und ihrer illegitimen Interessen zur Wehr setzen mussten, genauso müssen sich iranische Aufklärer heute gegen torkische Monarchisten und Tazi-Anhänger des Mohammedanismus zur Wehr setzen, die wiederum von der extrem Rechten und Anhänger des institutionalisierten Christentums unterstützt werden.

Abdel-Samad resigniert

Davon kann übrigens auch Abdel-Samad inzwischen ein Liedchen singen, denn trotz seines Engagements gegen Islamismus und Todesdrohungen seitens der Muslimbrüder, wird er aus rechten und christlichen Kreisen extrem angefeindet, denn er besitzt tatsächlich die Frechheit die Behauptung aufzustellen, dass ein Zurückdrängen des Islams und des Islamismus im Westen, vor allem am Widerstand der Christen scheitert, die sich um jeden Preis gegen den Säkularismus aussprechen. So gesehen sind es vor allem die Kirchen und die christlichen „Islamkritiker“, die einen großen Teil dazu beitragen Islamunterricht, Willkommenskultur und die Vergewaltigung und Ausbeutung eigener Kinder Vorschub zu leisten. Manchen ist die eigene Zukunft und die der eigenen Kinder wichtig, anderen wiederum der Machterhalt großer christlicher Kirchen und ihrer parasitären Repräsentanten. Dafür und für die Glorie der Kirche scheisst man dann liebend gerne auf das Wohl und die Zukunft der eigenen Kinder.

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10 Antworten zu Säkularisten und die schwarze Stunde des Liberalismus

  1. gogo schreibt:

    Fällt den Allahisten und deren Dhimmyunterstützern nichts mehr ein so benutzt man den Liberalismus und die Säkularisation als negativen Kampfbegriff (der gleiche böse Schwachsinn wie „Deutschland den Deutschen“, „Deutschland verrecke“ oder gar die Einstellung: mit gutem Gewissen den Urlaub in der Türkei, Malediven, Kuweit, „PA“ buchen), daneben gibt es noch weitere Meuchelwerkzeuge: Globalisierung, Handel, Rohstoffhandel u. -verarbeitung, Geldwirtschaft, was auf den deutschen Teller kommt, Kleidervorschriften (Bangladesch, „Ausbeutung“, „Kinderarbeit“).
    In Deutschland treffen die Allahisten deshalb auf so viel Unterstützung, weil jeder bei dem Anderen ein gewisses „Ordnungsprinzip“ erkennt, bei den Kirchen ist es das Verloren gegangene; bei den Roten: „der Feind meines Feindes …“ in der irrsinnigen Hoffnung alle Zwei zu übernehmen; bei den Braunen: nur den „Einen“ Feind zu übernehmen und die Pflege einer historischen „Freundschaft“ mit der Islamischen Welt; bei den Grünen: alles zusammen und eine gigantische Portion „Tolkien“ wobei Mordor der Bürger ist; die „C“-Parteien ermöglichen einträgliche Geldvermehrung ihren Freunden beim Handel mit denen die ihnen den Kopf abschneiden wollen, Bürger werden zu störenden Statisten; die „F“-Partei möchte noch mehr Geldvermehrung.
    Bitte nicht missverstehen, diese politische System ist das Beste das wir je hatten und ich bin nicht dafür es abzuschaffen, aber es pervertiert sich Stück für Stück immer mehr, manchen erscheint es bereits als normal (diese negative Veränderung), Andere wollen es ganz abschaffen – daraus wird aber nur Chaos entstehen mit lauter „das haben wir nicht gewußt Typen“.
    Es gibt Liberalismus und es ist die treibende Kraft in der Gesellschaft, die „F“-Partei vertritt diesen jedoch nicht bzw. nicht vollständig, ebenso die „C“- u. „S“-Partei/-en – es ist ein gesellschaftlicher Konsens, der aber bröckelt.

    Der Abdel-Samad … (…), bei ihn habe ich so meine Schwierigkeiten.
    Muslim oder Exmuslim, Ägypter, Deutsch-Ägypter, Deutscher?
    Er sucht es sich auch ständig neu aus, immer der entspr. Situation. Reist er als deutscher Atheist nach Ägypten, oder doch als eine andere Person?
    Spiegel 37/2010:
    – “Eine wütende Islamkritikerin wird die Türken für alles verantwortlich machen.” (über Necla Kelek)
    – “Der Islam muss nicht verteufelt werden, er muss sich von Grund auf modernisieren.”
    – “Mein Traum ist in der Tat ein aufgeklärter Islam, ohne Scharia und Dschihad, ohne Geschlechter-Apartheid,
    Missionierung und Anspruchsmentalität. Eine Religion, die sich jeder Kritik und Nachfrage stellt. Was mich betrifft:
    Ich bin schon vor längerem vom Glauben zum Wissen konvertiert.” (aber kein Atheist)
    – “An Gott glauben kann auch heißen, mit ihm zu hadern. Ich bete nicht regelmäßig, ich faste nicht im Ramadan.
    Ich bin in diesem Sinn kein Gläubiger. Aber ich fühle mich als Muslim. Das ist mein Kulturkreis. Der Islam ist für mich
    auch Heimat und Sprache, mein Arabisch ist von all dem nicht zu trennen. Man kann Distanz zum Islam haben,
    aber im Herzen des Islam bleiben. Ich will das Feld nicht den Fundamentalisten überlassen, die Gewalt predigen.
    Sie sind auf dem Vormarsch.” (Allah, Teufel nochmal!)
    Das diese Aussage 3 Jahre alt ist sollte nicht als Gegenargument gebracht werden. Er steht im öffentlichen Rampenlicht und wenn wer seine Aussagen revidiert hat, so sollte er auch diese „kompakt“ und nicht hier & da veröffentlichen (das ist anders bei einem Kommentator wie mir z.B.). Er erscheint mir sehr „nebulös“ und ich bin sehr vorsichtig beim Zustimmen einer seiner Aussagen. Wer oder Was ist Abdel-Samad?

    • Tangsir schreibt:

      Dass in Deutschland sehr viel im Argen liegt sehe ich genauso. Es ist eine Schande, dass das Land der Denker und Dichter, heutzutage kaum noch einen Denker hervorbringt, der sich kontroversen Themen widmet, oder der voller Stolz dieses Land seine Heimat und Nation nennt. Das heutige System allerdings als liberal zu bezeichnen ist dann doch zu gewagt. Liberalismus ist ja nicht gleichzusetzen mit den heutigen System, sondern ist eine Geisteshaltung, die noch darauf wartet sich im Westen gänzlich durchzusetzen. Die Bremser und Gegner der freiheitlichen Werte sitzen zumindest hier in der Kirche, genauso wie seine Gegner im Nahen Osten Turbane tragen und den Jihad propagieren. Die Fronten sind klar verteilt, dabei verteufelt niemand die einfachen Christen, sondern die parasitäre Monopolstellung der Kirchen.

      Was Necla Kelek und Abdel-Samad angeht, so unterstütze ich sie auch dann, wenn sie sich als Moslem ausgeben, nur um den Zugang zu normalen Moslems nicht zu verlieren. Was hier auf dem Blog abgeht kann man ja nicht eins zu eins auf die Realität übertragen. Da muss man schon pragmatisch sein, obwohl ich auch dein Dilemma verstehe. Ich sehe, dass beide eine positive Entwicklung durchlaufen haben, und, dass Kelek das Thema Kopftuch vorerst nicht mehr thematisieren möchte, liegt darin begründet, dass sie eine andere Vorgehensweise bevorzugt, ohne, dass die Orks ihre Uniform des Faschismus in irgendeiner Art gegen sie in Stellung bringen können. Ganz davon abgesehen, dass beide sich auf dünnem Eis bewegen und jederzeit, bei einem falschen Wort, von der gierig darauf wartende Journaille gesellschaftlich fertig gemacht werden. Ich bezweifele, dass beide tatsächlich dem Islam wohlgesonnen sind. Sie geben sich als Moslems aus und stellen solche wie Mayziek vor der schwierigen Situation, sie aufgrunddessen nicht als Feinde des Islams bezeichnen zu können, denn vordergründig sind ja beide der sichtbare Beweis dafür, dass der Islam liberal, kritisch und weltoffen sein kann. Nichtsdestotrotz schadet es nicht weiterhin kritisch zu sein.

  2. Xenopus schreibt:

    Eine weitere Eigenart, welche die Orks und die Krauezanbeter gemeinsam haben, ist die Lüge.

    Zb. bei der Kundgebung von Stürzenberger diese Christin, die behauptet hat Idriz würde Abdel-Samad drohen. Eine glatte Lüge, denn: Idriz ist ohne Zweifel eine miese Ratte, aber er ist ebenso hinterfotzig, dh. er ist ganz bestimmt nicht dumm. Hätte er wirklich derartiges gesagt, wäre dies ein Zeichen, dass er blöd wie Stroh ist und sogar seine linken Schickeria-Freunde hätte dies wohl schockiert und er wäre unten durch bei denen. Da hätte sich die gute Frau etwas anderes einfallen lassen müssen. Und „Stürzi“ jammert über die lügenden Münchermedien, aber verbreitet diese Lüge mit Idriz bewusst weiter, obwohl er sich selbst wohl am ehesten bewusst ist, dass diese Frau eben lügt.

    Mit diesen Typen gegen die Islamisierung zu kämpfen ist zwecklos.

    • Tangsir schreibt:

      Es wäre so einfach gewesen zu sagen, dass es ein Fehler oder Missverständnis war. Stattdessen hat sich aber Stürzi dazu entschieden politischen Selbstmord zu begehen und die Lügen dieser Christin zu seiner eigenen zu machen. Wie überaus erbärmlich und wie schade um die Energie all der Leute, die Stürzenberger bis jetzt unterstützt hatten. Das krasse daran ist natürlich auch, dass PI-NEWS als Ganzes sämtliche Glaubwürdigkeit verloren hat.

      Im Übrigen ist es nicht das erste mal, dass man bewusst und geplant lügt. Ich erinnere in diesem Zusammenhang gerne an die angeblichen Orientalen, die mit einer Maske über den Gesicht den Koran verbrannten und dabei Jesus als Heiland priesen 😀

      Ich kenne die Jungs und natürlich sind sie allesamt Europäer, und eigentlich nette und engagierte Menschen, die Aktion hingegen war vollkommen für den Popo. Der Stefan Herre ficht es aber nicht an Lügen und Falschinformationen als Nachricht zu verkaufen. Man hat ja darin Übung und kaum noch Scham.

  3. Time schreibt:

    Lieber Tangsir,

    Du formulierst Deine Kritik an den christlichen Kirchen so, als ob Du „DAS Christentum“ insgesamt meinst. Du nennst mich Deinen Freund, aber wenn Du DAS Christentum verwirfst, verwirfst Du mich auch, denn ich bin Christ.

    Das ist Dein Recht, aber ich würde Dich besser verstehen, wenn Du mehr an den Texten orientiert argumentieren würdest. Welches Wort, welche Handlung von Jesus verstehst Du nicht, welche lehnst Du ab und warum?

    In meinem Blog versuche ich mich an einer Mohammedanismuskritik, die sehr streng von den mohammedanistischen Grundlagentexten ausgeht und dann den realen Allahismus betrachtet und ihn wiederum mit den Texten vergleicht. Meine Leser bekommen also eine Mohammedanismuskritik, die wesentlich auf mohammedanistischen Texten beruht. Gibt es etwas, was mohammedanistischer ist als Kloran, Hadithe und Sira? Und solltest Du Deine legitime Kritik DES Christentums also nicht besser auf Texte aus den Evangelien gründen?

    Dein Freund Time

  4. Tangsir schreibt:

    Lieber Time,

    Meine Kritik geht an die großen Kirchen, die im Westen und sogar weltweit, eine Monopolstellung haben und dem Christenvolk ihre einheitliche Definition des Christentums aufdrücken wollen. Dieses Verhalten resultiert nicht selten darin, dass Abweichler, die sich trotz allem, weiterhin als Christen begreifen, aus der Kirche ausgeschlossen und manchmal sogar gesellschaftlich geächtet werden. Die einfachen Christen allerdings, die an eine Idealfigur von Jesus glauben und im täglichen Leben darum bemüht sind seinem Beispiel folgen, meine ich weniger, obwohl auch ihr Verhalten Grund zu Kritik gibt, denn die Idealfigur von Jesus als selbstlosen Samariter, Pazifisten und Kosmopoliten ist irreal, nicht menschengleich und die Christen, die sein Vorbild zu folgen versuchen, scheitern reihenweise, und manche bringt es sogar dazu damit anzufangen den Pislam zu umarmen; warum das so ist? weil ein Idealbild eines Menschen kaum als Vorbild taugt, da ein jeder von uns auch schlechte und nichtgöttliche Seiten hat. Diese einfache Tatsache zu begreifen würde sicherlich mehr Gutes unter den Menschen bewirken, als ein unerreichtes Vorbild, dass nur zu Heuchelei und Lügen einlädt. Hinzu kommt, dass das Jesusbild des Neuen Testaments von Menschen geschrieben wurde, die Jesus nie im Leben getroffen haben, mal ganz davon abgesehen, dass die Bibel seit 2000 Jahren so oft editiert und verfälscht wurde, dass wir mit Sicherheit sagen können, dass es sich schon längst nicht mehr um das Original handelt.

    Ich mag den Jesus, der Frieden propagiert, genauso wie ich den Jesus mag, der im Tempel Randale macht. Was ich nicht mag sind Pfaffen, die zum Frieden aufrufen, obwohl Widerstand angebracht wäre und sie mit Frieden nur den Frieden der Paläste und Moscheen meinen.

    Ich mag den Jesus, der Prostituierte und andere Aussenseiter respektierte, was ich nicht mag sind Pfaffen, die Zölibat predigen und es dann im Priesterseminar richtig krachen lassen. Ich mag die Geste Jesu wie er seinen Jüngern die Füße wusch, aber ich ekele mich vor einem Papst Franziskus, der Muslimen die Füße wäscht.

    Dass kaum ein Christ, der in einer Kirche organisiert ist, so offen diese und ähnliche Meinungen sagen kann, obwohl viele im Innern sicher auch radikalere Positionen vertreten, zeigt mir, dass das heutige organisierte Christentum der Kirchen, die Menschen eher einschränkt, als ihnen Flügel zu verleihen und sie zu mehr Selbstständigkeit zu animieren.

    Wieso sollte sich also meine Kritik am Christentum und der Kirche auf die Evangelien beschränken, wo mein Problem mit der Kirche und viele seiner irrgeleiteten Jünger ihr tägliches Verhalten ist?

    Wenn wir aber schon bei den Evangelien sind, dann zitiere ich mal zwei Stellen, die mir besonders gut gefallen:

    Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. Matthäus 10.34

    Meinet ihr, daß ich hergekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage: Nein, sondern Zwietracht. Lukas 12.51

    In welche Scheisskirche wird denn das noch gepredigt lieber Time?
    Wo ist denn der Revoluzzer unter den Pfaffen, der sich offen auf die Seite der Armen und Geknechteten stellt? Oscar Romero hat es versucht und wurde mit moralische Hilfe des Vatikans ermordet. Spricht eigentlich der neue Papst über die Befreiungstheologie? Siehst du, hätte mich auch gewundert, dabei kommt der Sack aus Südamerika.

    Heute reicht schon eine offene Diskussion innerhalb einer Partei oder Koalition um von Zwist zu reden und ihr die Regierungsfähigkeit abzusprechen und so kommt es, dass ein jeder die Fresse hält und sich dieses christliche Verhalten in jedem Bereich des Lebens fortsetzt.

    Xenopus Beispiel um diese koptische Christin und Stürzenberger z.b. zeigt erschreckend deutlich, wohin dieses Verhalten und Mentalität führt. Beide lügen offensichtlich und begreifen nicht, dass ihre Glaubwürdigkeit endgültig dahin ist. Dafür steht aber Idriz nun als Saubermann da, der von zwei fanatischen Christen verleumdet wurde.

    Dabei hatte sich Stürzenberger die letzten Jahre soviel Mühe gegeben um Idriz zu entlarven und nun fragt man sich wie oft er denn hierbei gelogen und getrickst hat. Wie du also siehst ficken sich Christen gerne selber ins Knie und merken es noch nicht einmal.

    Der Fall um die erpressenden, fälschenden und organisierten Diebstahl begehenden Türken, die mich letztes Jahr in Lebensgefahr gebracht haben, und die dann von PI verlinkt wurden, zeigt die perfide und bösartige Haltung des Christentums, die ich über alles verachte. Dabei wussten Stefan Herre und Michael Stürzenberger über die damaligen Vorkommnisse genaustens Bescheid.

    Wer hat eigentlich dagegen protestiert, und wer hat dagegen protestiert als das ganze Ausmass des Diebstahls und Verleumdungen sichtbar wurde?

    Nein mein Lieber, mit diesen Arscheigen von PI-NEWS lässt sich hierzulande nichts mehr erreichen, zumindest dann nicht, wenn man auf die Anhängerschaft von Idioten und halbgebildeten Gesocks verzichten möchte.

    Möge der Funk mit Dir sein mein Freund.

  5. gogo schreibt:

    Nichtsdestotrotz, lieber 5 Christen nachts im Wald begegnen (weil nur ein Einzelner wäre gefährlich), als 3 Uruk-hais am helllichten Tag an der Straßenecke (Einzeln sind sie nur gefährlich, wenn sie von Politik, Medien protegiert werden). 😉

  6. loewe schreibt:

    Der Philosoph Herbert Schnädelbach hat im Jahr 2000 folgenden Aufsatz in der ZEIT veröffentlicht:
    http://www.zeit.de/2000/20/200020.christentum_.xml
    Er hat damals einen riesigen Sturm der Kirchen und ihrer Anhänger auslöst.

  7. Time schreibt:

    Lieber Tangsir,

    ich meine, Du solltest sorgfältig überlegen, ob Du über DAS Christentum, DIE Kirchen und DIE Christen urteilen willst.

    Ich verurteile in der Tat DEN Mohammedanismus: auf der Basis seiner drei Grundlagentexte. Ich versuche zu zeigen, inwiefern die Taten, das Denken und Handeln von Mohammedanisten und der Status Quo der Orkstaaten Resultat der Texte sind.

    Du weißt, dass der Status Quo des Westens das Resultat einer 2000-jährigen Entwicklung ist, die maßgeblich durch christliche Positionen beeinflusst worden ist. Was gefällt Dir am Status Quo nicht? Inwiefern ist dieses Negative durch die Worte oder das Wirken Jesu beeinflusst? Welche Worte oder welches Handeln von Jesus weist Du zurück? Welche Textstellen gefallen Dir NICHT? Wenn Du keine Kritik an den Worten und dem Handeln Jesu hast, bist Du, auch wenn Du es vehement verneinen magst, ein Christ.

    Du schreibst: „Hinzu kommt, dass das Jesusbild des Neuen Testaments von Menschen geschrieben wurde, die Jesus nie im Leben getroffen haben, mal ganz davon abgesehen, dass die Bibel seit 2000 Jahren so oft editiert und verfälscht wurde, dass wir mit Sicherheit sagen können, dass es sich schon längst nicht mehr um das Original handelt.“

    Diese Vorstellung von einem verfälschten Text ist eine zutiefst orientalische Vorstellung. Das neue Testament ist keine Schatzkarte, kein Zauberbuch, keine Formelsammlung. Es ist so, wie es ist, evident, überwältigend und unerreichbar.

    Es ist eine Predigt. Der Inhalt der Predigt, die beispielhaft das Leben und Wirken Jesu berichtet, sind die Welt und die Menschheit in ihr, sind Sinn und Weg menschlichen Seins. Wie wollen wir zusammen leben? Welche sollen unsere Werte sein? Es geht hier nicht um Speiseregeln oder eine Kleiderordnung, mit der wir uns bei Jahwe beliebt machen wollen. Es geht um das Bekenntnis, Gutes zu tun und der Menschheit zu dienen, obwohl jeder von uns so viele Fehler macht und so wenig Zeit hat.

    Du erwähnst zwei Textstellen, die Dir besonders gefallen. Da ist zunächst Matthäus 10/34: „Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.“

    Der Schlaftabletten-Nazi Manni führt diese Passage als Motto seines Blogs auf Latein (1): „Non veni pacem mittere sed gladium.“ Damit will er seine Gelehrsamkeit, seine Wehrhaftigkeit und Streitbarkeit ausdrücken. Jesus hat dies aber gar nicht der Welt verkündet, sondern seinen Jüngern, seinem innersten Freundeskreis, als er sie grade gewonnen hatte und auf die Mission einstimmte. Er hat auch nicht angekündigt, Terror und Gewalt ausüben zu wollen, sondern er hat klar gesehen, was Neuerungen in einer erstarrten Welt auslösen: den Widerstand der Saturierten. Er hat ihnen klargemacht, dass bedingungslose Liebe bei Menschen, die große Bösheit erfahren mussten, Hass auslösen kann.

    Du erwähnst Lukas 12/51: „Meinet ihr, dass ich hergekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage: nein sondern Zwietracht.“ Wenn Du die vorausgehenden und nachfolgenden Zeilen liest, wird Dir klar, dass Jesus hier nicht damit angibt, der beste Zwietrachtsäher aller Zeiten zu sein. Er sagt, dass seine Worte eine Gültigkeit jenseits von Familien- und Clanstrukturen haben. Er mahnt ein objektives Streben nach der Wahrheit jenseits der Machtverhältnisse an, in denen man es sich bequem gemacht hat.

    Du kannst m.E. negative Aspekte der westlichen Zivilisation wie die Versklavung der Afrikaner nicht als Resultat der Worte Jesu interpretieren, Du kannst die Versklavung der Afrikaner durch die Mohammedanisten aber sehr wohl als durch den Kloran inspiriert interpretieren, denn Klo H. Metzel war Sklavenjäger. Du kannst die Abschaffung der Sklaverei im Westen sehr wohl als Resultat der Worte Jesu interpretieren, denn sie wurde von Christen maßgeblich betrieben. Die Dinge brauchen Zeit, aber seit 2013 Jahren sind sie m.E. auf dem richtigen Weg.

    Ich grüße Dich herzlich,

    Dein Time

    _____
    1) http://korrektheiten.com/

  8. Tangsir schreibt:

    Lieber Time,

    Ich urteile nicht über christliche Sekten und Freikirchen, denn diese interpretieren das Christentum auf ihre Weise und haben auch nicht die Macht ihre Definition anderen aufzuzwingen. Die etablierten großen Kirchen haben diese illegitime Macht und Besitztümer, die eigentlich den jeweiligen Gemeinden gehören sollten und keiner zentralistische Kracke, die seit 2000 Jahren große Verbrechen begangen hat. Ich urteile demgemäß auch über Christen, die diese Monopolstellung verteidigen und sich damit gegen die säkulare Idee stellen, aber nicht bereit oder fähig sind ihre Interpretation des eigenen Glaubens zu liefern, denn hierbei hat man es nur mit Schafen zu tun, die sich nicht eindringlich mit dem eigenen Glauben beschäftigt haben oder aus taktischen Gründen schweigen um ihrer Kirche nicht zu schaden.

    Bleibt noch das Christentum, und in dem Fall bist du eine der Wenigen, der Teile dieses Glauben annimmt und andere wiederum verwirft. Insofern respektiere ich deinen selbst bestimmten Glauben, vor allem weil du damit nicht exhibitionistisch umgehst, für eine säkulare Ordnung bist und auch die Größe hast Kritik am Christentum zu ertragen. Hinzu kommt, dass die Mohammedanisten die hiesige, semi-säkulare Lage ausnutzen, um sich hier breit zu machen, und wer als Christ dann weiterhin gegen säkulare Kräfte hetzt ist für mich schlicht und einfach ein Idiot, der den eigenen Untergang bewusst in Kauf nimmt oder sogar darauf spekuliert dadurch die Kirche und das Christentum erstarken zu sehen. Diese Haltung ist zutiefst perfide und wird immerzu meinen Widerstand erfahren. Das Christentum, so wie es viele verstehen, ist leider das Christentum der Kirchen und keineswegs eine spirituelle Entscheidung, die gänzlich aus dem eigenem Antrieb und Willen entspringt.

    Wie du weisst habe ich den Weg gewählt den Mohammedanismus nicht nur aufgrund seiner Schriften und dem Beispiel Klohameds zu verurteilen, sondern auch aufgrund des Verhaltens einfacher Muslime, seien sie nun vordergründig moderat oder militant. Hinzu kommt, dass ich mich auf das Geistesschaffen der Philosophen und Denker weltweit berufe, um aufzuzeigen, dass ausserhalb des Religiösen und lange vor Entstehen der großen Religionen es ebenfalls die Idee der Liebe, Nächstenliebe, Widerstand, Demut, Selbstlosigkeit usw. gegeben hat.

    Ich finde es schlimm, dass diese menschlichen Tugenden, von den Religionen als Produkt ihrer selbst verkauft werden, als ob der Mensch diese Tugenden und Eigenschaften nicht schon immer in sich getragen hätte und erst der Hilfe von Propheten und Glaubenssysteme bedurfte um diese zu entwickeln und zu kultivieren. Als Beispiel gilt die Idee der Ökumene aller Völker, die im Persischen Reich seinen Widerhall gefunden hat, lange bevor es das Christentum oder den Islam gegeben hat, genauso auch wie die humanistische Idee und Haltung den Menschen in der Frühantike schon lange bekannt war, als es von bösartigen Erobern und Herrschern gewimmelt hat.

    Oder nehmen wir das Beispiel des Stadtstaates Athen, das zuvor andere griechische Landsmänner versklavte und auch innerhalb der eigenen Stadt den verschiedenen Ständen kaum soziale Mobilität zubilligte. Als das Persische Reich sich daran machte mit seiner großen Armee Griechenland anzugreifen, rafften sie sich auf, annullierten die Schulden der unteren Stände und etablierten die frühe Idee der Demokratie. Zu der damaligen Zeit ein revolutionärer Akt, wegweisend und bis heute großartiges Beispiel für das Menschengeschlecht und dafür wozu der Mensch fähig ist, wenn er an das Göttliche in sich glaubt. Von diesen Ideen schöpft die Menschheit noch heute Kraft, ohne aber, dass diese Ideen religiös verklärt und zu Dogmen erstarrt wären. Diese Ideen sind höchstens gesellschaftlich erstarrt, aber es findet eine rege Diskussion über das Für und Wider statt und diese Ideen entwickeln sich evolutionär weiter, was man eben von den Religionen nicht behaupten kann, denn da wo das Dogma herrscht, da können selbst die positivsten Werte in ihr Gegenteil verkehrt werden.

    Die jetzige Situation in muslimischen Ländern ist auch deshalb dermassen pervertiert, weil dort alle Ideen und Werte derer man sich vor 1400 Jahren habhaft werden konnte monopolisiert und so in ihr Gegenteil verkehrt wurden. Dasselbe geschah aber auch im christlich dominierten Europa, nachdem die katholisch-römische Kirche alle anderen Derivate des Christentum ausgerottet hatte. Wir leben also in einer Anomalie, die in Teilen auch in semi-säkulare Staaten wie Deutschland herrscht. Der Streit und Wettbewerb, und somit auch die evolutionäre Kraft des menschlichen Geistes wird dadurch behindert und das muss unser aller Widerstand erfahren, denn sonst ist auch unser Kampf gegen den Islam nur einseitig zu nennen und nicht Ausdruck eines wahren aufklärerischen Kampfes.

    Sicherlich wurde der Status Quo christlich geprägt, aber die freiheitliche und demokratische Ordnung, die wir beide verteidigen, sehe ich vor allem als Frucht der Renaissance und der Aufklärung an, die gegen die Kirchen gefochten wurde, egal ob es Frauenrechte, Respekt vor Minderheiten usw. war. Was mir am Status Quo nicht gefällt? sehr vieles und ich thematisiere es immer wieder in meinen Blogeinträgen. Ich sehe z.b. wie Christen einen zum Feind erklären, sobald man berechtigte Kritik am Christentum und den Kirchen übt. Es geht sogar soweit diese Menschen totzuschweigen und zu diffamieren. Mir gefällt nicht, dass die Aufklärung zum Stehen gekommen ist, weil die großen Kirchen immer noch dagegen arbeiten und diese sogar verteufeln. Das geht soweit, dass man im Islam einen Alliierten findet, nur um Freigeister und Aufklärer zu marginalisieren. Ich verachte die Mentalität des einfachen Christenmenschen, vorzugeben islamkritisch zu sein, aber eigene Unzulänglichkeiten totzuschweigen. Die Liste liesse sich immer weiter fortführen, aber dieser Status Quo ist nicht mein Status Quo, denn ich hätte lieber in Zeiten gelebt wo Philosophie und Aufklärung den Staus Quo bestimmen und dieser Status Quo eben kein Status Quo mehr ist, sondern eine evolutionäre Entwicklung, die eben kein Status Quo zulässt.

    Ich will die Kirchen enteignen und die Kirchen den jeweiligen Gemeinden geben, damit sie endlich anfangen frei den eigenen Glauben zu bestimmen und sich nicht unterwürfig dem Vatikan und anderen Kirchen zu beugen, die ihnen vorgaukeln diese Unterwürfigkeit wäre Ausdruck von Einheit.

    Wie ich bereits schrieb kann ich am Beispiel Jesu viele Punkte finden, die ich gut finde, aber ich sehe in seinem Wirken nichts was neu wäre und dazu geeignet wäre in ihn einen Propheten zu sehen. Propheten sehe ich vielmehr in Denker und Philosophen, die zu aller Zeiten und Länder, sich dem Wissen und der Menschen insgesamt verschrieben hatten. Wie könnte den Jesus jemals mit Platon oder Ahmad Kasravi konkurieren, deren Gedanken sich mir sofort erschliessen? Jesus Worte und Taten wie sie in der Bibel beschrieben werden erreichen mich nicht und lösen in mir nicht den Hoch, die ich bei Denker verspüre, die es schaffen die Grenzen meines beschränkten Denkens und Auffassung zu sprengen.

    Was ich aber an Jesus Wirken verwerfe ist, dass er zu einem Gott erhöht wurde und sein Wirken sich somit jeglicher Kritik entzieht. Nicht in jeder Zeit und Situation ist es ratsam seinem Beispiel zu folgen, und das ist übrigens auch dein Standpunkt, wenn ich dich richtig gelesen habe. Nehmen wir Jesus seine „Gotthaftigkeit“ und bemessen noch einmal inwieweit sein Wirken für die Menschheit von Wert war.

    Ich muss dir ausserdem widersprechen, dass es sich um eine orientalische Vorstellung handelt, wonach die Bibel so oft verfälscht wurde. Zur Zeit lese ich Karlheinz Deschner und darin sind soviele Beispiele aufgeführt, dass ich nicht weiss wo ich anfangen soll. Ich empfehle dir übrigens sehr seine Buchreihe zu lesen. Darin zitiert fast hauptsächlich christliche und kirchliche Quellen und selbst mir war das Ausmass an organisierte Lüge und Täuschungen der Kirchen nicht in dem Masse bewusst.

    Du sprichst davon Gutes zu tun und der Menschheit zu dienen, aber ich sehe nicht, dass sich Kirchen jemals durch so ein Verhalten ausgezeichnet hätten, vielmehr die einfachen Christen, und da frage ich mich was ihr Antrieb ist. Ist es wirklich ein freier persönlicher Entschluss gewesen oder vielleicht nicht eher die Angst vor der Hölle oder der Drang der Erbsünde zu entgehen. Es geht schliesslich nicht nur um die Werte an sich, sondern um den Rahmen in der solche Werte propagiert und ausgelebt werden.

    Mag sein, dass Jesus Wehrhaftigkeit nur seinen Jüngern gegenüber gepredigt hat, Du und ich tun es öffentlich und für jeden einsehbar. Ist das nun falsch und wieso ist Jesus Vorgehensweise besser? Mein Entschluss dies so handzuhaben hat nichts mit Jesus oder den von mir zitierten Stellen aus dem NT zu tun, und dass Erneuerer und Erneuerungen immerzu den Widerstand konservativer und saturierte Kräfte zur Folge haben, ist eine Binsenweisheit. Da brauch ich Jesus Beispiel nicht und bin froh, dass mein Willen zum Widerstand, die Folge eines langen eigenen Denkprozesses war und nicht weil ich dem Beispiel eines einzigen Mannes folge.

    Und wer sagt, dass bedingungslose Liebe gut ist? Das mag zwischen Eltern und eigenen Kindern der Fall sein, deshalb auch ist es ein instinktives Verhalten sich wegen der eigenen Kinder aufzuopfern und sogar das eigene Leben dafür zu geben. Das Christentum wollte sich dieser Kraft bedienen und haben dies den Menschen, durch die Worte Jesus gepredigt, um ihnen daraufhin einzutrichtern, dass es die Kirche under christliche Gott ist denen diese bedingungslose Liebe gilt. Ähnlich auch im Islam, und tatsächlich haben es beide geschafft den Menschen so zu indoktrinieren sich für imaginäre Figuren aufzuopfern und unter Umständen die eigenen Kinder als Waisen zurückzulassen, denen diese bedingungslose Liebe zugedacht war. Ist das also nicht Ausdruck von Blasphemie und der Entartung der Natur und Evolution?

    Als Zwietracht sehe ich Lügen und bösartige Angriffe an, bei der man eine Sache an sich benutzt, um ganz andere Ziele damit zu erreichen. Inzwischen aber wird jeder Ausdruck von Dissenz und Kritik als Zwietracht angesehen und die politische Korrektheit ist m.E. genau Ausdruck dieser Heuchelei und dem Drang Kritik zu unterdrücken. Wenn nicht das Christentum der großen Kirchen diese Haltung geprägt hat, wer dann?

    Wie du weisst erkenne ich an, dass viele Christen sich der Abschaffung der Sklaverei verschrieben hatten, aber im selben Masse war es die Moderne und die Aufklärung, die dafür verantwortlich war, denn wieso sonst konnten die Orks über 1000 Jahre ungestört wüten und auch Christen dazu animieren es ihnen gleichzutun? Die Idee des Abolitionismus ist meiner Meinung nach hauptsächlich vom Humanismus und der Aufklärung geprägt worden.

    Dass ich dich bewundere und ich dich mein Freund nenne hat im Übrigen nichts mit deinem Glauben zu tun, sondern geschieht trotz deines Glaubens, und ich bin froh, dass du die menschliche Größe besitzt mir zu erlauben, deinen Glauben, der dir so viel bedeutet, auf diese Art und Weise abzulehnen. Dass du deine Kraft aus dem Glauben schöpfst ist für mich kein Problem und ich würde nie verlangen, dass du deinen Glauben ablegst, denn das ist deine persönliche Entscheidung, aber wenn überhaupt hier jemand als modernes Beispiel für Christen taugt, dann du und nicht das was die Kirchen predigen und ganz sicher nicht die selbst ernannten Christen, die voller Missgunst sind, lügen und einen zum Feind erklären, sobald man diese Art von Kritik übt. Der Mathieu z.b, ist so ein Wichser, der sich hier oft echauffiert hat als es gegen das Christentum ging, nicht in der Lage war mit seinen Kritikern zivil umzugehen, genauso wie er gerne unterschwellig Zweitracht sät. Solche Arschgeigen sind mir im Leben oft begegnet und sie zeichnen sich stets durch Heuchelei und der Gegnerschaft zur Aufklärung aus. Immerzu sind sie beleidigt und wollen die Argumente der Gegenseite verbieten, und da wo sie nicht dazu in der Lage sind, schweigen sie sich dazu aus, als ob damit der Mensch selbst und seine Argumente verschwinden würden.

    Wäre ich ein Christ würde ich auf solche Worte verzichten, aber ich bin ein freier Mensch und ich nenne jeden miesen Möchtegernchristen ein Hurenkind, genauso wie die Bischöfe und Päpste ihre Kritiker früher nannten, denn ihr Hass und Widerstand ist mein Ansporn.

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