Herr Massarats Antwort auf den offenen Brief

MassaratHerr Massarat hat mich angeschrieben und auf den offenen Brief geantwortet. Da Er in seiner Mail an mich behauptet ich sei nicht bereit meine Gedanken offen zur Diskussion zu stellen, möchte ich hier seine Mail abdrucken um ihn davon zu überzeugen dass hier keine Zensur stattfindet.

Nachfolgend das Schreiben von Herr Massarat und anschliessend meine Antwort darauf:

Sehr geehrter Herr oder sehr geehrte Frau….(Tangsir)

es wäre besser, man wüßte, mit wem man kommuniziert, aber es ist Ihr gutes Recht, in der Anoymität zu verbleiben. Es schwächt auf jeden Fall die Aussagekraft, wenn Sie nicht bereit sind, Ihre Gedanken offen zur Diskussion zu stellen. Im übrigen ist es schon ein feiges Verhalten, aus der Anonymität heraus Position zu beziehen und Aussagen zu machen, die möglicherweise die Rechte anderer verletzen könnten.

Die ganze Kampagne gegen die geplante Diskussions-Veranstaltung mit dem Botschafter der Islamischen Republik Iran, Ali Reza Sheikh Attar, und mir beruhte auf Behauptungen, Herr Sheikh Attar wäre ein „Massenmörder“, ein „Verbrecher“ und was nicht noch alles. Auch hier werden diese rigorosen Behauptungen aus der Anonymität heraus verbreitet, deren auch Sie sich bedienen. Da Sie aber mich auf das Recht in der Demokratie aufmerksam machen, möchte ich Sie daran erinnern, dass es einen Internationalen Gerichtshof (IG) gibt, vor dem Personen, denen Massenmord oder ähnliche Verbrechen angelastet werden, angeklagt werden könnten (siehe z. B. serbische Angeklagte und deren Verfahren vor dem IG).

Ich empfehle allen anonym agierenden Personen, die ein ach so großes Herz für die Freiheit des iranischen Volkes zu besitzen behaupten, mit Verbalinjurien und Hetze aufzuhören und stattdessen ihre Argumente, wenn sie welche haben sollten, in der Demokratie offen und sachlich einzubringen.

Die bisher gemachten Äußerungen in Ihrem Blog werfen einen Schatten auf  Sie selbst. Ich möchte sie nicht weiter kommentieren.

Mit freundlichen Grüßen
Mohssen Massarrat

Ich bin ein relativ junger Iraner Herr Professor. Argumente verlieren nicht ihre Gültigkeit nur weil derjenige der sie vorbringt seine Anonymität wahren muss. Ansonsten irren Sie sich wenn Sie meinen meine Gedanken stehen nicht offen zur Diskussion. Ganz im Gegenteil steht der Kommentarfunktion auf mein Blog jeden zur Verfügung. Sie behaupten ich sei feige und würde die Rechte anderer verletzen, aber selbst appellieren Sie an andere sie sollen mit Hetze aufhören.

Dann schreiben Sie weiter dass die ganze „Kampagne“ auf Behauptungen basiert. Nun, die Aussagen auf die ich mich berufe haben Sie selbst so formuliert und es bei der „Jungen Welt“ abdrucken lassen. Dort behaupten Sie dass die Protestierenden zionistische Ziele verfolgen und sogar das Existenzrecht der jetzigen Diktatoren in Iran absprechen. Beides schwere Anschuldigungen mit dem Sie engagierte Exiliraner dämonisieren die sich für ihre Heimat einsetzen.

Schauen Sie Herr Massarat: Wir leben in Deutschland und Deutschland ist ein Rechtsstaat, und im Gegensatz zu Iran haben die Menschen hier das verbriefte Recht ihre Meinung  zu sagen und zu behaupten Scheikh Attar sei ein Verbrecher und Massenmörder.

Sie behaupten weiter die „Behauptungen“ Attar wäre ein Verbrechenr beruhe lediglich auf „rigorose Behauptungen aus der Anonymität heraus verbreitet“. Es wundert mich nun sehr dass Sie nicht wissen dass Scheikh Attar jahrelang der Geschäftsführer und Chefredakteur der Tageszeitung Hamshahri war. Dieselbe Zeitung die 2006 einen Holocaust-Karikaturen-Wettbewerb startete. Was allerdings noch schwerer wiegt ist ist seine Rolle als Gouverneur der Provinz Kurdistan. In seine Zeit als Gouverneur wurden besonders viele iranische Kurden ermordet, gefangen genommen und in den allahistischen Kerkern gefoltert und umgebracht. Nach Aussagen von kurdischen Politiker und exiliranische Autoren, soll Scheikh Attar sich persönlich an diesen Verbrechen beteiligt haben. Zudem habe ich Sie in meinen letzten Beitrag darauf aufmerksam gemacht, dass der Scheikh sich aktiv dafür einsetzt, die Meinungsfreiheit der in Deutschland lebenden Iraner einzuschränken, und sogar offen zugibt dafür geheimdienstliche Mittel einzusetzen. Dann besitzen Sie immer noch die Unverfrorenheit zu sagen es handele sich hier nur um „Behauptungen“ und „Hetze“?

Sie zeigen in diese Diskussion beispielhaft dass Sie gar nicht bereit sind auf Argumente einzugehen und verhöhnen die Iraner noch mit dem Hinweis dass es ja den internationalen Gerichtshof gäbe, wo man diese Verbrecher anzeigen kann.

Ich möchte Ihnen zum Schluss als Iraner offen sagen dass ich sie nicht als mein Landsmann erachte sondern als Pseudoiraner  und als einen abbasidischen „Afshin“, der gegen die iranische Jugend vorgeht und gegen sie hetzt. Es ist genau diese Diktatur und Tyrannei der alten Männer die die Iraner überwinden müssen und werden. Es ist diese Tyrannei der Denkverbote und alten Männer die unser Land soweit gebracht und mich und meinesgleichen in den Exil getrieben hat.

P.S. Mit dem Scheikh Attar teilen Sie zumindest den Wunsch uns kritische Iraner zu demaskieren.

Herzlichst Herr Tangsir.

Nachtrag: Damit die Leserschaft weiss woher der Wind bei Herr Massarat weht, hier ein Zitat aus einem Artikel bei „Linksnet“:

…bei der überwältigenden Mehrheit des durch und durch islamischen Volkes (in Iran)…

Soviel zum Realitätssinn dieses Mannes der in der Vergangenheit stehen geblieben ist und unappetitlichste Islamapologie betreibt.

Dieser Beitrag wurde unter Antiiraner, Iran abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Herr Massarats Antwort auf den offenen Brief

  1. Shir o Xorshid schreibt:

    Herr Masarat,

    S H A M E O N Y O U ! ! !

  2. WIENI schreibt:

    Lieber Tangsir,
    Ignoriere einfach diese Typen, wie den Herren Masarat. Solche Leute kann man einfach nicht ändern. Die wollen nicht die Tatsachen ins Auge sehen. Aber eins ist Gewiss, es wird für sie kein Platz im zukünftigen freien Iran mehr sein.

    Würde mich sehr interessieren, wer dieser Masarat in Wirklichkeit ist. Der hat bestimmt niemanden aus seinem Verwantenkreis, der im Iran im Gefängniss sitzt und gefoltert bzw vergewaltigt wird.

  3. Iranian German schreibt:

    Es ist höchst aufklärend und interessant zugleich, mit anzusehen, wie Herr Massarat durch den immer stärker werdenden Verbund der exiliranischen Freiheitskämpfer daran gehindert wurde, einen hinterhältigen Verbrecher zu hofieren, der es mehr als einmal gewagt hatte, Iranerinnen und Iraner in aller Welt zu bedrohen, sollten sie ihre Meinung kundtun.

    Und genau dieser Herr Massarat verteidigt einen Schergen der islamischen Vergewaltigungsrepublik mit dem dreisten „Argument“ der Meinungsfreiheit, die unser werter Sheikh Attar sogar den im Ausland lebenden Iranern abspricht und dabei mit dem repressiven Zeigefinger wedelt. Demokratie hört genau da auf, wo demokratische Grundwerte und die Prinzipien von Freiheit und Gerechtigkeit abgehen.

    Sein verspottender Verweis auf den Internationalen Gerichtshof zeigt, dass er die Belange des iranischen Volkes in keinster Weise ernst zu nehmen gedenkt und noch immer nicht über seine persönliche Niederlage in dieser Sache hinweg ist. Aber es werden weitere folgen…

    Die größte Frechheit an dieser „Antwort“ ist jedoch, auf keines der stichhaltig angeführten Argumente einzugehen und dem Autor dieses Blogs seine ihn schützende Anonymität vorzuwerfen, die nur deshalb nötig ist, weil selbstverliebte und gleichgültige Relativierer vom Schlage Massarats schmutzigen Funktionären der Mullahs immer wieder ein Forum bieten, um ihrem geistigen Stuhlgang freien Lauf zu lassen und somit dazu beitragen, den Fortbestand der mohammedanischen Republik samt seiner repressiven Machenschaften künstlich zu verlängern.

    Er und seinesgleichen können sich schon einmal drauf einstellen, dass die iranische Freiheitsbewegung samt ihrer Mitstreiter im In- sowie im Ausland längst ihre Fühler ausgestreckt hat und Leute wie ihn und solche, die er verteidigt, in aller Öffentlichkeit bloß stellen wird, wann und wo immer ihr danach ist. Das sollte keinesfalls als bitterböse Drohung verstanden werden, sondern als wahrhaftiges Versprechen.

    Es geht zu Ende, meine Herrschaften…

  4. Tangsir schreibt:

    Danke euch für eure Kommentare.

    @Wieni Ich nehme den Herren nicht ernst da er keine Argumente benutzt, sondern lediglich die iranische Jugend dämoniseren möchte. Aber durch diesen Artikel kann die iranische Jugend mal erkennen welchen Ideologen sie hinterher laufen. Wörter wie Rechtsstaatlichkeit und Demokratie benutzen diese alten Herren gerne, allerdings sehen wir an diesem Beispiel dass der Herr diese Prinzipien gar nicht nachvollziehen, bzw. sich mit ihnen identifizieren kann. Solche Pseudoiraner sollen auch weiterhin entlarvt werden, damit keiner mehr auf diese islamo-kommunistischen Rattenfänger reinfällt.

  5. Tangsir schreibt:

    P.S. Ich bitte euch alle solche Herren nicht als Iraner zu bezeichnen sondern als Pseudoiraner. Lasst es nicht zu dass wegen solche Kreaturen, junge Menschen schämen sich Iraner zu nennen. Ich bitte euch inständig darum.

  6. Pesare-Pârsig schreibt:

    Ich frage mich bei uns Iranern manchmal wo eigentlich unsere Standards geblieben sind, oder sollte Ich vielmehr fragen, hatten wir jemals welche!?
    Wo stecken wir geistlich und intellektuell wenn man sich allen Ernstes noch dafür rechtfertigen muss, den Botschafter der islamischen Republik als Verbrecher bezeichnet zu haben!?!
    Herr Dr. Massarat es mag ihnen entgangen sein, aber der Mann der hier den Staat repräsentiert, von dessen Botschaft aus mehrere Attentate auf iranische Exilanten verübt worden sind, ist ein VERBRECHER und nicht Anderes!
    Nur weil sie sich so wohl fühlen inmitten ihrer Botschaftskumpanen, sollten sie sich nicht der Illusion hingeben, dass andere Iraner so dumm und unwissend sind zu glauben, dass die Einladung eines Verbrechers wie Sheikh Attar ein ganz normaler Vorgang sei, der zu demokratischen Gepflogenheiten gehört!
    Ich weiß ganz ehrlich nicht, wo ihre Haltung herrührt, ob es die berüchtigte Niedertracht und Selbstfeindlichkeit der Iraner ist, oder ihre wirre linke Gesinnung oder gar beides, es ist mir ehrlich gesagt auch egal, Hauptsache es wird in Zukunft allen Pseudoiranern wie ihnen, die die islamische Republik so tatkräftig unterstützt haben jegliche politische Partizipation verwehrt!

    Es lebe der Iran und es lebe Israel…….. Ich hoffe das ihnen das übel aufstößt

    Pâyandeh Irân

  7. Pingback: Presseerklärung der Zentralrat der Ex-Muslime | Tangsir 2569

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s