Iranische Wiedergeburt: Renaissance der iranischen Sprachen

Iranian RenaissanceEs ist eine Tragödie was in den türkisch besetzten Zonen Iranzamins mit Iranier passiert. Wenn ich hier in Deutschland manchmal „Türken“ sehe die eindeutig iranischen Ursprungs sind, die aber als Türken geboren und denen man ihre Identität geraubt hat, betrübt mich das zutiefst.

Die iranische Renaissance bedeutet auch dass Âzaris konsequent aufhören die türkische Sprache zu benutzen, und sich ein iranischer Staat aktiv darum bemüht, das Türkische konsequent zurückzudrängen. Ich wünschte mir dass wahre Âzaris selbst diese Forderung stellen und dass immer mehr von ihnen lauthals folgendes rausschreien:

azari

Die iranischen Wiedergeburt bedeutet auch Respekt und die Pflege der eigenen Sprache. Das heisst unter anderem dass auf öffentliche Schilder, im Alltag und im schriftlichen auf die englische, arabische und türkische Sprache verzichtet wird. Die Nutzung von Anglizismen ist übrigens etwas dass gerade die Mohamedaner und Khomeinisten in Iran exzessiv betreiben. Zuletzt konnte man das besonders eindrucksvoll bei der Fernseh-Debatte zu den Wahlen bei Ahmadinejad beobachten, der ohne Not anstatt das persische Wort „Nirou“ das Wort „Energie“ benutzte. Iranische SprachenLeider ist der Respekt vor der eigenen Sprache bei Iranern nicht sehr ausgeprägt und man hört bisweilen geschmacklose Torheiten, dass etwa die türkische oder arabische Sprache dem persischen bei weitem überlegen seien, und dies mit dem Anzahl der Begriffe in der jeweiligen Sprache begründet. Mal ganz davon abgesehen dass die Iraner hauptverantwortlich dafür waren die arabische Grammatik festzuschreiben und genauso auch neue Wörter zu kreieren. Ein iranischer Staat muss in Zukunft besonders hohe finanzielle Mittel zur Verfügung stellen dass all die iranischen Minderheitensprachen erhalten bleiben und nicht vom türkischen verdrängt werden. Dies gilt unter anderem auch für die Sprache der Zazas:

ZazaýstanNicht zuletzt muss auch die neupersische Sprache reformiert werden und sowohl modernen Anforderungen Rechnung tragen, als auch den Besonderheiten der persischen Sprache. Ganz Iran muss wieder auf die Schulbank und endlich seine eigene Muttersprache lernen, und das ganze ohne arabischen, türkischen oder islamischen Terror befürchten zu müssen. In iranischen Schulen und Universitäten werden überall die Werke Kasravis und Aryamaneshs stehen.

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15 Antworten zu Iranische Wiedergeburt: Renaissance der iranischen Sprachen

  1. Tangsir schreibt:

    Dass viele Wörter tatsächlich persischen Ursprungs sind lässt sich nicht bestreiten und ich finde den Hinweis sehr wertvoll darauf hinzuweisen. Dass Floskeln, egal welchen Ursprungs, ruhig beibehalten werden dürfen, ist nicht das Problem. Es hätte geholfen wenn du freundlicherweise ein Beispiel davon hier geliefert hättest. Dass Sprachen sich dynamisch entwickeln stimmt zwar, aber im Fall des Persischen sollte man bedenken dass es politisch-religiösen Druck als auch Indoktrination in Schulen und Medien gibt, um das Persische schlecht zu reden bzw. arabische und türkische Wörter zu promoten. Von den Mullahs und auch aus pantürkischen Kreisen gibt es zudem Propaganda die das Persische als rückständig bezeichnen und es aktiv bekämpfen. Dies gescheiht sehr stark in den zentralasiatischen türkischen Länder als auch in der sogenannten Republik Azerbaidjan. Dort dürfen sich Perser und persisch sprechende Menschen zu ihre Ethnie und Sprache bekennen, ansonsten folgt die Deportation oder Terror. Vergleichbar verhält es sich auch in Nordiran, wo nicht nur persisch sprechende Menschen wegen ihre Sprache diskriminiert werden, sondern auch die indigenen Völker samt ihre Sprache (Tat, Talysh, Mazandarani usw.)

    Hier geht es also um den längst fälligen Minderheitenschutz in Iran und Solidarität gegenüber persisch-stämmige ausserhalb des Landes.
    Natürlich soll auf keine Art und Weise irgendwie diktatorisch versucht werden die Kultur und Sprache der Menschen zu bestimmen. Genau davon wollen ja die Iraner weg. Wenn überhaupt dann ist Aufklärung und Bildung die einzige richtige Antwort.

    Zudem sollte die Erhaltung einer Sprache keineswegs damit verbunden sein muss eine andere Sprache schlecht zu sprechen oder zu verbieten. Wie du ausserdem gelesen haben müsstest, richtet sich mein Widerstand genauso gegen das Englische. Genauso gibt es auf viele französische Wörte im modernen „farsi“. Diese gilt es genauso auszumerzen. Das heisst nun nicht dass nicht englisch und Französisch in den Schulen gelehrt werden soll oder man nicht diese Wörter benutzen soll. Es gilt aber darauf hinzuweisen dass es sich um Fremdwörter handelt. Die Menschen entscheiden dann selbst welche sie benutzen wollen.

    Wie Türken im Allgemeinen zu diesem Thema stehen ist nicht von Belang, sondern die Tatsache ob persisch sprechende und stämmige Iraner in der Türkei frei ihre Sprache sprechen können.

    Als letztes behauptest dues bei Türken keinen Hass auf fremde Völker gibt. Dies ist leider nur ein Wunschdenken und hat mit der Realität nichts zu tun. Ich werde diesbezüglich ein Beitrag schreiben, den du gerne kritisieren darfst. Ich würde mich freuen.

    P.S. Sprache ist nicht nur ein Mittel der Kommunikation sondern auch ein Speicher an Erinnerungen und Kultur/Mentalität eines Volkes. Als Beispiel gilt das Wort „Saltaneh“ von Sultan, das aus dem türkischen kommt. Wenn Menschen in Iran von Saltaneh sprechen, dann wird im selben Atemzug der mörderische und die diktatorische Fremdherrschaft der Türken gemeint. Das Wort Pâdeshah hingegen ist persisch und bezeichnet den iranischen Monarchen, der sich durch Maßhalten, Wahrhaftigkeit und die allgemeine Toleranz gegenüber anderen Kulturen auszeichnet oder auszeichnen sollte. Der iranische Pâdeshah wurde also mit diesen Werten großgezogen und wenn du dir die Geschichte anschaust, so waren diese Werte meistens Prämisse des Pâdeshah in Iran.
    Der Kajar, Seldschuk und Azari-Fremdherrscher hingegen hat sich mehr an seine Ahnen und vor allem an Mohammed gehalten, und dementsprechend geherrscht.
    Sprache ist eine spannende Angelegenheit. Weisst du wie man im persischen einen Messerstecher nennt? Er wird Chaghukesh genannt, also der Messerzieher.
    Das Wort Chaghuh ist türkisch und bedeutet Messer. Das Wort Kârd hingegen persisch und wird benutzt wenn du am Tisch sitzt und den Messer als Besteck, den als Mordwerkzeug benutzt. KAnnst du mir nun die Frage beantworten warum man nicht Kârdkesh sondern Chaghukesh sagt?

    So gesehen siehst du dass meine Sorge und Bemühungen um das Wiedererwachen der iranischen Sprachen nicht nur aus dem Grund geschieht unsere mittelpersischen Schriften zu lesen und zu verstehen, sondern weil eine Sprache, glöeichzeitig auch Kulturträger ist und ich mir wünsche dass bestimmte Verhaltensweisen und Mentalitäten aus Iran verschwinden. Denn diese stehen diametral zu persischen Werten.

  2. Wolf schreibt:

    Lieber Tangsir,

    so einfach lässt sich Deine Forderung zur Bereinigung der Sprache aber nicht ganz umsetzen. Befasst man sich nicht umfassend -und ich meine wirklich umfassend- mit der iranischen Geschichte & Sprache könnten wohlmöglich arabisch oder türkisch geglaubte Wörter aus dem schönen Iranischen gestrichen werden, die eigentlich doch persischen Ursprungs sind. Auch gibt es sehr wundervoll klingende Floskeln im Iranischen, die türkischen Ursprungs sind und auf die man nicht -rein aus einem Hass gegenüber anderen Ethnien- wirklich verzichten sollte.

    Daher sollte der erste Schritt überhaupt sein, zu verstehen, dass ‚Sprachen‘ vorrangig ein Phänomen von Fischernetzen sind; Sprachen sich dynamisch und entwickeln sich. Der nächste Schritt wäre, die Analyse des jetzigen Ist-Zustandes, um dann (persische) Wörter (wieder-)einzuführen, die noch vor Kurzem in der Sprache enthalten waren. Dann sollte man sich der Grammatik bewusst werden! Denn viele vermeintlich arabisch geglaubte Wörter sind Persisch! haben aber nur eine arabische Endung. Dies alles braucht seine Zeit. Mit diesem Bewusstsein und vorgelegten Meilensteinen, kann die Sprache einen neuen Kurs einschlagen.

    Es wäre wahnwitzig, von heute auf morgen auf Beschluss eines Gremiums o.ä., diktatorisch Wörter zu verbieten oder Hass auf andere Sprachen als Grundlage für Änderungen innerhalb der Sprache zu schüren.

    Vielleicht noch ein kleiner Hinweis: Die türkische Sprache enthält ebenso viele persische Wörter wie das Persische vielleicht Türkische oder Arabische. Aber fragest Du Türken, ob sie eine Elimierung der persischen oder arabischen Wörter verlangen, sagen Dir sehr viele von Ihnen, dass sie die Fremdwörter doch am liebsten genießen. Es fehlt der Hass auf die Fremdvölker, um auf die Fremdwörter ‚allergisch‘ zu reagieren. Dennoch wahren sie ihre Sprache und Schrift. Und das ist gut so.

    Leider ist bei den Iranern diese Allergie vorhanden, die sich nicht kurieren lässt.

    LG

    • al-dorough schreibt:

      Ich bin geschockt. Dieser Blog und insbesondere dieser Beitrag sind durch einen radikalen und eindeutigen Rassismus gegenüber nichtpersischen Ethnien geprägt und gehört m.E. sofort verboten, da er gegen jeglichen Gedanken der friedlichen Völkerverständigung verstößt.
      Der Iran ist bekanntlich ein Vielvölkerstaat. Die Aserbaidschaner sind seit seit je her Teil des Irans und sie sprechen (auch wenn Sie sicher etwas anderes behaupten mögen) eine Turksprache. Die Bezeichnung von 30 Millionen Aserbaidschaner (Die Republik Aserbaidschan miteingerechnet) als „Türken“, deren Turksprache in einem „demokratischen“ Iran „zurückgedrängt“ werden müsse erfüllt den Tatbestand der Volksverhetzung und offenbart die wahre Gesinnung des Blogbetreibers. Hier ein Auszug aus § 130 StgB:

      Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

      1. Schriften (§ 11 Abs. 3), die zum Haß gegen Teile der Bevölkerung oder gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe aufstacheln, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordern oder die Menschenwürde anderer dadurch angreifen, daß Teile der Bevölkerung oder eine vorbezeichnete Gruppe beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden, a) verbreitet, b) öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht,

      Ihr Blog ist unglaublich lächerlich, da Sie ernsthaft versuchen den Anschein zu erwecken Sie würden gesinnungsgemäß einen „demokratischen“ Iran fordern. Dabei sind Sie lediglich ein Ultranationalist, der die brutale Unterdrückung anderen Ethnien zementieren und in Ihrem Traumiran weitertreiben möchten…eine Art Irannazi! Sie fordern (zu Recht) die Bekämpfung des islamischen Regimes im Iran und fordern zugleich die Etablierung einer nationalisitschen Diktarur. Ich hoffe nur, dass der unbedarfte Leser auf diesen Blog nicht reinfällt. Im übrigen werde ich Anzeige wegen Volksverhetzung stellen. Ich bin gespannt, wer hinter Tangsir 2569 steckt.

  3. Wolf schreibt:

    Natürlich sind die Grundbausteine für unser beider Forderungen auf institutioneller Ebene, z.B. von Bundesministerien zu erfüllen! Trotz islamisch ideologischer Mäßigung in den letzten Jahren ist der immense (religiöse) Einfluss z.B. in den Schulen (bezüglich erste Sprachunterrichten) noch stark prägend. Ich glaube aber nicht, dass Du und ich verschieden über diese politischen Faktoren der Sprache denken, daher habe ich bewusst diesen Teil der Gedanken nicht wirklich als erwähnenswert empfunden.

    Aber weißt Du, worin wir uns bezeichnend unterscheiden? In Deinen wirklich ehrvollen Bemühungen zur Wahrhaftigkeit und Transparenz neigst Du dazu, an unlogischen schwarz-weiß Stereotypen festzuhalten. Du schreibst ungehalten hass-voll, gar fast rassistisch, zumindest hier in diesem Blog. Zur Rechtfertigung von Rassismus hilft da auch nicht, Dein türkisches Blut zu erwähnen, was ich übrigens Dir schwer glaube. Allerdings glaube ich Dir auch nicht, dass Du Iraner bist, dass sei jetzt auch unwichtig. Nun, darauf bezogen, dass ich Dich kritisieren darf: Du musst mir nichts erlauben. Lass‘ mich Dich nicht kritisieren, sondern -das Recht nehme ich mir aus Deinen einigen, schwerwiegenden Fehlern heraus- Dich einfach in mehreren Punkten belehren (auf Dein angekündigtes Posting werde ich ebenso gerne eingehen). Denn Du hast Recht: „Wenn überhaupt dann ist Aufklärung und Bildung die einzige richtige Antwort“:

    – Es hieß und heißt Pârsi; noch nicht einmal als negatives Beispiel darf es anders geschrieben werden.
    – Um Dich in der Linie der rinascimentalen Forderer zu sehen, sollten Deine Artikel gut recherchiert werden (sprachliche Korrektheit, ebenso inhaltliche Ordnung oder auch verweisende Fremdquellen bezüglich des Iranischen; gerne kann ich in einer gesonderten eMail Dir die Fehler aufzeigen, und Du kannst die Artikel korrigieren, oder ich poste gerne die Hinweise unter Beine Beiträge)
    – Es gibt keine (verschiedene) Minderheitssprachen in Iran, sondern nur iranische Dialekte, wie Gilaki, Baluci, Lori, Mâzani (Tabari, Tâleši), Xuzi. Diese sind nur ein paar Beispiele.
    – Xosrou gehört zwar zu den Pionieren, aber seine Werke sind eben alt und manche völlig überholt. Es scheint in der iranischen Gesellschaft verankert zu sein, an tote Kulte festzuhalten, sie sogar heilig zu erklären. Wissenschaft allerdings, bzw. wahrhaftige Wissenschaft sollte lebendig sein [Übrigens war Xosrou ein (sunnitscher) Moslem und lehnte Ordensreligionen oder schiitischen Personenkult ab. Hierzu die Quelle: „ši’egari, bahâyigari, sufigari“]

    Nun zu den Begriffen:

    – „Saltaneh“ (سلطنة): ist durch und durch ein arabisches Wort (Quelle).
    – „Soltân“ (سلطان): auch dieses Wort ist arabisch (Quelle)
    Du solltest wirklich vorsichtig sein, wenn Du eigenhändig negative Assoziationen zwischen den Wörtern und ihren Bedeutungen und damit eine soziokulturelle oder historische Verbindung herstellen willst, vor allem Negative.

    – Pâdšâh oder Pâdešâh (پادشاه) Linkist ein persisches Wort, allerdings ist der epigonische Wert, die Du dem Wort beimessen willst, Schwachsinn. Die Geschichte, wenn Du sie Dir ebenfalls anschaust, ist gekennzeichnet von ausbeuterischen und dekadenten Pâdešâh’s, ebenso von schöpferischen und tugendhaften Pâdešâh’s; aber ebenso auch von Soltân’s mit denselben Eigenschaften. Beispiele gibt es zu Haus. Aber wenn Du willst, nenne ich bei Zeiten gerne kontrahente Führer.

    – Câqukeš: Also câqu (چاقو) , oder auch câku (چاکو) und câkuc (چاکوچ) sind alle iranische Wörter. Auch ist kârd (کارد) ein persisches Wort. Das hast Du richtig gewusst.

    Nun zu Deiner wichtigen Frage: „Kannst du mir nun die Frage beantworten warum man nicht Kârdkesh sondern Chaghukesh sagt?“ Ich helfe Dir hier gerne weiter: Nun, beide Wörter sind -sofern man bedacht ist, nur iranische Wörter zu nutzen- legitim. Allerdings hat das Wort câqu einen militärischen Hauch an Bedeutung erhalten und wird heutzutage im negativen Sinne, wie Du es bereits weißt, auch als Messerzieher genutzt.

    So gesehen, sehe ich Deine Bemühungen, deswegen gehe ich ausführlich auf Deine Beiträge ein und erhoffe mir durch meine konstruktive Kritik, Dich auf dem Pfad der Wahrhaftigkeit und Transparenz ein wenig begleiten und unterstützen zu können. Du hast eine wundervolle, gewaltige Energie: mit ihr solltest Du aber in eine andere Richtung blicken.

    LG

    P.S. Für eine ausführliche und gute Recherche zu Nâser Xosrou Qobâdiyâni empfehle ich folgenden Link, denn Nâser Xosrou Qobâdiyâni war kein islamkritischer Iraner; er war ein überzeugter Verfechter der israelitischen Sekte, der den höchsten Grad hierbei erreichte, nämlich den Hojjat. Der Hojjat ist gleichgesetzt mit einem hohen Âyatollâh. Übrigens: Kopierst Du den Titel seines angeblich verschollenen Werkes „ajâyebolhesâb va qarâyebolhesâb“ arabisch korrekt (عجايب الحساب و غرايب الحساب), wirst Du mitunter auch auf viele andere Quellen stoßen und auch erfahren, wo das Buch sich derzeit befindet. Bitte verlasse Dich nicht auf Wikipedia.

    • Tangsir schreibt:

      Ich lass das Ganze was du geschrieben hast mal für sich stehen.
      Nun zu den angesprochenen Wörtern. Schön dass du mich berichtigt hast was den Wortherkunft von Chaghu und Saltanah, bzw Soltan angeht. Dass Chaghu aber im militärischen Sinne zu verstehen ist kann so nicht stehen gelassen werden. Der Ausdruck Messerstecher steht für einen brutalen Kriminellen und der Chaghu war eine bevorzugte Waffen der Türken. Das selbe gilt für Saltaneh, bzw. Soltan, das von den Türken übernommen worden und Teil ihrer Sprache geworden, den sie wiederum mit ihrer Kultur und Geschichte geprägt haben. Wie du schon richtig sagst sind Sprachen dynamisch und nicht nur die Herkunft der Wörter ist wichtig. Dass ich die Info über Qobâdiyâni aus Wiki habe stimmt nicht, ebenso deine Einschätzung dass er den Islam gar nicht kritisch gesehen hat. Und wenn du Infos über das Buch hast nur her damit. Auch sind deine Kritikpunkte unter jeden Beitrag willkommen, aber wenn ich schon als Lügner bezeichnet werde der die eigene Identität herbeilügen soll, dann wirst du sicher verstehen dass ich nicht darauf antworte. Es wird bestimmt nicht das erste und einzige mal dass ich sowas zu hören kriege.

      P.S. Auf Dehkhoda alleine würde ich mich an deine Stelle lieber nicht alleine verlassen. Eine Quelle alleine ist nicht der hit, und bedenke bitte dass die Forschung auch in diesem Gebiet immer weitergeht. 🙂

      P.S.S. Ich hab mir noch mal deine Site „loghatnaameh“ angeschaut und da steht doch tatsächlich واژه های قبلی و بعدی
      Ghabl und Baad für vorher und nachher anstatt die persischen Wörter Pish und Pas, und du willst mir also erzählen dass wenn ein paar Forscher auf parsig.org parsig sagen es nicht stimmen kann. Ich hab so die Befürchtung als haben einige da nur den Namen Dehkhoda gehiijackt. Also ich rate zur Vorsicht was diese Seite angeht.

  4. Tangsir schreibt:

    Lieber Wolf, bitte richte keine Redigierwünsche mehr per Email an mich. Das erste mal habe ich es noch aus Kulanz gemacht, ansonsten habe ich Arbeit genug. Ich finde es ohnehin bemerkenswert ohne Beweise einem ständig Hass zu unterstellen, einem die eigene Herkunft streitig zu machen, aber dann per Email um Berichtigung des Postings bitten.

  5. Shir o Xorshid schreibt:

    Hallo Wolf,

    ich möchte gerne mal etwas zu diesem Absatz von Ihnen sagen:
    „Vielleicht noch ein kleiner Hinweis: Die türkische Sprache enthält ebenso viele persische Wörter wie das Persische vielleicht Türkische oder Arabische. Aber fragest Du Türken, ob sie eine Elimierung der persischen oder arabischen Wörter verlangen, sagen Dir sehr viele von Ihnen, dass sie die Fremdwörter doch am liebsten genießen. Es fehlt der Hass auf die Fremdvölker, um auf die Fremdwörter ‘allergisch’ zu reagieren. Dennoch wahren sie ihre Sprache und Schrift. Und das ist gut so. “

    Sie tun geradezu so, als kannten Sie sich enorm mit Türken aus. Ja, viele Türken haben keinen besonderen Hass auf Iran. Und wissen Sie, warum das bei gewissen Türken NICHT so ist? Weil unsere „Iraner“ Mahmoud den Islam so gut verteidigt!
    Deshalb fühlen sich besonders eschtolze Türken so verbunden mit Iranern, weil die doch allen Ernstes glauben, Iraner tickten so bekloppt wie Ahmadinejad und wollten alle den Islam „verteidigen“. (Zum Glück gibt es auch intelligente Türken). Wie dem auch sei, DIESES ist keine einfache Behauptung eines „hasserfüllten“ Menschen, geehrter Wolf, DIESES GENAU ist die direkte Aussage eines türkischen Freundes, der mir das voller Scham anvertraute über seine eigenen Landsleute.
    Und begreifen Sie, was das im KLARTEXT heisst? Genau, da ist eine ganze Menge Hass von Türken auf Iraner, nämlich auf ECHTE FREIHEITSLIEBENDE Iraner. Denn NUR dieses kann erklären, dass es doch allen Ernstes Türken im freiheitlichen Deutschland die Frechheit und Dummheit besitzen, sich hinter eine diktatorische Regierung zu stellen – DAS genau heisst eben HASS auf die iranische Bevölkerung, die jeden Tag ihr Leben riskiert, um ihre Despoten loszuwerden.
    Und erzählen Sie mir bloss nicht, dass nicht alle Türken so seien. Das war nämlich nie meine Behauptung. Aber Ihre sehr suptile und oberflächliche und zudem FALSCHE Behauptung, dass Iraner einseitig diesen Hass pflegten, während Türken und Araber ja auch so Menschen- und besonders Iranerfreundlich wären, ist schon eine ziemlich dreiste Verdrehung der Tatsachen. Denn vergessen Sie niemals: Die Unterstützung oder nur Verharmlosung der iran. Regierung ist gleichzusetzen mit Hass auf den WAHREN Iraner und die WAHRE iranische Kultur.

    Ich denke, bevor Sie also zukünftig hier Pauschal-Miss-Urteile abgeben, war diese Klarstellung erstmal notwendig!

  6. Tangsir schreibt:

    Wolf,

    Ich habe bereits aufgezeigt dass eine Seite die sich „Loghatnaameh“ nennt und nicht Vaajehnaameh niicht ernst zu nehmen ist. Auf der Seite wird anstatt Pisch und Pas das arabische ghabl und baad benutzt. Diese Seite bedient sich des Namen Dehkhodâs, ist aber aufgrund dieser offensichtlichen Arabismen wertlos oder zumindest kritisch zu sehen.

    Desweiteren habe ich dich mehrmals gebeten Kritik an der richtigen Stelle zu üben und nicht Wörter und Sätze in Anführungszeichen zu setzen und sie mir unterzujubeln.
    Diese Art der türkische Lüge und Travestie werde ich ab sofort nicht mehr dulden. Wenn du mich also kritisieren möchtest, dann schreib nicht mehr wahrheitswidrig und stelle die Kritik und dein Kommentar vor allem dort wo der Leser selbst überprüfen kann, ob die Zitate tatsächlich in dem Artikel vorkommen.
    Dir zuliebe werde ich als nächstes einen ganzen Artikel über die türkische Vergewaltigungskultur schreiben und das Türkentum analysieren. Da kannst du weiterhin einem Hass vorwerfen, aber rumlügen und Zitate umformulieren erlaube ich dir hier nicht mehr. Wir befinden uns schliesslich nicht in einem türkischen Kaffee Habibi.

  7. Wolf schreibt:

    Liebe širo xoršid,

    Sie relativieren jede Ihrer Aussagen: „Gewisse Türken“, „stolze Türken“, „hasserfüllte Türken“ und schreiben irgendwann, nach „Aussage eines Türken“ … sicherlich werde ich Ihren Beitrag nicht als Diktum für ein ganzes Volk verstehen, wie sie auch kaum meine Sätze als Repräsentanz für ein Volk verstehen sollten. Das ist doch das Mindeste, was ich einer Diskussion mit halbwegs intelligenten Menschen abverlangen kann.

    Ihrem Weltbild nach sind viele türkische Mitbürger in Deutschland mit ihrer islamischen Identität zu betrachten, da diese es ist, welche sie mit dem (wohlbemerkt: islamischen) Iran politisch wie kulturell verbindet. Das ist eine, aber ihre Ansicht. Ich hingegen glaube nicht, dass viele Deutsch-Türken mit dem System im Iran sympathisieren; schon gar nicht die „stolzen Türken“. Das ist meine, aber auch nur eine Ansicht. In verschiedenen Kontexten und Gesellschaftskreisen werden wohl beide Ansichten ihre Berechtigung haben, denn es gibt nun sehr wohl fervente Religiöse, welche ich aber nicht verneinte, die mich jetzt aber auch nicht wirklich interessieren.

    Aber was haben bitteschön diese Ansichten über die sozio-religiös-psychischen Grundlagen der politischen Gesinnung mit meiner Feststellung über die Sprachentwicklung zu tun, dass die Türken im Allgemeinen keinen Hass auf (arabische, persische, englische, französische) Fremdwörter hegen und diese nicht zu eliminieren versuchen? Eine Art Nationalismus aber hegte man; zuletzt in den 30er Jahren und dann in den 70er Jahren. Das ist aber Geschichte. Wie sie sehen, hat diese Art eine Schrift- und Sprachreform nach sich gezogen – ohne einen Hass auf jene zu hegen, die mittem im Gespräch in šâʾa llâh sagen. An jenem Scheideweg, da die Türken standen, stehen heute die Iraner, meines Erachtens, allerdings mit dem Unterschied, dass jedes in šâʾa llâh bei den meisten (echte Freiheit liebenden) Iranern eine Allergie auslöst. Diese Tatsache wollen Sie, liebe širo xoršid, doch nicht leugnen? Die Frage, ob diese Emotionen an Allergie nun nachvollziehbar sind oder nicht, war bisher auch nicht von Belang, weil die Antwort glasklar ist.

    Aber eine Art völkerumfassenden Hass (Zitat: „türkische Horden“, „Vergewaltiger-Mentalität der Araber“, „türkische Mordlust“, „arabische Kultur des Genozids“, Vergewaltigungen, „türkische Folklore“, „arabische Bande“) zu schüren, wie es Tangsir versucht, empfinde ich fatal und auf ihn habe ich mich bezogen. Mit keinem Wort schrieb ich über den Hass der Iraner (auf Türken) oder der Türken (auf Iraner). Soviel zu ihrer Behauptung der Dreisten Verdrehung.

    Und wäre alles falsch, was ich schrieb: Begreifen Sie endlich, liebe širo xoršid, dass Iran/Iraner gehasst werden können, von wem auch immer (auch von den Türken). Das Problem liegt im Hass der Iraner auf Iraner! Nein, das Problem liegt nur im wahnsinnigen Hass. Hass blendet. Nur die Liebe, die Wahrheitssuche und die liebevollen Bemühungen um die eigene Sprache, Kultur und Geschichte werden Iran aus dieser Phase katapultieren. Aber davon spüre ich hier nichts. Friegeist666 ist auf der Suche nach Wahrheit? Nach Aufklärung? Trotzdem ich ihn auf gravierende Fehler hinweise, ignoriert er sie. Obwohl ich ausführlich auf seine Fragen eingehe, ihn kritisiere, hat er nur Verachtung übrig, für jene Wahrheitssuche, die er fordert? Wie lächerlich. Und was haben Sie einer Person, wie mir, und ihrer Vorliebe für die iranische Sprache, Kultur und Geschichte zu sagen? Nichts. Aber an einem einzigen Satz („Türken haben keinen Hass auf Fremdwörter“) aufgeilen können Sie sich. Es gibt eigentlich überhaupt keinen Grund, wegen diesem einem Satz auf meine Mühen so zu reagieren, wie Sie! Jede(r meiner) Mühe(n) FÜR die iranische Sprache und Kultur ist Ihnen wohl kein Deut wichtig & erwähnenswert, ebenso wenig die gravierenden Fehler von Tangsir. Höchstwahrscheinlich hat er keines meiner Quellen durchgelesen und Sie ebenso. Somit verzichte ich, ihn auf viele andere Fehler in seinem Blog hinzuweisen oder ihm andere Quellen auf dem Weg seiner Wahrheitssuche zu geben.

    Meine letzten Worte an den iranisierten, türkischen Tangsir sollen mit seinen Worten vollendet werden:
    „Als ob der Hass gegen Türken ihn von seiner asozialen türkischen Prägung lösen würde. Man wird nicht zum Iraner in dem man anfängt, Türken zu hassen“.

    Vergessen Sie nicht, liebe širo xoršid:

    Jeder Iraner ist ein wahrer Iraner (ob es Ihnen passt oder nicht); vorallem sind alle welche Iraner, die sich zum Iran(ischen) zugehörig fühlen! Hierüber haben Sie nicht zu entscheiden. Und eine Verharmlosung der iranischen Regierung werden Sie von mir sicher nicht lesen, wie auch keine Verharmlosung von Hass- und rassistischen Gedanken.

    Tun Sie alles, was Sie für notwendig halten: Abonnieren sie vorallem weiterhin Webseiten, in denen Sie Hass & Respektlosigkeit zu spüren bekommen. Ignorieren und entwerten Sie alles, was dem Iranischen gut tut. Zersplitten sie jede Gemeinschaft und Öffnen sie noch tausende Blogs, um untereinander euch für Eure Blindheit zu puschen, und Links auszutauschen.

    Vorallem aber bitte tun Sie mir beide einen Gefallen und suchen Sie bitte nicht die Wahrheit und keineswegs schreiben Sie von der Liebe zum Iranischen: Eure Wahrheiten sind Engstirnigkeiten und Eure Liebe besteht nämlich nur aus Hass.

    šab xoš

  8. jackdaw schreibt:

    Zu dem oberen Konfikten sage ich nichts, weil ich der Sprache, Kultur und Geschichte Irans nicht mächtig bin, aber interessiert!

    Aber zum ersten Satz vom Artikel: Ich war vor ca. 23 jahren in der Osttürkei als tourist durch die Pampa unterwegs und habe mich immer über die Menschen dort gewundert, rothaarig, kleine teilweise bland, blaue Augen, andere Gesichtszüge (nee ich bin kein Rechtsradikaler und kein fake), damals dachte ich noch, daß es unmöglich wäre, daß die Wikinger ‚Urlaub‘ damals dort gemacht hätten.
    Jetzt auf Ihrer Seite, das mit den persischen Sprachen/Völkern in anderen Ländern, da habe ich mich erinnert.

    Liege ich da total falsch mit meiner Annahme, daß diese Leute auf alle Fälle nicht in die Türkei gehören?
    Bin an anderen Erklärungen auch interessiert.

    Beste Gruesse

    • Tangsir schreibt:

      Man sollte wissen dass Türken gerne Kinder und Frauen fremder Völker verschleppt haben. In der Türkei leben über 60 Ethnien, und ob die von dir beobachteten Menschen Iranier sind kann ich dir nicht sagen. Gerade aber die Menschen in der Osttürkei werden absichtlich arm gehalten, die Infrastruktur oder Industrie werden mit Absicht nicht dort angesiedelt. Egal welchem Volk sie denn zu angehören und welche Sprache sie auch immer sprechen, sie sollen wieder frei sein dass sein zu dürfen was sie sind. Ein freies Iranzamin wird dafür sorgen. Nieder mit dem Türkentum! Es lebe die iranische Wiedergeburt!

      • jackdaw schreibt:

        Beste Gruesse!
        Wie schon gesagt, wissen tue ich wenig, aber das reicht wohl:

        Persien ist ein Kulturland erster Güte!

        Hoffentlich, kommt wieder die Vernunft, Kultur und die Nation
        Iran oder auch Persien (mein pers. Vorzug) wieder zur Rechtstaatlichkeit und Demokratie zurück.

        Wohl wissend, daß ich jetzt gerade Sprüche klopfe und andere tot oder im Gefängnis sind, die Blüte des Landes!

        Beste Gruesse

  9. zaza-eagle schreibt:

    Hallo,

    Ich bin Zaza und muss sagen, dass die iranische völker in Türkei auf sich allein gestelltz sind ( Kurden, Zaza), mit Hilfe aus dem Iran wäre alles um einiges leichter, Ich kenne mich mit der türrkischen sprache gut aus und die türkische sprache enthält sehr viele persische wörter, die türkisiert worden sind.. wie gesagt zuerst müssen die mollah in Iran verschwinden und wäre wiedergeburt der Iranischen sprachen realisierbar!!

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