Der zoroastrische Genozid

zartoshtHeute wollen wir den Millionen toten Zoroaster gedenken die durch islam. Terror gestorben sind. 1587 schlugen dann die turkmenischen Safaviden zu und rotteten die letzten 4 Mio. verbleibenden Zoroaster aus. Das Erbe Zartosht ist weiterhin zahlreichen Angriffen ausgesetzt und ihre Anhänger leben in ständiger Gefahr. Umso mehr sollte die Philosophie Zartosht Beachtung geschenkt werden.

Die Studie von Fariborz Rahnamoon beschreibt detailiert die grausamen Massaker an Iraner die es wagten die Schriften und Lehren Zartoshts zu besitzen, zu lehren oder daran zu glauben. Hier ein weiterer Vortrag von Dr. Jahanian zum selben Thema. Unsere Solidarität gilt unserem großen Lehrer Zartosht und den gepeinigten Zoroaster, die auch heute Opfer von Repressalien werden. Es gibt weltweit nur noch einige Tausenden Zoroaster und es scheint dass in Iran selbst , das Feuer Zartoshts für immer erlischt.

zartosht - sina

Um die Iraner daran zu erinnern was sie eigentlich gegen den Islam ausgetauscht haben, reicht es sich einfach die zoroastrischen Tagesnamen zu beobachten. Im Gegenteil zu dem Wochensystem gab es bei den Zoroaster nur ein Monatssystem:

  1. Ormazd–> Ahuramazda, Yazdan (Gott, Lord)
  2. Bahman–> Andishe Nik (Gute Gedanken)
  3. Ordibehesht–> Behtarin Rasti va Paaki (Wahrheit und Reinheit)
  4. Shahrivar–> Shahryari (Hoheit)
  5. Spandarmaz–> Forutani va Mehr Paak (Demut)
  6. Khordad–> Tandorosti va Rasai (Wohlbefinden)
  7. Amordad–> Bi margi, Djavdani (Unsterblichkeit)
  8. Dey be Azar–> Afaridgar (Schöpfer)
  9. Azar–> Atash, Forugh (Feuer, Helligkeit)
  10. Aban–> Abha ( Wässer)
  11. Chor–> Chorshid (Sonne)
  12. Mah–> Mah (Mond)
  13. Tir–> Setare-ye Tir, Setare-ye Baran (Stern Tir bzw. Stern Baran)
  14. Gayush–> Zendegi, Hasti (Leben, Dasein)
  15. Dey be Mehr–> Afaridgar (Schöpfer)
  16. Mehr–> Dusti, Peyman (Freundschaft, Zusammengehörigkeit)
  17. Srush–> Farmanbari (Gehorsamkeit)
  18. Rashn–> Dadgari (Gerechtigkeit)
  19. Farvardin–> Foruhar, Niruye Pishraft (Treibende Kraft)
  20. Varahram–> Piruzi (Sieg)
  21. Ram–> Ramesh, Shad-Mani (Fröhlichkeit)
  22. Bad–> Bad (Wind)
  23. Dey be Din–> Afaridgar (Schöpfer)
  24. Din–> Bineshe Daruni (Innere Einsicht)
  25. Arad–> Khoshbakti, Darai va Khaste (Glück, Haben und Verlangen)
  26. Ashtad–> Rasti (Wahrheit)
  27. Asman–> Asman (Himmel)
  28. zamyad–> Zamin (Erde)
  29. Mantreh Sepand–> Goftare Paak (Gut Reden)
  30. Anaram–> Forugh va Roshanai-ye bi Payan (Ewiges Licht)

Der zoroastrische Kalender für das Jahr 3745 – 2566 – 2007 (1386)

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15 Antworten zu Der zoroastrische Genozid

  1. Tangsir schreibt:

    Die 4 Mio. der damaligen Zeit ist eine ungeheure Zahl in Zeiten wo kaum eine Stadt mehr als einige hunderttausend Menschen beherbergte. und ist nicht zu vergleichen mit dem Nazivölkermord, denn damals handelte es sich um die Vernichtung ganzer Volksstämme und Sprachen. Das schlimmste daran ist auch dass diese religiösen Turkmenen auch gleich alle Kulturerzeugnisse und Bücher vernichteten.

  2. Iranian German schreibt:

    Vielen Dank für diesen sinnvollen Beitrag, Tangsir. Besonders interessant finde ich die Erklärung (und Übersetzung) der Monatsnamen, die einmal mehr zeigt, wie sehr sich die Wurzeln der iranischen Geschichte von der kriegerischen und erbarmungslosen Ideologie des Islam unterscheiden.

    Es ist eine wahre Schande, wie in den letzten Jahrhunderten mit den ehrenwerten Bräuchen und Lehren der Zoroastrier umgegangen wurde.

  3. gernau schreibt:

    Ich habe heute einen Artikel bei Spiegel.de gelesen. ( http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682011.html ) Es ist entsetzlich was der Islam aus den Iranern gemacht hat.Kann ein Volk aus diesen Tiefen wieder ans Licht kommen ? Es wäre den Iranern zu wünschen sich von der „Friedensreligion“ abzuwenden.

  4. Khashtrapavan schreibt:

    Ich habe wirklich tiefen Respekt für die übriggeblieben Zardoshtis, was sie alles wegen den Drecksmoslems und Türken durchmachen mußten. Sehr schlimm fand ich es und es überkam mir auch eine Wut gegenüber den Iranern, als ich die Studie von Herrn Rahnamoon durchgelesen habe.
    Diese originalen Iraner haben unter allen Umständen versucht und die Hoffnung gehabt, daß die Iraner zu Ihren Wurzeln zurückkehren. Diese sind wir ihnen selbst nach 1400 Jahren schuldig geblieben!
    Verständlich, daß sie jetzt stur, skeptisch und abweisend gegenüber iranischen Moslems geworden sind. So hat es mir eine Iranerin in Tehran berichtet, die Zardoshtis kennenlernen wollte und sie schroff abgewiesen haben. Das hat sie nicht so recht verstanden, weil man ja offen für alles und jeden sein sollte…..
    Sollte Iran irgdwann mal frei sein, müssen wir Buße tun.

  5. Elma schreibt:

    Tangsir, ich muss dich informieren das der Ursprung der Safaviden unbekannt ist, auf Wikipedia gibt es diesbezüglich eine Diskussion die du dir ansehen solltest ob die Safaviden nicht doch Iranischer Ursprung waren: http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Safawiden#Ursprung_und_Sprache_der_Safawiden

    • Tangsir schreibt:

      Nicht jede Diskussion bei Wikipedia ist ernst zu nehmen Elmaye gerami. Iranicaonline ist eine gute Quelle, und genauso Iranchamber, aber auch andere Quellen. Dass die Safaviden iranischen Ursprung waren, ist nicht richtig. Richtig ist, dass das Kollektiv der Türken schon immer multiethnisch war, da die dieses Kollektiv alles assimilierte und es Teil seiner mörderischen Maschine machte. Lies bitte dazu den Artikel hier auf dem Blog über den indischen Genozid.

      Tamerlan war, wie du schon sagst, vom Fieber des Türkentum und des Islam ergriffen. Cengiz Khan allerdings machte sich nur der neuen Grenzüberschreitung des Islams zunutze, um seinerseits alle Regeln zu brechen und verursachte damit den größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit. Du kannst also keine strengen ethnischen Grenzen ziehen, da selbstverständlich auch viele Iraner im Verband der damaligen Türken waren, da sie vormals assimiliert worden sind. Was wir aber als Richtschnur nehmen können um Menschen zu beurteilen ist ihr Verhalten und die kulturellen Werte, die sie befolgten und da waren die Safaviden sich ihrer türkischen Wurzeln immer bewusst und pflegten diese auch. Dass die Nachfahren von Tamerlan iranisiert wären ist eine romantische Vorstellung, denn in schlimmererweise sind die Iraner selbst türkisiert worden, und das sieht man deutlich an der damaligen Entwicklung in Iran.

      Im Übrigen spielen für mich ethnische Zugehörigkeiten eine eher untergeordnete Rolle, denn ich möchte nicht grundsätzlich alle türkischstämmigen aus Iranzamin ausschliessen, sondern nur diejenigen, die meinen auch noch Muslim und Tork sein zu wollen.

  6. Pirouz Kas schreibt:

    en.m.wikipedia.org/wiki/Persecution_of_Zoroastrians

    Die Parsi in Indien sind eine der kleinsten Volksgruppen, aber haben Indien in vielen Gebieten bereichert. Ein Beispiel unter vielen ist die Tata-Familie, die viel Industrie in Indien aufgebaut haben. Und sie tragen oft noch echte persische Namen (Cyrus, Ardashir, Shapoor).
    Im Gegenzug hat Iran Leute wie die arabischen Sayyids bekommen, die uns von dem Höllenfeuer bewahren wollen. Traurig.

  7. Pirouz Kas schreibt:

    Wir wissen zwar Bescheid. Aber es gibt genug Trottel die denken der Islam sei durch Dawah und Überzeugungsarbeit nach Iran gekommen
    Wie zB hier watch?v=8Jq0damMgUU

    Warum werden die 2 PDFs nicht auf persisch übersetzt und überall in Iran verteilt?

    • Simorgh schreibt:

      Es kann sein, dass dieses PDF die englische Übersetzung ist oder auch dass sie schon ins Persische übersetzt wurde.
      Denn er verweist auf einigen Stellen: „Check translation and explanation at http://www.ancientiran.com„.

      Aber da ich nur schwer Persisch lesen kann, ist es schwierig herauszufinden, wo sich dieser Artikel befindet.

  8. khures schreibt:

    “Whilethe Arabs were eating lizards and buryingtheir daughters alive, the Persians believed i a monotheistic God and have no need to follow abackward Arab religion.”

    eigentlich grausam und unglaublich tragisch, dass man die Beduinen nicht abwehren konnte. Wieviel unschuldige hätten gerettet werden können.

  9. Fadime Koca schreibt:

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    Der Brief des persischen Grosskönigs Yazdegerds III.

    Von Alexander Müller veröffentlicht am 13. September 2009 | 10.583 mal gesehen

    • Tangsir schreibt:

      Danke, dass du den gesamten Text samt Kommentare kopiert hast. Ein Link und ein kurzer Zitat reicht aber auch. Dieser Brief ist eine Fälschung und deshalb hab ich es entfernt.

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