Der Dersim-Ethnozid

dersimEin weiteres dunkles Kapitel in der Geschichte der zahlreichen türkischen Völkermorde an Iranern, bildet der Dersim-Massaker von 1936/38, in dessen Verlauf bis zu 80.000 Zazas vergast, massakriert und zu Tode vergewaltigt wurden. Die Überlebenden wurden zwangsumgesiedelt und ihre iranische Sprache erklärten die türkischen Herrenmenschen von da an  als Sprache der Untermenschen.

Die Mehrheit der Zazas sind Aleviten und sprechen Zazaki, die von einigen fälschlicherweise als kurdischer Dialekt bezeichnet wird. Nicht nur was ihre Sprache und Religion angeht unterscheiden sie Zazas von den sunnitischen Kurden, sondern auch was ihre Rolle im Verlauf des armenischen Genozids angeht. Die Zazas beteiligten sich nicht an den kurdischen Hamidiye-Regimentern, und während des Völkermords an den Armeniern retteten sie Zehntausende von ihnen das Leben.

Nach dem Ersten Weltkrieg und der Gründung der Türkei, erkannte der neue faschistische Staat im homogenen Siedlungsgebiet der Zazas eine Gefahr und leitete daher Schritte ein um die Zazas zu türkisieren. In der türkischen Presse und auch von Regierungsmitgliedern wurde Dersim als ‚Krankheit‘ (hastalık) und ‚Heimsuchung‘ (belâ) bezeichnet. Die Bewohner hätten sich vom Türkentum „entfremdet“, ihre Sprache zum Teil vergessen und angefangen, sich für Kurden zu halten.

Nachdem der Ararat-Aufstand 1926-1930 von den Türken blutig niedergeschlagen wurde, liessen die Türken circa 10.000 Menschen aus Dersim (Pilemori und Erzingan) in westliche Gebiete der Türkei deportieren. Ziel dieser Aktionen war es Dersim zu schwächen, was jedoch ohne Erfolg blieb.

Dersim

 

Die Entvölkerung Dersims

Im neu entstandenen türkofaschistischen Gebilde namens Türkei, trat dann 1934 das sogenannte Besiedlungsgesetz in Kraft, mit dem Ziel der endgültigen Türkisierung der Bevölkerung.

Die Türkei wurde laut dem später aufgehobenen Artikel 2 in drei Zonen unterteilt:

  1. Regionen, in denen Bevölkerung türkischer Kultur angesiedelt werden soll
  2. Regionen, die für den Transport und die Ansiedlung jener Bevölkerung vorgesehen sind, die der türkischen Kultur angeglichen werden soll
  3. Regionen, die unter anderem aus Gründen der Kultur, Politik, des Militärs und der Ordnung entvölkert werden sollen und in denen Ansiedlung und Wohnen verboten waren.

Die Region Dersim wurde zu einer Region der dritten Kategorie erklärt und war somit für eine Entvölkerung vorgesehen. Von türkischer Seite wurden diese Gesetze als Maßnahmen zur „Modernisierung“ des Landes verstanden. Was Türken sich unter Modernisierung vorstellten, sollten die Zazas bald am eigenen Leib erfahren.

 

Aus Dersim wird Tunceli

Die erste Amtshandlung der türkischen Militärverwaltung, die 1936 in Dersim installiert wurde, war Dersim in Tunceli (türkisch: eiserne Hand) umzubennen. Die Türken begannen mit der Umsiedlung von Türken in der Region, als auch mit der Deportation von Zazas in anderen Landesregionen. Die Stadt wurde abgeriegelt und unter militärischer Aufsicht, begann die systematische Ermordung und Vergewaltigung der Zivilbevölkerung durch Türken. Es sollte aber erst der Auftakt zu viel grausameren Gräueltaten werden.

Aufstand Dersim

Patriotische Zazas überfielen als Antwort auf die türkischen Verbrechen, militärische Stellungen, erbeuteten Waffen und töteten dabei türkische Offiziere. Daraufhin liess Atatürk die türkische Luftwaffe Bomben über ihre Dörfer abwerfen. Der Anführer der Aufständigen Seyid Rıza beauftragte eine Delegation, unter dem sich auch seinen Sohn befand, um Autonomie-Verhandlungen mit den Türken zu führen. Die Türken liessen daraufhin seinen Sohn auf dem Rückweg der erfolglos gebliebenen Verhandlungen ermorden, und schoben die Schuld auf  einen rivalisierenden Zaza-Stamm um Zwietracht unter den Zazas zu säen.

 

Operation „Züchtigung und Deportation“ (tedip ve tenkil)

Die ersten Invasionspläne scheiterten und die türkische Armee zog sich zurück, wo sie sich auf den neuen Feldzug vorbereitete. Im Mai 1937 warf die türkische Luftwaffe Flugblätter ab auf dem es hieß:

„Die Regierung möchte Euch in Güte und Großmut in den Schoß nehmen und Euch glücklich machen. Unter Euch sind viele, die das nicht verstehen und es an Respekt mangeln lassen. Vielleicht möchten Einige unter Euren Leuten Euch auch aufgrund persönlicher Interessen opfern. Da die Republik dies weiß, warnt sie Euch zum letzten mal. Übergebt die Beklagenswerten, die Euch zum Aufstand anstacheln, der Regierung der Republik. Oder sie müssen sich selbst ergeben. […] Diejenigen, die ausgeliefert werden oder die sich selbst ergeben, werden nichts als eine gerechte Behandlung durch die Regierung erfahren. Niemandem unserer wertvollen Bürger soll auf dieser Weise etwas geschehen. Andernfalls allerdings, also wenn Ihr nicht tut, was wir sagen: Wir haben euch von allen Seiten umstellt. Ihr werdet von den siegreichen Armeen der Republik niedergeworfen werden.“

Tausende, die aus Naivität den türkischen Versprechungen gefolgt waren und sich ergeben hatten, wurden kaltblütig ermordet, die Frauen von den Türken  bestialisch vergewaltigt. Die 80-jährige Menez Akkaya, die den Völkermord überlebt hat berichtet:


”Ich war damals ein junges Mädchen. Die Soldaten kamen einige Male in unser Dorf und gingen wieder. Sie taten uns nichts. Wir haben sie nicht verstanden, weil wir kein Türkisch konnten. Später kamen sie noch einmal. Sie versammelten die Dorfbewohner. Es waren etwa 200 bis 300 Alte, Frauen und Kinder. Sie brachten uns in das Degirmen Tas Gebiet. Sie sagten, dass sie unsere Waffen haben wollten. Wenn sie sie hätten, würden sie uns freilassen. Sie brachten uns an das Bett des Flußes und töteten uns. Sie töteten auch meinen Mann. Nur wir, drei Personen, überlebten. (…) Wir blieben tagelang ohne Essen und Trinken unter den Leichen. Es war mit uns so, dass wir keine Angst hatten. In Kiran überredeten Türkische Soldaten etwa 400 Familien und versicherten, dass ihnen nichts geschehen würde, wenn sie sich ergäben. Die Türkischen Soldaten ließen dann die Bewohner auf Dorfplätzen antreten. Die Männer wurden standrechtlich erschossen. Frauen und Kinder wurden in Scheunen gesperrt und lebendig verbrannt.”

Seyid Riza schlug den türkischen Behörden Neuverhandlungen vor, die vom türkischen Staat angenommen wurden. Als er für Verhandlungen nach Erzingan ging, wurde er festgenommen.  Noch im gleichen Jahr wurde er in Elaziz mit anderen Anführern gehängt. Atatürk befahl die Vernichtung aller Bilder der Hinrichtung Seyit Rizas, um ihn nicht zum Märtyrer werden zu lassen.

aufstand37 Dersim

Im Winter ruhten die Feindseligkeiten wegen des strengen Winters. Im Frühling 1938 nahm die Armee ihre Operationen mit großer Härte wieder auf. Es existieren verschiedene Berichte über Gräueltaten der türkischen Armee. Auch Stämme wie die Pilvank und die Aşağı Abbas, die dem Staat loyal gegenüber standen, wurden vernichtet. Der türkische Generalstab berichtete von 7.954 Toten innerhalb von 17 Tagen während dieser zweiten Phase des Aufstandes. Dorfbewohner wurden zusammengetrieben und erschossen, Dörfer systematisch verbrannt und zerstört.

 

Entfesselter türkischer Vergewaltigungsrausch

Im Begeisterungstaumel der türkischen Vergewaltigungskultur fing nun die Jagd auf die zurückgebliebenen Frauen und Mädchen an. Nach den Vergewaltigungsorgien an jungen Mädchen und Frauen, ertränkte man sie zu Tausenden in den Flüssen des Euphrats. Tausende Frauen stürtzen sich freiwillig von hohen Klippen in dem Fluss Munzur und dem Tal Lac, um der entfesselten türkischen Barbarei und Vergewaltigungslust zu entkommen. Am Tal Lac floss so viel Blut in den Munzur-Fluss, dass dieser tagelang blutgetränkt war.

Diejenigen die in Höhlen  geflüchtet worden waren, wurden mit Sprengsätzen und Giftgas umgebracht. Der Zeitzeuge und spätere Außenminister Çağlayangil berichtete 1986:

„Sie hatten sich in Höhlen geflüchtet. Die Armee setzte Giftgas ein. Durch den Höhleneingang. Sie vergifteten sie wie Mäuse. Sie schlachteten jene Dersim-Kurden [im Alter] von sieben bis siebzig Jahren. Es wurde eine blutige Operation“

DERSIM

 

 

Deportation und Umerziehung der Überlebenden

Nach der endgültigen Niederschlagung des Aufstandes, wurden  bis zu 50.000 Zazas in andere Landesteile deportiert, wo sie weiterhin mit Repressalien, Mord und Vergewaltigung konfrontiert wurden. Die türkische Propaganda hatte zu „Banditen“ und „Untermenschen“ erklärt, die den Türken nicht ebenbürtig waren. Ein Zeitzeuge berichtet:

Als ich sieben Jahre alt wurde, musste ich die Sprache der Unterdrücker, die Sprache der Kolonisatoren lernen, und erleben, dass meine Muttersprache nicht als menschliche Sprache gesehen wurde. In dieser Sprache durfte ich weder weinen noch lachen, sprechen war ohnehin untersagt.

Meine Muttersprache war die Sprache von „Unmenschen“, sie existierte nicht. Wer behauptet, sie sei eine Sprache der Menschen, war er ein feind der Türkei, ein Spion, ein Verräter, ein Seperatist, ein Bandit.

Die Türkei hat alles in Kurdistan geändert. Sie hat alle geographischen und kurdischen Namen türkisiert. Isik heisst Licht, Tunceli bedeutet „Eiserne Hand“ und alle kurdischen Dorfnamen, Berge, Flüsse wurden türkisiert. Heute weiss ich nicht, wie die Dörfer heißen, deren Namen ich nur Kurdisch kenne. Die Türkei versucht, die Vergangenheit der Kurden zu löschen, damit sie keine Brücke zu Gegenwart und Zukunft haben können.

„Sei Stolz, Türke sein zu können!“ war der Spruch, den ich jeden Tag, strammstehend mit lachendem Gesicht, zu schwören hatte, und in meine Seele lassen musste. Dann habe ich bald erfahren, dass dem ins Gesicht gespuckt wurde, der sich als Kurde bekannte.  Aus mir und dieser Generation wurde ein „Janitschare“.

Wenn man bedenkt, dass meine Enkelkinder auch heute noch in den Schulen diesen Spruch schwören, dann muss jeder ein Urteil fällen, ob diese Türkei demokratisch ist.

Nach 1938 lag eine Friedhofsruhe über Kurdistan. Viele Gebiete in Dersim wurden zum Sperrgebiet erklärt,  in das man 10 Jahre lang nicht gehen konnte.

Wir, die übrig gebliebenen Menschen in Dersim waren in Not und Elend, da alles zerstört und verloren war.

Ich erinnere mich genau, dass meine Mutter immer Angst hatte, weil in harten Wintermonaten unsere Grundnahrung ausging, ob sie ihre Kinder bis zum Frühling retten kann. Viele Kinder starben an Hunger und Krankheiten.

Nach dem Massaker wurden viele Kinder „Kemal“ oder „Mustafa“ genannt. Da die Unterdrückung so maßlos war, glaubten die Menschen, dass sie, wenn sie ihre Kinder nach Kemal Atatürk bennenen, sie eine Chance bekämmen, am Leben zu bleiben oder gar beruflich aufsteigen zu können.

Ich habe persönlich in manchen Wohnungen der Dersim Kurden gesehen, dass sie die Poster von Kemal Atatürk in ihren Wohnzimmern aufhängen. Als man nach dem Grund fragte, gaben sie zur Antwort, dass sie es wegen der türkischen Rassisten aufhängen, um ihre Ruhe zu haben. Auch viele DersimKurden haben sich aus Angst  selbstassimiliert.

In den Augen der Dersim Kurden war die Angst vor Repressalien sehr groß. Um dem Haß der Behörden  auszuweichen, und sich nicht aus Dersim kommend zu zeigen, hatten viele freiwillig ihren Namen geändert, und auch ihre standesamtlichen Daten in türkische Städte transferiert.

 

Die Entvölkerung Von Zazaýstan und der Ethnozid geht weiter

DersimIn der Region Dersim sollen insgesamt acht Staudämme gebaut werden, wovon zwei schon praktisch fertig gestellt sind und in Kürze in Betrieb genommen werden sollen. Die Staudammprojekte würden bei ihrer Realisierung den natürlichen Reichtum Dersims zerstören. Für die Bevölkerung der Region hat der Fluss Munzur ebenso wie die Berge eine Stopilisuhohe kulturelle Bedeutung. Er wird vielfach als heilig verehrt, ist Ort und Gegenstand von Sagen und Mythen. Seine Vernichtung zielt direkt auf die Identität der in Dersim lebenden oder von dort stammenden Menschen ab. Sie ist die Fortsetzung einer durch zwangsweise Assimilation, Ermordung, Vertreibung, Umbenennung und Vernichtung von Dörfern und Verbot der iranischen Sprachen (Zazaki und Kurmanci) sowie religiöse Diskriminierung geprägten Politik.

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25 Antworten zu Der Dersim-Ethnozid

  1. calvin كافر schreibt:

    dersim heisst übrigens „silbernes tor“.
    man beachte also den zynismus bei der umbenennung in „eiserne faust“!
    dreckspack türkisches! selbsternannte herrenmenschen, die noch von der eigenen medizin zu kosten bekommen werden. hochmut kommt bekanntlich vor dem fall.
    ihr eroberungs-, tötungs-, vergewaltigungs-, etc.-drang wird ihnen noch früh genug zum verhängnis. (national)sozialismus hat sich noch nie halten können. die modernen nationalsozialisten, aka türken, folgen ihrem führer wie schafe und rennen direkt in ihren eigenen untergang.
    all die reaktionen auf ihre verbrechen der vergangenen jahrhunderte, legitimiert durch ihr türkentum, werden sie vielfach noch zu spüren bekommen.
    armenier, zaza, iraner,….haben nicht vergessen. wenn sie wüssten, dass die nemesis bereits auf sie herabschaut….möge sie im sinne aller opfer des türkentums schnell und hart handeln.
    der countdown für die torks läuft…

  2. Joel schreibt:

    Erdro&wahn sagte „Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und da hat er Recht der Erdo&wahn,Assimilation nach Tork Art ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
    Hier noch ein kleiner Ausriss aus seiner Kölner Brandrede,die für die Opfer des Türkentums ein Faustschlag ins Gesicht sein muß.
    Schon einmal die Brechtüten bereit halten,jetzt kommts, O Ton Erdro&wahn…

    -> „Die türkische Gemeinschaft ist eine Gemeinschaft der Liebe, des Friedens, die türkische Gemeinschaft ist eine Gemeinschaft, die die Brüderlichkeit hoch hält. Die türkische Gemeinschaft und der türkische Mensch, wohin sie auch immer gehen mögen, bringen nur Liebe, Freundschaft, Ruhe und Geborgenheit mit sich. Hass und Feindschaft können niemals unsere Sache sein. Wir haben mit Streit und Auseinandersetzung nichts zu schaffen.“

    • dat is jut schreibt:

      ’nur Liebe, Freundschaft, Ruhe und Geborgenheit mit sich.‘ auwei, auwei

    • maxim schreibt:

      Die türkische Gemeinschaft und der türkische Mensch, wohin sie auch immer gehen mögen, bringen nur Liebe, Freundschaft, Ruhe und Geborgenheit mit sich.

      Was ist eigentlich mit dem Mars? Das wäre doch ein wunderbarer Platz, wohin die Türken mitsamt ihrer Liebe und Geborgenheit gehen mögen. Die roten Steine dort freuen sich sicher und warten nur darauf, dass alle Türken mitsamt ihrer Scheiß-Friedensreligion dorthin auswandern und sich „integrieren“.

      Dieses Zitat ist wirklich das Übelste, was ich seit langem gelesen habe. Der Magen dreht sich um, wenn man diesen Hohn liest. Sowas ist nicht mal dem Adolf eingefallen. Da hätte er die SS nach 1945 sicher in „Salvation Staffels“ umbenannt. Ob der Papa und die Mama (pardon: Anne) von dem Erdogan auch Cousin und Cousine waren???

  3. Ramin schreibt:

    leute,

    was regt ihr euch denn auf?

    also ich finde die worte des türkischen botschafters in wien sehr vernünftig. der österr. journalist sagte ihm vor kurzem in einem interview, dass viele wiener in bestimmten stadtteilen besorgt darüber wären, schon jetzt in der minderheit zu sein und dass dort die türkische kultur dominiert. herr botschafter antwortete:

    „Die Welt ändert sich. Es geht nicht mehr darum, wer dominiert und wer nicht. Es gibt keine Grenzen. Je mehr Kulturen es gibt, desto reicher werden wir.“

    klingt doch sehr vernünftig oder? vor allem wenns von einem türken stammt. besonders den satz „es gibt keine grenzen“ finde ich ergreifend. für friedvolle türken gab es nämlich niemals irgendwelche grenzen, ein blick in die geschichte reicht, um diese tatsache zu erkennen. grenzenlose vergewaltigung, grenzenloser diebstahl, grenzenloser maßenmord, grenzenlose vernichtung, … alles, nur keine grenzen.

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/608981/Tezcan_Warum-habt-ihr-110000-Tuerken-eingebuergert?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/609016/index.do&direct=609016

    • Tangsir schreibt:

      Ramine gerami, Ich finde auch, dass wir zumindest der Wahrheit ins Gesicht sehen sollten, wenn die Politik den Leuten vorschreibt das Türkentum zu akzeptieren und diese Unkultur als Teil Europas anzunehmen.

      Ich erinnere mich an einem Kommentar, das hier getätigt worden ist und das zeigt wie sehr die Vergewaltigungslust Teil der türkischen Kultur ist:

      „das deckt sich mit den Aussagen deutscher Frauen die am Ende des 2. Weltkrieges von russischen Soldaten vergewaltigt wurden. Wobei man dazu sagen muss, dass die Russen meist als Mongolen beschrieben werden, in Wahrheit aber Ozbeken, Kasachen, Kirgisen und ähnliche Turkvölker waren.“

      Und so wüten die Torks auch in Iran, und besonders wenn es darum geht Oppositionelle, Islamkritiker und ethnische Iraner zu terrorisieren, aber diese Vergewaltigungskünstler als Torks zu benennen, ist dann wiederum kulturunsensibel.

      Deutsche und Europäer sollten immer skeptisch bleiben wenn sich jemand als Perser oder Iraner ausgibt. Fragt sie ob sie Torks sind und die Antwort wird meist Aufklärung darüber geben mit wem man es zu tun hat. Anhänger des Mullah-Regimes sind meist Torktazi oder islamisierte oder türkisierte Parasiten, die besonders frenetisch gegen das antike und preislamische Iran hetzen. Genauso wenig wie die Vergewalltiger von deutschen Frauen, während des Zweiten Weltkriegs Russen waren, genauso wenig sind diese Kreaturen die sich als Tork ausgeben Iraner oder Perser.

      • danke schreibt:

        hätte schon fast gefragt, was ihr leute immer mit tork und torktâzi meint, schon wieder was gelernt.

      • maxim schreibt:

        Das mit den sowjetischen Turkvölkern ist unter russischen Veteranen ein bekanntes Thema (allerdings offiziell ein absolutes Tabu bis heute!). Die Divisionen Schukows waren 1945 in den einfachen Dienstgraden zu 80% mit Turkvölkern aufgefüllt, da die meisten russischen (und ukrainischen und weißrussischen etc.) Soldaten bereits 1941-1944 sinnlos verheizt bzw. gefangen genommen waren. Etwa die Hälfte der Soldaten der Roten Armee, die letztlich 1945 in Berlin einmarschierten, kam aus solchen Ersatzdivisionen. (Man sieht das übrigens auch auf Fotos.)

        Die Offiziere waren meist noch Russen und standen hilflos und fassungslos vor dem, was sie selber nicht begriffen und von ihren „alten“ Soldaten auch nicht kannten. Offiziell aber gibt es bis heute die Ideologie der „einen“ Roten Armee, deshalb darf darüber in Putistan bis heute nicht gesprochen werden – aber alte Offiziere haben in den 80ern und 90ern noch völlig offen davon erzählt. Berliner und Königsberger Frauen berichten übrigens genau dasselbe. Viele von ihnen sprachen sogar etwas Russisch – was diese Soldaten aber gar nicht verstanden.

        Sogar WikiPedia (nur die englische natürlich) verweist (sehr dezent) darauf:
        „Naimark also notes the patriarchal nature of Russian culture, and of the Asian societies comprising the Soviet Union, where dishonor was in the past repaid by raping the women of the enemy“ (http://en.wikipedia.org/wiki/Rape_during_the_occupation_of_Germany)

        Siehe auch:
        „Most German children born in Berlin in 1946 were the result of rape. Women and young girls were forcibly dragged from their homes and raped, the drunken Soviet Mongolian soldiers queuing up to await their turn. For two whole weeks these mass rapes of women continued. Some Jewish women, thinking that their nationality would save them, showed their identity cards to the rapists but none of them could even read. “ (Antony Beevor) Russische, ukrainische, weißrussische und baltische Sowjetsoldaten konnten natürlich lesen.

        Die Massenvergewaltigungen konnten letztlich nur durch massiven Einsatz der Todesstrafe eingedämmt werden.

        Dass hunderttausende, vielleicht Millionen osteuropäische, russische und jüdische Frauen vorher von Deutschen vergewaltigt wurden, soll natürlich ebenfalls ganz klar und deutlich festgestellt werden.

        • Tangsir schreibt:

          Danke erst einmal für die vorangegangenen Informationen für die du uns auch Quellen präsentieren konntest. Zum Schluss bist du aber dann wieder in deine Gutmenschenrolle verfallen, um sinngemäß zu behaupten „Hey, das haben doch alle so getan“.

          So weit ich weiss gab es KZ-Bordelle, wo Frauen die zum „asozialen“ Millieu hinzugezählt wurden, für diese „Arbeit“ abgestellt wurden. Deren Zahl beläuft sich auf etwa 40.000. Was Vergewaltigungen allerdings betrifft, beziffern selbst sehr kritische Quellen die Zahl auf einige tausend. Warum also frage ich dich, musst du so masslos übertreiben, um die Verbrechen der Türken zu relativieren?

          Hier mal eine glaubwürdige Quellen in der von bis zu 2.000.000 (MILLIONEN) Vergewaltigungen von „russischen“ Soldaten berichtet wird: http://www.zeit.de/2008/44/Anonyma

          Ich bitte dich um eine ebenfalls glaubwürdige Quelle für deine Behauptung Nazi-Soldaten hätten im selben Masse diese Verbrechen begangen, denn ich konnte keine finden.

          Weisst du lieber Maxim, ständig tappen wir in diese Gutmenschenfalle, und denken wir müssten uns selber ebenfalls schuldig bekennen, wenn wir die Verbrechen von anderen thematisieren.

          Das ist übrigens nicht neu. Als im letzten Jahr die Vergewaltigungen in iranischen Gefängnissen stattfanden und die Frauen deutlich davon sprachen, dass die Vergewaltiger kein persisch konnten und sie arabisch und türkisch sprachen, so waren auch viele zur Stelle um das entweder zu verleugnen oder aber zu behaupten, dass Iraner genauso an diese Verbrechen mitbeteiligt gewesen sind.

          Ich habe nun genug Quellen gelesen und Zeugenaussagen aus den letzten 30 Jahren gehört, um zu wissen, dass da hauptsächlich Menschen die sich selber Tork nennen an diese Art von Verbrechen an Iranern beteiligt waren. Auch der Blick in die leidvolle Geschichte der ganzen Region spricht da eine eindeutige Sprache.

          Also lieber Maxim, wenn wir schon gepflegte Gutmenschen sein möchten, dann sollten wir so konsequent sein einfach zu behaupten, dass wir das alles getan haben, du und ich, sowohl was im heute passiert ist als auch das was die ganzen letzten 1000 Jahren von Türken verbrochen wurde. Und die Türken? die doch nicht. Die bringen nur Liebe und Frohsinn überall wo sie auftauchen.

          Es ist dieses Neusprech lieber Maxim, warum wir schon verloren haben. Wir finden nicht den Mut die Wahrheit auszusprechen, denn sonst müssten wir zugeben, dass es da ein gewissen Volk gibt, bei der diese Art der „Bereicherung“ festes Bestandteil ihrer Unkultur ist.

          Und was ist mit den Polizeistatistiken nach der bis zu 80% der hier verübten Vergewaltigungen von Türken verübt werden? Weisst du was? wir einigen uns einfach darauf, dass das Deutsche waren, denn wie wir alle wissen sind Türken entweder premierte Physiknobelpreisträger oder sind grundsätzlich in der Friedensforschung engagiert.

          Fuck this Shit. Lernt endlich mal die Wahrheit zu sagen und euch genauso ins Kreuzfeuer zu begeben wie ich. Die Konsequenz ist dann zwar mit pädophilen Vergewaltigungsfantasien der Torks belohnt zu werden: https://tangsir2569.wordpress.com/2010/12/16/die-mutter-alles-bosen/#comment-6099

          aber wenigstens habe ich ein reines Gewissen die Wahrheit gesagt zu haben und nicht mit Gutmenschentum, Neusprech oder Relativierungsversuche vor diesen Kreaturen gekuscht zu haben.

    • Bran the blessed schreibt:

      Das Interview mit diesem Pisskopf bietet wirklich einige Schmankerl. Es ist schon recht erstaunlich, wie offen sich in den letzten Jahren türkische Politclowns in den westlichen Medien äussern und wie unfähig der Westen ist, die ganz unverbrämten Botschaften zu hören. Erdogan, Erbakan und nun dieser Idiot, sie sagen alle eigentlich nur Eines: Wir sind hier um zu erobern. Diese Botschaft verpacken sie einfach in viel Gejammere, Neusprech und Tatsachenverdrehungen.

      Folgendes Zitat ist von EINEM TÜRKEN wirklich besonders frech. Ich meine, wir reden hier von dem Angehörigen eines Volkes, das doch ziemliche Probleme damit hat, andere Kulturen anzuerkennen oder in Ruhe zu lassen:
      „Erlauben Sie mir noch eine Frage. Wenn etwas nicht zu Ihrer Kultur gehört, haben Sie dann das Recht zu sagen, Sie wollen diese Menschen nicht? Das ist eine andere Kultur, ein anderes Parfum, eine andere Folklore. Ihr müsst damit leben. Warum habt ihr 110.000 Türken eingebürgert? Wie konntet ihr sie als Bürger akzeptieren, wenn es so ein großes Integrationsproblem mit ihnen gibt? Ihr müsst mit ihnen reden. Die Türken sind glücklich, sie wollen nichts von euch. Sie wollen nur nicht wie ein Virus behandelt werden. Die Gesellschaft sollte sie integrieren und von ihnen profitieren. Ihr müsst keine Migranten mehr holen. Ihr habt sie hier.“
      Es ist auch schön, dass dieses Arschloch den Österreichern sagen kann, dass sie keine Migranten mehr zu holen brauchen, weil sie ja schon diese wundervollen Türken haben, diese fleissigen und bereichernden. Dummerweise muss aber eine Gesellschaft, die sich 250’000 Türken reinholt, mindestens nochmal so viele produktive Einwanderer holen, damit die Schischa- und Kaffeehaustürken irgendwie durchgefüttert werden können.

      „Sie haben es selbst sehr offen gesagt: Die Leute wollen hier keine Frauen mit Kopftüchern sehen. Ist das denn gegen das Gesetz? Nein, ihr habt da nichts zu sagen.“
      Auch das ist ein schönes Zitat. Er, der Türke, sagt das in Österreich zu den Österreichern. Ihr habt da nichts zu sagen. Schliesslich sind jetzt ja die Türken hier und da habt ihr nichts mehr zu sagen, liebe Österreicher. Denn wo der Türke seinen Fuss hinsetzt, dort bestimmt ER und nicht so dumme Ösis.

      „Hier liegt das Problem: In den letzten 20 Jahren haben uns österreichische Regierungen nicht erlaubt, Lehrer aus der Türkei zu holen, um die Kinder in Türkisch zu unterrichten. Wenn Kinder ihre Muttersprache nicht korrekt lernen, werden sie auch eine andere Sprache nicht gut erfassen. Es gibt in Wien ein Institut für Orientalistik, wo Studenten Türkisch lernen, die auch perfekt Deutsch sprechen. Das Einzige, was fehlt, ist ein Lehrstuhl für Pädagogik. Dann kann Österreich seine eigenen Türkischlehrer haben.“
      Das wäre wirklich wundervoll für Österreich, wenn es das könnte. Türkische Lehrer! Was für eine ungeheure Bereicherung! Schliesslich ist die Türkei nicht umsonst der unerschöpflich sprudelnde Quell technischer, politischer, philosophischer und sodomitischer Innovationen und in der ganzen Welt berühmt für…ja, für was eigentlich? Vergewaltigung? Kebabrezepte? Sex mit Huftieren? Und abgesehen davon: Habt ihr schon mal von einem Chinesen gehört, der chinesische Lehrer in Österreich oder Deutschland gefordert hätte? Oder von sonst einem Angehörigen eines produktiven und tatsächlich bereichernden Volkes?

      „Mein Ziel ist es, dass Türkisch als Maturasprache akzeptiert wird. Dann werden wir auch türkische Lehrer haben. Ich weiß nicht, warum Türkisch nicht als Maturasprache akzeptiert wird.“
      Das weiss er nicht. Er ist in Österreich und weiss nicht, weshalb Türkisch nicht als Maturasprache akzeptiert wird. Und genau weil die meisten seiner Landsleute so strunzfurzkackdumm sind, genau darum wird türkisch nicht als Maturasprache akzeptiert. Und natürlich auch noch weil man in Österreich eben eigentlich Deutsch spricht und es daher Sinn macht eine Österreichische Matura nicht in irgendeinem unverständlichen Ostanatolischen Gebrabel abzulegen.

      „Es gibt viele Länder auf der Welt, in denen Ausländer willkommen sind. Ihr müsst lernen, mit anderen Leuten zusammenzuleben. Was für ein Problem hat Österreich?“
      Österreich hat, genau wie die meisten europäischen Länder, das Problem, dass unsagbar freche, unverschämte und dazu noch total nutzlose Türken und Araber sich breitmachen, ohne Ende Forderungen stellen und eigentlich ganz allgemein nur jedem auf den Sack gehen. Es ist nämlich nicht so, dass Ausländer generell nicht willkommen sind, es ist einfach so, dass Türken und Araber nicht besonders willkommen sind und zwar genau deshalb, weil sie als Eroberervölker kommen und auch dieses Selbstverständnis pflegen, ob bewusst oder unbewusst.

      „Ich traf den Kardinal, er ist ein wunderbarer Mann, und er sagte mir, er habe ein gutes Verhältnis zu den Türken. Ich sagte ihm: Eminenz, das ist nicht genug, Sie müssen sich stärker zu Wort melden und in Ihrer Zeitungskolumne auch schreiben, dass der Islam genauso wertvoll ist wie Ihre eigene Religion.“
      Und wieder einer der Gründe, weshalb Türkisch als Maturasprache wohl nicht so geeignet ist, denn es scheint den Türken ein grosses Anliegen zu sein, ständig zu zeigen, dass sie eigentlich nur Popcorn im Kopf haben. Wieso sollte ein Vertreter des Christentums erklären, dass der Islam genauso wertvoll ist wie seine Religion. Mal ganz abgesehen davon, dass das schlichtweg eine Unwahrheit wäre, verlangt ja auch niemand von einem Vertreter von Pepsi, zu erklären, dass Coca Cola das genau gleich wertvolle und leckere Getränk ist.
      Man kann es nur immer wieder wiederholen: Es wird böse enden mit diesen Schwachköpfen.

  4. Hajo schreibt:

    Bran the blessed hat gute Worte gefunden, um das Türkenproblem zu beschreiben. Nur der Vergleich (Pepsi – Coca Cola) zum Schluss ist unpassend. So etwa hätte die Gegenüberstellung lauten müssen: „… verlangt ja auch niemand von einem Vertreter von Pepsi zu erklären, dass Jauche das genau gleich wertvolle und leckere Getränk ist.“

  5. Yesim schreibt:

    Während meinen Recherchen bin ich auf diese Seite gestoßen und als Zaza bin ich Dir wirklich für Deinen Beitrag sehr dankbar. Du scheinst Dich wirklich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt zu haben. Nichtsdestotrotz hättest Du auf die heutigen Assimilationsversuche der Kurden, die letztendlich den türkischen Nationalismus übernommen haben, und eine systematische Assimilierung auf die Zazas ausüben, eventuell noch eingehen können.

    Aber im Großen und Ganzen bin ich positiv überrascht und Dir für diesen Beitrag sehr verbunden, zumal viele Perser nicht einmal wissen, dass es in der Türkei neben den Kurden noch die iranischen Zazas gibt.

    • Tangsir schreibt:

      Leider hast du recht damit, dass viele Iraner über ihre Brüder und Schwester in der Türkei und Zentralasien nicht viel wissen. Eines Tages werden wir uns Iraner vereinigen und den türkischen Faschismus besiegen.

      Ich weiss zwar um die Assimiliationsversuche der Kurden, aber leider gibt es zu wenige authentische Berichte der Zazas selbst dazu. Wenn Du magst kannst Du uns die Problematik gerne erläutern. Es wäre eine wertvolle Ergänzung zum Artikel.

      • Elma schreibt:

        Ich als Kurde kann dir nur zustimmen, wir Iraner:
        Belutschen
        Farsen (Perser)
        Gilaner
        Kurden (Kurmanci)
        Luren
        Masandaraner
        Osseten
        Pashtunen
        Tadschiken
        Tatis
        Zazas
        müssen uns vereinigen. Ich schlage vor wenn das Kurdische Autonomie Gebiet im Irak sich für unabhängig erklärt so sollten sie mit dem Iran und Afghanistan eine Iranische-Union bilden deren Wirtschafts-Wachstum der Türkei dann nichts nachstehen wird.

  6. Yesim schreibt:

    „Eines Tages werden wir uns Iraner vereinigen und den türkischen Faschismus besiegen.“

    Solange wir den kopierten Faschismus in unseren eigenen iranischen Reihen nicht in den Griff bekommen, halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass wir den türkischen Faschismus besiegen.

    Zurück zu den Zazas, wie Du schon in Deinem Artikel erwähnt hast, sprechen wir eine eigenständige Sprache, das keineswegs ein Dialekt der kurdischen Sprache bildet (Iranistik). Natürlich gibt es sprachliche Parallelen zwischen Zaza und Kurdisch, aber diese kleinen Gemeinsamkeiten teilen wir uns auch mit Farsi und Pashtun. Wie absurd es auch klingen mag, mir ist auch bis jetzt kein Pashtun oder Perser begegnet, der versucht hat, meine Sprache als einen Abzweig bzw. Dialekt zu verunglimpfen, wie es eben bei den nationalistischen Kurden der Fall ist. Im Endeffekt stehen die Kurden den Türken in nichts nach, wenn es darum geht, andere Minderheiten zu unterdrücken und ihre Sprache und Kultur für sich zu vereinnahmen, um zahlenmäßig mehr Druck auf den türkischen Staat verüben zu können. Es gibt sogar Pseudothesen von kurdischen und türkischen Linguisten, die behaupten, Zazaki wäre ein kurdisch/türkischer Dialekt. Es wird nicht einmal davor zurückgeschreckt, sich auf internationaler Bühne zu blamieren, zumal die Iranistik eine ganz klare und gängige Meinung zu diesem Thema hat. Zur Übernahme der kurdischen Sprache wird ebenfalls „motiviert.“ Obwohl die Zazas damals keine politische Führung hatten und sich dem kurdischen Aufstand in den 70-er Jahren gegen die Türkei angeschlossen haben, fand immer eine Diskriminierung statt, obwohl die „Einheit der verschiedenen kurdischen Völker“ immer eine angebliche „Schlüsselrolle“ im kurdischen „Freiheitskampf“ gespielt hat. Die nationalistischen Kurden sind sich eigentlich sehr gut im Klaren, das die Zazas kein Teil der Kurden sind und sein wollen. Diese Tatsache führt letztendlich zu Spannungen.

    Schon allein das Phänomen, dass ich mit keinem Kurden kommunizieren kann, spricht Bände. Natürlich gibt es auch einzelne Zazas, die sich zu den Türken und Kurden bekennen, aber das sind meistens Leute, die wenig Bildung haben und ihre eigene Muttersprache nicht vernünftig beherrschen.

    • Tangsir schreibt:

      Vielen Dank für die Aufklärung, ansonsten gebe ich dir recht, dass wir Iranier vor allem uns selber läutern müssen um erfolgreich gegen unsere Feinde zu bestehen.

  7. zaza-eagle schreibt:

    Mein Freund Tangsir,

    Zu deiner Aussage, dass die Zaza hauptsächlich aleviten sind, muss ich dich widersprechen, Die zazas sind 50 zu 50 Sunniten und Aleviten, Der Scheich Said- Aufstand im jahre 1925 war auch ein zaza- aufstand, Scheich said hatte ein Cousin im meinem dorf, der( Sex Serife Kelaxsi) dann die westliche flanke führte, wie gesagt bin stolz auf meine familie, der immer als erste dietürken bekämpfte..

  8. Kurdy schreibt:

    Tangsir, das stimmt zwar das die Zazas keine Kurden sind, aber die Mehrheit sieht sich als Kurden, Ihre Sprache sehen Sie als ein Kurdischen Dialekt.
    Da Du dich besser auskennst, wollte ich dich fragen ob die Meder die vorfahren der Kurden waren oder nicht? Lg

    • Tangsir schreibt:

      So genau kann man das nicht sagen, aber es gibt Indizien, die in diese Richtung hindeuten. Vielleicht kann dir Jahângir weiterhelfen.

    • Jahângir schreibt:

      Ja und nein. Fest steht, dass Medisch und Kurdisch genau wie auch Parthisch allesamt nordwestiranische Sprachen sind und damit eng verwandt (demgegenüber z.B. ist Persisch eine südwestiranische Sprache und Skythisch sowie Pashto ostiranische Sprachen). Das in Zusammenhang mit der geographischen Nähe lässt auf eine ethnische und kulturelle Verwandtschaft schließen. Inwieweit jetzt die Kurden „medisch“ sind, vermag ich nicht zu beurteilen, aber vielleicht gibt es Fachleute, die das genauer sagen können. Man muss halt auch berücksichtigen, dass es bei der kurdischen Ethnogenese ja auch andere Elemente gegeben hat, vor allem andere eingeborene Kulturen, die zum Teil auch nicht-iranisch waren (und natürlich türkische und andere Invasoren).
      Was ich damit sagen will, ist, wenn man sich als Kurde auf die Meder bezieht, dann hat das eine gewisse Berechtigung – im Gegensatz zum türkischen Bezug auf die Sumerer zum Beispiel, das ist einfach erstunken und erlogen, wie eigentlich alles in der türkischen Ideologie – aber dann muss man auch dementsprechend konsequent sein, sich mit medischer Kultur auseinandersetzen und seine eigene Sprache pflegen. Ich finde es erschreckend, wie viele Kurden einerseits Türkisch und Arabisch sprechen statt Kurdisch und auch türkische und arabische Namen haben, andererseits aber auf halbverstandenen bronzezeitlichen Traditionen beharren und sich jeglicher Integration (gerade hier in Deutschland) entziehen. Daran ist zwar einerseits der türkische Staat mit seinem Lügengebäude verantwortlich, aber man sollte nicht vergessen, dass jeder Einzelne gefordert ist, sich im Sinne der Aufklärung aus seiner „selbstverschuldeten Unmündigkeit“ (Kant) zu befreien.

      • Tangsir schreibt:

        Unglaublich, dass Du genau das ansprichst was ich gestern schon schreiben wollte. Denn bedauerlicherweise legen viel zu viele Wert auf Ahnenkunde, wobei es für mich nur darauf ankommt ob man sich eines iranischen Geistes befleissigt und der iranische Geist war jeher die freie Wahl über sich und sein Leben zu entscheiden, und zwar am Besten unbeiirt von Traditionen, die einen in dieser Hinsicht hemmen könnten. Wir sind alle unser Glückes Schmied und in erste Linie sollten wir uns alle als Iraner sehen und die ethnische Frage erst dann zur Sprache bringen, wenn dies mit einer iranischen Haltung gekoppelt ist. Ein Tork, der sich also der sich der iranischen Leitkultur beugt und sich zu Iranzamin bekennt kann zu uns gehören, aber ein Tork, der meint ein Tork bleiben zu wollen, muss unsere ganze Widerstand zu spüren bekommen.

        Ich kann ausserdem Jahângir nur beipflichten über das was er über Kurden schreibt und betone im selben Atemzug, dass es bei uns Iranern vom Kernland auch nicht unbedingt besser aussieht. Wir müssen eben alle auf die Schulbänke zurück und eine LEktion in Sachen Freiheit lernen.

        Was die Zazas angeht, so bestehen viele von ihnen darauf ihre Eigenständigkeit in Sachen Kultur und Sprache zu betonen und das ist durchaus legitim. Ich möchte, dass selbst Kleinstsprachen und Stämme beschützt und erhalten bleiben. Daher gilt es einer Nivellierung der Sprache in kurdisch oder persisch eine Absage zu erteilen und demgemäß alle Kulturen schützen, die einer Minderheit angehören. (Natürlich braucht IRanzamin eine lingua franca und dies soll eine reformierte persische Sprache sein, das durchaus auch aus Elementen anderer iransicher Sprachen bereichert ist. Hauptsache die hässlichen Namen und Begriffe der Tork und Tâzi verschwinden aus unser aller Sprachen.

        Wir müssen dem türkischen Kulturimperialismus im kurdischen und persischen Gewand entschieden Einhalt gebieten, sonst sind wir nicht besser als die Torks.

  9. Elma schreibt:

    Hier ist ein türkischer Dokumentar Film über das Dersim Massaker https://www.youtube.com/watch?v=QmZMiSVyD6Q

  10. Tangsir schreibt:

    „Die Dersim-Frage ist eine der wichtigsten Fragen in unseren inneren Angelegenheiten. Es ist notwendig, die Regierung mit umfassender und uneingeschränkter Autorität auszustatten, damit diese die innere Wunde, dieses abstoßende Krebsgeschwür um jeden Preis beseitigen und auslöschen kann.“ [zitiert nach G. Deschner, Die Kurden, Erlangen, 1990, S. 97 und Dr. M. N. Dersimi, Kürdistan Tarihinde Dersim, Dersim in der Geschichte Kurdistans, Köln, 1988, S.259]

  11. Pingback: Neo-Iranzamin: Eine paniranische Idee | Iranian Patriot Movement

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