Das goldene Zeitalter des Islam

Goldene ZeitalterDer Zeitraum zwischen dem 8. und dem 13. Jahrhundert wird gerne als das „goldene Zeitalter des Islam“ betrachtet. Das war das Zeitalter des großen kulturellen Aufschwungs in der Philosophie, Naturwissenschaften, Baukunst, Medizin, Sprach- und Geschichtswissenschaften, der zu einer Blüte der Islamischen Welt führte.

Von Ardašir Pârse aka. Amirkabir Dr. med. Abdolreza Madjderey

Genau in dieser kulturellen Blütezeit der islamischen Welt, liegen die Wurzeln des muslimischen Überlegenheitsgefühls gegenüber dem Westen, der sie mit Stolz erfüllt. Während den Kreuzzügen trafen die Kreuzfahrer auf eine Zivilisation, die ihnen weit überlegen war. Dann verschob sich das Gleichgewicht zu Gunsten der Europäer und die islamische Welt  erstarrte in alten Traditionen, bis sie ab Mitte des 19. Jahrhunderts, mit einem überlegenen Westen konfrontiert wurden. Gehen wir nun zeitlich weiter zurück:

Die Situation der Wissenschaften im vorislamischen Iran

Die persischen Wissenschaften haben schon lange vor dem Islam die griechische Philosophie befruchtet. Nicht zufällig waren die allerersten vor-sokratischen Denker, an der unter achämenidischer  Herrschaft stehenden kleinasiatischen Küste, wie Thales in Milet, Heraklit, in Ephesos  angesiedelt. Die liberale Gesinnung der Bewohner griechischer Kolonien in Kleinasien und die fortgeschrittenen Wissenschaften der Perser waren dafür verantwortlich. Die wissenschaftlichen Transfers vom Iran nach Griechenland haben eine lange Tradition und deshalb ist die Zeit zwischen 600 – 300 v. Chr., die das kulturelle Aufleben in Griechenland beinhaltet, nicht als Wunder und griechische Errungenschaft allein zu sehen. Als im Iran bereits eine wissenschaftlich-medizinische Schule existierte, bestimmte in Griechenland noch der Aberglaube die ganze Medizin samt Pharmakologie. Labile, charakterlich zweifelhafte und unsympathische Götter, bekämpften sich in Griechenland in niederträchtiger Art und Weise. Jeden Tag ließ man in einem Dorf oder auf einer Insel einen Gott fallen. Dafür kam sofort ein anderer, der es auf das Vermögen und auf die Frauen der anderen Götter abgesehen hatte und die primitiven, anti-philosophischen Kämpfe untereinander gingen wieder von vorne los. Die griechischen Patienten mussten diese Götter um Heil und Heilung bitten. Während dieses „heillose“ Götterchaos in Griechenland weiterging, lebte man im Iran mit zoroastrischem Monotheismus in relativer Ruhe und Harmonie, und die Wissenschaft war eine funktionierende, gesellschaftliche Tatsache und Institution.

Die Geburtsstunde der Chemie

Aus den gefundenen Spuren dieser Menschengemeinschaften in der iranischen Hochebene geht hervor, dass dort bereits vor mehr als vierzigtausend Jahren Menschen gelebt haben. Diese Menschen haben vor etwa 9000 Jahren begonnen Landwirtschaft zu betreiben, die ersten Städte zu gründen (Susa, Iran) und haben etwa 5000 Jahre später ihre Erzeugnisse in andere Länder exportiert. Die sogenannte „iranische Hochebene“ ist eine Region, welche sich mit zusammenhängenden kulturellen Erscheinungen im Norden bis zum Ural, im Osten bis zum Indus, im Süden bis zum Indischen Ozean und im Westen bis zum Euphrat erstreckt. Die oben erwähnten, begünstigenden klimatischen Veränderungen schufen die ersten und wichtigsten Voraussetzungen, um Lebensgemeinschaften zu bilden. Mit der Bildung der menschlichen Gemeinschaften beginnt auch die Mythologie der alten Völker, die uns heute als eine der wenigen möglichen Auskunftsquellen der Geschichte des Altertums zur Verfügung steht. Die iranische Mythologie beinhaltet im Vergleich zu anderen Mythologien viel konkretes und auch praktisch verständliches Material. Sie führt uns ohne große Schwierigkeiten z.B. zu den Anfängen der Chemie und Pharmakologie des Altertums. Dort ist sehr bald die Rede von Metallen, die aus der Tiefe der Erde herausgeholt und veredelt werden.

Wie andere Mythologien auch, ist die iranische eine Geschichte der Bindung der Menschen an die Himmelskörper, die in jeder Hochkultur richtungsbestimmend waren. Die Metalle sind die Spuren und Zeichen der Himmelskörper auf der Erde, denn ihr Vorkommen auf der Erde ist auf die Einwirkung anderer Sterne auf die Erde zurückzuführen. Die alten Iraner glaubten, dass Gold mit der Sonne, Silber mit dem Mond usw. zu tun haben. Daher bekamen die Grundstoffe der Chemie einen Hauch philosophischen Beigeschmackes. Die philosophische Sichtweite der Materie gab den iranischen Denkern die Möglichkeit, durch die Erkennung und Analyse der Materie die Wirklichkeit des dinglichen Seins entdecken zu können. Man ging davon aus, dass die Materie verschiedene Formen und verschiedene Eigenschaften hat und man geht heute davon aus, dass diese Idee der Veränderung der Materie und die Schaffung neuer Strukturen mit neuen Eigenschaften der Beginn der Chemie ist und damit auch der Pharmakologie im alten Iran. Die Funde aus zentral iranischen Gegenden bei Kaschan (Sialk) lassen die Vermutung zu, dass die ersten Pharmakologen der Welt Frauen waren, die in den Feldern und Wäldern nach essbaren Wurzeln, Blättern und Körnern suchten und die Zeit hatten, die Eigenschaften der Pflanzen zu beobachten und ihre Wirkung am menschlichen Körper erprobten. Die ersten Hinweise dieser Art bekommen wir aus der Zeit, in der die arischen Völker, die aus dem Nordosten kamen, im Iran sesshaft wurden und den Ureinwohnern dieses Gebietes begegneten. Zu Anfang der Menschheit und lange später, ja, bis in unsere Zeit hat die Medizin mit religiösem Denken in Verbindung gestanden. Die damaligen Religionen haben sich besonders auf Naturbeobachtungen konzentriert. Die Sumerer, die wir als eine der ersten arischen Völker bezeichnen, haben eindeutig Sternenkunde betrieben und sie in ihre medizinischen Wissenschaften integriert. Felsinschriften aus diesen Gegenden –z.B. Ausgrabungen in Nippur / Iran beweisen, dass vor etwa 4000 Jahren mit großer Sicherheit ein genau definierter Beruf Arzt im Iran existierte. Die Hypothese wird dadurch bestätigt, dass wir beschriftete Tontafeln besitzen, die ärztliche Rezepte und Namen von medizinischen Werkzeugen zum Inhalt haben. Die soziale und humane Gesetzgebung der Sumerer verhalf dazu, den Beruf des Arztes ein besonderes Ansehen zu vermitteln. Dieses iranische Volk der Sumerer hat z. B. Jahrtausende vor der Erfindung der Seife die Asche verschiedener Hölzer mit alkalischen und fetthaltigen Stoffen vermischt und eine besondere Art Seife hergestellt.

Die Anfänge der Pharmakologie

Die gefundenen Inschriften der Sumerer dokumentieren, dass vor etwa 5000 Jahren zahlreiche Rezepte existierten, die in Keilschrift Auskunft über mehr als einhundert Arzneipflanzen und chemischen Stoffen erteilten, die in der Medizin ihre Verwendung fanden. Diese Erkenntnisse aus dem Jahre 1953 verdanken wir einem Hochschuldozenten, und zwar Herrn Professor Samuel Noah, Dozent an der Universität von Pennsylvania USA. Diese traditionelle Medizin mit der dazugehörigen Pharmakologie entwickelte sich weiter, bis sie in der Zeit der Achämeniden (ab 550 v.Chr.) einen Höhepunkt  erreichte. Viele im Iran wachsende und kultivierte Pflanzen, die in der Medizin ihre Verwendung fanden, mussten nach Griechenland gebracht werden. Ibn Sina, in Europa als Avicenna bekannt, schreibt selbst, dass das von ihm hergestellte Elixier gegen bronchiales Asthma nach Griechenland exportiert wurde (Oxymel). Eines der ältesten Elixiere der Pharmazeutik ist „Mitridat“, welches in der Zeit der Parther (ab ca. 300 v. Chr.) im Iran hergestellt wurde. Das Wort Mitri, Mitra, ist ein iranisches Wort, das später zu „Mehr“ wurde. Es bedeutet „Sonne“. Die Bezeichnung Mitridat stammt von diesem Wort. Nicht nur die akademische Entwicklung der klinischen Chemie, Pharmakologie und Pharmazeutik in der Welt ist maßgeblich ein Ergebnis iranischer Wissenschaftsbemühungen, sondern auch die praktische Herstellung in der Nahrungsmittelindustrie lässt sich im Bereich der altiranischen Bemühungen nachweisen. Weder Chinesen noch Inder haben z. B. Zucker in der jetzigen Form produzieren können, wobei wir das alleinige Kochen von Rohrzucker nicht als Zuckerherstellung bezeichnen, wie es in China und Indien Usus war. Die arabischen Invasoren haben während ihres militärischen Vordringens im Iran die Zuckerherstellungsfabriken in  der iranischen Provinz Khuzestan kennen lernen können. Speziell in Gondi-Shahpur, einer alten iranischen Universitätsstadt, wurde bereits seit dem sechsten Jhd. n. Chr.  weißer Zucker in der heutigen Form hergestellt. Die Römer haben von den Griechen viele der iranischen Wissenschaftsergebnisse geerbt und sich Jahrhunderte lang zu Nutze gemacht. Auch die Araber taten nichts anderes, obwohl sie anfänglich aufgrund ihrer Herkunftssituation zögerten. Sie zerstörten viele Bibliotheken im Iran, weil sie vor dem Islam keine Bücher, Schule oder Bildung kannten. Nach dem Islam änderte sich diese Tatsache zunächst nur geringfügig. Die islamisch-arabischen Führer erzählten ihnen, dass ein Muslim kein Buch brauche, mit Ausnahme des Qurans.

„Sa’d Ebne Abivaqqas fragt: „Was soll man bloß mit so einer Menge Bücher der Iraner machen?!“ Omar antwortet: „Wir haben den Quran, der das komplette Buch aller Zeiten ist, wenn diese Bücher im Sinne des Qurans sind, haben wir selbst das Original, und wenn sie dagegen sind, dann brauchen wir sie erst recht nicht.“ Tarikhe Tabari, Ebne Hesham und Ebne Khaldun in seinem Buch „Moqaddama“

Die Ursprünge

Über Nacht sollen also aus Analphabeten der arabischen Halbinsel plötzlich Wissenschaftler und Kulturbeflissene geworden sein. Die märchengläubigen Europäer glaubten dieses Gerücht, dass mit der islamischen Religion eine Erleuchtung alle Araber befallen habe! Und plötzlich sprach und spricht die ganze Welt im Zuge einer Pauschalisierung der Menschen von islamischer Kultur und Wissenschaft, von „Goldenen Zeiten“. All das war und ist nichts anderes als eine harmonische und kontinuierliche Entwicklung altiranischer Kultur und Wissenschaft. Nur ein unharmonischer Faktor stört diese Geschichte: Die iranischen Wissenschaftler durften auf Befehl der Invasoren jahrhundertelang ihre wissenschaftlichen Abhandlungen nur in arabischer Sprache verfassen. Da man diese arabisch abgefassten Abhandlungen in Europa vorfand, ging man arglos davon aus, dass die Autoren arabische Muslime seien. Dabei handelte es sich bei allen diesen Wissenschaftlern um eindeutig identifizierbare Iraner wie Ibn Sina (Avicenna); Zakaria Rasi (Rhases), Fakhre Razi, Biruni, Khayyam,  u.v.a. Rhases war der Chemiker und Arzt, der die Grenzen der bis dato existierenden, ausschließlichen Pflanzenpharmakologie sprengte und, erstmalig in der Welt, synthetische Stoffe in der Pharmakologie und Pharmazeutik einführte.

Er hat als erster Chemiker  reinen Alkohol hergestellt. Ein anderer Iraner erfand unter anderem die Methode zur Messung des spezifischen Gewichtes  anorganischer Stoffe. Der Mann aus dem 11. Jhd.  hieß Biruni. Man kann die Liste der iranischen Wissenschaftler, die die klinische Chemie, Pharmakologie und damit die medizinische Therapie, die Medizin, Mathematik, Philosophie, Architektur, etc. bereichert haben, fortsetzen. Es würde eine Enzyklopädie daraus werden und den Rahmen dieses Artikels sprengen. Bei der Durchforstung der ältesten iranischen Literatur aber auch der griechischen Literatur und bei dem Vergleich der medizinischen Therapiemethoden und der Pharmakologie der beiden Länder Griechenland und Iran wird man feststellen, dass die iranische Medizin und Pharmazeutik vor Hippokrates viel weiter entwickelt und fortschrittlicher war als die griechische Medizin. Weiter stellt man fest, dass die Griechen sehr wohl später die iranische Pharmakologie übernommen haben und daraus ihren wissenschaftlichen Nutzen gezogen haben. Die iranische Herkunft der Mesopotamier im Übrigen, wird von Dr. Derakhshani, von der Universität Erewan in Armenien nachgewiesen: Selbst die Namen der Babylonier, insbesondere die ihrer Königsgeschlechter sind altiranisch. Namen waren und sind noch immer von großer Bedeutung wenn es darum geht die alten Kulturen zu identifizieren. Palästina, Syrien, Libanon, Irak… die Menschen die dort leben, leben auf einem Gebiet das iranisch  beeinflusst war, und wo die Semiten erst mindestens 300 Jahre nach den Iranern Einzug fanden. Fast alle europäischen Sprachen sowohl die nordischen als auch Latein, Slawisch, Baltisch, Griechisch und Keltisch (Irisch, Bretonisch, Walisisch, Schottisch) haben indogermanische Wurzeln und sind eine Ableitung davon. Die Einflüsse iranischer Sprachen als auch insbesondere des indischen Sanskrit sind unverkennbar. Die Skulpturen in Babylon und Assyrien wie auch in Griechenland hatten ihren Ursprung in der ostiranischen Kultur (Baktrier, Parther, Saken…). Noch heute gibt es in der Koreanischen und Nordchinesischen Sprache altiranische Lehnwörter und Begriffe. Eine neue Blütezeit persischer Kunst erfolgte erneut in der Zeit der Sassaniden, wo Paläste und Feuertempel als Schalenmauerwerk oder Quaderbau errichtet wurden, mit großen, vorn offenen Tonnengewölben (Iwan-Vorhalle) und Kuppeln über quadratischem Grundriss.

Die Situation der Wissenschaften während der arabischen Besatzungszeit

Fälschlicherweise werden die wissenschaftlichen Errungenschaften im islamischen Raum als „goldenes Zeitalter des Islam“ bezeichnet. Warum sollte dafür der Islam verantwortlich sein? Der Logik der Erfinder des „goldenen Zeitalters des Islams“ folgend, müsste die Vielgötterei der Griechen zu der erhabensten Religion überhaupt erklärt werden, denn die großartigsten Werke griechischer Philosophie sind unter Zeus entstanden.  Aber niemand kommt auf die Idee, die Denk- und Geistesleistung eines Sokrates und Aristoteles mit Zeus und Aphrodite in Verbindung zu bringen. Wieso sollte dann der Islam für die Geistesleistung im islamischen Raum verantwortlich sein und warum bietet der Islam jetzt im Bereich der Wissenschaften einen so jämmerlichen Anblick? Die Antwort ist einfach: Der Beginn des sogenannten „goldenes Zeitalters des Islam“ fällt nämlich genau in die vierhundertjährige Besatzungszeit des Iran durch die Araber unter den grausamen „Omayiden“ und „Abbasiden“. Was hier als „golden“ bezeichnet wird ist nichts anderes als das, was Iraner auf Grund ihrer Geschichte und Kultur geleistet haben. Die Araber jener Zeit wussten nichts über  Staatskunst, Architektur, Kunst, Mathematik, Astronomie und Zeitrechnung. Sie wussten noch nicht einmal was Münzen sind. Wie könnten sie mit nichts außer dem Quran in den Händen ein solches Zeitalter begründen? Als nach vier Jahrhunderten die Islamisierung Irans weitgehend vollzogen war, erlosch auch allmählich das Licht des Wissens im Iran und im ganzen Islamischen Raum.

Die Natur der Araber

Die Historiker der islamischen Welt waren schon zu Beginn der Entstehung des Islam im Unklaren darüber, ob die anfänglichen islamischen Eroberungen der Araber auf religiösen  oder auf ökonomischen Gründen basierten. Heute können die bekannten und unzweifelhaften Geschehnisse jener Araber, in den Schriften des berühmten arabischen Historikers Ibn Khaldun, nachgelesen werden. Der bedeutendste Historiker des 20. Jahrhunderts Arnold J. Toynbee sieht in Ibn Khaldun den wahren Gründer der Geschichtsphilosophie. Dr. Shojaedin Shafa zitiert in „Paz  az 1400 saal“ S.299 -301 Ibn Khaldun. Aus dem Al Moqaddama: „Das natürliche Talent der Araber ist die Plünderung und Ausbeutung anderer; was sie im Besitz anderer sehen, veranlasst sie zu Diebstahl und Raub. Sie ernähren sich durch ihre Lanzen und Schwerte; sie kennen keine Grenze bei der Beraubung und Plünderung anderer; im Gegenteil rauben sie alles aus von Reichtümern, Hab und Gut bis zu Werkzeugen. Wenn sie ein Land bei ihren Eroberungszügen besetzen und ihre Herrschaft und Macht in diesem Land geltend machen, achten sie nicht auf die Erben der Menschen; deswegen werden die Besitztümer aller durch die Besatzer mit Füßen getreten und geraubt. So wird der Wohlstand verringert und die Zivilisation stirbt aus. Sie sind auch der Grund, weshalb der Wohlstand und die Gesellschaft verdorben wird; denn sie ignorieren die Künstler, Handwerker und verachten diese […] Der Wohlstand in einer Gesellschaft kann durch die Vernichtung solcher Berufe zugrunde gerichtet werden. Die Araber bemühen sich nicht um Gesetze oder Regeln, die den Diebstahl und die Aggressivität den Menschen gegenüber verbieten, sondern sie bemühen sich nur darum, die Besitztümer der Menschen durch Raub und Erpressung an sich zu reißen. Wenn sie ihr Ziel erreichen, walten sie keiner Gnade um des Volkes und seines Wohlergehens. Sie achten nicht darauf, die Menschen unter ihrer Führung den richtigen Weg zu weisen und halten die Missetäter nicht davon ab, weiterhin Verderbtheit über das Volk zu bringen. Wie so oft veranlasst ihre Habsucht und Raffgier sie dazu, Geldstrafen zu verhängen, aber ihr Ziel dabei ist nicht, die Gemeinschaft zu verbessern, sondern höhere Abgaben und Kopfsteuern zu erzielen und durch diese Methoden, die eigenen Reichtümer zu vergrößern. Denn Strafen zu verhängen um die Täter zu bestrafen, halten keinen ab das verbrecherische Verhalten zu ändern. Im Gegenteil helfen die Strafen, welche eher Bestechung sind, ihnen weiter zu machen. Letzten Endes lebt das von Arabern in Chaos und Anarchie beherrschte Volk so, als ob es keine gesetzliche Macht mehr gäbe. Chaos und Anarchie sind ebenso Ursache für die Vernichtung und Verderbtheit eines Wohlstands und einer Zivilisation. Dieses Volk ist von Natur aus bestimmt, zu plündern und zu vernichten; was sie finden, nehmen sie als Beute […] Aufgrund ihrer Eigenschaft der Barbarei wäre die Herrschaft über sie ebenso nur mit Grobheit, Habsucht und Rivalität verbunden, weswegen sie ungern beherrscht werden wollen. Es ist selten, dass sie wegen einer Sache übereinstimmen. Wenn es aber um ihren Glauben oder irgendein neues Land geht, lässt dieses hindernde und herrische Gefühl, und die Anmaßung und Konkurrenz nach. Sie verbünden sich leichter und begehen gemeinsam den Weg zur Errungenschaft eines Sieges oder einer neuen Eroberung. […] Und so versammeln sich diese Araber, die stolz darauf sind, Skorpione und Zecken zu verzehren, an Tagen, die nicht besser als in Qorayš sind, unter der Fahne des Propheten (Allahs Segen und Heil auf ihm) und unternahmen Eroberungszüge in Richtung des persischen und römischen Reiches. Sie besetzten diese und fingen an sich mit den weltlichen Angelegenheiten zu befassen; sie häuften große Reichtümer, dass sie bei manchen Kriegen jedem arabischen Reiter an die Tausend Goldmünzen oder im selben Wert Silber verteilten und raubten unermesslichere Beuten. Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Eroberungen der Araber immer die Zerstörung der jeweiligen Zivilisationen mit sich brachten, denn die kultivierten, blühenden und bebauten Städte wurden von ihren Bewohnern verlassen. Die Felder änderten sich zum Ödland. Das Land Jemen hat sich außer ein paar seiner Städte zu einer Ruine entwickelt. Die iranische Zivilisation im Lande Irak wurde völlig zerstört und dieselbe Situation herrscht in Syrien. Banu Hilal und Banu Sulaym, die bis nach Tunesien und Marokko eingedrungen waren und annähernd 350 Jahre für ihre Vorherrschaften gegeneinander Kriege geführt haben, und sich in diesen Ländern niederließen, vernichteten grüne Landflächen. Die Gebiete zwischen dem Mediterranen Meer und dem Sudan, die vorher bebaut und besiedelt waren, sind heute nur noch eine Wüste, worin übrig gebliebene Ruinen, Flachreliefe und ein paar Dörfer nur noch an eine Zivilisation erinnern.[ Al-Moqaddama von Ibn Khaldun, Kapiteln in der Reihe nach 27, 28 u. 21].

Diese Passagen, die aus Al-Moqaddama entnommen sind, sind einige der wenigen Kritiken des Ibn Khaldun an die Araber. Über die Natur der Araber im Quran, worin das Wort an den Propheten gerichtet ist, steht geschrieben: „Doch wenn sie eine Ware sehen oder ein Spiel, dann brechen sie sogleich dazu auf und lassen dich stehen.“ Sure 62:11
Die Araber, die ihre Ideologie durch Krieg, Vergewaltigung, Verschleppung, Versklavung und Mord den Menschen aufgezwungen haben waren dermaßen kulturlos, zurückgeblieben, unwissend und gegenüber zivilisierten Iranern  derart mit Hass erfüllt, dass sie nicht einmal wussten was sie mit dem erbeuteten  Teppich „Baharestan“, der heute zu den Weltwundern gezählt hätte, anfangen sollten. Diese kulturlosen Araber, haben diesen wertvollen Teppich einfach in Stücke gerissen, und dessen Teile unter sich als Beute verteilt. Diese Barbaren,  die Iran nach 15 Jahren Krieg  besetzten, hatten weder Kultur noch sonstige Fähigkeiten, um nur im Entferntesten etwas Ähnliches wie ein „Goldenes Zeitalter“ zu begründen. Alles das, was in dieser 400 jährigen Besatzungszeit Irans im islamischen Raum geleistet wurde, verdankt die Welt  Iranern und nicht dem Islam. Die Araber haben die iranischen Wissenschaftler und Gelehrten verschleppt und gezwungen ihre Bücher ins Arabische zu übersetzen um sie als arabische und islamische Errungenschaft zu deklarieren, nachdem diese Barbaren erst nach über 100 Jahren Besatzung und Zerstörung im Iran  angefangen haben zu verstehen, was Bücher überhaupt sind.

Araber, Türken und Islam reklamieren iranische Errungenschaften für sich

Viele dieser großartigen Wissenschaftler wurden, nachdem sie ihre Dienste für die Besatzer geleistet hatten ermordet. Andere wiederum, wie Ibn Sina (Avicenna), waren ihr Leben lang auf der Flucht oder im Gefängnis und mussten so unter schwierigsten Bedingungen ihre Werke verfassen. Es sind Männer wie Ibn Sina, die die Türken und Araber im Gewand des heiligen Islam für sich beanspruchen, denn sie wollen nicht wissen wie der orthodoxe Islam über Männer wie Ibn Sina dachte: So schrieb der Theologe Magd Al-Dine-Baghdadi: „Ich sah den Propheten im Traum. Ich fragte ihn: Was sagst du zu Ibn Sina? Er antwortete mir: Das ist ein Mann, der sich anmaßt, zu Gott zu gelangen und glaubte dabei meiner Hilfe nicht zu bedürfen. Daher habe ich ihn hinweggefegt, so, mit meiner Hand, da ist er in die Hölle gefallen“. Ein anderer Theologe Ibn Al-Athir erwähnt die Ereignisse von 1037 berichtend, die Namen der in jenem Jahr verstorbenen und schreibt: „Im Monat Shaban jenes Jahres starb Abu Ali Ibn Sina, der berühmte Arzt und Philosoph, Verfasser von Werken, welche den Lehren der Philosophen gemäß bekannt. Er diente dem Fürsten Ala Ad Dawla. Es besteht kein Zweifel daran, dass dieser ein Falschgläubiger war, weshalb in seinem Reiche Ibn Sina auch die Dreistigkeit besaß, seine von Häresien befleckten Werke wider der göttlichen Gesetze zu schreiben.“ Das größte Werk Ibn Sinas, „Der Kanon der Medizin“ sollte für die nächsten 600 Jahre das Standardwerk für Medizinstudenten im Orient wie an europäischen Universitäten in Montpellier, Paris oder Jena bleiben. Die Barbaren des Islam aber, nannten Männer wie Ferdowsi, Hafez, Saadi, Khayyam, Ibn Sina, Razi und Biruni „mortad“ (Ketzer) und sie machten deren Leben so schwer wie nur möglich. Wesentlich zu dieser Blütezeit hat auch beigetragen, als ein chinesischer Kriegsgefangener Mitte des achten Jahrhunderts das Geheimnis der Papierherstellung verraten hat. Von nun an konnte die Buchproduktion deutlich erhöht werden, man war nicht mehr darauf angewiesen im Zentrum des Reichs, in Bagdad zu leben um sich Wissen anzueignen. Zwischen Andalusien und Zentralasien entstanden dann Bibliotheken mit Beständen von Tausenden Bänden, Zur selben Zeit waren die Mönche in den Klöstern des christlichen Europa stolz, wenn sie mit etwa 100 Büchern eine der größten Bibliotheken der Christenheit besaßen.

Die erste iranische Renaissance

Je unabhängiger die Kleinstaaten im Islamischen Reich wurden, und je mehr den arabischen Kalifen die Kontrolle über das Reich entglitt, die ab Mitte des zehnten Jahrhunderts neben- oder nacheinander in den Gebieten des Iran vorherrschten, desto schwächer wurde der arabisch-islamische Einfluss zwischen Bagdad und Buchara und umso mehr konnten Wissenschaft und Philosophie blühen. 30 Jahre lang schrieb der iranische Dichter Ferdowsi im 11. Jahrhundert am „Shahnameh“, dem Buch der Könige. Mit diesem Werk erhebt der Dichter, etwa drei Jahrhunderte  nach dem Untergang des großartigen Weltreiches der Sassaniden, die Persische Sprache erneut zur Literatursprache und rettet damit die Persische Sprache als Gesamtes. Während die meisten der von den muslimischen Barbaren eroberten Länder ihre Kultur und Sprache für immer verloren hatten, sollte er mit diesem Werk dies verhindern. Ferdowsis Geschichte über Aufstieg und Fall von 50 iranischen Herrscherhäusern beginnt in mythischer Vorzeit und endet mit der islamisch-arabischen Eroberung als nationale Katastrophe. Dazwischen erzählt er in Tausenden gereimten Zeilen von iranischen Werten, den Abenteuern Rostams, Sohrabs, Siawaschs und anderer Helden, von heldenhaften Taten; von ihren Affären mit atemberaubend schönen iranischen Frauen, schlank wie Zypressen und strahlend wie der Mond; vom ausgelassenen Leben bei Hofe, voller Musik, Tanz und Wein; und vom Dilemma guter Menschen, die unter bösen Herrschern zu leiden haben.

Er erinnerte die Iraner an die Wurzeln ihrer iranischen Identität und bis heute erfährt sein großartiges Werk das Echo in den Köpfen vieler Iraner. Manchmal war  das Gefängnis die Strafe für die wertvolle Arbeit iranischer Wissenschaftler, manchmal das Exil. Von Zeit zu Zeit wurden ihre Werke ins Feuer oder ins Wasser geworfen und vernichtet oder aber ganz nach islamischer Sitte als Schlaggegenstand benutzt, bis sie starben oder schwer verletzt wurden. Den Iranern blieb gezwungenermaßen unter der 400 jährigen Besatzung nichts anderes übrig als ihre Begabungen und Fähigkeiten, die eben nicht der Ideologie der Barbaren entstammten unter dem Deckmantel Islam zu präsentieren. Dr. Zabihollah Safâs Buch, „Târixe Adabiyyâte Iran“ beschreibt  hierzu das dramatische Leben und Schicksal von fünfzig iranischen Wissenschaftlern und Denkern während der arabischen Besatzungszeit. Die gegenseitigen Überbietungen an Feindseligkeit  gegen die Philosophen im Allgemeinen und den iranischen Philosophen im Besonderen, hielten  zunächst bis 1218 an, dem Jahr, in dem die mongolische Invasion stattfand. Iranische Wissenschaftler trieben die Kodifizierung des islamischen Rechts voran und verfassen die erste Grammatik der arabischen Sprache. Sie stellten auch die meisten Übersetzer der neu gegründeten Bibliothek von Bagdad. Dort wurden in den kommenden drei Jahrhunderten die Texte von Aristoteles, Plato, Galen und anderen Denkern der Antike ins Arabische übersetzt. So entstand ein Kanon des Wissens in Philosophie, Mathematik, Medizin, Geschichte und Literatur, der später über Spanien und Sizilien den Weg nach Europa findet und dort zur Keimzelle einer Renaissance der Wissenschaften wurde.
Und das Ergebnis heute ist, dass die Araber und Türken, die grausame vierhundertjährige Besatzungszeit des Iran unter den blutrünstigen Omayiden und Abbasiden als „Goldenes Zeitalter des Islam“ bezeichnen. Beste Unterstützung bekommen sie auch von zweifelhaften   Gestalten, die auf Quellen verweisen, in denen die großartigen Iraner „Ibn Sina, Omar Khayyam, Ferdowsi, Biruni, Razi, u.v.a.  als Araber oder Türken bezeichnet werden.

Dieser Artikel wurde nun auch auf niederländisch übersetzt

Die italienische Übersetzung

Nachtrag von 22. Feb 2013 [2571]:

Der hier vorgestellter Text wurde ursprünglich von Dr. med. Abdolreza Madjderey verfasst. Hier gibt es Auszüge online

Dr. med. Abdolreza Madjderey wurde am 14.07.1940 in Tuss (Maschhad), Bundesland Khorassan in Iran geboren. Seine Schulzeit verbrachte er bis zum Abitur in Teheran, das Studium der Medizin begann er 1959 in Freiburg/Br. und Erlangen, Staatsexamen in Erlangen, Promotion in Düsseldorf. Philosophie-Studium in Düsseldorf.

Die nachfolgende englische als auch italienische die niederländische Übersetzungen basieren daher auf ein Plagiat des ehemaligen Autors Amirkabir, und sind ohne Autorisierung der jeweiligen Autoren der Übersetzungen auf dem „Online-Magazin Pârse & Pârse“ veröffentlicht worden. Mal ganz davon abgesehen, dass das nicht der einzige Fall von Plagiat und Quellenfälschung ist. Und selbstverständlich ist es Unsinn die Summerer als iranisches Volk darzustellen. Der Kommentator Kasra hatte ganz Recht.

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English:

The Golden Age of Islam: Another theft of Persian Heritage and History

The period between the 8th and the 13th century is considered to be the ‘Golden Age of Islam’. Scholars present it as a period of major cultural revival in philosophy and science. Meanwhile the backbone of this ‘golden age’, a vast majority of Iranian scientists, writers and artists were persecuted, imprisoned and trialled for heresy. Almost a millenium later: did anything change?

Written by AmirKabir  Dr. med. Abdolreza Madjderey for Tangsir 2569. Translated from German by OD4I.

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Golden Age of Islam? Or Arabic Expansion?

The period between the 8th and the 13th century is considered to be the ‘Golden Age of Islam’. This was a period of major cultural revival in philosophy, the natural sciences, engineering, medicine, language and historical sciences not seen since the Roman era. As a consequence the Islamic empire flourished during these centuries.

These heydays of cultural and scientific blossoming in the Islamic world provide the roots of Islamic superiority towards the west. Ever since the crusaders battled with a more advanced civilization many things have changed. The balance shifted in favor of the Europeans while the Islamic world stranded more and more in ancient traditions until it faced a superior West in the mid 19th century.

The situation of science in pre-Islamic Persia

Long before the birth of Islam Persian Science influenced Greek philosophy. It is no coincidence that the first pre-Socratic thinkers settled in Asia Minor that was under Persian rule. Thinkers such as Thales of Miletus and Heraclitus of Ephesus introduced Persian science into a liberal Greek society that willingly embraced these new sources. The period of cultural flowering in Greece is not only a local miracle or achievement but was supported by the long tradition of scientific transfers from Persia to Greece between 600-300 BC.

The birth of Persian chemistry

Persian_Plateau

Archeology has found traces of human settlers on the Persian plateau that are over 40.000 years old. These people began about 9000 years ago with agriculture, built the first cities s Susa and started exporting their products to other countries over 5000 years ago. The so-called Persian Plateau is not only a region but also involves cultural phenomenas that can be found from the Ural Mountains in nowadays Russia to India in the East, the Indian Ocean in the south and the Euphrate river in the west.

With the construction of Persian city-states start the mythology of ancient people which is now one of the few sources on the history of antiquity. The Persian mythology contains, in comparison with other mythologies, concrete and practical material that can be used to link civilizations and put major events in perspective. Persian mythology provides a basic understanding on the early days of chemistry and pharmacology during antiquity.

Like may other Persian mythologies represent a history of tying human behaviour to celestial bodies. Ancient Persian associated, for instance, gold with our sun and silver with the moon. That’s why the raw materials of chemistry had a hint of philosophical hint over them. This gave Persian thinkers, the opportunity through analysis and recognition of these raw materials, to discover their physical characteristics. Ancient Persian scientists assumed that raw materials had specific characteristics ad that these could be used to create new structures with specific properties or characteristics. This new innovative way of thinking became the foundation for chemistry and pharmacology in ancient Persian.

Remarkable archaeological finds form areas in central Persian (sialk) suggests that the first pharmacologists in the world were women. They searched in fields and woods for edible herbs, roots, leaves and seeds and investigated how they interacted with the human body. As in ancient mythology women were important medicine conquered a place in religious thoughts and theology.

Ancient religions were observational by nature. The Sumarians, one of the first Aryan peoples, integrated astronomy and medical science. The medical profession of doctor goes as aback as far as 4000 years. Excavations at Nippur in Persian sampled clay tablets inscribed with names of medical instruments and recipes. Due to social and humane Sumarian legislation the profession of doctor was considered with great prestige. Sumarians produced thousands of years before the formal invention of soap their own soap from a mixture of alkaline ash and fat-containing substances.

The beginnings of pharmacology

ibn-khaldun

Through the writings of ancient Sumarians we know now that 5000 years ago numerous recipes, medicinal plants and chemical subtracts were documented. Traditional medicine and pharmacology developed further until it reached its peek during the Achaemenid period (from 550 BC). As the Achaemenid empire expanded this knowledge arrived in ancient Greece.

Ibn Sina, known in Europe as Avicenna, writes that his elixir against bronchial asthma was exported to Oxymel in Greece. One of the older elixirs is Mitridat that derives from the period of the Parths. Mitri of Mitra is an ancient Persian word that meant ’sun’. The word Mitridad derives from mitri.

Persian scientific efforts contributed significantly to the academic development of clinical chemistry, pharmacology or pharmaceuticals. As an example we can look at the practical production in food industry. Neither the Chinese nor the Indians were capable of producing sugar in its clearest shape from sugar canes. However, Persian scientists improved the cooking process in such a way that long before others they could enjoy the taste of pure sugar.

Arabic invaders became, during their military intrusion into Persia, familiar with the sugar cane factories in the Persian province of Khuzestan. Especially in Gondi Shapur, an ancient Persian university city, white sugar was produced in its present form. The Arabic invaders initially hesitated to use this new knowledge due to their origin. They destroyed many libraries in Persian as their culture was unfamiliar with books, schools or education. Even after the emergence of Islam there was hardly any change as it would take at least two centuries for this religion to adapt to the standards of higher developed civilizations. The Islamic-Arab leaders told them that a Muslim would need no book except the Quran.

Sa’d Ebne Abivaqqas asks: “What do we do with so many Persian books?” Omar replied: “We have the Quran, the most complete book ever and even if these Persian books are written in the meaning and purpose of the Quran wh have the original. And if they oppose the message of the Quran we do not need them. (Tarikhe Tabari, Ebne Hesham and Ebne Khaldun in their book ‘Moqaddama’)

Source and origin

Many western and Oriental scholars accept the thesis that with the emergence of Islam the illiterates of the Arabian peninsula suddenly became scientists and cultural zealots. That with the Islamic religion the Arabs spread their enlightenment to the joy of many that resulted in a so-called ‘Golden Age of Islam’.

The thesis dies knowing that all this was nothing more than a harmonious and continuous development of remaining ancient Persian culture and science. Only one discordant element disrupts this chain of development: Persian scientists were ordered by their Arabian conquers to publish their work only in Arabic language. And so they did for many centuries. But when these books finally arrived in Europe westerners assumed that these works were written by Arab Muslims.

Zakariya_al-Razi

Zakariya_al-Razi

Now all these scientists are clearly identifiable Persians such as as Ibn Sina (Avicenna), Zakaria Rasi (Rhases), Fakhr Razi, Biruni, Khayyam and many others. Rhases was a chemist and doctor who broke through the boundaries of plant-based pharmacology and introduced, for the first time in the world, synthetic substances in pharmacology and pharmaceuticals imported

Rhases was the first chemist to produce pure alcohol. Another Persian scientists, Biruni, developed a method to determine the specific weight of an inorganic substance in the 11th century. The list of Persian scientists that have enriched clinical chemistry, pharmacology, and thus medical therapy, medicine, mathematics, philosophy and architecture is almost endless. Unfortunately it goes beyond the scope of this article but an encyclopedia of scientists can be constructed.

The investigation of the oldest Persian and Greek literature and the comparison of medical therapy methods and pharmacology of both countries shows obvious that that the Persian medicine and pharmaceuticals before Hippocrates was more developed and progressive than Greek medicine. Furthermore scientists concluded that Greeks probably added Persian pharmacology and science to their heritage and significantly benefited from it.

The situation of Persian science during Arab occupation

It is wrong to link the scientific achievements of this era to the Islamic religion. There is no such thing as an ‘Golden Age of Islam’. In what way was Islam responsible for the blossoming of culture and science? Following the logic of the inventors of the so-called ‘Golden Age of Islam’ the polytheistic Greek religion should be elected as the most elevated religion as the most amazing Greek works of philosophy were written under the rein of Zeus.

No one proposes the idea to associate the thinking and achievements of Greek philosophers as Socrates and Aristotle with Greek gods such as Zeus and Aphrodite. Why would Islam be responsible for the scientific achievements in Islamic territories? Why has it lost its ability to define, research and publish on (new) scientific paradigms? The answer is plain simple: the beginning of the ‘Golden Age of Islam’ falls exactly within the 400-years occupation of Persian by the Arabs under the cruel Umayyads and Abbasids Caliphate. What some people define as ‘Gold’ is nothing more than the theft of what Persians performed and achieved based upon on their history and culture.

The Arabs those days knew nothing about art, architecture, mathematics, astronomy and chronology. Arab conquerors were even surprised when they robbed their first coins. So after four centuries of Islamization in Persia the light of science and knowledge had slowly faded away.

Arab influence on the emergence of Islam

The historians of the Islamic world have long debated on the question if their conquests were based on religious grounds or the need for economic expansion. Nowadays the famous and undeniable events of Arabs and their Islamic empire can be understood from the writings of the famous Arab historian Ibn Khaldun.

The principal historian of the 20th century, Arnold J. Toynbee, regards Ibn Khaldun as the true founder of philosophy of history. Scientist Dr. Shojaedin Shafa quotes Ibn Khaldun and his book Al Moqaddama :

Al Moqaddama

Al Moqaddama

The natural talent of Arabs is the plundering and exploitation of others. Belongings of others inspire them to theft and robbery. They feed through their lances and swords, robb and plunder without moral boundaries; on the contrary, they steal everything on their path. If they, during their conquests, occupy a country they paid no attention to the heritage of the people; therefore the property by the occupiers are all violated and robbed.

This process reduces reduces prosperity and civilization dies out. They are also the reason why prosperity and a society become corrupted, because they ignore the artists, craftsmen and despise them […] A society’s wealth might disappear though the destruction of these professions.

Arabs did not bother to implement laws or rules against theft or aggression against citizens; the only thing they cared for was to obtain other people’s property through extortion and blackmail. Once this was achieved they knew no mercy for people and their well being. It was never their intention to improve a community but to find new ways to satisfy their greed and increase their wealth.

Ultimately, a nation controlled by Arabs lives in chaos and anarchy as if no statutory power exists. Chaos and destruction are causes for the destruction and corruption of wealth and civilization. This nation is naturally out to plunder and destroy, what they find, they take as booty […] Because of their nature it is hard for Arabs to accept authority as, on the basis of their characteristics, this rule would have the same degree brutality, greed and and rivalry that they impose on others. It seldom happens that they agree on anything. If, however, religious matters or possible conquests are involved Arabs unite and work together on a new road to victory.

And so, these Arabs, who are proud to eat scorpions and ticks, came together under the banner of the Prophet and undertook conquests in the direction of the Persian and Roman (Byzantine) empire. After destroying these empires they engaged themselves in earthly affairs and gathered enormous wealth. Any Arab conquest automatically entailed the destruction of the civilization in question as most cities were deserted by their inhabitants. Cultivated fields turned into a wasteland.

Yemen, a country with a history going back at least 3000 years, was left to ruins after the Islamic conquest. The Persian civilization in Iraq was completely destroyed. The same scenario took place in Syria. The Southern Arabian tribes Banu Hilal en Banu Sulaym, who penetrated Morocco and Tunesia and fought each other over 350 years to obtain local hegemony while destroying agricultural life. The areas between the Mediterranean and Sudan, which were has previously built and inhabited, are now just a desert, where ruins, flat terrains and only a few villages are left to to remind us that it once was a civilization. “(Al-Moqaddama – Ibn Khaldun).

These quotes are borrowed from the Al-Moqaddama and are part of the few criticism Ibn Khaldun directed tot the Arabs. About the nature of the Arabs the Qur’an states in sura 62-11:

But when they see some bargain or some amusement, they disperse headlong to it, and leave thee standing.  Say: “The (blessing) from the Presence of Allah is better than any amusement or bargain! and Allah is the Best to provide (for all needs).”

The Arabs who imposed their ideology of war, rape, deportation, enslavement and murder on others were so backward, ignorant and hate filled against civilized Persians that they did not know how to handle our ancient treasures. After capturing the famous carpet Baharstan that, if it had not been torn in pieces and divided as war booty, would be now one of the wonders of the ancient world.

These barbarians did have the neither the cultural nor other skills to motivate the emergence of a so-called ‘Golden Age’. Everything that during the 400-year occupation of Persian in the Islamic region was performed was produced by Persians without any Islamic drive. Arabs deported Persian scientists and scholars and forced them to translate their books into Arabic solemnly to make these part of the Islamic and Arab heritage; knowing that it took them more than 100 years of occupation and destruction to recognize the value and importance of Persian books.

Foreign claims of Persian achievements

Many if these great Persian scientists were assassinated after working many years for the occupiers. Others, like Ibn Sina (Aviccena), were always on the run, spent time in prison or had to write their works under the most severe circumstances. It were man like Ibn Sina used by Turks and Arabs to enrich the grab of holy Islam while ignoring how orthodox islam  despised men like Ibn Sina. The theologian Al-Magd Dine Baghdadi wrote:

“I saw the Prophet in my dream. I asked him: What do you think about Ibn Sina? He replied: This is a man who wrongly claimed his right to enter heaven and thought he could do so without my guidance. That’s why I blotted him completely with a gesture of my hand so he fell into hell.”

Another theologian, Ibn Al-Athir, mentions the names of the deceased in the year 1037 and writes:

“During the month Shaban  Abu Ali Ibn Sina, the famous physician and philosopher, died. He served ruler Ala ad Dawla. There is no doubt that he was an infidel who had the brutality to publish his works of heresy against the divine laws.”

The greatest work of Ibn Sina, the Canon of Medicine, would become a standard work for the the next 600 years amongst students in the Orient and European universities such as Montpellier, Paris and Jena. But the Islamic rulers called men like Ferdowsi, Hafez, Saadi, Khayyam, Ibn Sina, Razi and Biruni “Mortad” (heretics) and , they made their lives as bitter as possible.

The first Persian Renaissance

The more independent small states in the Islamic Empire became and the more Arab caliphs lost control of their empire science and philosophy could flourish. The Persian poet Ferdowsi composed in the 11th century his famous work Shahnameh, the ‘Book of Kings. With this book the poet elevates the Persian language, 300 years after the destruction of Sassanid empire, back into the position of being the literary language in Persian and thus saves the Persian language that was about to be pushed aside by the language of the conquerors.

While most of the conquered countries would lose their culture and language forever the Persian poet Ferdowsi prevented this tragedy for Persia. Ferdowsi’s story on the rise and fall of fifty noble families, starting in mythical times and ending as a national catastrophe with the Arab Islamic conquest of Persia. The book of kings tells us, using thousands of sentences and rhyming phrases, about Persian values, adventures of heroes and their heroic deeds, their affairs with stunning Persian women, slender as cypresses and shining as bright the moon, the exuberant life of the court, full of music, dance and wine; and most of all about the dilemma of good people who suffer from evil rulers.

Poet Ferdowsi reminds the Persians of the roots of their identity and till today his great work resonates in the minds of so many Persians. This was necessary as during the 400-year occupation of Arab invaders prison or exile was the penalty for valuable Persian scientific work. Occasionally, their work would be thrown into the fire or water or, following Islamic tradition, used to beat them until death or leave them at least seriously injured. Persian philosophers, scientists, artists and writers had simply no other choice to present their talents and abilities under the banner of Islam.

Dr. Zabihollah Safâs book, ‘Târixe Adabiyyâte Iran’, describes the tragic life and fate of fifty Persian scientists and thinkers during the Arabic occupation. The display of superlative hostile expressions against philosophers in general and Persian philosophers in particular continued until 1218, the year of the Mongol invasion.

Conclusion

Long before the Mongol invasion Persian scientists hastened the codification of Islamic law and wrote the first grammar of the Arabic language. They were also the principal translator of the newly established library of Baghdad. Over the next three centuries the texts of  Aristotle, Plato, Galen and other thinkers of Antiquity would be translated into Arabic. This gave rise to a canon of knowledge in philosophy, mathematics, medicine, history and literature that would later finds its way through Spain and Sicily to Europe to present the seeds for the Renaissance.

The result today is that the Arabs and Turks define the gruesome 400-year occupation of Persia under the rein of the bloodthirsty Umayyads and Abbasids as the ‘Golden Period of Islam’. Nowadays many dubious figures and Islamists refer to sources that describe great Persian scientists such as Ibn Sina, Omar Khayyam, Ferdowsi, Biruni, Razi and many others as Arabs or Turks.

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39 Antworten zu Das goldene Zeitalter des Islam

  1. Henry B. schreibt:

    Ein wirklich excellenter Artikel, aber das Bild von Ahmadinedschad ganz oben im Blog wirkt eher abschreckend. Ich denke dass jemand das auf den ersten Blick missverstehen könnte.

  2. Shir o Xorshid schreibt:

    Meine persönliche Meinung:

    Auch wenn es auf dem ersten Blick abschreckend wirkt mit den zwei Aussen-Monstern, so finde ich es dennoch nicht schlimm. Schlimm schon, weil auch mir bei jedem Anblick mein Kaffee hochkommt. Andererseits: betrachtet man sich die Bilderreihe nur 2 Sekunden länger, kommt, wie ich finde, die Message doch sehr gut rüber: der Abschaum links und rechts aussen grinst auf das Volk herunter und lacht sich tot über das Leid, die Tränen, den Schmerz der trauernden Mütter.

    Genau DIESE Bilder müssen Iraner und Iranerinnen in jedem Moment ihres Lebens, sobald sie die Strassen Irans betreten auch im wahren Leben ertragen. Und uns tut das bisschen auf einem Monitor schon weh, welches wir jederzeit ein- und ausklicken können?

    Können Worte eigentlich noch mehr sagen als diese Bilderreihe???

  3. yogi schreibt:

    Dein Artikel ist sehr interessant. Es wäre schön, wenn du ein paar Anmerkungen zum Autor (Amirkabir) machen würdest. Füge beim nächsten Mal bitte auch ein paar Absätze ein, denn ein langer Text ohne Absätze ist nicht so gut zu lesen. Aber vielen Dank für den tollen und interessanten Text.

    • Tangsir schreibt:

      Der Autor Amirkabir ist genauso wie ich ein Exiliraner, daher wirst du sicher Verständnis dafür haben wenn wir hier nicht viele persönliche Infos preisgeben. Er liest aber hier mit und wird sicher selbst was dazu sagen. Absätze habe ich nun eingefügt, und wir werden in Zukunft darauf achten dass der Text besser lesbar ist. Danke für die Kritik.

      • calogeromira schreibt:

        Habt ihr nie ein Buch von Kader Abdollah gelesen?

        • Tangsir schreibt:

          Jemand der meint Europa bräuchte den islamischen Propheten Mahumet, dessen Bücher muss man nicht gelesen haben (The novel depicts the prophet Muhammad as a „human figure that Europe needs). Aber vielleicht bist du ja so eloquent und erläuterst uns inwieweit dieser Abdollah mit dem Thema des Artikels in Verbindung steht.

    • amirkabir schreibt:

      Doroud!

      Was speziell interessiert Sie? Oder besser gesagt,was wuerden Sie gerne ueber mich wissen, soweit es mir moeglich ist, werde ich Sie gerne beantworten. Sie muessen verstehen, dass wir hier auch auf unsere eigene Sicherheit achten muessen und Informationen ueber die Autoren daher begrenzt nach aussen gegeben werden koennen, denn wie die Islamische Republik auf bestimmte Gedanken reagiert, haben wir schon schmerzlich erfahren muessen. Was meine persoenliche Sicherheit nicht gefaehrdet, werde ich beantworten. Danke fuer Ihr Interesse!

      • yogi schreibt:

        Danke Amirkabir für die Information. Ich dachte nämlich, hinter Amirkabir verbirgt sich eine Person aus der iranischen Geschichte, vielleicht ein Historiker, ein Autor, Philosoph, Politiker oder ähnliches. Ich googelte nämlich und stieß auf Amir Kabir (1807-1852), einem ehemaligen Ministerpräsidenten und Reformer des Iran und dachte zunächst, er sei der Autor dieses Artikels. Nun ist die Sache also geklärt.

  4. Kasra schreibt:

    Sehr interessanter, wertvoller und absolut lesenswerter Artikel.

    Die Sumerer zu den iranischen Völkern zu zählen, bezeichne ich mal als „sehr gewagt“. Bis auf Derakhshani (..), ist mir kein Wissenschaftler vertraut, der das tut.

    • Tangsir schreibt:

      Die Herkunft der Sumerer ist in der wissenschaftlichen Welt noch unbekannt. Was unstrittig zu sein scheint, ist dass sie aus Zentralasien stammen. Das schränkt die Auswahl ein, denn dann bleiben eigentlich nur Indogermanen übrig. Zumindest ist mir nicht bekannt dass Sumerer phänotypisch mongoloische Züge getragen haben.

      • Kasra schreibt:

        Das ist richtig, man hat sich bisher auf keine Herkunft einigen können. Eine indogermanische Herkunft ist nicht auszuschließen, doch das macht die Sumerer noch lange nicht zu einem „iranischen Volk“ oder Ariern, sondern erst ein mal nur zu Verwandten.

        Aufgrund dessen, sollte man mit solchen Formulierungen und noch unbestätigten, unbewiesenen Thesen etwas vorsichtiger umgehen. Sonst kann das ganze beim Leser den Hauch von Unwissenschaftlichkeit und Subjektivität erwecken und würde somit den Rest des Artikels, der gut fundiert, belegt, nachweisbar und inhaltlich absolut korrekt ist, in ein schlechtes Licht rücken lassen und schlussendlich die Seriosität des ganzen Artikels fraglich erscheinen lassen.

        • Tangsir schreibt:

          Wie du siehst werden strittige Punkte hier im Kommentarbereich besprochen, und somit ist die Gefahr dass die „Seriosität“ des Artikels darunter leidet gebannt.
          In der wissenschaftlichen Welt wird es immer strittige Punkte geben lieber Kasra. Das sollte einen aber nicht davor abhalten, auch in einem strittigen Punkt, eine klare Position zu beziehen.
          Ich hoffe die Antwort stellt dich zufrieden.

    • amirkabir schreibt:

      Fuer mich persoenlich ist das was Derakhshani sagt sehr plausibel und nachvollziehbar, eines ist sicher: die Sumerer gehoeren nicht zu den semitischen Voelkern und deren Sprache gehoert zu den iranischen Sprachen.

      Und danke fuer die Blumen, ich liebe Blumen!

  5. Kasra schreibt:

    Tangsir jân, mir ist klar, dass viele Punkte in der Wissenschaft noch lange nicht geklärt wurden und viele sich auch nicht klären lassen. Ob du und/oder der Autor des Artikels trotzdem klare Position beziehen, lasse ich eure Sache sein; eine Anmerkung dazu wäre, der Vollkommenheit und Seriösität halber, trotzdem wünschenswert. Woher sonst, soll der Leser erfahren, ob es sich um eine bewiesene Tatsache, einem klaren historischen Ereignis, oder eine – für den Autor plausibel klingende – Annahme handelt. Auf Kommentare zu Streitpunkten zu hoffen, sollte nicht die Lösung sein.

    • Tangsir schreibt:

      Wie ich finde stellt Amirkabir transparent dar, auf wen seine Thesen gestützt sind. Wie denkst du denn wie in der wissenschaftlichen Welt sich Thesen klären lassen, wenn keiner einen klaren Standpunkt bezieht?
      Darwins Thesen waren zu seiner Zeit auch sehr umstritten, und dennoch hat er den Mut gefunden sie zur Diskussion zu stellen. Nichts anderes geschieht auch hier. Keiner hat die Wahrheit gepachtet und nur im Diskurs lässt sich ein Sachverhalt von allen Seiten beleuchten, so gesehen war dein Kommentar ein Teil dieses Diskurses. Sich darauf zu beschränken nur auf eine Konsensmeinung zu bauen und darauf seine Thesen zu stützen, hiesse das Selbstverständnis eines Wissenschaftlers zu verleugnen. Und im letzten Punkt muss ich dir widersprechen wie du es schon geahnt hast. Streitpunkte lassen sich nur im wechselseitigen Austausch von Argumenten lösen, und da sollte jeder Diskutant die Reife besitzen, sich einzugestehen, dass bestimmte Punkte weiterhin strittig bleiben, solange es keine neuen Fakten und Erkenntnisse zum Thema gibt.

      • amirkabir schreibt:

        …und das macht meines Erachtens den Artikel nicht schlechter, wie gesagt, die Sprachwissenschaft gibt uns ueber die Herkunft von Voelkern viel Aufschluss. Dies ist ein Artikel, im Artikel ist auf die Quelle hingewiesen und meines erachtens darf der Autor Stellung beziehen, auch wenn eine These umstritten ist, denn eines ist auch klar widerlegen konnte keiner Derakhshani, fuer mich ist was er sagt plausibel und nachvollziehbar.

  6. amirkabir schreibt:

    Derakhshanis Forschung ist eher sprachwissenschaftlicher Natur und auf Grund der sprachlichen Verwandschaft liegt es tatsaechlich sehr nahe, dass es sich um ein iranisches Volk gehandelt hat. Denn weshalb sonst sollte es diese sprachliche Verwandschaft geben. Ich wollte in diesem Artikel auch nich unserioes wirken, deshalb habe ich mich auch auf Derakhshani bezogen. Ich meine, das ist so ok.

    • Kasra schreibt:

      Derakhshani ist zweifelsohne ein großartiger Iraner, der einen wertvollen Beitrag zur iranischen Geschichts- und Sprachforschung geleistet hat. Wer sich aber mit ihm, seiner Vorgehensweise und Methodik auskennt, weiß auch, dass er sich des öfteren mal an fragwürdigen Methoden bedient, nur um seine Annahmen stützen zu können und deshalb unter der Kollegschaft oft auf scharfe Kritik gestoßen ist. Nicht alles was er sagt, sollte man so einfach hinnehmen. Wenige Hinweise und kleine Belege reichen für ihn aus, um die Iranischstämmigkeit der Phönizier zu beweisen. Wie er an die Sumerer Problematik angeht, ist ebenfalls etwas fragwürdig.

      Wir haben mehr zum Weltkulturerbe beigetragen, als jedes andere Volk dieser Erde. Die uns (bewiesenermaßen und unabstreitlichen) zuzuschreibenden Errungenschaften sollten ausreichen, um die Größe und Rolle alten Iraner in der Weltgeschichte klar erkennen zu geben. Für alle in der Wissenschaft offenstehenden, heiß debattierten und noch nicht sicher gelösten Streitfragen, können wir gerne Stellung beziehen und unseren Standpunkt kundtun, dann jedoch unter Anmerkung dessen. Denn die sprachliche Verwandtschaft ist (noch?) nicht bewiesen, auch wenn Derakhshani das gerne so sähe.

      • Tangsir schreibt:

        Wenn du da schon Derakhshani kritisierst und da konkret seine Methodik als Quelle des Übels benennst, so wäre es nur fair wenn du dies hier auch erläuterst. Ich finde nämlich man sollte schon starke Argumente haben, wenn man jemandem das wissenschaftliche Kredit abspricht. Diese Art der Kritik finde ich genauso fragwürdig, wie ein Wissenschaftler der sich seine eigene Ergebnisse schafft, was ja im Falle Derakhshanis von dir bis jetzt nur behauptet wird.
        Ich hoffe also, du kannst uns mit deinem Wissen über die fragwürdigen Methoden des Herrn Derakhshani aufklären.

  7. Phoibus schreibt:

    Dankenswerter Weise wird mit Artikel endlich der Mythos des „goldenen Zeitalter des Islam“ entlarvt. Ein Mythos ist auch das so angeblich friedvolle Miteinander im von islamischen Okkupanten überranten „Al Andalus“. Es herrschten dort grausame Tyrannen, die nur mit Hilfe eines sklavistischen Systems ihre Ländereien bewirtschaften und ausbeuten konnten. Nichtmuslime mussten als „Kuffar“ (Ungläubige) ihre Dhimmi-Abgaben an die islamischen Potentaten leisten. Sie waren nur geduldet und konnten jederzeit versklavt werden. Die angebliche islamische philosophische und wissenschaftliche Blüte auf der Iberischen Halbinsel konnte nur mit dem Hintergrund der vielfälltigen Schriften aus dem graeco-indo-iranischen und asiatischen Kulturkreisen sich entwickeln, Es war keine Eigenleistung des Islam.

  8. Phoibus schreibt:

    Zum vorangegangenen Artikel:

    soll heißen: „Dankenswerter Weise wird mit dem Artikel……………………“
    Man sollte Kommentare nicht übermüdet nach Mitternacht schreiben.

  9. ein fremder aus elea schreibt:

    danke fuer diesen ueberaus interessanten und lesenswerten artikel, der einige meiner ahnungen bestaetigt und mich neues gelehrt hat.

  10. jackdaw schreibt:

    Hi Amirkabir,
    klar haben die Araber, die aus der Wüste kammen, nichts mit damaliger Technik, Wissenschaft, Schönen Künsten zu tun, die übernahmen alles, was DA war. Das ist so wie die ollen Goten/Germanen, die Rom „besuchten“, die konnten auch nicht lesen und schreiben, bauen, die haben sich ihre Spezialisten dort „geholt“.

    Wir im Abendland sprechen von den „Arabischen“ Zahlen, gibt es hierzu was zu korrigieren? Die indische Null, kam ja wohl wirklich aus Indien, aber wer war der Transmitter?

    Mit Sindbad dem Seefahrer verbinden wir hier automatisch einen Araber, dabei ist die Geschichte WESENTLICH älter und ich kann mir nicht vorstellen, daß die vom Kamel so schnell auf ein Schiff mit all dem Wissen umsatteln konnten.
    Selbst die USA hat lange gebraucht, um in den Wisstenschaften und Industrie mit Europa mit zu ziehen, sie lebten allerdings von gut ausgebildeten Auswanderern, die hungrig nach Leistung waren.

    • Tangsir schreibt:

      Wie du schon richtig schreibst ist der Ursprung Indien. Um 825 schreibt der persische Mathematiker, Astronom und Geograph al-Chwārizmī sein Werk „Das zusammengefasste Buch über Algebra und Quotientenrechnen“, das auf dem Brahmasphutasiddhanta basiert. Ab hier wird die Null als ṣifr (arabisch ‏الصفر‎, DMG aṣ-ṣifr,null, nichts‘ vom Verb ṣafira „leer sein“) bezeichnet – eine Lehnübersetzung des Wortes śūnya.

  11. Pingback: ”De Gouden Periode van de islam” | Onze Stem & Jouw Nieuws

  12. Sehr interessanter, wertvoller und absolut lesenswerter Artikel. Und jetzt auch in Englisch übersetzt.

    http://www.onlydemocracy4iran.com/2010/09/05/the-golden-age-of-islam-another-theft-of-persian-heritage-and-history/

  13. Pingback: Appropriazione della cultura persiana | Ospitalieri

  14. Bisqui schreibt:

    Ich bin der Übersetzer der italienischen Version. Ich hoffe dass es Ihnen nichts ausmacht. Ich liebe die persische Kultur und ich habe kein Verständnis für diejenigen, die ihre Vorzüge nicht anerkennen.

    L’età d’oro dell’Islam
    La fonte e l’origine
    Appropriazione della cultura persiana

    • Tangsir schreibt:

      Das ist wunderbar. Je mehr diese Texte Verbreitung finden umso besser.
      Vielen Dank für die ganze Mühe, großartige Arbeit. Ich freue mich unheimlich darüber 🙂

  15. Tangsir schreibt:

    Die englische Version ist nun auch hier auf dem Blog verfügbar.

  16. Pingback: Wissenschaft und Religion, eine misslungene Mischung | Pârse & Pârse پارسه و پارسه

  17. Pirouz Kas schreibt:

    Bin gerade auf einen Kommentare gestoßen, der den Einfluss von Khosrau I. erwähnt

    The Myth of Islamic Science
    July 9, 2015 1:17 pm By Robert Spencer 31 Comments
    “The notion of a golden age of Islamic learning is a myth created to counter the current sorry state of intellectual life in the Islamic world.” Indeed so. A provocative perspective from India: “The Myth of Islamic Science,” by N.S. Rajaram, India Facts, April 2, 2015 (thanks to K.R.):
    In this provocative essay, Waseem Altaf, the author argues that the notion of a golden age of Islamic learning is a myth created to counter the current sorry state of intellectual life in the Islamic world.
    Introduced by Dr. N.S. Rajaram
    Editor’s introduction
    It is widely believed and taught, including in India, that there was a Golden Age of Islamic learning that made a major contribution to science and the arts. In India we are told that this ‘synthesis’ between Hindu and Muslim thought gave rise to a great ‘syncretic’ civilization that was suppressed and eventually destroyed by the British. However, this flies in the face of the fact that not a single name of a major scientist from the five-plus centuries of Islamic rule of India has come down to us. We have to go to pre-Islamic India to invoke names from the past— names like Aryabhata, Varahamihira and the like.
    It is a similar story when we look at universities or centers of learning. Pre-Islamic India was renowned for its universities: Takshashila, Vikramashila, Nalanda, Ujjain and other places attracted students and scholars alike from far and wide, much like the United States of today.
    After the establishment of the Delhi Sultanate, not a single center of learning (other than Islamic seminaries) was established for over seven centuries. The first modern universities came to be established only during the British rule.
    Also worth noting is the fact that the so-called ‘synthesis’ of learning took place before Islamic invasions engulfed both India and Persia in a Dark Age. The Sassanid emperor Kosrau I deserves much of the credit for work that is wrongly credited to Islamic rulers and scholars.
    Khosrau I (reigned 531–79) known as Anushirvan or ‘the immortal soul’ was a great patron of philosophy and knowledge. He gave refuge to scholars from the Eastern Roman Empire when the bigoted Christian Emperor Justinian closed down the neo-Platonist schools in Athens in 529 AD. Earlier, in 415 AD, Christian goons led by ‘Saint’ Cyril burnt down the great library in Alexandria and murdered the neo-Platonic scholar Hypatia who taught there, because another ‘saint’ Paul had decreed that women must keep their silence.
    Khosrau was greatly interested in Indian philosophy, science, mathematics, and medicine. He sent multiple embassies and gifts to the Indian court and requested them to send back philosophers to teach in his court in return. Khosrau made many translations of texts from Greek, Sanskrit, and Syriac into Middle Persian. He was lauded as “Plato’s Philosopher King” by the Greek refugees that he allowed into his empire because of his great interest in Platonic philosophy.
    A synthesis of Greek, Persian, Indian, and Armenian learning traditions took place within the Sassanian Empire. One outcome of this synthesis created what is known as bimari-stan (‘home for the ailing’), the first hospital that introduced a concept of segregating wards according to pathology. Greek pharmacology fused with Iranian and Indian traditions resulted in significant advances in medicine.
    Regrettably this pre-Islamic era of learning came to an abrupt end following the Arab (Muslim) invasions and the defeat of Sassanid Persia The reality is that most of this ‘synthesis’ took place in the pre-Islamic period until Islamic invasions sank both Persia and India into a Dark Age lasting centuries.
    IndiaFacts is grateful to the author Waseem Altaf and the publication Viewpointsonline.net for the article. No photograph of the author is published out of concern for the author’s safety. Here is his essay.
    Science in the Islamic world
    Rational thought in the Muslim world developed during the reign of liberal Muslim rulers of the Abbasid dynasty. However it was after the rise of scholars like Al-Ghazali that all scientific reasoning came to an end in the 13th century. As we remain enamored by our past achievements in the sciences, we forget that there is very little “original” we as Muslims can celebrate and be proud of.
    It was during the reign of the early Abbasid caliphs, particularly Mamun-ur-Rashid (around 813 CE) that in his Dar-ul-Hikmah (the house of wisdom) in Baghdad, Muslim scholars would begin translating the classic Greek works, primarily toeing the Aristotelian tradition. In addition, they were heavily relying on Persian and Indian sources. They also penned huge commentaries on works by Greek philosophers. However, the Muslim translators were small in number and were primarily driven by curiosity. More than ninety nine percent Arabic translations of works of Greek philosophers were done by either Christian or Jewish scholars. It is interesting to note that Islamic astronomy, based on Ptolemy’s system was geocentric. Algebra was originally a Greek discipline and ‘Arabic’ numbers were actually Indian.
    [N.S Rajaram: Indians invented algebra, calling it bija-ganita. Greeks considered some special cases in number theory like Diophantine Equations, also known to the Indians. The cumbersome letter-based notation (like the later Roman numerals) did not lend itself to problems in algebra. The major Greek contributions were the concept of proof (known also to Indians) and above all the axiomatic method at which they excelled. The Arabs themselves never denied their indebtedness to the Hindus in astronomy, medicine and mathematics. They called their numbers ‘Hindu numerals’. As noted in the Editor’s Introduction, much of this took place in pre-Islamic Iran, especially under Khusro I.]
    Most of these works were available to the West during 12th century when the first renaissance was taking place. Although Western scholars did travel to Spain to study Arabic versions of classical Greek thought, they soon found out that better versions of original texts in Greek were also available in the libraries of the ancient Greek city of Byzantium….

  18. Pirouz K schreibt:

    Bin kein Fan dieses Youtubers, aber dieses Video ist Klasse.

    • Tangsir schreibt:

      Gute herausgearbeitet und dennoch sieht man, dass er sich über die Ziffer 0 nicht gut informiert hat. Die Perser haben diese Ziffer ins Zahlenwerk aufgenommen und nicht die Araber.

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