Iranische Wiedergeburt: Paniranismus

Iranian RenaissanceAlle angrenzenden Ländern rund um Iran sind vom Westen geschaffene Kunstgebilde, in der teilweise Iraner diskriminiert und terrorisiert werden. Sollte Iran eines Tages frei, säkular und wieder einen iranischen Charakter haben, so wird es massive Probleme mit seinen Nachbarn kriegen.

Ohne eine konsequente Abschottung gegen Araber und Türkern einerseits, und der Solidarität mit Iranern in den angrenzenden Gebieten wird es nicht gehen. Hier geht es also um eine längst fällige Befreiung von den Fesseln dieses türkischen und arabischen Blutdurstes. Was Pakistan angeht, so sollte es meiner Meinung nach nur um die Wiedereingliederung der balutschischen Gebiete gehen, ansonsten ist die Aufgabe 200 Millionen von ihrem religiösen Fanatismus zu lösen, schwer zu bewerkstelligen. Was Afghanistan angeht so sollten wir uns daran gewöhnen von Xorâsân zu sprechen und uns dafür einsetzen dass die Paschtunen im Süden mit einem Rest-Pakistan einen eigenen Staat bilden, das im Laufe der Zeit und mit Hilfe der Nachbarstaaten entislamisiert und zivilisiert wird. Es darf nicht sein dass Stämme und Völker weiter durch willkürliche kolonialistische Grenze getrennt bleiben, ansonsten gilt unsere Verbundenheit den Iranerstämmigen in Xorâsân. Was Irak angeht, so sollte den Menschen die Möglichkeit geboten werden durch Lernen und Übernahme der persischen Sprache und iranischen Kultur, irgendwann ein Teil von Iranzamin zu werden. Iran sollte so attraktiv auf auf seine Nachbarn wirken, dass diese freiwillig die Kriterien erfüllen dazu gehören zu wollen. Zudem sollte nicht aus den Augen verloren gehen dass Samarkand und Buchara zu Iran gehören und auch wieder in Iranzamin eingegliedert werden müssen. Bis dahin müssen wir unseren iranischstämmigen Brüdern und Schwestern dort unsere Solidarität und Unterstützung erklären, und uns entschieden gegen den dortigen türkischen Terror und Verbot der persischen Kultur und Sprache aussprechen. Lor, Taliysh, Bakhtiari und andere sollen ihre eigene Identität beibehalten dürfen und darin vom türkisch-arabischen Chauvinismus und Assimilierungsterror geschützt werden. Iranzamin war und ist nichts anderes als ein föderales Gebilde in der die Freiheit des Einzelnen garantiert wird und wo Sprachen und Stämme nicht Opfer von pantürkischen und panislamischen Bestrebungen werden.

Letzter Punkt: Israel sollte ein natürlicher Partner Irans sein, genauso auch wie wir das Schicksal der Armenier mit unseren verknüpfen und in allen Bereichen dafür eintreten dass die armenischen Gebieten in der Türkei an den Staat Armenien zurückgehen.

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8 Antworten zu Iranische Wiedergeburt: Paniranismus

  1. Jhyar schreibt:

    Guter Text, bin in den meisten Punkten deiner Meinung, aber:
    Wieso finden die Kurden hier kein einziges Mal Erwähnung? Das kann doch nicht sein, dass man hier von ALLEN Iraniern spricht, aber nicht dazuschreibt, dass das Land Kurdistan ebenfalls seine Existenzberechtigung hat und man auch dies unterstützen müsse. Kurden sind Iraner und haben eine iranische Kultur, ähnlich den Persern,Paschtunen,Tadschiken,Belutschen,Osseten usw., also sei das nächste Mal bitte auch konsequent genug, KURDISTAN als ein Teil des Iranzamin und Kurdisch gleichwertig mit Persisch,Paschtu usw. zu sehen.
    Ansonsten: Ich bin wirklich froh, Texte zu lesen, die meine Gedanken, die ich fast täglich in mich hineinfresse ,sehr gut wiedergeben. Gedanken,die drohen, mich zu zerstören, wenn ich sie nicht endlich laut ausspreche. Und das werde ich…

    • Tangsir schreibt:

      Ich habe mich extra auf die Gebiete beschränkt die den meisten unbekannt sind und wo die Menschen sich ihres Ursprungs bewusst werden sollten. Noch was mein Freund, es gibt kein Land Kurdistan, genauso wie es kein Land Persienistan gibt. Es gibt nur Iranzamin und nur vereint werden die IRanier sich gegen ihre Feinde behaupten können. Solange aber jeder von einem Land Kurdistan, Belutischstan usw. träumt, wird diese Region weiterhin in Armut verharren und die Menschen von Türken und Arabern fertig gemacht.

  2. Jhyar schreibt:

    Und eben in diesem Punkt muss ich dir widersprechen!
    Meiner Meinung nach sollte man die Iraner in eine Art Staatenkonföderation unterbringen, ähnlich der Allianz der sogenannten Turkstaaten (von denen die Hälfte nicht „türkisch“ ist) und der Arabischen Liga (von der die Hälfte nicht arabisch ist). Wenn sie das schaffen,schaffen wir das erst Recht! Sprich: Sehr wohl verschiedene Staaten,aber in erster Linie sehen sich alle als Iraner (als Volk mit iranischer Kultur, egal ob Kurde,Perser,Afghane usw.) und arbeiten zusammen! Das finde ich realistischer als EINEN großen Staat, in der man versucht,alle zusammenzuhalten. Vergiss nicht, was in Jugoslawien passiert ist. Am Ende haben sich die Südslawen gegenseitig abgeschlachtet. Seitdem ich das weiß, bin ich eher für einen Staatenbund wie die EU, bei der man zusammenhält und sich bewusst von Türken und Arabern absondert.

    • Tangsir schreibt:

      Das ist doch im Falle der Kurden illusorisch. Es gibt viele Kurden die in Nordosten leben, weil von den Türken dorthin deportiert. Dann gibt es noch die Zazas die sich von den Kurden nicht vereinnahmen lassen wollen und deren Gebiete, falls es Nationalstaaten gibt, von Kerniran abgetrennt würde. Hinzu kommt, dass es Gruppen von Kurden gibt die zwar kurdisch sprechen aber ethnische Türken sind. Was machst du mit ihnen?

      Die ganzen Ethnien in Iranzamin sind so sehr ineinander verwoben und die von den Engländern und Russen, unter Kurden, Armenier und Azerbaijaner verbreiteten Nationalbewegungen haben bereits soviel Blut gekostet, dass man nicht wieder so ein Abenteuer eingehen sollte.

      Schau dir mal die EU an und du siehst, dass dieses Gebilde mehr Probleme verursacht als es welche löst. Für den Anfang sollten wir uns auf ein gemeinsames Gebilde konzentrieren, damit wir gegen unsere Feinde bestehen können. Dann haben wir erst die Aufgabe Aufklärung in Bezug Türkentum und Islam zu betreiben, damit auch das gemeine Volk wieder zu seinen kulturellen und sprachlichen Wurzeln zurückfindet. Wenn dann die breite Bevölkerung durch Bildung und Wiederaufbauarbeit kulturell soweit gestärkt worden ist, dass sie zu politisch mündigen Bürgern gereift sind, dann kann man sich Gedanken darüber machen ob man föderale Strukturen stärkt oder nicht.

      Iranzamin zerstückelt wird weiterhin Spielball der fremden Mächte bleiben, da brauchen wir uns keine Illusionen machen. Jeder wird sich seine Bündnisse suchen und Partikularinteressen verfolgen.

      Iranzamin braucht eine gemeinsame Sprache die seit jeher das Persische war und auch in Zukunft sein sollte. Darüberhinaus müssen auch die lokalen iranischen Sprachen und Bräuche gelehrt und gestärkt werden. In diesen Punkten sehe ich föderale Politik sinnvoll, aber nicht in anderen Punkten.

      Machen wir uns nichts vor. Solange wir uns nicht nationalstaatlich einen können, solange werden die Kurden auch unter Arabern und Türken leiden, weil jeder für sich eben nicht stark genug ist um dagegen vorzugehen.

      Die größte Gefahr momentan ist, dass die Iranier brutal von den Türken zwangsassimilliert werden, deshalb können wir uns auch nicht den Luxus leisten uns erst einmal als Perser, Kurden, Belutschen usw. zu identifizieren.
      Wir sind in erst einmal Iraner und mit diesem Selbstbewusstsein sollten wir auftreten und zusammen gegen die Torktâzi kämpfen. Lass uns unsere Feinde besiegen und dann können wir immer noch darüber streiten wie ein idealer Iranzamin aussehen soll.

      Wenn wir uns aber schon in diesem Punkt in die Haare kriegen sollten, dann ist das Projekt eines gemeinsamen Iranzamins eher Wunschdenken.

      • Jhyar schreibt:

        Hmm..du könntest Recht haben, die Zwangsassimilierung dieser widerlichen „Turkstaaten“ und die Araber und Türken an sich sind wirklich das abstoßendste, was den Iraniern passieren kann..
        Ich als Kurde fühle mich auch automatisch iranisch, aber das was wir, eigentlich auch sehr viele andere Iraner, planen, ist ein riesiges Unterfangen von ungeheurem Ausmaß..das alles braucht Planung. Oh mann,was würde ich dafür tun

        • Tangsir schreibt:

          Jede Reise beginnt mit einem kleinen Schritt. Die Herausforderungen die vor uns liegen mögen uns unüberwindbar erreichen, aber wenn wir an uns und den Geist Iranzamins glauben ist alles möglich.
          Auch du kannst was tun und zwar indem du den Pessismismus beiseite legst und fest daran glaubst, dass du als Einzelner schon viel bewirken kannst. Es fängt schon damit an Freunde und Familie aufzuklären, bis hin dazu uns zu vernetzen damit wir eine schlagfertige Truppe sind.

          Es lebe die großartige iranische Widergeburt und vergiss nicht: Aufgeben, sich geschlagen geben und den Kopf vor dem Feind senken, gebührt sich nicht für einen stolzen Iraner, denn wir massakrieren Monster bis das geronnene Blut dieser Unholde unser Schlaghand mit dem Schwerte zusammenschweisst.

  3. Der Prinz schreibt:

    Hallo Tangsir,

    hast Du schon mal von denen gehört?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nuristani
    http://en.wikipedia.org/wiki/Nuristani_people

    Das Mädel auf dem Photo könnte theoretisch auch aus Irland stammen. Krass!

    • Tangsir schreibt:

      Hi Prinz,

      Pesare Pârsig wird bald was dazu schreiben. Nicht direkt über die Nuristânis, aber über ein anderes iranisches Völkchen ganz in der Nähe.

      P.S. behalte doch dein Nick und Email-Adresse bei, sonst muss ich deine Kommentare immer freischalten.

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