Iranischer Held: Ghazali

Ghazalider Perser Ghazali (1058–1111) war nicht nur Philosoph und Astronom, sondern gilt auch als Wegbereiter der aristotelischen Logik und neuplatonischen Philosophie in der damaligen islamischen Welt. Nach aussen hin trat er als moslemischer Gelehrter auf  und brachte es zur hochrangigen Autorität im damals persischen Baghdad.

In diese Position schaffte er es die hellenistische Philosophie als auch die Lehre der Sufis (in abgeschwächter Form) im theologischen Diskurs einzuführen. Wohl wissend um das Schicksal von Ferdowsi, der von den Mullahs ermordet worden war, und dessen revolutionärer Werk zur Wiederbelebung der persischen Kultur, hatte sich Ghazali für diesen Weg entschieden um die iranische Wiedergeburt ins Herz der islamischen Welt zu verpflanzen. Er erhebt den Skeptizismus und die wissenschaftliche Methodologie zum wichtigsten Faktor der Erkenntnis und hebt damit den Terror des islamischen Aberglaubens teilweise auf, die bis dahin alles Wissen, das ausserhalb des Korans lag zum Kufr (Unglaube) und die Wissenschaftler selbst zu Vogelfrei erklärt hatte.

 

 

Persische Chronik als Akt des Unglaubens

Ghazali stammt genauso wie Ferdowsi aus Tūs, in die er in seinem letzten Lebensabschnitt und nach seiner Wanderjahre  zurückkehrte, um im geheimen Kreis sein Wissen an die dortige Jugend weiterzugeben. Eine seiner wenigen auf persisch verfassten Werke ist die Alchemy des Glücks/Frohsinns dessen Titel ein direkter Verweis auf Xoramdin  und dessen fröhliche Religion ist. In diesem Werk betont er die Wichtigkeit der Medizin und Mathematik und erhebt das Streben und Erhalt dieses Wissens gar zur Pflicht für die muslimische Gemeinschaft, um diese beiden vitalen Wissenschaften der Gegnerschaft der Mullahs zu entziehen. Ein weiterer Werk, das auf persisch verfasst wurde, trägt den Titel „Nasīhatul Mulūk“ und führt Ferdowsis Werk weiter, die präislamische Geschichte Irans und seiner Kaiser für die Nachwelt zu bewahren. Alchemy_of_HappinessUm die Zerstörung dieses Werks von Kufr (Unglaube) durch Moslems vorzubeugen, wählt er wie Ferdowsi vor ihm auch, die Methode sich beim türkischen Sultan Sultan Ahmad Sanjar ibn Malekshah einzuschmeicheln und ihm das Werk zu widmen. Nur der erste Teil dieses Buches, in der er den seldschukischen Sultan preist, kann mit Bestimmtheit Ghazali zugeordnet werden. Der zweite Teil die die Chronik der persischen Kaiser zum Inhalt hat, unterscheidet sich in Stil und Sprache. Dies hegt den Verdacht, dass Ghazali, genauso wie Daqiqi und Ferdowsi zuvor, im Besitz der verbotenen persischen Königsbücher war und den Inhalt dieses Werkes so stark wie möglich am Original zu halten versuchte. Ghazali beeinflusste später nicht nur Thomas von Aquin sondern auch René Descartes. Die Ähnlichkeiten von Descartes Werk „Discours de la méthode“ und der Alchemy des Glücks von Ghazali sind unverkennbar. Der englische Philosoph George Henry Lewes geht sogar soweit Descartes des Plagiats an Ghazalis Werk zu beschuldigen.

 

 

Ghazalis Bild heute

Heute überschlagen sich die Allahisten damit diesen prominenten Vertreter der ersten iranischen Wiedergeburt für sich zu reklamieren und unterschlagen geflissentlich die obigen Tatsachen und die Feindschaft der damaligen und heutigen Orthodoxie gegen seine revolutionären Neuinterpretation des Korans. In seiner Rolle als islamischer Gelehrter versuchte er wichtige Glaubenssätze des Islams zu relativieren  und ihren Schrecken zu nehmen. So interpretierte er den eindeutigen Aufruf zum Krieg und Gewalt  (Jihad)  zum inneren Kampf und Ringen gegen das eigene niedere Ich.

Heutige Muslimorganisationen im Westen gehen in diesem Punkt allerdings einen anderen Weg und verleugnen die Rolle Ghazalis und verkaufen diese humanistische Neuinterpretation Ghazalis als das Werk des Religionsgründers Mahumet selbst. Sie scheuen dabei vor keinen Lügen oder Fälschungen zurück. Die vom Westen als gemäßigt eingstufte Ahmaddiya-Sekte z.b. versteift sich zu der folgenden Aussage:

„Der zuvor angesprochene Kampf wurde vom Heiligen Propheten Muhammadsaw als „kleiner Jihad“ bezeichnet“

Pech nur, dass weder im Koran, den Hadhiten oder andere religiöse Überlieferungen diese imaginären Aussagen des mordlüsternen Mahumet zu finden sind. Die Leute von Ahmadiyya verzichten ausserdem großzügig auf Quellenangaben und verniedlichen den gewaltsamen Jihad als klitzeklein.

und weiter:

Nirgendwo im Heiligen Koran ist die Rede davon, daß es den Muslimen erlaubt sei, einfach Menschen anderen Glaubens nur deswegen zu bekämpfen, weil sie eben einen anderen Glauben haben.“

Da sagt aber der Kloran etwas ganz anderes:

„Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Polytheisten, wo immer ihr sie findet, greift sie, belagert sie und lauert ihnen auf jedem Weg auf. Wenn sie umkehren, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann laßt sie ihres Weges ziehen: Gott ist voller Vergebung und barmherzig.“ 9:5

„ Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten (oder: für verboten erklären), was Gott und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören – von denen, die die Schrift erhalten haben – (kämpft gegen sie), bis sie kleinlaut aus der Hand Tribut entrichten!“ 9:29

Unsere türkischen Vertreter des Totalen Friedens™ und der globalen Toleranz vom Muslim Markt gehen noch weiter und erfinden sogar Zitate vom Begründer der Menschenrechte  und  Erfinder der weltweiten Solidarität:

Daher sprach der Prophet des Islam folgende Worte: „Bekämpft eure Begierden und Lüste in eben solchem Maße, wie ihr eure Feinde bekämpft.“

Fatima und Yavuz …zogusWer sich die Mühe macht nach folgendem Zitat zu fahnden, stösst auf genau zwei Websites die dieses Zitat feilbieten. Zum einen Muslim-Markt selbst und dann noch die Seite einer kopftuchbehangenen Muslima (Möge der ganze Segen Mahumets mit voller Wucht auf sie herabfallen), auf die auch die Fatima oezoGUZ schreibt/kommentiert. Fatima von der ich zunächst dachte, dass sie auf unnatürlicher Weise aus dem OezoGUZ-Clan (die Macher vom Muslim Infarkt) hervorgegangen ist, war früher übrigens ein ganz normaler Mensch, wie ich nach kurzer Recherche feststellte, und trug den Allerweltsnamen Elke Schmidt.

Beim Versuch einen großen iranischen Helden zu ehren bleibt einem aber auch wirklich nichts erspart. Man fängt mit Ghazali an und landet dann bei diversen  Kopftuchmädchen und türkischen Khamenei-Gefolgsleuten. Und so kommt es, dass nun die Zombikonvertitin Fatima SchmidtoGUZ diesen Blogeintrag mit ihrem wunderschönen Lächeln ziert. Bleibt mir nur noch auf die Hauptseite der Guzisten zu verweisen, auf der neben khamenei.de auch die „Kulturabteilung der Botschaft der islamkischen Republik Iran – Berlin“ verlinkt ist. Kein Wunder, dass genau die Mohammedanisten die in Iran historische Stätte zerstören, im Ausland und mit Hilfe von Türken die Geschichte Irans und des Islams umzuschreiben versuchen. Seit den Zeiten Bâbâk Xoramdins hat sich wirklich nichts verändert. Der Islam ist derselbe und die Türken immer noch seine willigen Söldner.

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14 Antworten zu Iranischer Held: Ghazali

  1. Grittli schreibt:

    Lieber Tangsir,
    vielen Dank für den schönen Artikel über Ghazali. Ich wüsste gerne etwas über Deine Quelle. Hast Du etwa eine Iranistikabteilung, eines aufgelösten Orientalischen Seminars,
    aufgekauft?

    Hab jedenfalls Dank für Deine große Mühe,
    Liebe Grüße

    • aspāvar schreibt:

      Hallo Grittli,
      Iranistikabteilungen werden nach ihrer Auflösung von der Islam“wissenschaft“ einverleibt, ihre Arbeiten und Erkenntnisse werden dann selbstverständlich als islamwissenschaftliche Arbeiten und Erkenntnisse verstanden. So wird das bundesrepublikanische Bildungssystem wieder einmal zum willigen Helfer einer faschistischen Ideologie.

      T@ngsir, dafür dass Du (wieder einmal!) einen großen Iraner und Perser vor einer großen Leserschaft vom schmutzbehafteten islamischen Läusekleid, den ihm die westliche Wissenschaft angelegt hat, befreist, ist Dir sehr großer Dank gewiss! Ya kos-e emam tazitoxm!

      • Grittli schreibt:

        Lieber Arspavar,
        als kleines Mädchen bin ich in einer dieser nun aufgelösten Iranistikabteilungen ein und aus gegangen. Ich habe mich immer gefragt was aus den vielen Büchern geworden ist.

    • Tangsir schreibt:

      Liebe Grittli, leider verfüge ich nicht über eine eigene Iranistikabteilung. Das Wissen muss ich mir mühsam aus den verschiedensten Quellen zusammensuchen. Das Wissen, das in diesem Beitrag enthalten ist kann man übrigens leicht auffinden. Für die Schlussfolgerungen aber braucht man da einige Infos mehr.

      Aspavar, es ist eine Schande wie die hiesigen Universitäten auf Druck des islamischen Regimes ihre Iranistikabteilungen dicht machen und es durch Islamstudien ersetzen. Uns bleibt nur der Weg privat organisiert dieses wertvolle Wissen an den Mann und Frau zu bringen.

      Marg bar eslam!

      • jahangir schreibt:

        Um ehrlich zu sein, habe ich noch nie eine Iranistikabteilung gesehen. Iranistik wird nunmehr als Unterfach der Islamwissenschaft geführt. Persische Wörterbücher findet man kaum, und wenn, kosten sie um die 70 Euronen. Das alles ist ziemlich lächerlich angesichts der welthistorischen Bedeutung Persiens.
        Naja, was will man erwarten wenn große deutsche Unis selbst die Indologie dichtmachen (obwohl Indien ein Wachtumsmarkt ist und Hintergrundwissen eigentlich angebracht wäre). Das Geld wird halt gebraucht um den Bau von Protzmoscheen und die Faulenzerei von islamischen Herrenmenschen zu finanzieren. Nicht zu vergessen die x-te Rentenerhöhung für die Versager der 68er-Generation.
        Ignoranz, Geiz und Dhimmitum spielen sich da halt aufs „schönste“ in die Hände.

  2. Nima schreibt:

    Who is Zoroaster ?
    Wer ist der Zarathustra ?
    زرتشت کیست ؟
    http://www.zoroaster.net/indexd.htm
    Zoroaster´s Birthday
    Zarathustras Geburtstag
    زاد روز زرتشت


    The great Zoroaster
    Der große Zarathustra
    زرتشت بزرگ
    Zoroaster , the unique humanist,
    thinker, poet and philosopher of all time
    Zarathustra , der einzigartige
    Humanist , Denker , Dichter und
    Philosoph aller Zeiten
    زرتشت اندیشمند یکتا ، انسان گرا
    چکامه سرا و فرزانه همه ء روزگاران

  3. maxim schreibt:

    Ausstellung über das Schahname in Berlin
    19. März bis 19. Juni 2011
    http://www.smb.museum/smb/sammlungen/details.php?objID=12&n=0&r=0&p=4

  4. Hoppenschneider schreibt:

    Unfug. Ghazali war alles andere als ein Freund der Philosophie, auch wenn er sie studierte. Er schrieb nicht nur eine Widerlegung zu Avicenna und Alpharabius, sondern deklarierte sie auch noch als Ungläubige und warnte vor ihren Schriften – siehe sein Werk „Destructio philosophorum“ dazu.

    Außerdem sorgte er dafür, dass die Rechtschule von Schafi nicht ausstirbt, indem er zu dessen wechselte – Ein dümmlicher Schritt für jemanden, der angeblich nur ein Täuscher war und eigentlich die Vernichtung dieser Religion anstrebte.

    Daneben wurde der „Dschihad“ niemals nur als Kampf mit Waffen, sondern auch als Kampf mit sich selbst beschrieben. Der arabische Begriff „Nafs“ bedeutet nichts anderes als „Triebseele“. Wir benutzen unsere Logik: die Triebsele bzw. das Nafs will alles andere, als sein Leben durch das Schwert aufs Spiel setzen. Daraus ist zu erkennen, dass das Individuum selbst, erst einmal einen inneren Kampf (Dschihad) gegen seine Triebseele starten muss bzw. sich dazu durchringen muss, um überhaupt in den äußerlichen Kampf (Dschihad) zu kommen. Aus dem Kampf gegen sich selbst, folgt der Kampf gegen andere.
    Ein Beispiel aus unserem Leben: Man sieht jemanden im Bahnhof zusammengeschlagen werden, was machen wir? Entweder wir „schauen weg“ oder wir helfen. Um ersteres zu erreichen, müssen wir einen Kampf gegen uns selbst führen und erst dann sind wir in der Lage, dem Geschlagenen zur Hilfe zu eilen.
    Einfacher: Der innere Kampf hängt immer mit dem äußerlichen Kampf zusammen. Dem entsprechend ist klar, dass der große Dschihad der Kampf gegen sich selbst ist und der kleine Dschihad der Kampf gegen andere. Das eine resultiert aus dem anderen und jeder von uns weiß, dass das innere Durchrinnen am schwersten ist -> Großer Dschihad.

    Dazu existiert, anders wie du fälschlicherweise frech behauptest, auch ein Hadith:

    Wahrlich, beim Anblick des vom Schlachtfeld zurückkehrenden Truppenteils sagte Allahs Prophet: „Gesegnet sind, welche die kleine Anstrengung (Dschihad) vollbracht haben und nun die große noch vollbringen müssen“
    Als man ihn fragte, was denn die große Anstrengung (Dschihad) sei, antwortete der Prophet: „Die Anstrengung der eigenen Seele“. (Aus Al-Kafi)

    Zwar wurde dieser Hadith als daif (schwach) eingestuft, die Bedeutung ist dennoch akzeptiert. (Siehe dazu oben)

    Das ein Gelehrter dem Sultan ein Buch über Tarih (Geschichte) widmet, ist eine in der islamischen Welt schon immer vorhanden gewesene Tradition. Selbst bei den Timuriden in Samarkand war das der Fall, bis über zu den Osmanen. Geschichtswissenschaft war in der islamischen Welt ein fester Bestandteil. Das beschränkt sich aber keinesfalls nur auf Tarih, sondern auch auf Mathematik, Astronomie oder Philosophie.

    „Nasihat al-Muluk“ hingegen diente als Wegweiser für den Sultan, als Leitline für seine Herrschaft mit islamischen-sufistischen Einflüssen. Da hast du dich lächerlich gemacht. Dieses Buch dreht sich im Gesamten um zehn adminstrativ-ethische Ratschlägen. Hier eines dieser Ratschläge:

    „Der Herrscher sollte stets durstig danach sein, sich mit den frommen und religiösen Gelehrten zu treffen und sie nach Rat zu fragen.“

    Meistens drehen sich diese darum, dass der Herrscher nie den Bezug zum Islam verlieren möge oder sich gegen seine Gesetze widerstrebt, besonders für den Vorteil eines Einzelnen.

    Ich weiß gar nicht, wie man daraus ein Vergleich mit Firdausi und seinem Schahname ziehen kann. Ist mir zwar ein Rätsel, aber das sollte sich hiermit (hoffentlich) geklärt haben.

    Ebenfalls stimmt es nicht, dass Ghazali von der Orthodoxie verurteilt wurde. Vielmehr war bekannt dafür, jede einzelne islamische Gruppe zu widerlegen. Er debattierte in seiner Zeit als Gelehrter in der Madrasah mit den verschiedensten aller Sekten und vernichtete sie. Er war bekannt für seine äußerst scharfe Zunge. Dazu benutze er vorallem ihre eigenen philosophischen Denkansätze. Dies ist nicht unbedeutend für seinen heuten legenänderen Status unter den Muslimen sunnitischer Richtung.

    Das Problem bei dir ist, dass du in deinem gesamten Artikel dich nur auf die kurze innere Krise Ghazalis beziehst, die es zwar durchaus gab, die er aber, wie er selbst sagte, aus Mangel von Spiritualität und der praktischen Nähe in seiner Jugendphase bekam. Diese Krise war ein Motiv für sein Ihja ‘Ulum Ad-Din. Er war daraufhin jahrelang mehr Theoretiker als Praktiker, doch in seiner letzten Phase bekam ihm erneut die Krise, als er seine eigene Frömmigkeit stellt, schließlich begab er sich zur Hadsch und wandte dann sich dem Sufismus zu und lernte bei verschidensten Sufi-Gelehrten. Daher auch seine Wanderjahre und seine Werke. Er verfasste daraufhin, um sein gesammeltes Wissen auch anderen nachgeben zu können, Bücher wie „Das Elixier der Glückseligkeit“ oder auch „Der Erretter aus dem Irrtum“. Diese Phase seine Lebens nennt man auch die sufistische Phase. Letztlich kehrte er zurück nach Tus und war in der Lage den Sufismus mit dem Gelehrtentum zu vereinigen, so dass er nicht nur als Gelehrtes des Fiqh, sondern auch als Gelehrter der Sufismus unterrichtete.

    Soviel zu deiner falschen Annahme, er wollte eine „iranische Wiedergeburt“ – was für ein Schwachsinn. Wenn du schon Islamkritik ausüben willst, dann bitte richtig und nicht indem du jemanden als Held darstellst, der von den Muslimen weltweit verehrt wirst und dafür gesorgt hatte, dass die Philosphie in der islamischen Welt des nahen Ostens unbedeutend wurde.

    • Tangsir schreibt:

      Hallo mein süßer Koranschüler und junger Talib,

      Schön, dass du dich zu uns Kafir verirrt hast, denn der Spass kann sogleich beginnen. 😀 hehe

      Dass Ghazali in seiner ersten Lebenshälfte dem Islam huldigte und sich kritisch zu Avecinna äusserte, ist kein Geheimnis.O
      Der Hadhith den du uns aufzutischen versuchst ist aber nicht authentisch und daher vielmehr ein Fake, die ihr Mohammedanisten fabriziert habt, um es eurem POpheten anzudichten.
      Ghazalis Neuinterpretation des Jihads erfolgt vor allem aufgrund der Koransure 4,95:

      Diejenigen Gläubigen, die daheim bleiben (statt in den Krieg zu ziehen) – abgesehen von denen, die eine (körperliche) Schädigung (als Entschuldigungsgrund vorzuweisen) haben -, sind nicht denen gleich(zusetzen), die mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person um Allahs willen Krieg führen. Allah hat diejenigen, die mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person kämpfen, gegenüber denjenigen, die daheim bleiben, um eine Stufe höher bewertet. Aber einem jeden (Gläubigen, ob er daheim bleibt oder Krieg führt) hat Allah das Allerbeste (al-husnaa) versprochen. Doch hat Allah die Kriegführenden gegenüber denen, die daheim bleiben, mit gewaltigem Lohn ausgezeichnet.

      Wie du also siehst, versucht Ghazali den kriegerischen Charakter des Jihads deines durchgeknallten Propheten zu entkräften.

      Dass die Widmung eines Gelehrtenbuches nicht üblich gewesen wäre, wird hier auch gar nicht behauptet. Es ist aber bezeichnend, dass er gerade dieses Buch dem Muluk widmete, dessen zweite Hälfte sich aus den verbotenen Königsbücher der Perser speist, was im Artikel auch deutlich formuliert wird. Daher kannst du noch soviel aus dem ersten Teil zitieren, die zweite Hälfte besteht aus Kafir-Stoff. 😀 hehe, und so einen huldigt die ganze Muslimwelt. Also hat er ja sein Ziel erreicht. Du durchgeknallter Talib wirst natürlich weiterhin deine Augen davor verschliessen und den Teufel tun die zweite Hälfte des Buches zu thematisieren.

      Und dass er sich in seiner zweiten Lebenshälfte dem Suffismus zuwandte sollte doch wohl Beweis genug sein, dass er sich von seinen Torheiten seiner Jugendjahre distanzierte.
      Dass seine Schriften der Philosophie im Nahen Osten den Todesstoss versetzten, beruht vielmehr auf die selektive Auslegung derselbigen. Genauso wie du es hier ja auch gerade versucht hast, mein junger unterbelichteter Talib. Zum Glück alimentiert euch jetzt der deutsche Staat, damit ihr mit meinen Steuergeldern, den Islam auf diese Art und Weise huldigen könnt. Es gibt aber einige wenige übrig gebliebene Perser wie uns, die ihr Mohammedanisten nicht ausrotten konntet, und die nun ihr Erbe hochhalten und es nicht erlauben, dass solche ungewaschenen Konvertiten und Mohamedanisten wie du, deren Erbe für sich und ihre Todesideologie reklamieren.

  5. Hoppenschneider schreibt:

    Soll das ein Witz sein? Du weißt wohl nicht, dass die hanefitische Rechtschule (übrigens vom Perser Imam Abu Hanifa begründet) klar sagt, dass ein da’if Hadith besser sei, wie kein Hadith. Es heißt also nichts anderes, als dass sie in ihrer Argumentationskette auch jene Hadithe verwenden. Genauso gibt es den Ausspruch des Propheten „Die Tinte des Gelehrten ist besser als das Blut des Märtyrers.“, welches zwar auch als da’if betrachtet wird, aber dessen Bedeutung absolut anerkannt wird. Informier dich mal besser.

    Ähm, du hast keinerlei Ahnung von den islamischen Terminici technici. Der Sufismus ist kein eigenständiger Teil innerhalb des Islams, sondern ein fester Bestandteil des sunnitischen Glaubens. Die Schiiten des Iran und die Wahabiten Saudi-Arabiens hingegen können mit diesen Begriffen absolut gar nichts anfangen und es war bekannt, dass sie von diesen Gruppen verfolgt werden. Das beste Beispiel für Iran ist die sunnitisch-/hanefitische Schule von Zahedan. Ich kenne einige von ihnen und sie selbst sagen, dass viele schiitische Konvertiten zum sunnitischen Islam zum Teil umgebracht werden!

    Kennst du zufällig das Buch Ghazalis „Der Erretter aus dem Irrtum“, welches er als autobiopgraphisches Werk kurz vor seinem Tode schrieb? Darin beschreibt er seinen Werdegang und in diesen spricht Ghazali von drei islamischen Gruppen: den Theologen (Ahlu Kalam), den Rechtswisschenftlern (Fuqaha) und den Sofis (Ahlu Tasawwuf). Ghazali betrachtete diese Gruppen niemals differenziert, vielmehr lobte er jede einzelne Gruppe, die eine starke Stimme des sunnitischen Islams gegen eine zerstörerisch-aggressive schiitische Sekte – ähnlich den Hashashiniya – war, deren Namen wir leider entfallen ist.
    Er erklärt in diesem Buch ganz schön, wie es zu seiner Krise kam und dass er durch, ich zitiere, „Allahs Licht in seiner Brust“ wieder klaren Kopf bekam. Fälschlicherweise wie ich im letzten Beitrag annahm, war diese Krise aber weniger auf den Islam bezogen, als vielmehr darauf, ob er sein Leben einfach zu wenig gottgefällig geführt habe.

    Ghazali versuchte den Islam absolut rational zu beweisen. Da er es nicht konnte und daran verzweifelte, verfiel er eben in diese innere Krise. Später erklärte er, dass der menschliche Verstand nicht alle Dinge erfassen könne -> Wo er auch völlig recht hat. Ein einfaches Beispiel dazu die Frage die wir uns immer wieder stellen: Was war „vor“ dem Urknall? Wir alle wissen dass diese Frage so gestellt absolut unlogisch ist, da erst durch den Urknall Raum und Zeit enstand, so wie wir es heute kennen. Von daher ist die Frage nach einem „vor“ auch absolut sinnfrei.

    Ich hoffe du weißt, worauf ich hinaus will. Aufjedenfall versuchte er daraufhin den Weg des Sufismus einzuschlagen, da er der Meinung war die alleinige Theorie könne nicht zu einem absoluten Gottesglauben führen. So versuchte er die unerklärbaren Dinge durch den Zhikr’ullah zu kompensieren. Ghazali meinte dazu, dass das ein voller Erfolg gewesen sei. Erst dadurch habe er den inneren Islam erkannt. Er betonte aber in seinen Werken, dass der Tasawwuf ohne der Scharia nicht funktionieren werde und warnte davor, sich keinen Shaykh einer Tariqa zu suchen und das Sofitium ohne Lehrer zu leben. Er lehrte seinen Schülern in seinen letzen Jahre jene Dinge.
    Ich weiß nicht wie du darauf von Abneigung gegen den Islam schließt.

    Zu Ghazalis „anti-„philosophischen Werken:
    Ghazali selbst sagte, dass die Aristoteles-Philosophen eine philosophische Denkweise lehren, die zu 60 Prozent mit dem Islam vereinber sei. Er unterstich zwar, dass die Philosophie recht hilfreich sein könne, um den Islam zu erklären oder um rationale Beweise für seine Richtigkeit zu finden, siehe dazu Ilm‘ al-Kalam – welches ein fester Bestandteil des sunnitischen Glaubens ist -, aber zeigte auch auf, dass die Philosophie an sich nicht notwendig sei und man seine Zeit weniger damit „verschwenden“ solle.

    Wie würdest du seine Werke sonst interpretieren wollen? Glaubst du wirklich, dass er geheime Botschaften in seine Schriften fertigte, die nur ein Tangsir zu lösen vermag um uns Muslimen aufzeigen zu können, dass wir einen „Ungläubigen“ als Meister und Lehrer nehmen? Entweder du bist einfach nur ein naiver Tölpel ohne Sinn und Verstand oder aber verdammt nochmal von sich selbst überzeugt.

    Zum Werk für den Muluk:
    Das soll deine Beweisführung sein? Ist das denn nicht etwas gewagt? Auch der osmanische Evliya Dschelebi hat solch ein Werk verfasst. Ebenso haben islamische Gelehrte in Indien solche Bücher verfasst, die sich mit der vorislamischen Geschichte befassen. Lern doch mal deine eigene Geschichte und Kultur kennen. Die Tradition kam von euch Persern, von der jede andere islamische Nation abgeschrieben hatte. Die größten Gelehrten war Peser, der großteil des sunnitischen Islam beruft sich auf einen Perser, die Sufis waren meist Perser. Von Rumi, Dschami und Hafez bis zu Naqshiband, Fariuddin Attar und Abdul Qadir Geylani waren die besten und größten islamischen Gelehrten nunmal Perser!
    Das heißt doch aber noch lange nicht, dass sie nur weil sie Perser waren den „Eslam“ verachteten, oder wieso versuchst du einen Ghazali für deinen Kampf einzuverleiben?

    Diese Zeiten sind aber schon lange vorbei, seit sich die Schiiten im Iran breit gemacht haben und alles vernichteten und zerstörten. Die Aq Qoyunlu zerstörten alles, zwangen verschiedene Sufi-Orden schiitisch zu werden und versklavten und massakrierten die Iraner, spätestens seit Dynastien aus ihren Reihen an die Macht im Iran kamen. Schade!

    Leider muss ich dazu sagen, dass die heutigen Iraner mit ihrer Diktatur und ihrem Terror-Regime einfach nur noch zu betrauern sind. Selten musste ich mich für ein Volk fremdschänen! Sorry, aber es ist erbärmlich von den Persern dafür gesorgt zu haben, dass die Molla an die Macht kommen. Ein Abu Hanifa würde sich da im Grabe drehen!

    PS: Du hast auf keiner meiner Argumente ein Gegenargument gebracht, sondern wiederholst du nur das, was du als Schreiberling im Artikel verfasst hast. Mehr Engagement für deinen Kampf bitte!

    • Tangsir schreibt:

      Schau mal junger Talib, ich geb ein Scheiss auf Hanifa, auch wenn er Perser gewesen ist und den Islam liberal ausgelegt hat. Fakt ist, dass die Hanafiten eine klitzekleine Minderheit sind und man politische Entscheidungen und Aussprüche aus der Vergangenheit nicht zur Richtschnur des heutigen Handeln machen sollte. Die Hadhith, die du zitiert hast ist nicht authentisch, Punkt. Da hilft sich auch in die Luft sprenge nichts. hehe 🙂

      In Tus lehrte er hingegen den iranischen Patriotismus, sonst gabe es keinen Grund seine alte Wirkungsstätte zu verlassen und just an dem Ort hinzugehen, wo der iranische Widerstand gegen den Islam durch Pirouze Pârsi entfacht worden ist. Dass der Sufismus fester Bestandteil des sunnitischen Glaubens ist, ist natürlich Unfug. Der Sufismus speist sich aus den vorislamischen Philosophien, die in Iran herrschten.Und selbstverständlich mussten sie Bezug zum Islam nehmen, genauso wie es Ghazali tat und es heute die Bahai tun. Dadurch erhofft man sich Legitimation und Schutz vor dem islamischen Terror, was jedoch vergeblich war und ist.

      Ausserdem würde ich als junger Talib nicht zu oft das Wort Urknall in den Mund nehmen, denn wenn es nach euch Mohammedanisten geht, ist diese schon im Koran beschrieben worden. Ob nun Hafez, Ruzmi und allle anderen die du aufzählst, sie haben alle in ihren Werken sich kritisch bis ablehnend zum Islam geäussert. Ob es nun das Anprangern des Hasses gegen Hunde war, die Liebe zum Wein oder eben das Ablehnen des rassistischen Blutdurstes der Allahisten.

      Es handelt sich bei der zweiten Hälfte des Werkes „Nasīhatul Mulūk“ eben nicht um irgendwelche vorislamischen Geschichten, sondern um die Königsbücher, die im damaligen Iran durch den Islam verboten waren. Das sollte doch selbst so ein Tölpel wie du begreifen. Schon daghighi und später Pirouze Pârsi wurden wegen dem Besitz dieser Bücher angefeindet und getötet. Wer die Symbolik und Bedeutung von diesen Königsbücher verneint, kann fürwahr nur ein sunnitischer Eiferer sein.

      Die Mullahs sind eure Brüder im Geist, wir wollen weder Sie, noch die Sunnniten, noch euch ungewaschenen deutschen Konvertiten, die sich an einem pädophilen Popheten aufgeilen. Die Diktatur und der Terror sind keine Eigenart des Shiismus, sondern eine, die im Herzen von euch alle Allahisten inne wohnt und deshalb gehört die Kaaba zerstört und seine Asche in alle Windrichtungen zerstreut. Wir sind die Ghermeti und diesmal werden wir den schwarzen Stein zermahlen, sie mit Schweinemett mischen und sie euch an Körben um eure Hälse aufhängen, dass ihr euch daran satt essen könnt.

      Verflucht sei der zweihörnige Allah, sein pädophiler Prophet und all seine Jünger, die den Weg des Diebstahls, vergewaltigung, Raub und Mordes gewählt haben.

    • jahângir schreibt:

      Es heißt termini, nicht terminici. Wohl Türkisch im Kopf gehabt, wa?

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