Nowruz, der neue Tag – Das persische Neujahrsfest

Nowruz by Ali MajdfarDas Neujahrsfest Nowruz نو روز (pers. „der neue Tag“) ist das säkulare Frühlingsfest der Iraner in ganz Iranzamin und findet am ersten Tag (Hormoz) des Monats Farvardin (~20 März) eines jeden Jahres statt, ist zoroastrischen Ursprungs und wird seit über 3000 Jahren von den Kindern Iranzamins zelebriert.

Dieses Fest wurde im Jahre 2010 von den Vereinten Nationen zum internationalen „Nowruz Tag“ erklärt und in die UNESCO-Liste der Menschheitskulturerbe aufgenommen. Obwohl dieses Frühlingsfest das wichtigste Fest der zoroastrischen Religion ist, wurde es bereits unter den Sassaniden, sich der enormen astronomischen Bedeutung bewusst, das von diesem Tag ausgeht, auch als säkularer Neujahrstag zelebriert.

Der astronomischen Frühlingsanfang ist auch zugleich der Beginn des iranischen Kalenderjahres und somit der Auftakt zum neuen Tag (Nowruz). Anders als im gregorianischen Kalender, an dem das neue Jahr jeweils symbolisch ab Mitternacht und an jedem anderen Ort des Globus zu einem anderen Zeit  begangen wird, basiert das neue iranische Jahr auf dem genauen Zeitpunkt der Tag/Nacht-Gleiche تحويل سال (pers. „Tahwil-e Saal“ = Empfang des Jahres), wechselt von Jahr zu Jahr und wird weltweit gleichzeitig gefeiert. Im Jahr 2013 [2572] ist dieser Zeitpunkt der 20. März, 12:01:56 PM

AxialTiltObliquity by Dna-webmasterAm 20. oder 21. März eines jeden Jahres läuft die Sonne durch den Frühlingspunkt und überschreitet auf ihrer scheinbaren jährlichen Bahn am Himmel (Ekliptik) den Himmelsäquator von Süden nach Norden. Danach läuft sie durch die nördliche Himmelshälfte – das heißt die Nordhalbkugel der Erde ist der Sonne mit jedem Tag etwas mehr zugewandt. Die Feierlichkeiten zu Nowrouz als auch die Fruchtbarkeits- und Erneuerungsritten, die darin zum Ausdruck kommen sind voraussichtlich älter als die altiranische Zivilisation selbst und stammen aus der Zeit der Sesshaftwerdung der arischen Völker. Das jüdische Purim-Fest weist starke Ähnlichkeiten zum Nowruz-Fest auf und wird in etwa zur selben Jahreszeit gefeiert. Beide sind fröhliche Feste, die die Wiedererweckung der jeweiligen Völker thematisieren und beide Feste teilen das Element der Wohltätigkeit und der Stärkung der Gemeinde, so, dass einige Stimmen in der wissenschaftlichen Welt davon ausgehen, dass das Purim-Fest aus dem Nowruz-Fest hervorgegangen ist. Im Zoroatrismus repräsentiert die Rückkehr des Frühjahrs den Sieg der Sonne über die Dunkelheit und ist der Vorbote eines noch glorreicheren Sieges, in der das Gute endgültig über das Böse siegt. Während der Herrschaft der Sassaniden wurde der Nowruz zum wichtigsten Fest im Reich und dieses Fest zum Anlass genommen sich reichlich zu beschenken und Gefangene zu begnadigen.

Nowruz im historischen Rückblick

Dschamschid wird vor Zahak in zwei Hälften gesägtIm Shâhnâme von Pirouze Pârsi geht die Entstehung des Festes auf Jamschid جمشید‎ ‎, dem iranischen Urkönig zurück, der die Menschheit vor einem harten Winter gerettet haben soll,  das kurz davor stand alles Lebendige auszurotten. Jamshid soll ein Thron, verziert mit Edelsteinen, gebaut haben, dass mit Hilfe von Engeln und Dämonen hinaus in die Lüfte getragen wurde. Da saß er auf seinem Thron, hoch über die Wolken und schien über die Erde wie die Sonne. Die Erdgeschöpfe versammelten sich in große Bewunderung um ihn, verteilten Juwelen um ihn herum und nannten diesen Tag den Neuen Tag (Nowruz). Die antike Stadt Persepolis der Achämeniden-Ära, das in der persischen Sprachen Taxte Jamshid heisst (Thron Jamshids) oder zumindest die Hundert-Säulenhalle von Apadana sollen nach Angaben Xenophons dafür benutzt worden sein, um darin Nowrouz zu feiern. Gesandte und Oberhäupter aus allen Teilen des riesigen persischen Reiches versammelten sich dort, um dem König ihre Aufwartungen zu machen und ihm Geschenke zu überreichen.

Persepolis by Matthias Kabel

Die Bedeutung der Haft Sin Tafel

Haft Sin by Babak HabibiEine Tradition, die sich im Zusammenhang mit den Festivitäten des Nowruz ausgebildet hat und deren Ursprung im letzten Jahrhundert nachgewiesen ist, ist die Tafel der „Haft Sinهفت سین. Das wichtigste Element der Haft Sin sind die gekeimten Weizensprossen, das lange vor dem Fest gediehen, 13 Tage nach Nowruz, am Fest des Sizdah bedar, als Zeichen der Wiedergeburt in einen Fluss geworfen werden. Die Elemente der Haft Sin Tafel beginnend mit dem Buchstaben S, beschränken sich nicht auf die Zahl sieben, wenn auch die wichtigsten nachfolgend aufgeführt werden. Anders als vielfach dargestellt ist die antike Herkunft dieser Tradition nicht nachgewiesen.

  • Sabzeh, gekeimter Weizen-, Linsen- oder Gerstensprossen (Leben, Wiedergeburt)
  • Sib, einen Apfel (Schönheit und Gesundheit)
  • Serkeh, Essig (Alter, Geduld und Fröhlichkeit)
  • Sir, Knoblauch (Schutz, Medizin)
  • Somagh, ein persisches Gewürz (Sonnenaufgang)
  • Samanu, Pudding aus Sesam oder Weizen (Wohlstand und Segen)
  • Senjed, getrocknete Früchte vom Oleasterbaum (Liebe)

Zusätzliche Elemente, die auf dem Haft Sin Tafel Platz nehmen sind ein Spiegel, eine goldene Münze, bunte Eier, Goldfische, eine Kerze, Rosenwasser, die Avesta, das Shahnameh von Ferdowsi oder der Divan von Hafez. Andere Elemente können je nach Region variieren und zeigen die Vielfalt dieses Festes, das leider seit einigen Jahrzehnten immer einheitlicher wird und seine regionale Variationskraft verliert. Familien, die den Koran auf dem Haft Sin Tafel stellen, demonstrieren damit ihre Komplizenschaft mit den Torktâzi-Besatzern Iranzamins und sind auf alle Fälle als Feinde der iranischen Nation zu betrachten und entsprechend zu behandeln. Zu Nowruz besucht man in kurze Abfolge Familie und Freunde, freut sich des Lebens und entsinnt sich den zivilisatorischen Wurzeln Iranzamins, die es gilt in Zukunft wiederzubeleben.

Sabzi PoloZu Nowruz wird traditionell Sabzi Polo mit gebratenem Fisch zubereitet, ein Reisgericht mit Kräutern, wie Petersilie, Koriander, Bockshornklee, Schnittlauch und Dill, dicke Bohnen und  Kartoffeln und dazu Koku Sabzi, ein wohlschmeckendes vegetarisches Kräuter-Soufflé. In allen zentraliranischen Provinzen als auch in anderen Teilen Iranzamins gibt es andere Speisen und Rezepte, die zu diesem Fest der Wiedergeburt serviert werden und daher lohnt es sich jedes einzelne Teil des unfassbar wundervollen Gemeinschaft Iranzamins kennenzulernen, um die jeweilig regionalen Bräuche und Speisen zu geniessen und sie keineswegs auf die obige Beschreibung alleine zu reduzieren. Möge diese Vielfalt auch in Zukunft zunehmen und die reichhaltige Kultur Iranzamins und seine Strahlkraft auf die ganze Welt wirken.

Khawja Piruz (Haji Firuz)

Haji PirouzAm Nowruz kündet Khawja Piruz das neue Jahr an. Sein schwarzes Gesicht, seine roten Kleidern und Magierhut sind ein besonderer Blickfang und vor allem bei den Kindern und Jüngeren Iranern beliebt. Er und Musiker spielen auf Tamburinen und Trompeten, ziehen dabei durch die Straßen und künden vom frohen Fest und dem Anbeginn des Frühlings. Leider ist auch dieses Element des iranischen Neujahrs vom Islam verseucht und der fröhliche Piruz in Haji (isl. Pilger) Firuz umbenannt worden und Gegenstand von rassistischen Verhöhnungen. Die iranischen Bestrebungen unsere Kultur vom bösen Geist der Torktâzi zu säubern, sollten im Falle von Khawja Piruz voll ausgeschöpft werden, diese Figur den respektvollen Rang des Heralds zurückzugeben, den es nach dem humanistischen Geist der iranischen Kultur einnehmen sollte. Ganz abgesehen davon, dass die Iraner noch viel unternehmen müssen, um den Rassismus innerhalb der eigenen Kultur gegen Schwarzafrikaner einzudämmen.

Nowruz und die Torktâzi

Nowrouz in Torkestan

Dieses Fest als Zeichen der Wiedergeburt kommt dem iranischen Widerstand gegen die Torktâzi eine besondere Bedeutung zu und ist gerade wegen dessen Popularität bei den Torktâzi gefürchtet und Gegenstand von Uminterpretationen. Versuche diesen Tag zum Geburtstag des islamischen „Propheten“ und Psychopathen Muhammed umzudeuten, blieben bisher nur Lacherfolge beschieden.  In Sure Al Qasas, Vers 76 lernen wir die „göttliche“ Vorgabe Allahs und den Grund warum seinen Söldnern dieses Fest der Liebe und Wiedergeburt ein Dorn im Auge ist und zeigt ausserdem auf wie unvereinbar der Allahismus mit dem Geist Iranzamins ist: „Freue dich nicht, denn Allah liebt diejenigen nicht, die frohlocken“. Aber auch die Türken versuchen, nachdem sie dieses Fest in der Türkei bis 2005 noch verboten und direkt nachdem es von der UNO zum Weltkulturerbe erklärt worden war, es zum urtürkischen Fest zu erklären und bedienten sich dabei des  türkischen Fernsehsenders TRT. Als ob das nicht genug der dreisten Gesten gewesen wäre, fordern die Torks sogar die US-Regierung auf, ihnen zum Neujahrsfest der Iraner zu gratulieren, just jenem Kunststaat ohne jegliche Existenzberechtigung also, dass seit Jahrhunderten Iraner massakriert, immer noch weite Gebiete Iranzamins illegal besetzt hält, Iraner und andere Völkerschaften brutal diskriminiert und ihre Kultur versucht zu assimilieren.

 

Iranzamin

Die Kraft der iranischen Kultur alten Festen und Traditionen auch in modernen Zeiten mit neue Bedeutung Leben einzuhauchen, zeigt sich deutlich darin dieses Fest als säkulares zu begehen, aber auch darin, trotz der leidvollen Besatzung durch die Torktâzi, sich und seine Kultur durch sie nicht vereinnahmen zu lassen und eigene Ritten nicht durch ihr Gedankengut zu kontaminieren. Die Vielfalt der iranischen Kultur macht sich vor allem in den verschiedenen Jahreszahlen bemerkbar, die die verschiedenen Anknüpfungspunkte zum antiken Iran deutlich aufzeigen. Möge Iranzamin bald wieder vereint und frei von Torktâzi sein.

Es lebe die großartige iranische Wiedergeburt!

Nowruz Pirouz!

1392 (Allahistisch)

7035 (Mithrai)

3751 (Zartoshti)

2572 (Kouroshi)

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24 Antworten zu Nowruz, der neue Tag – Das persische Neujahrsfest

  1. Tangsir schreibt:

    Von einem vormals auf dem Blog schreibenden türkischen Autoren, wurde ein Blogeintrag mit demselben Titel veröffentlicht, das einige Desinformationen aufwies. Dies ist mir erst beim Verfassen dieses Artikels aufgefallen, dafür möchte ich mich bei allen damaligen Lesern entschuldigen. Diese Desinformationen betreffen unter anderem den Ursprung des Haft Sins , die Figur des „Haji Firuz“, als auch andere kleinere Details. Der Zentralorgan der verkappten und kulturlosen Torktâzi und Lakaien-Afshins in Deutschland „Iran-Now-Net“ verlinkt zu diesem damals bei mir veröffentlichten Artikel, weil die Betreiber selber türkischstämmig sind und in der Tradition ihrer turco-mongolischen Vorfahren gerne Artikel, die nicht nur historisch falsche Fakten aufweisen, sondern zudem in erheblichem Umfang von mir und anderen Autoren verfasst worden sind, ohne den Anflug eines Unrechtsbewusstseins bei sich veröffentlichen.

    Geschichtsrevisionismus, sei es auch nur, um bestimmte Traditionen bis ins antike Iran zurück zu datieren, um ihnen vermeintliche Legitimität zu verschaffen, ist der falsche und turkoide Weg. Wie ich bereits im Artikel schrieb: Die Kraft der iranischen Kultur alten Festen und Traditionen auch in modernen Zeiten mit neue Bedeutung Leben einzuhauchen, ist eine Aufgabe der iranischen Kulturschaffenden und absolut legitim. Alles andere gehört zu der Domäne der Brut Turans und der Welt der Truggenossen. Wir Iraner haben damit nichts zu tun. Anstatt zu imitieren und zu lügen, bauen wir das Neue von Grund auf neu, wie der neue Tag im Jahr stets die Wiedergeburt des Guten ihren Sieg über das Böse feiert.

    Ich wünsche allen ein bombastisches und funkiges neues Jahr und einen freiheitlichen persischen Frühling.

  2. Tangsir schreibt:

    Ayatollah Torktâzi Khatami: Nein zum national gesinnten Nowruz-Fest, da dessen Bedeutung genauso unehrenhaft ist wie die 2500-Jahr-Feiern von Persepolis.

  3. soederbaum schreibt:

    danke fuer die Informationen und die besten Wuensche fuer ein gutes Jahr

  4. TORK2 schreibt:

    die Perserinnen legen ihr Kopftuch ab sobald sie die iranisch-türkische Grenze erreichen und bis sie Istanbul erreichen, lassen sie sich mehrmals von irgendwelchen Mongos durchvögeln, wobei sie in Deutschland angekommen sich viel lieber unter die arischen Ficker legen, weil sie sich selbst für Arier halten. Verglichen mit euren beschissenen Mullahs seid ihr degenerierten gottlosen Säufer wirklich der letzte Dreck. Kein Wunder, dass ihr selbst in eurem Drecksland nicht willkommen seid….

    • Tangsir schreibt:

      Lieber Tork,

      Da hier schon ein Tork schreibt, habe ich die 2 an deinen selbst gewählten Nick angehängt. Mich wundert es, dass Du es in deinem Kommentar nicht geschafft hast das Thema anal unterzubringen, klappt aber bestimmt das nächste mal. Bleibt nur noch die Frage von wem DU Dich denn vögeln lässt und ob mal arische Ficker dabei sind.

  5. Elma schreibt:

    Vielen dank für den Artikel Tangsir, ich möchte nur hinzu fügen das wir Jesiden (eine Kurdische Religion) auch das Nowruz Fest feiern. Jedoch eine Frage habe ich: Warum feiert man in Aserbaidschan (ein Turk-sprachiges Land) auch das Nowruz Fest?

    • Jahângir schreibt:

      Türkische Kulturen sind stark iranisch beeinflusst, da die Türken einerseits viele iranische Stämme assimiliert haben und andererseits die persische Hochkultur vorgefunden haben, zu der spätestens seit achaimenidischer Zeit auch eine ausgeprägte höfische Kultur gehört. Solche Elemente werden oft von neuen Eroberern übernommen, da sie zur Herrschaftslegitimation dienen können. Desgleichen für religiöse Elemente (zum Beispiel wurden im Mittelalter neue Herrschaftseliten in Europa erst dann akzeptiert, wenn sie zum Christentum übergetreten waren. Daher auch die Bekehrung der Ungarn, Bulgaren, Slawen, Wikinger usw.), wobei der Zoroastrismus als solcher es für nicht-iranische Fremdherrscher natürlich schwer macht.

  6. ein stolzer Seyed und hesbollahi schreibt:

    du mußt schon sehr gehirngefickt sein nowruz mit dem völkermord-fest Purim zu vergleichen.
    am Purim feiern die juden die abschlachtung von 75.000 persern !

    [Verlinkung auf die Seite des antisemiten David Duke von Tangsir gelöscht]

    • Tangsir schreibt:

      Ich schalte diesen Schwachsinn nur frei, damit hier alle nachlesen können welch ekelhafte Propaganda die islamische Diktatur in Iran betreibt.

      Hirngefickt ist nur dein Mullah von Vater, der in der blauen Moschee in Hamburg werkelt und dort solche antisemitischen Lügen verbreitet. Mögest du und deine komplette Familie durch israelische Bombardements in Tausend und ein Stücke zerfetzt werden.
      Zum Glück ist Netanyahu wiedergewählt worden und wird euch antiiranisches Pack zeigen wo der hebräische Hammer hängt.

  7. ein stolzer Seyed und hesbollahi schreibt:

    steht alles im alten testament im „buch esther“. noch nie gehört ,was?
    ich finds übrigens auch gut mit bibi. der wird den scheisskarren -genannt israel- schön an die wand fahren.
    dann heißt es einpacken für die nasen:

    • Tangsir schreibt:

      Du schwachsinniger judenhassender Moslem, musst dich schon auf die Bibel berufen und meinst es wäre historische Wahrheit. Für alle die sich für den historischen Hintergrund dieses Mythos interessieren, empfehle ich folgende Lektüre:
      http://en.wikipedia.org/wiki/Purim#Modern_scholarly_view

      Es ist historische Fiktion und „Mordecai“ and „Esther“ gehen zurück auf die babylonischen Götter Marduk and Ishtar.

      Ich werde diesen Kommentar weiterleiten, damit deine Akte bei der deutschen Polizei vervollständigt wird. Mit Völkermord kokettieren und Völkermord gegen Juden verklausuliert androhen, ist kein Kavaliersdelikt.

      Hier deine IP-Adresse du antiiranischer Harumzadeh:

      IP: 82.82.199.121, dslc-082-082-199-121.pools.arcor-ip.net

  8. Tangsir schreibt:

    Die Nationalsozialisten nahmen oftmals Bezug auf das Purimfest, wobei man den Juden die im Buch Ester berichtete Gegengewalt gegen Haman und seine Gefolgsleute vorwarf. So behauptete etwa das antisemitische Hetzblatt „Der Stürmer“ 1934, Juden würden an Purim bei einem exzessiven Trinkgelage Hass und Mord gegen Nichtjuden predigen. Juden würden dabei eine Haman-Puppe durchbohren, die sie auch mit Adolf Hitler identifizierten. Gauleiter Julius Streicher, der Herausgeber des „Stürmers“, behauptete in einer am 10. November 1938, einen Tag nach der Reichspogromnacht, gehaltenen Rede, die Juden hätten damals 75.000 Perser ermordet und hätten durch Anzetteln eines Krieges gegen Deutschland dem deutschen Volk ein ähnliches Schicksal zugefügt und ein neues, deutsches Purimfest eingeführt, wenn man ihnen nicht durch die Pogrome zuvorgekommen wäre. Am 30. Januar 1944 zog Hitler selbst eine Verbindung zwischen sich und Haman und zwischen einer Niederlage Nazideutschlands und eines „zweiten Purims“.

    Während des Holocaust wählten die Nazis wiederholt das Purimfest für Angriffe auf Juden. 1942 wurden im polnischen Zduńska Wola an Purim zehn Juden gehängt, „um Hamans Söhne zu rächen“. 1943 wurden mit ähnlicher Begründung zehn Juden aus dem Ghetto von Piotrków erschossen und am Purimfest dieses Jahres bei Częstochowa und Szydłowiec über einhundert jüdische Ärzte und ihre Familien erschossen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Purim#Purim_unter_den_Nationalsozialisten

    • atopia21 schreibt:

      Wenn es auch so wäre, dann waren dieser Haman und seine Gefolgsleute keine Iraner, sondern Verräter, welche das Prestige ausnutzten um auf eigener Hand zu handeln.
      Sie verschmutzten das Anlitz des Königs Xerxes I. und wollten die Juden auf eigener Hand töten.
      Susa liess die Juden durchgreifen, was beweist, dass diese angeblichen Perser nicht akzeptiert wurden.

      Es könnte natürlich sein, dass Esther und Mordechai nur Mythos sind, aber ich glaube wenig daran. Da steht „some scholars“ also ist es nur eine Hypothese, die von den meisten Wissenschaftlern womöglich abgelehnt wird. Dann beruft man sich noch auf die Aussage Herodots. Herodot ist oft keine glaubwürdige Quelle und seine Aussagen beruhen auf griechischer Sicht der Dinge. Jedoch hat er zeitlich glaube ich in der selben Periode gelebt wie Xerxes I., was darauf hindeuten würde, dass er doch recht haben könnte.

      Aber diesem Schlapschwanz von Seyed kann dies ja egal sein. Dieser antisemitische Torktazi ist Abschaum, einfach nur widerlich.

  9. Tangsir schreibt:

    Danke für die Erklärung Atopia.

    Die Definition des Äquinoktium ist unabhängig vom Standort eines realen Beobachters; die Äquinoktien treten weltweit zum selben Zeitpunkt ein (der aber in verschiedenen Zeitzonen verschiedenen Uhrzeiten entspricht).

    http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84quinoktium#.C3.84quinoktium_als_Jahreszeitenbeginn

    In diesem Jahr 2015, ist der astronomische Frühlingsbeginn um 23:45 Uhr Mitteleuropäischer Zeit.

    Soederbaum, Tedesco und allen anderen wünsche ich ein fulminantes Neues Jahr 2574 (Kyros), 7037 (Mithra), 3753 (Zartosht). Das Jahr 2574 ist dann der neue Tag vom neuen paniranischem Jahr.

    • Soederbaum schreibt:

      besten Dank für die Wünsche, die ich gerne an alle Humanisten in diesem Forum retourniere. möge die persische Kultur wieder erstarken und allen Menschen dieses Planeten Gutes bringen.

  10. David Kirkoloft schreibt:

    Nowruset mobar@k duste gerami 😉
    Obama hat auch gratuliert. „Mutti“ würde sowas niemals bringen, außer auf türkisch womöglich.

  11. Simorgh schreibt:

    Allen ein schönes Neujahr wünschend.

    Nouruze hamatun piruz. Khosh o tandorost bashid.

    Dorud
    Simorgh

  12. Tangsir schreibt:

    Kirkolofte gerami,

    Ich verwahre mich dagegen, dass die Merkel den Iranern zu Nowruz gratuliert. Nicht von einem Staat und einer Regierung, die die Türkei und ihren islamisch-religiösen Pantürkismus unterstützt, die eigene Schuld beim Armenier-Genozid verleugnet und alles daran setzt, dass Einwanderer aus dem Orient ihre islamische Religion beibehalten. Kritisch sehe ich daher auch die Petition, dass Nowruz in Deutschland als Feiertag anerkannt wird: https://tangsir2569.wordpress.com/2014/05/16/mitleid-haben-iranische-gemeinde-in-deutschland-e-v/

    Dir, Kadriye, Simorgh, Soederbaum, Tedesco und allen anderen humanistisch eingestellten Lesern wünsche ich einen persischen Frühling und ein paniranisches, frohes neues Jahr 2574.

  13. Tangsir schreibt:

    In diesem Beitrag behauptete ich, dass die Zahl 13 als Unglückszahl, dem Geist von Zoroaster widerspricht. Allerdings gibt es viele Quellen, die behaupten, dass im iranischen Kulturkreis diese Zahl als Unglückszahl und Symbol des Chaos gilt. Daher werde ich diese Passage im Text entfernen und entschuldige mich für die Ungenauigkeit. Zahlen oder das Zahlensystem sollten nicht mit Aberglaube überfrachtet werden und gerade in der iranischen Kultur ist es eine Sache der Notwendigkeit auch vermeintlich vorislamische Traditionen in Frage zu stellen, sie zu revidieren und zu ändern. Da die iranische Kultur nach Definition eine ist und kein Tum (Türkentum, Arabertum), ist sie zu Wandel fähig ist. Somit unterliegen auch die iranischen Feste dieser Dynamik und es macht mich stolz, dass Iraner aus dem Iran die Traditionen von Nowrouz im Licht des Humanismus und Tierschutz sehen und daher vorgeschlagen haben keine Goldfische auf dem Haft Sin zu verwenden, sondern stattdessen sich ein Buch zu kaufen.

    Ich danke übrigens herzlich meinen Hammihan und Blogger Pirouz Kas, der mich auf den Fehler und auf den Beitrag von Iran Wire aufmerksam hat.

    Es sind diese Funken an iranische Kulturleistung und -Fähigkeit, unter der Diktatur der Torktazi und Islam, die aufzeigen was die iranische Kultur ausmacht und wieso sie nicht durch Türkentum und Islam verdrängt oder dominiert werden sollte.

  14. Tangsir schreibt:

    Wer sich nach dem Betrachten des obigen Videos, für die Erzählung des „Kleinen schwarzen Fisches“ interessiert, kann es hier auf Englisch lesen:

    http://www.iranchamber.com/literature/sbehrangi/works/the_little_black_fish.php

    Eine subversive Schrift, die schon unter dem Schah verboten wurde, und noch heute als antiislamische Schrift interpretiert werden kann.

  15. Tangsir schreibt:

    Ich wünsche allen ein fulminantes Neues Persisches Jahr 2576 (Kyros), 7039 (Mithra), 3755 (Zartosht).

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