Zarathustra und Ahura Mazda

Monster Massacre²ZarathustraEs gibt unterschiedliche Versionen davon wann und wo Zarathustra geboren wurde. Die Griechen siedelten ihn 5000 Jahre vor dem trojanischen Krieg an, damit er in der griechischen Mythologie eingebunden wurde¹. Die zoroastrischen Priester sind auch unter sich nicht einig wann er gelebt hatte.

Von Rums Götterschwert:

Einige Gelehrten wagen auch zu vermuten, dass er während Kyros Zeit lebte³, aber die meisten Gelehrten stimmen überein, dass er vor der Zeit der Achämeniden in Baktrien (heutiges Nordost-Iran und Afghanistan) gelebt haben muss, wenn möglich im 17. oder 15. Jh. v. Chr. auf Grund der archaischen Sprache, die die Gatha besitzt³.

Geburt ZartoshtsDas meiste Wissen über Zarathustra beruht größtenteils aus tradierten Legenden, da er selbst nicht viel über sich in seinen Gesängen erwähnen ließ. Manche dieser Legenden sind weit hergeholt und weisen auch auf typisch spätere zoroastrische Züge auf, aber die noch heute lebenden Parsen glauben fest an diesen an Generationen weiter gegebenen Mythen. Eine gute Zusammenfassung der Legenden für Interessierte bietet diese Seite.

Das Wunder der Eisbrücke

Zarathustra stammte aus dem Stamm der „Spitama“ und  musste sehr wahrscheinlich ein Zaotar (Priester) gewesen sein⁴. Sein echter Name war „Spitama“, genannt nach dem Gründer des Stammes. Aber anders als die übrigen Priester zeigte er sich sehr kritisch gegenüber den traditionellen Weltvorstellungen. Sowohl philosophische als auch theologische Antworten zu seinen Fragen konnte ihm keiner beantworten, und er war darüberhinaus nicht mit den grausamen Tieropfern, die von den Priestern praktiziert wurden einverstanden⁵. Auch erfuhr er nur Leid und Elend auf Grund von Kriegen und Raubzügen. Nach der Legende ließ er mit 20 den Priestertitel ab und verließ die Gesellschaft. Er begab sich in die Berge, wo er in einer abgeschotteten Höhle durch Meditation und philosophischen Betrachtungen der Existenz nach einer Antwort des Sinn von Sein suchte⁶. In der allerersten Hymne schrieb er die Fragen auf, die für nicht beantwortbar waren:

  • Warum gibt es so viel Leid und Elend auf dieser Welt
  • Warum werden die Menschen von Sorgen und Traurigkeit geplagt
  • Warum stoppen die Götter nicht die schlechten Taten der Kriegstreiber und ihre verheerenden Ausmaßen⁷

Die Botschaft des Lichts und des Gesetzes

Ab 30 sollte Spitama dann eine Erleuchtung erfahren haben und nannte sich daraufhin Zarathustra („Der vom Goldenen Lichte“ und “Gelb wie ein Kamel”). Er wollte der Welt über den allumfassend weisen Schöpfer Ahura Mazda, der der Ursprung alles Seins ist, erzählen und die Welt über das Gute aufklären. Er verteufelte die altiranischen Götter als Daevas („Dämonen“) und forderte den Abkehr von ihnen und die Beendigung der Tieropfer⁸.

Aber Zarathustra hatte wenig Erfolg, nach jahrerlanger Kundgebung über Ahura Mazda hat er nur wenige Anhänger um sich gesammelt, und diese waren großteils Familienangehörige⁹. Von den Mithraspriestern verfolgt begab sich Zarathustra mit seinen Anhängern auf eine lange Wanderung durch die Wüsten Persiens.

Am Hof von  Vishtasp

Dann mit 42 Jahren soll ihm  ein  König namens  Vishtaspa Gehör geschenkt haben. Er schloß sich daraufhin Zarathustras Lehren an, und somit schaffte es der ehemalige Zaotar, die Wahrheit über Ahura Mazda überall im Land  zu predigen. Er gründete eine Kirche um das Wissen zu bewahren¹⁰ und während dieser Zeit muss er die Gatha, eine Reihe von Gesänge, komponiert haben¹¹.

Die Gatha

Die Gathas sind ein Teil der Avesta, der altzoroastrischen Bibel, die direkt von Zarathustra abstammen. Nach der Legende komponierte der Prophet sie auf seiner Flucht vor dem Klerus des Mithrakultes, als er durch die heißen Steppen der persischen Wüsten wanderte.
Die Gathas bestehen aus 17 Hymnen mit jeweils 16 Strophen und haben jeweils ihre eigene Funktion. Diese Hymnen wurden bis zum 3. Jhr. n. Chr. oral tradiert. Nach Gründung des Sassanidenreiches versuchte die Kirche all ihr Wissen schriftlich niederzulegen.

Diese Gesänge kann man nicht als eine dogmatische Schrift eines Propheten (wie den Koran) bezeichnen, sondern sind eher manthrische Gebete und „Inspirationsdichtung“, mit der Zarathustra die Herzen der Menschen erreichen und über das Gute lehren will.  Auch sollen sie inhaltlich übersichtlich bleiben, deswegen ist die Gatha recht kurz.

Lehrer und Reformator

Nach seinem Tod hat die Priesterschaft Zarathustras Gesänge aufbewahrt, doch daraufhin erweiterten verschiedene Priester sie mit weiteren Gesängen, die altiranische Traditionen und Götter wiedereinführte und sie im zoroastrischen Sinne umdeutete. Götter wie Anahita und Mithras wurden zu Spentas, die Engel Ahura Mazdas, obwohl die Spentas bei Zarathustra eine ganz andere Deutung besaßen¹². Somit entstand die Avesta, die Bibel der Zarathustrier.

Die Zoroastrier haben ihre eigene Gliederung dieser Gesänge, doch hier eine kurze Zusammenfassung wie die Gathas aufgebaut sind:

1.      Einführung
2.      Zarathustra der Ausgewählte (Syushant=Lehrer, Weiser)
3.      Vorstellung der Lehre
4.      Die Weisen
5.      Die Unklugen
6.      Mahnung, Ahura Mazda und den Spentas zu folgen
7.      Mahnung, Ahura Mazda und den Spentas zu folgen
8.      Definition von Ahura Mazda, Asha und Wohuman und Khashatra
9.      Ausweitung der Lehre
10.    Ausweglosigkeit, seine Lehre wird nicht anerkannt
11.    Rückbesinnung auf Ahura Mazda
12.    Rückbesinnung auf Ahura Mazda
13.     Widersacher Bendova und den Daevas
14.    Reprise
15.    Reprise
16.    Die Guten bei Namen
Fazit , Purutshistra und Segen

Tod Zartoshts im Feuertempel

Zarathustras Weltbild

Ahura MazdaVergleichbar mit dem rationalen Theismus des 17. Jhr. n. Chr., vertrat Zarathustra die Ansicht, dass das ganze Sein von einer höheren nicht näher zu definierenden Quelle abstammt, die abseits aller materiellen Existenz besteht. Diese Quelle benennt er in seiner Gatha als „Mazda„, avestisch für „allumfassende Weisheit“, und fügte „Ahura“ hinzu, was „Schöpfer“ bedeudet. Die Gatha gibt klar hervor, dass Ahura Mazda als eine abstrakte „Ur-Idee“ oder „Geist“ auftritt, das „alles Umfassende und der Ursprung der Weisheit, der mit seinem Lichte die Schöpfung erleuchtete(…)“ (4.Hymne, 7.Strophe) und die uns bekannte Weltordnung erschuf. Solche Attribute mit Lichtmetaphorik tauchen oft in der Gatha auf und zeigen die Bedeutung seiner Existenz, wie die Sonne, die der Welt  Wärme und Geborgenheit spendet und ohne die keine Leben bestehen kann.

Ahura Mazda besitzt mehrere Eigenschaften, die von Zarathustra als Amashspans („weise Geschöpfe“) personifiziert werden und auch am Anfang der Gatha ein Eigenleben haben. Diese Eigenschaften sind die wichtigsten Ideen der Lehre Zarathustras und sind nur durch Auseinandersetzung mit der Wahrheit kognitiv erfassbar, also durch Philosophie. Wenn man diese Amashapans erfasst hat, kann man ethisch korrekt Leben.

17.    Asha (Weltordnung, Wahrhaftigkeit, Rechtschaffenheit, Universalgesetz)
18.    Khashatra (Gute Taten)
19.    Wohuman (Gute Gedanken)
20.    Armaity (Friedfertigkeit, Harmonie, Ausgeglichenheit)
21.    Haurvarat (Gesundheit, Ganzheit, Reinheit)
22.    Ameretat (Leben, Unsterblichkeit)

In der Gatha treten nur  die ersten vier auf, später wurden zwei weitere in der Avesta erwähnt, die nicht auf Zarathustra zurückgehen können¹³. Zarathustra erwähnte auch, dass er durch die Erfassung mit Wohuman und Asha Ahura Mazda entdecken konnte und somit zur Erleuchtung gelang.

Ahura Mazda ist nicht als einzig überstehendes Wesen zu verstehen. Seit Anbeginn existierte auch ein „Zwilling“, der das komplette Gegenteil zu allem ist, für was Mazda steht. Niemals stimmten beide Gesinnungen in einer Sache überein, sei es ihre „Lehre, Denkweise, Sprache oder Taten“(10,2). Während Ahura Mazda das Leben und das Gute erschuf, brachte sein Zwilling den Tod und das Böse, und so funktioniere das Leben durch Wirken beider Gesinnungen.

Die böse Gesinnung besitzt aber den klaren Vorteil, dass die ihm untergeordneten Daevas die Welt verpesten und Krankheit und Krieg im Sinne der Vernichtung verbreiten. Auch sind sie listenreich und haben die Zunge einer Schlange, womit sie durch Lügen und Falschheit „Truggenossen“ werben, um damit ihr Zerstörungspotential zu vergrößern (5. Hymne, Strophe 4). Die Truggenossen treten in der Gatha größtenteils als korrupte Priester, Tyrannen und Kriegstreiber auf, und ein Priester wird sogar bei seinem Namen „Bendova“ erwähnt, der ein großer Widersacher Zarathustras gewesen sein musste¹⁴.

ZartoshtAber Ahura Mazda hat keinen Einfluss auf das Leben und der Welt und kann deshalb nicht  die Menschen vor negativen Einflüssen schützen. Dafür gab er allen Menschen den freien Willen, um damit selbst das Leben meistern zu können. Aber der Preis ist die Kausalität: Jeder Mensch kann sich frei entscheiden, nach dem“Guten“ oder dem „Bösen“ zu streben, aber muss mit den Konsequenzen rechnen. Die Konsequenzen reichen von psychologischer  sowie physischer Natur, sodass es auf den Menschen und auch um ihn herum Einfluss haben kann¹⁵. Somit hat Zarathustra als erster in der Weltgeschichte die ethische Dialektik entdeckt. Deshalb hatte er nach der Gatha Zarathustra als Lehrer ernannt, um die Menschen über die Lehren des Guten unterrichten zu können und sie somit zu lehren von den Daevas und den Truggenossen Abstand zu nehmen.

Die Lehre Zarathustras

Zarathustras Lehren kann man schnell als ein Katalog ethisch-moralischer Gesetze bezeichnen, die universal und konkret genug sind, dass selbst der einfachste Bauer sie verstehen und befolgen kann. Am besten kann man die Lehre in drei Handlungen untergliedern, nachdem auch die Amashpans genannt sind :

Gut denken (Wohuman)
Gut reden (Asha)
Gut handeln (Khashatra)

ZartohstFraglich am Anfang bleibt, was genau „gut“ bedeutet. Auch setzt Zarathustra mehrmals „gut“ mit „gerecht“ und „wahr“ gleich, ohne darauf näher einzugehen,was die beiden anderen Wörter bedeuten. Religionen wie die abrahamische haben ein Gesetzteskatalog von Geboten aufgestellt, um dem Menschen zu sagen welche Taten unter dem Wort Gottes gerecht und wahrhaft sind und man somit das Fegefeuer vermeidet. Auch müsste man sich fragen, ob es wie in der christlichen und der islamischen Religion diese Wörter gebraucht wurden, um „gegen das Böse“ zu kämpfen und sie zu „vernichten“. Doch bei näherer Betrachtung der Gatha findet man keine konkrete Forderung Zarathustras, wie „gut“ oder „gerecht“ man handeln sollte. Und das ist der Knackpunkt der ganzen zoroastrischen Lehre: Man muss die Antwort selber herausfinden. Es ist eine Lehre, die die religiöse Oberflächlichkeiten der alten Traditionen und Mythenkulte ablehnt und somit zum ersten mal in der Menschheitsgeschichte einen konkreten Zusammenhang zwischen Mensch und sein Wirken in der Realität herstellt.

Anstelle den Dogma einer religiösen Ansicht zu befolgen, versuchte Zarathustra den Menschen klar zu machen, dass er im hier und jetzt existiert, für sich selbst und der Umwelt verantwortlich ist und für diese sorgen muss . Das erfordert Reflexion der eigenen Weltansicht und die eigene kognitive Erfassung über die Wahrheit der Dinge (Asha). Zwar klingt dieser Anspruch, dass nur Ahura Mazda existiert absolut, aber es beruht auf eine logische Schlussfolgerung, die auch spätere Philosophen wie  Descartés und Kant in ihren eigenen Schriften zugegeben haben. Wenn man sich dessen bewusst ist und beweisen kann, dass man durch rein kognitives Denken „ist“, so muss es auch folglich ein höheres Sein geben, das man auch nur rational erfassen kann. Vernunft und Aufklärung spielen in der Lehre Zarathustras eine große Rolle, und nur so kann man zuerst Wohuman  (Gute Gedanken) erreichen, wo man somit die Weltordnung der Asha (Gut reden), was auch die Wahrheit ist, erfassen kann und daraus folgend die Khashatra (Gute Taten) ausführen und in Armaity (Friedfertigkeit, Harmonie, Ausgeglichenheit) leben kann.

Jeder Philosoph und Wissenschaftler, der nach der Wahrheit strebt, geht automatisch in diese Reihenfolge vor und hat sind sich dessen und Ahura Mazda und seiner allewigen Güte bewusst gemacht, selbst er nicht religiös ist. Zarathustra fordert auch nicht, dass man an Ahura Mazda glauben soll, sondern man muss sich ihm bewusst sein, ob man ihn den nun Zeus, Jahweh, Urknall oder Gott nennt.

Deshalb kann „Gott“ nicht für die Leiden der Welt verantwortlich sein, denn er ist nicht rachsüchtig und hat nicht die Fähigkeit, die Menschen zu bestrafen. Allein der Mensch (mit den Daevas) bestimmt sein eigenes Leben und folglich wählt er sein eigenes Schicksal. Wenn er nicht leiden will, muss er gemäß der Asha leben. Wenn er aber unwissend ist und sich falschen Ansichten hingibt, wird er auch früher oder später mit den Konsequenzen rechnen müssen und niemals die Armaity erreichen.

Zarathustras Lehre ist aus diesem Grunde auch sehr fortschrittsbewusst und ökologisch fürsorglich. Der ehemalige Zaotar fordert in der Gatha auf, dass Menschen sich mit der Wissenschaft auseinandersetzen, da man mit der Wissenschaft die Asha genauer erfassen und somit näher die Quelle der Weisheit erreichen kann, also auch fortschrittlicher im Denken und Handeln wird¹⁶. Gleichzeitig sagt er damit auch, dass man um alles mögliche die Natur schonen und fördern muss, da in der Natur die Asha steckt. Ein Tieropfer ist keinesfalls heilig, sondern unnötige Grausamkeit gegenüber einem Lebewesen, das einen Geist wie ein Mensch hat. Wenn man also unnötig Tiere Lebewesen quält kann man der Asha nicht treu sein.

Tsinowat

Wahrlich, die Truggenossen wollen das Gewissen
der Suchenden des rechten Weges verwirren
und deren Überzeugung zerrütten.
Der Truggenossen Gewissen und Überzeugungen
sind bereits verwirrt und sie sind vom rechten Weg abgekommen.
Am Tsinowat aber,
wenn ihre schlechten Taten offenbar werden,
wird sie ihr Gewissen mit Angst plagen. (16,13)

Das ist die einzige Passage der gesammten Gatha, wo der Begriff  „Tsinowat“ auftritt. Tsinowat, auch als Činvat geschrieben, ist avestisch für „Scheideweg“ und „Schwelle der Entscheidung“, aber was es genau in ihrer Urbedeutung bedeutet kann man nur vermuten.

MagiDie späteren zoroastrischen Priester haben die Tsinowat als Brücke zwischen dem Dies- und Jenseits der Existenz interpetiert, den man auch mit dem Totenfluss Acheron aus der klassischen Mythologie gleichsetzen kann¹⁷. Nach Auffassung der Avesta besteht der Mensch und alles andere Leben aus Geist (Spirit) und Materie. Nach dem Tod trennt sich der Geist von der erdlichen Hülle und schreitet voran über die Brücke des Tsinowats.  Für den rechtschaffenen Menschen ist die Brücke breit wie ein Pfad, für den anderen schmal wie eine Messerspitze. Je nach seinen Taten wird der Tote entweder eine angenehme  oder eine qualvolle Reise  haben. Am Ende des Weges steht ein Totengericht von drei Totenrichter, an der Spitze der Lichtgott Mithras. Die Richter wägen die Entscheidung über das endgültige Ziel des jeweiligen Geistes ab¹⁸. War er ein guter Mensch, gelangt er in das ewige Paradies (Garotman), der „Ort der Lobgesänge“. Die Geister der Bösen aber gelangen an den „schlechtesten Ort“, in die dunkle Unterwelt, wo die schlechten Seelen ihr Dasein fristen und unvorstellbaren Qualen ausgesetzt sind. Auch gibt es für „neutrale“ Geister, die sowohl gleich viel Gutes als auch Schlechtes begangen haben einen Ort. Den Ort kann man sich als ein Art Limbus vorstellen, wo die Geister sich in einem leidlosen aber auch glücklosen Zustand aufhalten. Sie werden also vom Paradies ausgeschlossen, aber müssen dafür nicht leiden¹⁹.

Dem Glauben nach sollte es auch wie in der christlichen Vorstellung ein Jüngstes Gericht geben, was den Verdachte erhärtet dass dieses Konzept von den Zoroaster übernommen worden ist.  In der Avesta steht aber, dass das Jüngste Gericht von einem kommenden Kometen verursacht werden wird.  Die Berge (die nach Vorstellung aus Metall bestehen) schmelzen, und Lava wird sich über die ganze Welt strecken. Die guten Geister werden verschont während Ahriman und all die schlechten Geister durch das heilige Feuer endgültig vernichtet werden. Die Toten die verschont wurden, werden wieder auferstehen und dann für immer im ewigen Paradies leben²⁰.

Fraglich bleibt weiterhin ob das die wirkliche Intention Zarathustras war, den Tsinowat so zu definieren. Er hat nie in der Gatha über das Paradies und die Hölle nach dem Tode erwähnt, noch hatte er eine so apokalyptische Vorstellung in seinen eher friedlichen Gesängen wiedergegeben. Auch widerspricht das in einigen Punkten den eher philosophisch-ethischen Darstellung seiner Lehre, die die Menschen eher über ihren Einfluss auf sich und das Leben aufklären sollte. Und dass Mithras, den Zarathustra als Daeva deklarierte, ein Totenrichter war, kann man sich nur schwer vorstellen. Die Frage bleibt was die wirkliche Bedeutung des Scheideweges war. Ob Zarathustra sie nach der Gatha weiter ausgearbeitet hat als seine Lehre unter Vishtapa verbreitet wurde, oder ob tatsächlich seine mitstreitenden Priester nach dem Tode diese Vorstellung für ihre Zwecke umdefinierten, um mehr Macht innerhalb von Iran zu gewinnen.

Moderne Interpretationen meinen, dass der Scheideweg eher als Metapher für das Leben an sich steht²¹. Dass der Mensch seinen eigenen Weg schreitet und er je nach Taten und Gedanken selber bestimmt wie sich der Verlauf seines Pfades entwickelt. Sehr wahrscheinlich auch, spielt dabei die eigene Einschätzung eines Individuums eine Rolle für den Tsinowat, da dem Menschen  die Entscheidung zwischen guten und schlechten Gedanken den daraus folgenden Taten überlassen wird, die zu einem entsprechend guten oder schlechten Gewissen führen. Das Gewissen spielt die Rolle als eine unterbewusste Richtschnur, da jeder ein Teil Ahura Mazdas ist und deshalb in jedem Menschen die Idee des Guten verborgen ist.
Andererseits ist auch bekannt, dass die Truggenossen unter Einfluss der Daeva zu jeder Untat bereit sind, ohne jeglichen Gewissensbisse zu haben. Aber die Konsequenzen muss nicht nur der Truggenosse, sondern auch die Umwelt tragen, und deshalb muss was gegen den negativen Einfluss der Daevas unternommen werden.

Philosophischer Wert für die Nachwelt

Zarathustras Lehren sind eine Reformation der alten iranischen Religion, die von der Priesterschaft pervertiert wurde und eher als Machtlegitimation innerhalb der Stämme galt. Zarathustra lehnte die Götterhuldigung und den Gebrauch des Haomas ab. Nicht um seine Lehren besser auftreten zu lassen, sondern sodass die Menschen sich von dem Dogma der Religion lösen und mit freiem Kopf nach der Wahrheit streben können. Vergleichbar zu anderen Kulturen war das eine ganz radikale Ansicht und man kann sie auch nicht als ganz religiös einstufen. Seine Lehren sind eher eine philosophisch-ethische Betrachtung, die auf einfache praktische Grundregel mit theologischem Hintergrund basieren, die erst nach seinem Tod in eine monotheistische Religion umgewandelt wurde. Der Begriff Syoshant, was ehemals „Lehrer“ bedeutete, wurde in „Erlöser/Prophet“ umbenannt²². Die Zahl der Spentas wurde erweitert, um die altiranischen Götter in die Lehre einzuführen²³, und alte traditionelle Vorstellungen wurden zoroastrisch umgedeudet²⁴. Auch wurden alte Mythen in einem Teil der Avesta aufbewahrt, wie die Legenden über Rustam und Garshasp, oder die Geschichten über die ersten menschlichen Könige²⁵.

Aber selbst als Religion hatten die Lehren Zarathustras eine kulturelle Revolution durch die Antike hindurch gezogen, intellektuell sowie politisch. Der erste persische Großkönig Kyros der Große hatte in weniger als in einem Jahrzehnt ganz Vorderasien erobert. Anders als seine (assyrischen) Vorgänger aber hat der Großkönig die Sklaverei in seinem Reich abgeschafft und Gesetze verabschiedet, die dem Untertan Grundrechte wie Religionsfreiheit, Gleichberechtigung und Respekt vor der Privatsphäre gewährten²⁶. Kyros  gewährte den nach Babylon deportierten Juden Asyl nach Israel und richtete die zerstörten Synagogen wieder auf.
Dadurch wurden Elemente der zoroastrische Religion von der abrahamische Religion übernommen und der eher rachsüchtige Gott Jahweh tritt im Laufe der Geschichte als gütiger Gott auf²⁷.
Darius-VaseGleichschaltung gab es nur in den Rechten der Bürger, aber die Menschen durften sich im Reich frei entfalten und der Pluralismus und die Multikultur wurde ein kulturelles Merkmal des Perserreiches. Kyros gilt bis heute durch seine Einhaltung der Asha und Ausführung der Khashatra zu den größten politischen Führungspersönlichkeiten der Weltgeschichte, wo selbst die Griechen und Israelis ihn  in ihren Schriften verewigten. Sein späterer Nachfolger Dareios der Große verstaatlichte die zoroastrische Religion, aber handelte auch nach der Asha in seiner Politik. Er vereinheitlichte das Reich  mit beamtlichen Apparaten und öffnete neue Handelswege, um den kulturellen Austausch und den Handel innerhalb des Reiches zu verbessern²⁸. Neue wissenschaftliche und technische Entdeckungen boten diese fortschrittliche Zivilisation an, und auch erreichten die Agrar- und Gartenkulturen unter den Persern eine neue Blüte. Mit der Eroberung Ägyptens und der griechischen Siedlungen in Kleinasien, und auch den Perserkriegen des 5. Jhs. vor Christus drangen die Lehren Zarathustras in den eher isolierten griechischen Stadtstaaten und prägte damit die abendländische Philosophie und Logik.

Quellen:

1.Plutarch: Über Isis und Osiris, 46-7
2.Weltbild Verlag: „Weiser Herr des Himmels“, S. 51
3.Mary Boyce: „Zoroastrism“, S. 18
4.Ebenda, S. 18
5.Weltbild Verlag: „Weiser Herr des Himmels“, S. 59
6.Mary Boyce: „Zoroastrism“, S.18
7.Dr. Bahram Varza: „Gatha – die Lehre Zarathustras“, S. 21
8.Mary Boyce: „Zoroastrism“, S. 30
9. Ebenda, S. 30
10.Ebenda,S. 31
11.Ebenda, S. 31
12.Ebenda, S. 22 sowie Dr. Bahram Varza: „Gatha – die Lehre Zarathustras“, S.15
13.Mary Boyce: „Zoroastrism“,S.24
14.Dr. Bahram Varza: „Gatha – die Lehre Zarathustras“, S. 125
15.Mary Boyce: „Zoroastrism“,S.20-24
16.Dr. Bahram Varza: „Gatha – die Lehre Zarathustras“, S. 59
17.Mary Boyce: „Zoroastrism“,S.27
18.Ebenda, S.28
19.Ebenda, S.28
20.Ebenda, S.29
21.Dr. Bahram Varza: „Gatha – die Lehre Zarathustras“, S. 15
22. Ebenda, S.15
23.Ebenda, S.15
24.Manucher Jamahli: „Das Denken beginnt mit dem Lachen“, S.51-52
25.Weltbild Verlag: „Weiser Herr des Himmels“, S. 63
26.Kyroszylinder
27.Mary Boyce: „Zoroastrism“,S.77
28. Tom Holland: „Persisches Feuer“, S.87

Literatur:

Mary Boyce: „Zoroastrism“
Weltbild Verlag: „Weiser Herr des Himmels“
Tom Holland: „Persisches Feuer“
Dr. Bahram Varza: „Gatha – die Lehre Zarathustras“
Heidemarie Koch: „Es kündet Dareios der König“
Manucher Jamahli: „Das Denken beginnt mit dem Lachen“
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34 Antworten zu Zarathustra und Ahura Mazda

  1. Tangsir schreibt:

    Interessant ist auch folgendes:

    Gerald Messadié sieht den Wandel Satans vom Ankläger in Gottes Rat zum Gegenspieler Gottes als Übernahme des Ahriman] aus dem Zoroastrismus an; dort sind der böse Welterschaffer und der gute Gott Ahura Mazda in der Tat Gegenspieler.

    Im Zarathustrismus (auch Zoroastrismus) gelangen die Seelen nach dem Tod über die Činvat-Brücke. Hier wird Gericht gehalten: Für den rechtschaffenen Menschen ist die Brücke breit wie ein Pfad, für den anderen schmal wie eine Messerspitze. Die Guten gelangen in die seligen Gefilde des Paradieses Garodemäna (später Garotman), des „Orts der Lobgesänge“; die Seele des Bösen aber kommt an den „schlechtesten Ort“, d. h. in die Hölle. Die Dämonen des Zoroastrismus werden Daeva, Drudsch und Pairikas (Peri) genannt und teils als Unholdinnen gedacht, die mit bösen Menschen in fleischlichem Verkehr stehen und die guten zu verführen trachten, teils als tückische Dämonen, welche Trockenheit, Missernten, Seuchen und andere Plagen über die Welt verhängen.

    Die Schöpfungsgeschichte des Zarathustrismus besagt, das Gott in den ersten 3000 Jahren durch einen langherrschenden Windhauch zuerst den eiförmigen Himmel und daraufhin die Erde und die Pflanzen erschuf. Im zweiten Zyklus von 3000 Jahren entstanden die Ur-stiere und danach der Urmensch. Danach erfolgte der Einbruch des Anramainyu (der „Teufel“), welcher den Urmenschen und den Urstier tötet und eine Periode des Kampfes eröffnet, die ihr Ende erst mit der Geburt des Zarathustra erreicht. Dieses Ereignis fällt in das 31. Jahr der Regierung des Königs Vistaspa. Und von da an werden wieder 3000 Jahre vergehen, bis der Heiland Saoschjant geboren wird, welcher die bösen Geister vernichten und eine neue, unvergängliche Welt herbeiführen wird; auch die Toten sollen dann auferstehen.

    Statt des einen Messias werden an anderen Stellen deren drei genannt, wodurch sich also diese Lehre von der entsprechenden des Alten Testaments unterscheidet. Dagegen stimmt die Lehre von der Auferstehung sogar in Details mit der christlichen überein, so dass die Annahme einer Entlehnung der letzteren aus der Religion der den Hebräern benachbarten Zarathustristen eine gewisse Wahrscheinlichkeit für sich hat. Speziell die Begriffe Himmel und Hölle waren im alten Judentum nicht bekannt.

    http://de.wikibooks.org/wiki/Religionskritik:_Teufel#Zarathustrismus

  2. amirkabir schreibt:

    Ganz toller Artikel, wenn ich da an den Dreck denke den Michael Staussberg in seinem Buch geschrieben hat, der 1. Zarathustra nicht verstanden hat und 2. keine Trennung zwischen Avesta und Gatha vornimmt. Die Gatha an sich ist die reine Lehre und nur ueber sie kann man Zarathustra beurteilen. Der Klerus hat sehr viel von seinen eigenen Ansichten zur Gatha, hinzugefügt und noch zusätzlich seine eigenen Überlieferungen, die AVESTA hinzu gebracht. Deshalb hat es lange gedauert bis man mit viel Mühe die reine Lehre von Zarathustra von der Überlieferung des Klerus trennen konnte. Dieses Arschloch Staussberg hat bis zur letzten Seite seines Buches nichts, rein gar nichts verstanden und der Titel des Buches „Zarathustra und seine Religion“ sind nichts weiter als eine Themaverfehlung: Setzen 6! Er kann sich hier gleich mehrere Scheiben von Ruhms Goetterschwert abschneiden!

    • Rums Götterschwert schreibt:

      Es ist nicht Ruhm, sondern Rum 😉 :
      http://en.wikipedia.org/wiki/R%C3%BBm

      • amirkabir schreibt:

        Sorry

        • Rums Götterschwert schreibt:

          Macht nichts, du hast ja den Zusammenhang nicht verstanden ;).

          Ich nenn mich nur so, weil ich weiß, dass es früher oder später ein wiederauflebender Diskriminierungsbegriff der Moslems sein wird. Antiromanismus würde ich das nennen. Wie Antisemitismus im 3. Reich, aber stattdessen die Diskriminierung derer, die aus einer abendländischen(kapitalistisch-„christlichen“-usw.) Herrkunft abstammen.

          Ich stell mich nur mal gleich drauf ein sobald die ersten Musels anfangen zu propagandieren „Tötet die Rums“.

    • Jochen Münster schreibt:

      Den Ausdruck „Arschloch“ finde ich nicht gerade nett, wenngleich Sie vielleicht recht haben. Dennoch: ein interessanter Kommentar. Mich würde interessieren, was Sie von von Herrn Dr.A. Madjderey haten („Was also sprach Sarathustra wahrlich ?).

      • Tangsir schreibt:

        Der Vorkommentator ist ein türkischer Flegel und vom Stamm der Afshar. Ausserdem handelt es sich bei ihm um eine zutiefst psychisch gestörte Person, der im Internet junge Menschen bedroht und ihre Arbeit stiehlt. Nicht nur aber stiehlt er die Arbeit anderer und stellt sich dabei als Perser vor, er ist auch ein Antisemit und leugnet gerne Völkermorde.

        Dr.A. Madjderey ist ein toller Autor. Leider hat dieser Afshar-Türke, dem ich kurzzeitig hier auf meinem Blog Asyl geboten habe, auch Texte von ihm genommen und sie als Plagiat hier präsentiert:

        https://tangsir2569.wordpress.com/2010/09/02/das-goldene-zeitalter-des-islam/

        Wenn wir von türkischen Plagiaten sprechen, dann selbstverständlich nicht nach Vorbild von enttarnten, (promovierten) Politikern die Passagen nehmen und sie auch mal umformulieren. „Türkisch Plagiat“: Der Türke kopiert auch einfach mal den ganzen Text, und wenn es auffliegt, freut es sich diebisch über sein Tun und die Empörung darüber.
        Genauso übrigens frönt er der irrationalen Raserei und ist ein zutiefst narzistischer Mensch, dem die Kacke bereits in den Pupillen steht, so ein verklemmtes Arschloch ist er.

        Bitte überzeugen Sie sich selbst davon: https://parseundparse.wordpress.com/

  3. Heuchler schreibt:

    Auf alle selbsternannten „Propheten“ und „göttlich gesegneten“ sei mal ordentlich geschissen! Religionen sind nur ein Tool für Ambitionierte bzw. Möchtegern Politiker im heute, hier und jetzt Politik zu machen!
    Wer sich zudem noch selbst als Atheist/Agnostiker bezeichnet und gleichzeitig mit Religion (sei es Zoroastrismus, Buddhismus, Christentum, usw. usf.) seinen grundlegenden Ambitionen Nachdruck verleihen möchte, der ist auf dieser Welt an Heuchelei gar nicht mehr zu überbieten.
    Ich gehe davon aus, dass der Betreiber dieses Blogs diesen Text wieder zu Belustigungszwecken seiner aktiven Leser und Eierschaukler verfälscht – das ist aber völlig belanglos, wenn ich dem Betreiber für nur den einen Moment, während er hier meine Ergüsse aufsaugt, den Spiegel vorgehalten habe, damit er sich selbst sieht was für nichtsnütziger Heuchler er ist… ein Stück wertloses Fleisch. 🙂

    • Tangsir schreibt:

      Dein Text muss man nicht extra editieren, da es schon in der Originalform schon belustigend und lächerlich genug ist. Es ist nur Pech für dich, dass Zarathustra sich immer dagegen verwahrt hat als Prophet bezeichnet zu werden. Er sah sich immer als Lehrer an. Auch bei Buddha war es so, dass er sich Zeitlebens dagegen verwahrte als Prophet verehrt zu werden. Aber um dies zu wissen, sollte man sich eben gründlicher mit der Materie beschäftigt haben, als dass du in der Lage wärst es zu tun. Zudem geht es hier in diesem Beitrag um eine kritisch-philosophische Betrachtung der Lehren Zartoshts und keineswegs um pseudoreligiöse Überhöhung. Die grundlegende Kritik an der zoroatrischen Religion im Text, hast du wohl genauso gründlich überlesen, wie du in der Schule regelmäßig gepennt hast 😀

      Übrigens, wie läuft es denn im Atheist Media Blog? 😉
      Tja, so läuft das wenn man nicht in der Lage ist Blogeinträge mit eigenständigen Texten zu veröffentlichen und bloß aus anderen Quellen abkupfert, und dazu noch ständig lügt.

    • Rums Götterschwert schreibt:

      1. WTF am I reading?

      2. Du hast dich schon im ersten Satz als einen ignoranter ärmlichen Wicht entpuppt, und ich bezweifle, du hast den ganzen Text gelesen, oder überhaupt dich mit der Figur Zarathustras beschäftigt hast.
      Zarathustra nannte sich nie einen Propheten, nie! Die Prophetenbezeichnung kam erst später in der Avesta auf, wo zoroastrische Priester die reinen Lehren Zarathustras als Religion umgewandelt haben.
      In der Gathat hat dieser sich als „Syoshant“ bezeichnet, was avestisch für „Lehrer“ bedeutet. Platon war auch ein „Lehrer“, Aristoteles war auch ein „Lehrer“, fuck, die ganze epikureische Lehre basiert auf eine theologische Ansicht, und dennoch nannte man Epikur einen „Lehrer“, oder PHILOSOPHEN. Wer sich nicht mit den Primärquellen selber auseinandergesetzt hat und nur sich auf Wikifundament begründet, sollte lieber die Fresse halten.

      3. Wag es bloß nicht, Tangsir einen „Stück wertloses Fleisch“ zu nennen. Er hat mehr in seinem Leben getan als du überhaupt seit deiner Geburt wahrscheinlich erbringen konntest. Ohne ihn wäre mein Beitrag nie zu stande gekommen!
      Wer so einen Scheiß schreibt, und sich selber als „Heuchler“ ausgibt, anstelle was Sinnvolleres zu machen, der ist selbst ein „Stück wertloses Fleisch“.

    • Joel schreibt:

      “Stück wertloses Fleisch”
      Ja genau Du, Heuchler,das bist Du;ein wertloses Stück Fleisch, frei nach Satre“Du bist eine verlorene Kreatur in einem gleichgültigem Universum“
      Was maßt Du dir an, Zartosh einen selbsternannten Propheten zu nennen,nein Zartosh war stets ein Fragender der sein Licht in transzendentale Welten scheinen ließ.
      Da die Metaphysik heute mit dem Begriff Tiefenpsychologie belegt ist, und spätestens seit C.G Jung zum festen Bestandteil eines jeden, der sich seines eigenen Verstandes bedienen kann, geworden ist. Da Dir die Definition dieser Begrifflichkeiten ja scheinbar abgehen,kannst Du natürlich auch mit den Lehren Zartoshs nichts anfangen.
      @HEUCHLER… beschäftige dich einmal mit der Quantenphysik, aber so glaube ich, würde das sicher den Rahmen deines Gedankenkonstrukts sprengen…Schade.

    • jackdaw schreibt:

      „Unserer“ Heuchler ist ein Atheist, hallo Kamerad.
      Nur was will unser Kamerad mit seinen Worten der Allgemeinheit u. tangsir sagen?
      Ein militanter Kamerad muß alles nichtatheistische ablehen und bekämpfen und wenn es ein Atheist es wagt, säkulär zu handeln, d.h. einen Artikel über iranische Philosophie als Iraner zur Diskussion rein zu stellen, so muß er und div. Leser als Häretiker und „ein Stück wertloses Fleisch“ angeklagt und bestraft werden.
      Heuchler ist ein „guter“ Atheist, der jedoch über mehrere Ziele hinaus schießt. Es ist kein Kampf gegen Religionen, sondern für den Säkularen Staat oder will unserer militanter Kamerad mit Feuer und Schwert alle von seiner Überzeugung überzeugen? Ja, das wöllte er gerne, meint es aber nur „gut“, wie alle anderen religiösen, die sich verrant haben. Eine säkulare Staatsordung ist aber etwas ganz anderes!
      Neben seinem „guten“ militanten Atheismus hat unserer Kamerad aber doch eigentlich seine Links-Weltansicht ausleben wollen, weil ein Iraner darf nichts über die iranische Kultur publizieren, er müßte diese negieren, dann wäre er so richtig nach dem Geschmack eines Gutmenschen.
      Heuchler könnte auch ein „guter“ Moslem sein, weil die Einstellung fast deckungsgleich ist.

      Heuchler ist ein Depp!

    • Andreas Horst K schreibt:

      ich lerne gerne dazu,auch was die vergangenheit verschiedenster kulturen betrifft.ich sehe hier keinelei beeinflussung in irgendeine richtung und auch kein bestreben,irgend jemandem was falsches zu vermitteln.

      von daher herr heuchler könnens mich mal ganz gerne haben _OO_

  4. jerry schreibt:

    13:16 Nigerian foreign minister threatens sanctions against Iran in arms case (AP)

    gibt es ein fast ganz islamisches Land mit Charakter ?

  5. calvinfidel schreibt:

    Der Teil in dem er auszog und Erleuchtung erlangte erinnert mich iwie an Siddharta.
    Falls jemand nicht weiss wen ich meine, oder jemand die Geschichte nicht kennt:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Siddhartha_Gautama

    • Rums Götterschwert schreibt:

      Das überrascht mich nicht.
      Im zoroastrischen Cinvat Mythos gibt es auch das Gautmana, der „Ort der Lobgesänge“, wo die guten Geister bis zum jüngsten Gericht ihr Dasein verbringen, und, wie erwartet, in Harmonie und Glückseligkeit leben.
      Unser lieber Buddha hier hat sicher auf die Avesta Rückgriff genommen(was auch wegen der zeitlichen Unterschiede plausibel erscheint), oder Gautmana und Gautama gehen auf die gleiche Sprachwurzel zurück, was wieder die Indoiranische Ursprünge bestätigt.

  6. maxim schreibt:

    Ich ziehe ganz tief meinen Hut!
    Die Artikel auf Tangsirs Blog sind ein helles Licht in einer Welt, in der kulturelle Düsternis grad hoch in Mode ist – egal ob die Düsternis des Koran oder die Düsternis eines Dieter Bohlen.

    In den dunklen Tagen eines Volkes ist es nicht die stumpfe Biomasse, die den Geist des Volkes weiter trägt, sondern es sind die wenigen hellen Köpfe einer Nation.
    Das galt für einige deutsche Köpfe 1933-45 in der inneren und äußeren Emigration, das galt für die gebildeten Juden an den Wassern Babylons, und es gilt für die iranische Nation, weil sie noch Leute wie Tangsir und die anderen Autoren hier hat.
    Ihr seid Stolz und Zierde Eures Volkes und der Menschheit, und es ist für uns eine Freude und eine Ehre, Euch Schutz und Heimat in dieser Zeit geben zu dürfen.
    Insofern: seid mir von Herzen willkommen, Freunde!

    • Tangsir schreibt:

      Bei Rums Götterschwert handelt es sich um einen stolzen deutschen Burschen, obwohl er sich selbst nie so bezeichnen würde, denn ihm ist nationalistisches Gehabe zuwider. In seinem Herz aber schlägt die iranische Seele, und auch wenn er aus Bescheidenheit meint, dass ohne mich der Beitrag nie zustande gekommen wäre, so muss ich sagen, dass es ihm alleine zu verdanken ist, dass dieser Beitrag erschienen ist. Er ist es gewesen die durch Lektüre und Recherche dieses Wissen zusammen getragen hat. Diese beiden Beiträge waren allerdings der Anfang, der dritte Beitrag in der Reihe wird einschlagen wie ein Bombe und euer Verständnis der abendländischen Philosophie komplett verändern.

  7. Heuchler schreibt:

    Hahaha, wen wollt ihr hier eigentlich verarschen? Er sah sich mehr als „Lehrer“? Ich muss wirklich lachen über Euch. Seit wann ist denn Differenzierung unsere Stärke?? Aber irgendwie wieder süß!!
    Fakt ist doch, und jetzt mal unter uns:
    Stellt sich heute Jemand hin und erzählt Euch was über höhere Wesen wie Gott oder ähnliches, dann lacht Ihr über ihn. Nützt Euch dieses Gebabbel aber bei Eurem Counterjihad gegen eure muselmanischen Feinde, so ist euch dieses Gebabbel willkommen und ihr huldigt Eurem Schweinepriester. Das ist so dermaßen heuchlerisch, das ist „Politik“ in Reinform!
    Ihr kopiert mit Eurem Heuchlertum genau das Verhalten der Politiker, welches euch erst in diese Lage gebracht hat auf kriminelle Türken und Araber zu schimpfen! Mitglieder aus der Politikerkaste (Adel der Neuzeit) haben in ihrem Privatleben noch nie mit solchen Leuten zu tun gehabt, sie wissen selber, dass sie auf einem Empfang solche Alis und Murats, die WIR aus unserem Leben regelmäßig erleben, nicht mal mit dem Arsch angucken würden, diese Alis und Murats sind für diese Kaste praktisch nicht existent, nur theoretisch über fein säuberlich abgefasste Berichte wie aus einer anderen Welt. Und genau diese Heuchler, die gut genug wussten, dass sie niemals mit diesen Leuten zu tun haben werden, fordern von uns nun dass wir uns mit diesen Nichtsnutzen arrangieren müssen und genau diese Kaste hat uns diese Schwemme von arroganten Nichtsnutzen gebracht, weil – so die Rechnung – Nichtsnutze auch „nichtig“ bezahlt werden können und sich die Auftraggeber dieser Kaste, Wirtschaftsbonzen aus allen Bereichen, durch „nichtige“ Entlohnung dieser Nichtsnutze eine Vermehrung ihrer Vermögensverhältnisse erhofften. Etwas verrechnet haben sie sich, das wissen sie schon seit 15 Jahren. Aber wie schön kann man das Volk aufeinanderhetzen, wenn man an Schaltzentralen der Macht sitzt. Knöpft sich heute irgend Jemand mindestens einen der Verantwortlichen vor, der zuständig war für diese Nichtsnutzenschwemme Ende der 80er, Anfang der 90er? Nein! Niemand redet über dieses volkswirtschaftliche Verbrecher! An die kommt keiner ran, die haben ja Vorzimmerdamen und Bodyguards, kennen Matthias Döpfner persönlich und lassen die Bürger den Krieg kämpfen, den sie durch sorglose Gier ausgelöst haben, und dabei stehen wir erst am Anfang. In Deutschland geht kaum Jemand ernsthaft und regelmäßig der eigenen Religion nacht, der Papst ist nichts weiter als ein Maskottchen, aber sobald der Islam ins Spiel kommt werden künstlich die christlichen Werte hochgekocht, das ist Heuchelei in Reinform – eben das was ihr hier mit eurem Zarathustra versucht. Irgendeine uralte Geschichte, Legende, Mythos hervorgraben um damit dann gegen eine andere Geschichte, Legende oder Mythos vorgegangen werden kann.
    Der Blogbetreiber weiß genauso gut wie ich was Religion ist, trotzdem benutzt er Religion für seine Zwecke. Dann sagt doch, wie würdet ihr sowas nennen?

    Und zu guter letzt:
    Wenn man sich hier auch noch über meine etwas harte Sprache echauffiert, dann kann das nur den Schluss zulassen, dass mein Vorwurf der Heuchelei absolut zutrifft, wenn man für sich in Anspruch nehmen möchte nicht immer „political correct“ sein zu müssen, diesen Anspruch aber als Einbahnstraße empfindet. Also findet Euch damit ab: Heuchler sind für mich „wertloses Fleisch“! Denn Heuchlertum ist der Anfang allen Übels. Auch am Anfang einer JEDEN Religion steht Heuchlertum an erster Stelle. Religion hat ohne Heuchlertum gar keinen Boden auf dem es gedeihen könnte.
    Denkt über meine Kernaussage nach, nicht darüber ob es denn korrekt ist den Blogbetreiber „wertloses Fleisch“ nennen zu dürfen oder nicht.
    Und wenn der Blogbetreiber dieses zumindest gelesen hat und seine Edit-Show abzieht, dann hat er zumindest wieder mal in den Spiegel geblickt!

    • Tangsir schreibt:

      Da soll jemand aus dem Gekrtizel schlau werden. Lies lieber ein paar Bücher anstatt verwirrt durch die Gegend zu schreiben. Mach dir ein paar Gedanken, und lerne dass wenn man etwas zu sagen hat, es manchmal sehr kurz und treffend erfolgen kann. Schon eine Zumutung dass ich es lesen musste.

      • jackdaw schreibt:

        Mein Kamerad sagt:
        „Der Blogbetreiber weiß genauso gut wie ich was Religion ist, trotzdem benutzt er Religion für seine Zwecke.“

        Sag mal tangsir, stimmt das?
        Benutzt Du auch mich und die anderen Schaafe für Deine Zwecke?

        Du … das finde ich toll! Eigentlich will ich es ja nicht mehr, aber weil Du es ja bist! Sag mal wie machst Du das? Möchte auch bei Dir ausprobieren und bei ALLEN – unbedingt!

        Was hat es eigentlich mit dem Spiegel auf sich , will der Heuchler sich nicht selber sehen, oder ist es zu teuer?

        miiimmmimmi!
        Jetzt geht es besser!

        • Tangsir schreibt:

          Ja lieber Jack es stimmt. Ich strebe die Weltherrschaft an und dazu bediene ich mich der Religionen. Durch die viele Aufklärung hier versuche ich die Menschen dumm und unmündig zu halten. Es stimmt also tatsächlich ich bin Allahs Sklave und verarsch euch hier alle bloß 😀

        • Νέμεσις schreibt:

          Uns Ungläubigen darf man eben nicht über den Weg trauen, das steht schon im Koran. 😀

    • jackdaw schreibt:

      Nichts ist „süß“ Heuchler, ziehe dich zurück, überlege und komme wieder!

      Dieses Monstrum Islam frißt ALLES, deshalb gegen diese Ideologie, weil vor hunderten vor Jahren bei uns dies so war und NIE wieder sein soll!

      Bist Du DER VERTEITIGER vom Furz?

      Mach’ma langsam!

    • Νέμεσις schreibt:

      Äh, und du hast was gegen die indogermanische Kultur, die von dem Teutates aus den Asterix Heften bis zu tibetischen Schutzgeistern reicht und so „heuchlerische Ideen“ wie den Atheismus in eine kulturelle Form gefasst hat und zu der so „Heuchler“ wie Epikur und Theodoros von Kyrene gehören? Na ganz ehrlich, deine Probleme möchte ich haben! … Oder besser doch nicht. 😉

      Ich kann nur darüber lächeln, das du wegen Zahatustra Nachts nicht ruhig schlafen kannst, aber dir scheinen wirklich ein paar Karten im Blatt zu fehlen.

      Das animiert aber leider nicht nur aus Mangel an Argumenten und dem inhaltlich wirren Mischmasch nicht zur Nachahmung, denn deine Schreibe ist freundlich gesagt ° irre °

      Ich habe deine Kritik nicht so richtig verstanden, außer, dass du das alles ganz doof findest und du dich darüber beschwerst, das auf diesem Blog Der Moslem editiert wird. Das scheint dich so sehr aufzuregen, das du diese Bandlung von Der Moslem wütend als „Edit-Show“ bezeichnest. Da steckt ja richtig Herzblut dahinter, so viel das ich mich so langsam, frage ob „Der Moslem“ überhaupt existiert und sein Blog, in dem jedes ss groß geschrieben wird, es außer das „SS“ Gekotze nicht viel zu lesen gibt und den er auch schon drüben in meiner WordPress Ecke bewerben wollte, nicht der Ausdruck einer altbekannten Erscheinung ist:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Binjamin_Wilkomirski

      Was uns zu der Frage bringt, ob Der Moslem, tatsächlich ein echter Moslem ist, oder ob da nur jemand Aufmerksamkeit und spielen will.

      Auch bezweifel ich das „Der Zuendedenker“ wirklich jemand anderes ist als unser ADS-Freund. 😉

      Wenn meine Theorie stimmt, kommt „Der Moslem“ demnächst als Islamkritiker zu uns, um dann nach 2 oder 3 Beiträgen wieder seinen Trollquatsch einzuschieben. Vielleicht lässt er das aber auch, da er ertappt wurde. 🙂

      Nachgereichte Entschuldigung:
      Du darfst dich jetzt über meine „etwas harte Sprache“ echauffieren, aber denk über meine Kernaussage nach. 😀

  8. Zahal schreibt:

    Toller Beitrag, Rum Götterschwert,

    interessant, wie sich jedoch in den Grundprinzipien die Philosophien und auch Religionen gleichen, sie werden nur pervertiert und mit Dogmen zugekleistert.

    Das Judentum wurde m. W. auch von der zoroastrischen Lehre mit beeinflusst, siehe den babylonischen Talmud.

    Die goldene Regel aber lautet:
    Da kam ein Heide vor den Lehrer Hillel, und der nahm ihn auf in den Bund. Er sprach zu ihm: Was dir zuwider ist, das tu auch deinem Nächsten nicht an – dieses ist die ganze Tora, und alles übrige ist nur Auslegung. So mach dich auf und forsche!

    Also gutes Denken, gute Wort und gute Taten sollten das Leben beeinflussen, und jeder ist für sich selbst verantwortlich.

    Erst die Menschen machen daraus ein Drama.

  9. Tangsir schreibt:

    Liebe Beta, wir sollten uns alle dafür schämen, wenn Jesus ein Iraner wäre. Das war er aber nicht, weil er eine fiktionale Person ist. Nicht nur ist aber die Jesus-Figur im Bibel erfunden, sie ist auch zutiefst unglaubwürdig und wird nur benutzt, um Hass, Gewalt und Fanatismus in die Welt zu tragen. In der Literatur werden Charaktere nicht nur gut oder böse gezeichnet, weil die Realität nicht schw2arz und weiss ist, sondern alle Farben beherbergt.

    Nach den Standards der Literatur ist Jesus wertlos und kann noch nicht einmal eine moralische Instanz sein, zu der man herauf blickt. Sicher haben Christen ihr Christentum aus vielen Quellen zusammengestohlen, unter anderem auch aus dem Zoroatrismus, wir sollten aber nicht deswegen den Fehler begehen mit Jesus oder dem Christentum, als sichtbare Beweise für diesen Diebstahl, zu sympathisieren. Die Lüge ist die größte Sünde, und nach diesen Maßstäben Zoroasters, ist das Christentum die größte Sünde schlechthin.

  10. Simorgh schreibt:

    Komm schon, Beta. Pelz = Kleidung aus Fell.

  11. Simorgh schreibt:

    Ok. Ich muss das Ganze diskret halten und irgendwie halte ich Tangsirs Blog eigentlich dafür nicht angemessen.

    Nächste Frage: Sag dir dieses Zitat etwas –> „to learn who rules over you simply find out who you are not allowed to criticize“

  12. Tangsir schreibt:

    Vielen Dank für dein Lob Beta. Jemand muss es doch sagen. Hoffentlich macht es Mut nicht vor Christen einzuknicken und die Wahrheit zu vertreten. Wobei die Christen dermassen kaputt sind, dann sie für die Wahrheit nicht empfänglich sind, daher geht es darum Deutschland säkular zu gestalten und organisierte Religion aus Staat, Schulen, Medien und öffentlichem Leben rauszuhalten.

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