Im eigenen Haus fremd sein

Die gesamte Geschichte unseres Landes ist im Grunde nichts anderes: Die Katastrophe, im eigenen Haus fremd zu sein. Das Erstaunliche ist nur, dass wir uns an diese Katastrophe nie gewöhnen konnten. Wehe uns, wenn wir uns damit abfinden könnten! Wenn du in diesem Land als Einheimischer angesehen werden und erst recht, wenn du in die Position eines Herrschers aufsteigen willst, musst du in erster Linie ein Fremder sein, einer, der nicht aus deinem Land stammt. Wenn du aber im Gegenteil diesem Land angehören möchtest und dir selbst, dein Land und deinem Volk treu bleiben willst, ist Fremdheit die mildeste Strafe, die du dafür erhältst. Nur wenn du als Sprachrohr der Fremden dienst, wenn du selbst ein Fremder bist, wird man dich als Einheimischen akzeptieren, dich verehren und anerkennen. Aus „Der Colonel“ von Mahmud Doulatabadi

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Eine Antwort zu Im eigenen Haus fremd sein

  1. exdaene schreibt:

    Das könnte genauso auf Deutschland und die „Deutschen“ zutreffen. Unterschied: Die meisten Bewohner der deutschen Gebiete merken es nicht. …..

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