Die iranische Misere (Teil 4)

ms-july-painting-iranian-womanVielfach hört man Iraner sich über Deutsche und die deutsche Gesellschaft beklagen. Ungerechte Behandlung, fehlende kulturelle Sensibilität und die Erwartungshaltung so behandelt zu werden, als sei Iran immer noch das Zentrum der Zivilisation und geistigen Schaffensdrangs, sind das was man vielfach hört. Das Hemd sitzt, Die Krawatte auch, aber der nackte Hintern riecht immer noch bestialisch nach Muslemanen- und Türkentum.

Dabei gibt es verschiedene Arten von Iranern. Der gemeinsame Nenner ist dass sie erwarten wegen ihrer Geschichte bewundert zu werden, aber nicht wegen ihrer Gegenwart oder jetzigem Regime kritisiert oder damit in Verbindung gebracht zu werden. Dabei spielt es keine Rolle ob der Iraner türkisiert oder islamisiert ist, oder ein Atheist ist der sich in die westliche Gesellschaft integriert hat. Die erste Sorte gehört zu der schlimmsten überhaupt und das Prototyp des Landesverräters, der kaum USA oder Israel hören muss, um sich demonstrativ und geschlossen hinter Ahmadinejad und sein Regime zu stellen, den Islam zu verteidigen, und sogar den angeblichen Reformbemühungen des Regimes Glauben zu schenken (Die in diese Form, dem Volk seit 30 Jahren vorgegaukelt wird, ohne dass es tatsächlich zu einem liberaleren System gekommen ist).

Aber auch der Atheist der sich über das türkisierte und islamisierte Abschaum stellt, erwartet von der westlichen Gesellschaft als Individuum angenommen zu werden, ohne Verantwortung für das jetzige Regime oder seiner türkisierten und islamisierten Landsmänner und Frauen zu übernehmen. Als sei er losgelöst von seiner iranischen Identität und den armen Bastarden die nicht so viel Glück wie er hatten, nicht so wie er, von der Ideologie des Türkentum und Islam verschont geblieben zu sein. Das ihm aber seine Landsleute am Arsch vorbeigehen ist der sichere Zeichen dafür, dass auch er nicht ganz von beiden Ideologien verschont geblieben ist. Ein Iraner übernimmt nämlich Verantwortung und denkt nicht nur bloss an sein eigenes schnuckeliges Leben und Wohlergehen.

Der Iroonie findet es eine Unverschämtheit dass es Filme wie „Nicht ohne meine Tochter“ gibt, obwohl die Realität weitaus brutaler und schlimmer ist. Aber dem Dogma des Türkentum folgend, empfindet er Scham darüber dass aller Welt erfährt wie beschissen die Lage der Frauen in Iran ist. Wie die Türken uns gelehrt haben, ist  es der Vergewaltigte der sich schämen muss wenn die Vergewaltigung ans Tageslicht kommt, so gilt das natürlich für alle weiteren Missstände. Und häusliche Gewalt? Die gibt es in Iran genauso wenig, wie Homosexuelle, Fanatismus oder Antisemitismus. Wir sind schliesslich die Erben Kouroshs.

Sie echauffieren sich regelmäßig über den Fantasy-Schinken „300“, als ob die heutige  iranische Realität nicht tausendfach schlimmer wäre. Aber anstatt sich dafür zu engagieren das jetzige türkisch-islamische Regime helfen zu beseitigen, damit man entspannt diesen Fantasy-Erzeugnissen verlachen kann, stürzen sich in Arbeit um aller Welt zu überzeugen dass das nicht das alte Persien war.

Ja, der heutige Iroonie ist ein Geschichtsfetischist und holt sich regelmäßig einen darauf runter, obwohl vom Glanz früherer Tage nichts mehr übrig geblieben ist. Stattdessen fühlt er sich von Sarrazin beleidigt weil er von inter-familiären Vermählungen und der sich daraus  ergebenden Folgen spricht. Und wenn überhaupt, dann sind es ja nur Türken und Araber die solche Schweinereien machen. In Iran gibt es das natürlich nicht, dass Cousin und Cousine heiraten und Kinder zeugen.

Wenn der Westler sich auch nur traut was über Iran zu sagen, will man ihn zugleich in der Luft zerreissen. Was bildet sich dieser Ausländer auch ein von Dingen zu sprechen oder sich dafür zu interessieren, von dem er nichts versteht, und wenn er sich in Iran aufhält dann hat er sich gefälligst an die dortigen Bräuche und Sitte anzupassen. Wäre ja noch schöner wenn er dort dasselbe reklamieren würde wie wir Ausländer in Deutschland. Denn hier in Deutschland haben die Deutschen gefälligst dafür zu sorgen dass Türken und Araber sich integrieren und wenn das nicht klappt oder der deutsche Michel diese Bringschuld von den Migranten einfordert, dann ist er eben ein verwerflicher Rassist, Faschist und der reinkarnierter Adolf Hitler.

Wieso haben denn auch die alten Menschen und Frauen vor uns Schwarzköppen so eine Angst und sind uns gegenüber reserviert? Na gut, sie haben rundweg schlechte Erfahrung mit dieser Sorte Mensch gemacht, aber wenn sie nicht jeden einzelnen, immer wieder aufs Neue versuchen unbefangen kennenzulernen, sind sie eben rassistische Schlampen, und überhaupt sind unsere Frauen ja die besten, und nicht solche verhurrten deutschen Flittchen.

Wieso regen die sich denn auf dass ich türkisierter Murat davon spreche dass Deutsche unsere Frauen ficken dürfen oder nicht? Kann man meine türkische Zuhälter-Mentalität nicht einfach hinnehmen ohne gleich mit der Nase zu rümpfen? Ich Mustafa hab schliesslich auch Gefühle und will von jedem verdammten Deutschen als der neugeborene Kourosh wahrgenommen werden, selbst wenn meine mongolische Augen mir fast aus den Augenhöhlen herauszurutschen drohen, ich mich schlimmer aufführe als die Kadscharen, und mein Cousin als Zuhälter seine Nutten am laufen hat. Merke er sich: Wir sind alle gleich!

Und wehe ein Tangsir macht auf türkische Verhaltensweisen oder die schleichende Türkisierung Irans aufmerksam, aber Hallo, dann ist Ramadan und Aschura zugleich. Wir haben schliesslich soviel Potential, versprechen jedem das Blaue vom Himmel, ohne dass wir uns verpflichtet fühlen unsere eigenen Ankündigungen auch in die Tat umzusetzen. Ein wahrlich iranisches Verhalten. Welch ein Potential…

Und dabei machen wir unaufhörlich Werbung für Sentaproduction, denen seit Jahren 400.000$ zur Fertigstellung eines Cyros-Filmes fehlt. Wir fragen nie ob denn nun das Geld beisammen ist, und weil wir Iraner so höflich sind, würde es uns auch nie im Traum einfallen nach mehr Transparenz bei dieser Fundraising-Aktion einzufordern, und schwupdiwups, hat sich fehlende die Summe die auf der Website steht, um 30.000 auf nun 430.000 erhöht.

Welch ein Freude dieses Scheiss-Gesindel landsmänner nennen zu dürfen. Ein mongolisches Wochenende wünscht euch Tangsire Axundkoshe Vatanforoush.

Nachtrag 28.08.2010 (2569):

Ein sehr gutes Beispiel für die türkisierte Verantwortungslosigkeit gegenüber seine Mitmenschen, von der weiter oben die Rede war: „Der Atheist der sich über das türkisierte und islamisierte Abschaum stellt, erwartet von der westlichen Gesellschaft als Individuum angenommen zu werden, ohne Verantwortung für das jetzige Regime oder seiner türkisierten und islamisierten Landsmänner und Frauen zu übernehmen.“, habe ich heute gelesen, um musste doch schmunzeln wie sehr man manchmal Recht behält. Das obige bezog sich auf trükisierte und islamisierte Iranische Mitmenschen im In- und Ausland. Sie gilt aber genauso gegenüber den hier lebenden türkischen und arabischen Mitbürger, mit denen wir schlussendlich auch in ein Gemeinwesen leben. Die Person  um die es sich hier handelt kritisiert Thilo Sarrazin für seine „undifferenzierte Hetze“, um dann zum Schluss  seines Schreibens zu schreiben:

„Außerdem hätte er ruhig erwähnen können, dass die als muslimisch gesehenen Iraner da eine Ausnahme bilden.

Genau das ist es wenn ich davon spreche dass der Arsch nach Muselmanentum und Türkentum riecht. Also einem Sarrazin würde man grundsätzlich Sympathien entgegenbringen wenn er die Iraner von seiner Kritik ausnimmt. Leider gehören wir Iraner aber inzwischen genauso zu diesem Pack und sind in unserer Mentalität und Verhalten nicht minder besser als die anderen. Mag sein dass wir tendenziell anpassungsfähiger sind und uns besser integrieren können, aber tun wir nicht so als wäre die Mehrheit der hier lebenden Iraner besser als der gemeine Türke oder Araber. Und das obige schreibt übrigens eine türkischstämmige Person, die auf den Tod, nicht auf eben diese Abstammung angesprochen werden möchte.

Nene meine Lieben, wir sind nichts besseres nur weil wir uns als Atheisten, über dieses Pack erheben, und es ist schon genau richtig dass Sarrazin uns da keine Extrawurst brät. Wir müssen nämlich erst unseren bestialisch stinkenden Muselmanen- und Türkentum-Arsch putzen, bis wir auf solcherlei Differenzierungen Anspruch erheben dürfen.

Hier darf sich niemand als etwas besseres fühlen und auch der gut betuchte Pseudoiraner, der sich für einen aufgeklärten Atheisten hält, muss sich um die Mitglieder seines Gemeinwesens kümmern und für sie Verantwortung tragen. Denn erst dann steigt er von seinem Wölkchen runter und stellt sich der Realität und hört auf von seiner Multikulti-Scheisse zu reden.

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4 Antworten zu Die iranische Misere (Teil 4)

  1. Calvin schreibt:

    Hallo Tangsir,

    hat die Revolution schon begonnen?:

    🙂

    • Tangsir schreibt:

      Die Aufnahmen sind vom letzten Jahr, aber warte ab bis wir uns über unsere islamotürkischen Herren erhoben haben, dann werden es die Frauen sein die ihnen ihre türkischen „Tamams“ und ihren „Eyvalls“, dahin stecken wo sie hingehören, nämlich in die türkischen Dunkelheit.

  2. jackdaw schreibt:

    Es gibt auch Aktivisten:

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